Berlin: Rumänische Familie verliert nach Heimaturlaub 5.400 Euro teure Notunterkunft

Das ging selbst den supertoleranten Behörden in Berlin zu weit: Eine vierköpfige rumänische Migranten-Familie wollte nach einem zehntägigen Urlaub im Heimatland in ihre vom Staat finanzierte Notunterkunft in Berlin zurückkehren - das wurde aber verhindert.

IMAGO, Adobe - Collage: TE

Eine vierköpfige rumänische Familie, die in einer Berliner Notunterkunft untergebracht war und Sozialleistungen bezog, hat nach einem zehntägigen Urlaub in der Heimat ihren Platz verloren. Das Verwaltungsgericht Berlin bestätigte die Ablehnung der Behörden und wies einen Eilantrag der Familie zurück.

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Die Eltern und ihre zwei nahezu volljährigen Kinder hatten in einer Notunterkunft in Berlin-Friedrichshain gelebt. Bereits vor der Reise gab es Schwierigkeiten: Laut Angaben des Heimbetreibers wurde im Zimmer geraucht und getrunken, zudem empfing die Familie regelmäßig Besucher. Wegen dieser Verstöße gegen die Hausordnung war bereits eine Abmahnung ausgesprochen worden. Mitte Juli reiste die Familie dann für zehn Tage nach Rumänien. Vor der Abreise war sie darüber informiert worden, dass eine längere Abwesenheit ohne Genehmigung den Verlust des Unterkunftsplatzes zur Folge haben kann.

Bei der Rückkehr nach Berlin verlangte die Familie die Wiederaufnahme in die Notunterkunft. Neuköllns Sozialstadtrat Hannes Rehfeldt (CDU) lehnte dies ab. Rehfeldt sagte gegenüber der BILD: „Wer Urlaub in seinem Heimatland macht, der kann dort auch dauerhaft leben und muss nicht in Deutschland Sozialleistungen und Unterkunft bezahlt bekommen.“

Die Eltern akzeptierten die Entscheidung nicht und stellten beim Verwaltungsgericht Berlin einen Eilantrag auf vorläufige Wiederaufnahme in die Unterkunft. Das Gericht wies den Antrag zurück: Es mangelt „an der erforderlichen Unfreiwilligkeit der geltend gemachten Obdachlosigkeit“, meinte die Richterin. Die Familie hätte die Situation selbst abwenden können. Die Entscheidung entspricht der gängigen Praxis in Berlin: Bei einer geplanten Abwesenheit von mehr als drei Tagen kann der Platz in einer Notunterkunft grundsätzlich verloren gehen, wenn die Abwesenheit nicht rechtzeitig gemeldet und genehmigt wurde. Im vorliegenden Fall war die Familie zehn Tage abwesend und kannte die Konsequenzen.

Sozialleistungen plus Wohnkosten: 7.100 Euro

Neben der Unterkunft bezog die Familie auch noch Sozialleistungen: Das Jobcenter hatte einen monatlichen Bedarf von 1700 Euro anerkannt. Die Notunterkunft selbst verursachte ziemlich hohe Kosten: Pro Person wurden täglich etwa 45 Euro verrechnet – bei vier Personen also 180 Euro pro Tag oder 5400 Euro im Monat. Derartige Tagessätze liegen im oberen Bereich der in Berlin üblichen Kosten für ordnungsrechtliche Unterbringungen, die im Durchschnitt bei etwa 35 Euro pro Person und Tag liegen, in Einzelfällen aber deutlich höher ausfallen können. Die rumänische Familie belastete somit die deutschen Steuerzahler mit monatlich 7.100 Euro.

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Kommentare ( 6 )

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6 Comments
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Or
19 Minuten her

»„Wer Urlaub in seinem Heimatland macht, der kann dort auch dauerhaft leben und muss nicht in Deutschland Sozialleistungen und Unterkunft bezahlt bekommen.“«

Da bin ich ja völlig baff, ob dieser vernünftigen Ansichten. Und das auch noch aus dem Kalkutta an der Spree.

Jetzt würde aber noch den aufmerksamen Leser interessieren, wegen genau was diese wohl in juristischen Dingen gut informierte Familie in Deutschland Asyl begehrt und wo genau Deutschland an Rumänien grenzt ?

Vati5672
33 Minuten her

Da lach ich über.
Der Skandal / die Idiotie liegt darin das Rumänen Geld von deutschen
Steuerzahlern bekommen.

ps. Abgepreßtes Geld

Michael Elicker
35 Minuten her

Wann ist es genug?

gnomen est omen
41 Minuten her

7.100 im Monat. Solche Zahlen zeigen eindeutig wie kaputt dieses Land ist.
Und man sich nicht wundern muß, daß das ganze Sozialsystem am Ende ist.

Was den konkreten Fall angeht, so kann ich mir, man möge es mir nachsehen, ein hämisches Grinsen nicht verkneifen. Bitte zurück nach Rumänien; in den ganzjährigen Urlaub.
Obwohl man den Menschen eigentlich kaum einen Vorwurf machen kann, sie nutzen ja nur die abgrundtiefe deutsche Dummheit aus.
Allerdings geschieht dies natürlich gewerbsmäßig, weil die deutsche Dummheit nicht nur abgrundtief, sondern leider auch unendlich ist.

Holsteiner Jung
42 Minuten her

Haltet durch Ihr tapferen Rumänen, die neue,vermutlich SED, äh Die Linke geführte Landesregierung, regelt das kurzfristig nach Amtsantritt für Euch.
Wer hier Anflüge von Ironie entdeckt, merkt noch was..

PaulKehl
54 Minuten her

Die Omis füllen schon ihre Thermoskannen.