Von Verhandlungen, Chinas Irritationen und dem Zerfall der Macht

Das Credo der weichgespülten Diplomatie, wonach jeder Konflikt durch Gespräche friedlich zu lösen sei, wurde von Putin ebenso beerdigt wie die Vision eines ewig währenden Friedens zumindest in Europa. Darauf zu setzen, dass China Putin zur Vernunft und zum Einlenken bringt, dürfte unbegründeter Optimismus sein.

IMAGO / SNA
Putin und Xi am 4.2.2022 in Peking

Welchen Sinn hätte es gemacht, wenn im April 1943 der Chef eines neutralen Staates den Versuch unternommen hätte, mit Adolf Hitler darüber zu sprechen, seinen Krieg gegen den Rest der Welt einzustellen? Wobei es damals kaum noch neutrale Staaten gab, denn entweder, die heute souveränen Staaten waren Kolonien, oder sie waren von einer Kriegspartei mehr oder weniger besetzt oder davon abhängig. Denken wir uns die Frage dennoch weiter.

Im April 1943 war der deutschen Heeresleitung klar, dass der Krieg gegen die Sowjetunion gescheitert war. Mit dem Untergang der 6. Armee und ihrer Verbündeten in Stalingrad, wo am Ende von deutlich über einer Million Angreifern nach Jahren der Gefangenschaft nur 6.000 den Weg in die Heimat finden sollten, musste jedem mit klarem Verstand bewusst sein: Das Kriegsziel, welches beim Überfall auf die Sowjetunion ausgegeben worden war, war nicht mehr erreichbar. Also hätte es die Vernunft geboten, den fiktiven Vertreter der Neutralen mit offenen Armen zu empfangen und gemeinsam mit diesem irgendeinen Weg zu finden, die hoffnungslos verfahrene Situation irgendwie halbwegs gesichtswahrend zum Guten zu kehren.

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Vor unseren Augen entsteht eine neue Weltordnung
Doch nicht erst heute – schon damals hätte jedem bewusst sein müssen, dass Hitler einer solchen Vernunft nicht zugänglich war. Ob bei klarem Verstand oder nicht – er hatte sich zu sehr in sein selbst erdachtes Weltbild hineingesteigert, um von dem einmal eingeschlagenen Weg abzulassen. Selbst wenn ihm alle Führer der Welt Straffreiheit und eine luxussichernde Pension bis zum natürlichen Lebensende geboten hätten, um den von ihm herbeigeführten Horror zu beenden – wenn er überhaupt den Neutralen empfangen hätte, dann nur, um sich von den Gegnern deren Kapitulation überreichen zu lassen. Nichts anderes kam infrage – nichts anderes hätte er gelten lassen.

Es gibt keine Friedensgespräche in der Ukraine

Ähnlich verhält es sich mittlerweile mit Wladimir Putin. Die von manchen Medien realitätsfremd als „Friedensgespräche“ betitelten Kontakte zwischen einer drittrangigen Garde aus Moskau und Vertretern der ukrainischen Regierung dienen aus Putins Sicht lediglich der Erwartung, dass die von ihm als Faschisten diffamierte Führung des widerrechtlich überfallenen Landes endlich die weiße Fahne der Unterwerfung hissen möge. Waffenstillstand, gar Friede? Undenkbar! Das wissen die Unterhändler des mittlerweile in selbstgewählter Isolation lebenden KGB-Offiziers in Moskau – das wissen die Unterhändler des zum Volkshelden avancierten Präsidenten der Ukraine. Trotzdem trifft man sich, wohl wissend, dass es hier nur um Ablenkung geht.

Einen „Verhandlungsfrieden“, den es allein schon deshalb nicht geben kann, weil er völkerrechtswidrig durch ein kriminelles Regime herbeigebombt worden wäre und Putin bereits 2014 bestehende Verträge rücksichtslos abgeräumt hatte, gäbe es bestenfalls dann, wenn Russlands Armee die Soldaten ausgehen. Weil sie entweder die Truppe verlassen, wenn es ihnen ihr Gewissen verbietet, Frauen und Kinder des „Brudervolkes“ zu ermorden – oder wenn schlicht der Nachschub fehlt, weil zu viele gepresste Wehrpflichtige am Widerstand der Ukrainer zugrunde gehen.

Dennoch geschieht das, was in den Medien „verhandeln“ genannt wird. Weil manch einer der irrigen und spätestens jetzt widerlegten These aufgesessen ist, dass wer spreche, nicht schieße. Dabei sollte jeder verstanden haben: Das Credo der weichgespülten Diplomatie, wonach jeder Konflikt durch Gespräche friedlich zu lösen sei, wurde von Putin ebenso beerdigt wie die herbeigeträumte Vision eines ewig währenden Friedens zumindest in Europa.

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All das aber ficht die Verantwortlichen nicht an. Sie pilgern, gleich ob telefonisch oder in realer Person, nach Moskau, um den Kriegsverbrecher im Kreml zur Aufgabe seiner Wahnvorstellungen eines hegemonialen Russlands zu bewegen. Sie laden, wie der türkische Autokrat Erdogan, führende Vertreter der sogenannten Konfliktparteien auf vorgeblich neutralem Boden zum Gespräch, an dessen Ende der Aggressor lediglich jene Lügen wiederholt, mit denen er seinen Überfall meint, rechtfertigen zu müssen – und die er offensichtlich selbst glaubt. Selbst Russlands Außenminister, sonst als Realist geschätzt, wirkt mittlerweile der Wirklichkeit entrückt.

Wolodymyr Selenskyj wiederum bringt im Gegenzug Jerusalem als Ort eines Treffens zwischen ihm und Wladimir Putin ins Gespräch – ebenfalls wohl wissend, dass dieses Gespräch nie zustande kommen wird, weil damit der Mann aus Leningrad den von ihm als „drogensüchtigen Nazi“ verunglimpften ukrainischen Juden als ebenbürtiges Staatsoberhaupt anerkennte und zudem die noch sicheren Mauern des Kreml verlassen müsste.

Die Rolle des Xi Jinping

Die Diplomatie – oder besser das, was als solche bezeichnet wird – spielt Pingpong. Wer schlägt auf, wer zurück, wer landet einen Treffer? Eine zunehmend unglückliche Rolle spielt dabei die Führung in Peking. Xi Jinping, der durchaus mehr Sympathien für den Mann in Moskau als für den Präsidenten in Washington hegt, sitzt zwischen den Mühlsteinen. Angeblich soll er von Putin im Vorfeld über den Überfall informiert gewesen sein und darum gebeten haben, damit bis zum Ende der Olympischen Winterspiele zu warten. Träfe dieses zu, dann wäre der rote Mandarin klammheimlicher Verbündeter des Russen, denn es hätte in seiner Hand gelegen, den Überfall durch rechtzeitige Veröffentlichung zumindest zu erschweren.

Für eine solche Situation spricht das Verhalten der Rotchinesen im UN-Sicherheitsrat. Die Volksrepublik weigerte sich, den russischen Überfall zu verurteilen, versuchte stattdessen, sich in eine fragwürdige Neutralität zu retten. Jetzt, drei Wochen nach Beginn der Invasion, versucht sich Peking herauszureden. In der „Washington Post“ veröffentlichte Qin Gang, VRC-Botschafter in Washington, einen Artikel, wonach „Behauptungen, dass China davon wusste, diesen Krieg duldete oder stillschweigend unterstützte“, nichts als Desinformationen seien. Er begründet dieses mit der Feststellung, dass zum Zeitpunkt des Überfalls mehr als 6.000 Chinesen in der Ukraine gewesen seien und die VRC zudem der größte Handelspartner jeweils beider Länder sei. „Wenn China von dieser unmittelbar bevorstehenden Krise gewusst hätte, hätten wir unser Bestes versucht, sie zu verhindern“, schließt Qin.

Das klingt im ersten Moment plausibel – lässt aber die Frage unbeantwortet, ob Xi gleich China ist. Denn selbstverständlich wird der chinesische KP-Chef eine solche Information, sollte er sie von Putin erhalten haben und stillschweigend mit dem Ziel übereinstimmen, nicht an die große Glocke hängen – ja nicht einmal sein näheres Umfeld darüber informieren. Ein Leak wäre eine Katastrophe und hätte für Xi einen unheilbaren Gesichtsverlust zu Folge haben müssen. Schlimmeres kann einem Chinesen kaum geschehen.

Weshalb Xi an Putins Seite stand

Zudem steht außer Frage, dass Xi klammheimlich mit den Ambitionen Putins übereinstimmte. Da ist zum einen die gemeinsame Abneigung gegen die USA und deren Vormachtstellung nebst westlicher Demokratie. Mehr noch aber sind es Pekings territoriale Ambitionen, die Putins Ukraine-Logik im Kopf des KPCh-Chefs nachvollziehbar machen.

Die Republik China auf der vorgelagerten Insel Taiwan ist dabei nur ein Objekt der imperialen Begierde, nach dem Xi die Finger ausstreckt. Die Einvernahme Tibets, der Konflikt mit den Uiguren, der Vertragsbruch gegen Hongkong – all das basiert auf demselben tribalistischen Anspruch einer vorgeblich natürlichen Überlegenheit der eigenen Ethnie, gepaart mit einem kollektivistisch organisierten Führungsbild. So, wie Ukrainer für Putin Russen sein müssen, sind für Xi Tibeter Chinesen. Wobei nicht nur Putin über seine aktuellen Landesgrenzen hinausdenkt.

Putin formuliert einen imperialistischen Beherrschungsanspruch. Dieser umfasst das US-amerikanische Alaska, weil dort einst russische Forscher die zaristische Fahne aufgestellt hatten, bevor Zar Alexander es für ein gefühltes Ei mit Butterbrot an Washington verkaufte. Er umfasst halb Europa, weil der Schlächter Stalin einst die Hälfte des vordem nicht-russischen Kontinents seinem Sowjetimperium einverleibt hatte. Er umfasst Zentralasien und den Kaukasus, weil im 18. und 19. Jahrhundert russische Eroberer die dortigen Völker unterwarfen und imperiale Konkurrenten vertrieben.

Ähnlich Xi. Taiwan, welches so gut wie nie Teil eines chinesischen Kontinentalreichs gewesen ist, gilt als Kernland. Doch die pan-chinesischen Ansprüche reichen weiter. Die Mongolei, aus der zu früheren Zeiten Fremdherrscher über die Chinesen kamen, gilt aus dieser Tatsache heraus ebenfalls als chinesisches Anspruchsgebiet. Ebenso die ostsibirischen Lande, die Russlands Zaren im 19. Jahrhundert den schwächelnden Chinesen abgepresst hatten. Aber selbst die postsowjetischen Länder Zentralasiens sind im Weltbild des „Reichs der Mitte“ chinesisch – weil ihre Mehrheitsbevölkerungen dem sino-tibetischen Menschenschlag angehören.

Mit einem schnellen Sieg hätte Xi keine Probleme gehabt

Der Chinese wird insofern keinerlei Einwände gegen den russischen Überfall gehabt haben – unabhängig davon, ob er davon im Vorfeld informiert war oder davon überrascht wurde. Dabei spielen nicht nur mehr oder weniger klammheimliche Sympathien mit Putin und Antipathien gegenüber den USA eine Rolle. Verschleißt sich Moskau im Westen des Großreichs, schwächt es sich im Osten. Chinesen gelten als Menschen, die in Generationen denken. Und sie beobachten die demografische Entwicklung ihrer Nachbarn sehr genau.

Der russische Osten, der in den Augen Pekings chinesischer Lebensraum ist, leidet seit Jahren an personeller Auszehrung. Ethnische Russen zieht es in die Ballungszentren jenseits des Ural – Chinesen sickern über die Grenze nach und wirken so daran, dass Russisch-Sibirien immer chinesischer wird. Orientiert sich Moskau nach Westen; vertreibt Putin die Ukrainer Richtung Atlantik, um russische Neusiedler aus den überfüllten Zentren in den zerstörten Gebieten Landnahme betreiben zu lassen, kann dieses angesichts der schwindenden Gesamtbevölkerung Russlands nur in Pekings Interesse sein.

Sollte – was trotz Dementi wahrscheinlich ist – Putin Xi informiert haben, wird der Mann aus Moskau zudem die Märchen vermittelt haben, an die er selbst glaubt. Dass in der Ukraine die Russen verfolgt würden – was Xi ziemlich egal sein dürfte. Dass die Nato ständig weiter nach Osten vorrückt – was Xi schon so egal nicht mehr gewesen sein wird. Vor allem aber: Dass die russische Armee das von üblen Faschisten gequälte Land innerhalb weniger Stunden „befreien“ und Russland dann den unmittelbaren Zugriff vor allem auf die Kornkammer Europas haben wird. Das ist ein Aspekt, der für Xi durchaus von Bedeutung ist – ein befreundeter russischer Despot, der in der Freundes-Meistbegünstigungsklausel Nahrung an das Milliardenvolk am Gelben Fluss liefert, welche sonst über den US-gesteuerten Weltmarkt zu den Bedingungen des Kapitalismus teuer einzukaufen wäre.

Xi wird Putins Selbstdarstellung geglaubt und insofern für sein Land keine ernsthaften Konsequenzen befürchtet haben. Ein schneller Schlag gegen die Ukraine – die VRC ist außen vor, gibt sich neutral und erkennt das Ergebnis an. Doch es sollte anders kommen – und Peking in Erklärungsnot geraten.

Peking in Erklärungsnot

Putins Gesichtsverlust gegenüber den „Freunden“ im Osten ist jetzt bereits total. Die angeblich so glorreiche russische Armee erweist sich außerstande, einen lang geplanten Blitzkrieg gegen ein militärisch unterentwickeltes Nachbarland zu realisieren. Wer bislang noch Angst gehabt haben sollte vor den konventionellen Fähigkeiten der russischen Armee – nun sitzt er da und schüttelt erstaunt den Kopf. Die chinesischen Generäle, die sich Fähigkeiten und Schwächen des künftigen Gegners bereits in gemeinsamen Manövern angeschaut haben, wissen jetzt: Putins Armee muss sie nicht schrecken. Der kostenintensive Verschleißkrieg, der die nur in der Staatspropaganda gut gefüllten Devisen- und Goldsäckel Moskaus über Gebühr belastet, wird ein weiteres tun, die militärischen Fähigkeiten Russlands nicht über Gebühr erstarken zu lassen. Damit also kann Xi gut leben und Putin gleichzeitig freundschaftlich ins Gesicht lächeln.

Zunehmend schwerer allerdings wird es für die rote Elite in Peking, mit der Reaktion des Westens zurechtzukommen. Ein kleiner Krieg im fernen Westen, der Russland und die USA beschäftigt, ist durchaus im Sinne Xis. Doch die Wirtschaftssanktionen gegen Russland schlagen auch auf Peking durch. Die Weltwirtschaft leidet – und die westlichen Ökonomien begreifen nach Jahrzehnten des Selbstbetrugs, dass die gefeierte Globalisierung Abhängigkeiten schafft, die im Ernstfall zu Handlungs- und Funktionsunfähigkeit führen müssen.

Putin hat ungewollt das Ende der chinesischen Wirtschaftsexpansion eingeläutet. Die Werkbank der Welt wird in wesentlichen Bereichen Konkurrenz dort bekommen, wo bislang ihre finanzkräftigsten Käufer saßen. Der Pilgerzug der Kapitalisten ins kommunistische China, der von Anbeginn an ein Zug der Lemminge in die Selbstvernichtung gewesen ist, kehrt um. Das trifft die VRC langfristig härter als der vorübergehende Einbruch der Welthandelsströme angesichts der Corona-Panik.

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Deshalb nun die immer noch vorsichtigen Absetzbewegungen Pekings von Putin. Was der chinesische Botschafter in Washington geschrieben hat, wird in ihrer Ursache eine fromme Lüge sein – doch sie offenbart die Wahrheit einer zunehmenden Angst vor Folgen, die Peking bei seiner klammheimlichen Unterstützung Putins nicht eingepreist hatte. Das bedeutet nicht, dass China nun offen die Fahne wechselt. Zu groß sind die Abhängigkeiten Pekings von Russlands Rohstoffen. Doch Xi wird Russland neu denken – und Putin wird dabei nur noch eine Randnotiz sein.

Auch Xi wird Putin nicht zur Vernunft bringen

Darauf zu setzen, dass China nun jedoch derjenige sein könnte, der Putin zur Vernunft und zum Einlenken bringt, dürfte dennoch unbegründeter Optimismus sein. Vieles deutet darauf hin, dass sich der KGB-Mann in seiner eigenen, großrussischen Welt hoffnungslos verfangen und sich in der Unzugänglichkeit seines Elfenbeinturms eingemauert hat. Die byzantinische Geschichte, in deren Tradition sich Russland seit dem Fall Konstantinopels sieht, hat wiederholt den Beweis erbracht, dass solche Elfenbeintürme auch dann noch Schaden anrichten können, wenn sie längst von jenen umstellt sind, die an des Herrschers Stuhl sägen. Ob und wann es so weit sein wird, dass jemand im Kreml die Reißleine zieht, ist nicht absehbar.

Die Tatsache allerdings, dass eine gut durchgestylte Mitarbeiterin des Staatsfernsehens ungehindert fünf Sekunden lang eine Anti-Putin-Parole in die Wohnzimmer der indoktrinieren Russen tragen kann, während sich die angeblich überraschte Moderatorin sich nicht einmal umdreht zu dem, was hinter ihr geschieht; dass diese frühere Ehefrau eines Direktors des russischen Staatsfernsehens RT dann, nur mit einer symbolischen Strafe belegt, nach 14 Stunden immer noch top-gestylt den Repressionsapparat des Systems verlassen kann – all das sind Signale, die darauf hindeuten, dass der Widerstand hinter den Kulissen längst viel weiter verbreitet ist, als manche glauben mögen.

Selenskyj hat Recht, wenn er auf Zeit setzt statt auf Verhandlungen. Putin mag in der Ukraine und zunehmend auch in Russland selbst noch manche Verheerung verantworten – doch er hat mittlerweile deutlich mehr verloren als nur einen Krieg.

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Kommentare ( 25 )

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schwarzseher
1 Monat her

Ich möchte an die Geschichte der USA erinnern, die ja angeblich “ unsere Werte “ vertritt und verteidigt. Die Existenz der USA basiert auf dem Landraub und der fast völligen Vernichtung der Ureinwohner, gefolgt von gewaltsamen Landraub des ölreichen Staates Texas, der zu Mexiko gehörte. Arizona und Kalifornien traten die Mexikaner angeblich “ freiwillig “ an die US ab. Dann wurde noch Hawaii annektiert. Wie war das noch in Hiroshima und Nagasaki, wo ganze Städte inklusive Einwohner ohne Vorwarnung nuklear vernichtet oder verstrahlt wurden? Den Einwohnern wurden keine Fluchtkorridore eingeräumt. Und hat der Autor schon den abscheulichen, 10 Jahre dauernden… Mehr

H. Hoffmeister
1 Monat her

Herr Spahn,
wir können nur drei Dinge hoffen:
1) Putin wird sich am zu großen Bissen verschlucken, ohne vorher auf den Knopf zu drücken
2) Die arroganten politmedialen „Eliten“ des Westens werden durch den Mangel, den ihre idiotischen Politiken erzeugen, schnellstmöglich hinweggefegt und durch kompetente Vernunftsmenschen ersetzt
3) die Völker dieses Globus verstehen, dass nur die freiheitliche, marktliberale, von der erstickenden Macht der Gelddrucker befreite, sich ständig durch freie Wahlen erneuernde Demokratie als die beste aller schlechten Gesellschaftsformen Sinn macht

Brauer
1 Monat her

Lieber Herr Spahn, leider zu einseitig! Beleuchten Sie doch mal die Lügen und Umstürze der USA. Auch die Lügen seit Maidan. Oder sind die Mainstreamjournalisten nicht mehr in der Lage beide Seiten anzuschauen?

Maria Jolantos
1 Monat her

Das ist mal wieder so ein Artikel, nach dessen Lektüre ich zum Anhänger der Critical Race Theorie werden könnte. „….Die Werkbank der Welt wird in wesentlichen Bereichen Konkurrenz dort bekommen, wo bislang ihre finanzkräftigsten Käufer saßen…..“ Da musste ich auflachen. Wo die finanzkräftigsten Käufer sitzen, da sind auch die höchsten Löhne und stärksten Regulierungen (Umwelt etc.) und auf den europäischen Teil bezogen die wenigsten Rohstoffe. Dahin soll jetzt die Produktion zurückgeholt werden? Und das ohne kolonialistische Methoden um sich weiter moralistisch über China und Russland zu erheben zu können? China könnte ja zur Abwechslung mal Werkbank für die eigenen Bevölkerung… Mehr

leonaphta
1 Monat her
Antworten an  Maria Jolantos

Ich hatte den Vergleich mit Adolf Hitler gegeißelt, wie Andere hier auch.
Und ich habe erwähnt, daß Präsident Putin in der FAZ mal einen Artikel über den 2. Weltkrieg veröffentlichte, wonach mehrere Mitglieder seiner Familie ums Leben kamen.
Und, daß die Tatsache, daß der Präsident der Ukraine nicht dem Rat des aus der kriegserfahrenen israelischen Nation stammenden Ministerpräsidenten folgte, darauf hinweis, daß die Mentoren des Präsidenten möglichst hohe Opferzahlen wollen.

Konradin
1 Monat her

Das Lesen erste Hälfte des Artikels war schlimm. Wo soll ich anfangen, wo aufhören mit dem kommentieren? Ich lasse es. Hitler-Vergleiche, Putin-Bashing in fast jedem Satz. „…völkerrechtswidrig durch ein kriminelles Regime“? Kriegsverbrecher? Kann man so nennen. Dann aber bitte ähnliche Wortwahl für die Kriegstreiber der US-Regierungen bei völkerrechtswidrigen Angriffskriegen wie 2003 auf den Irak (mit zehntausenden toten Zivilisten alleine während der heißen Phase dieses US-Überfalls). Äpfel mit Birnen-Vergleich? Das ist ein Hitler-Putin-Vergleich vermutlich ebenso. Genauso gut könnte man Xi mit Hitler vergleichen (Stichwort: Genozid am Volk der Uiguren). Die Nazi-Vergleiche, seit langem Klassiker im Staate BRD, werden die sogenannten Intellektuellen… Mehr

rolf
1 Monat her
Antworten an  Konradin

Ich ziehe meinen Hut … ganz meine Meinung … mir fehlt die Fähigkeit, die Dinge so auf den Punkt zu bringen!

Leander
1 Monat her
Antworten an  Konradin

Ich habe auf Ihren Tip den Artikel von S. Meister aus 2017 überflogen und stimme ihm zu. Putins Russland ist auch in den fünf Jahren seither nicht über den „Scheinriesen“ hinausgekommen. Ohne die von der Sowjetunion geerbten Nuklearwaffen wäre Russland (auch militärisch) ein vernachlässigbares Drittland. Obama hatte faktisch Recht. Und jetzt gibt Putin den Amis die Gelegenheit, den Abstand ohne große Aufwände zu vergrößern. Auf China würde ich mich an Putins Stelle auch nicht verlassen. China handelt nur im Eigeninteresse und hat im Geiste Ostsibirien sicherlich schon eingemeindet.

Leander
1 Monat her
Antworten an  Konradin

Ach ja, nochwas: vergessen Sie die „sino-indischen Machtzentren“ und deren Absatzmärkte. Denen kann a) Putin nichts bieten als Rohstoffe und Waffen und sie sind b) schon im Fokus (neue Seidenstraße) von China.

egal1966
1 Monat her
Antworten an  Leander

Entschuldigung, wer immer noch in post-sowjetischen Denken verhaftet ist, der kennt wahrscheinlich nur das heutige Russland von den Finger auf der Landkarte.
Sowohl wirtschaftlich, militärisch, als auch finanziell ist Russland nicht mehr die alte UdSSR.
Welches Land ist z.B schuldenfrei und hat Hyperschallraketen in ihren Arsenal?
Man wird sich immer mehr von dekadenten und moralisch sich überhöhenden Westen abkoppeln, zusammen mit Teilen der wirklich freien Welt eigene Zahlungssysteme verwenden, den Handel in Landeswährungen vornehmen und sich endlich von Dollar trennen, da dieser immer ein „Erpressungspotiental“ hatte..

November Man
1 Monat her

Wieso die Waffenlieferungen unterbinden, die werden entgegengenommen und begutachtet. Allerdings sind die verschimmelten Raketen aus Deutschland illegale Sondermüllentsorgung, die werden zurückgeschickt und unverzüglicher Ersatz gefordert. Nur, die Deutschen haben jetzt schon leider keine Raketen mehr. Sie sind so blank wie die deutsche vereinigte Lügenpresse.

November Man
1 Monat her

Man sollte ja niemanden überfordern, schon gar nicht schwache selbsternannte Historiker. Aber das die noch nicht mal bemerkt haben, dass die China, Indien und Russland sich schon lange zusammengetan haben, ist wohl ihrem Nicht-Wissen geschuldet. Russland braucht kein Swift mehr, es hat schon längst das Zahlungssystem System for Transfer of Financial Messages (SPFS). Und China hat das Zahlungssystem Cross-Border Interbank Payment System (Cips). Der amerikanische Dollar wird zukünftig nicht mehr die Weltwährung sein. Der Euro hat eh noch nie was getaugt. Beine werden in den nächsten Jahrzehnten verschwinden und die drei Großmächte Russland, China und Indien werden Europa und die… Mehr

RMPetersen
1 Monat her

Zunächst: Hitler geht immer, offensichtlich – aber im Unterschied zu Hitler führt Herr Putin keinen Kampf gegen die ganze Welt. Man sollte doch realistisch sein und zur Kenntnis nehmen, dass die Begeisterung etlicher NATO-Staaten bzw. -Regierungen für die Kiewer Regierung von wenigen Ländern geteilt wird. Und auch die UN-Resolution gegen den russischen Einmarsch wurde zwar von vielen Staaten bejaht, aber nicht von der Mehrheit der Menschen – mit China und Indien haben sich die bevölkerungsmässig größten Länder von den Intentionen des Westens distanziert. Wir Westler sind in der Minderheit. Gegen diesen russischen Militärschlag zu sein, ist das Eine; für diese… Mehr

November Man
1 Monat her

Bericht: Deutschland hat nur Bruchteil der zugesagten Raketen geliefert18.15 Uhr: 2.700 Luftabwehrraketen hatte die Bundesregierung der Ukraine eigentlich versprochen. Nun meldet die „Welt am Sonntag“, dass davon nur 500 in der Ukraine eingetroffen und auch keine weiteren Lieferungen mehr getätigt werden können weil man nicht mehr hat. Der Bericht beruft sich auf ukrainische Nazi-Regierungskreise. Demnach hätte die Übergabe der gelieferten Raketen in verschimmelten Kisten, denen man sich selbst laut Lügenpresse nur in Schutzanzügen nähern kann, am Donnerstagabend in Polen stattgefunden. Die versprochen Luftabwehrraketen des Typs „Strela“ waren noch aus der DDR übrig. Im Jahr 2014 wurden sie von der Bundeswehr als Sondermüll… Mehr

Hannibal Murkle
1 Monat her

„Selenskyj hat Recht, wenn er auf Zeit setzt statt auf Verhandlungen.“

Bei all den verheerenden Auswirkungen aus westliche Wirtschaften darf man fragen, ob diese Verzögerungstaktik auch im unseren Interesse ist. Wenn Putin offiziell nur Neutralität, Krim und die zwei russisch bevölkerte Republiken im Osten fordert, ist dies ein Preis, den der Westen Selensky durchaus zumuten könnte, mit entsprechendem Druck. Falls der Herr weiter nur an „Slava Ukraini“ denkt – Waffenlieferungen kappen, Geldhahn zudrehen, Visumspflicht für Ukrainer einführen. (Wie der Zufall will, ich bin nun mal kein Ukrainer – was muss mich diese Gloria des Landes interessieren?)