Die deutsche Wirtschaft befindet sich seit Jahren im Niedergang, die Arbeitslosenzahlen steigen, die Staatskassen sind leer und die Schulden laufen aus dem Ruder. Das alles hält Verdi und Beamtenbund nicht davon ab, utopische Forderungen von sieben Prozent mehr Gehalt zu stellen und dafür zu streiken.
picture alliance / Wolfgang Maria Weber | Wolfgang Maria Weber
Die Industrie rauscht in Deutschland den Bach runter, zehntausende Jobs gehen verloren, die Arbeitslosenzahlen steigen und die Staatskassen sind leer. Was macht der öffentliche Dienst und seine Kampagnen-Gewerkschaft Verdi? Sie streiken mitten in einer der größten Krisen Deutschlands. Der Beamtenbund (dbb) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sind beim Streikwahnsinn auch mit von der Partie.
Wegen eines Warnstreiks im öffentlichen Dienst mussten die Bürger gleich in mehreren Bundesländern am Dienstag und Mittwoch Einschränkungen und Ausfälle bei Behörden oder Nahverkehr hinnehmen.
Sie wurden im Grunde in Geiselhaft genommen für utopische Forderungen von sieben Prozent mehr Gehalt oder mindestens 300 Euro mehr pro Monat auf dem Konto für 2,2 Millionen Beschäftigte. Selbst die Mindestforderung würde die öffentlichen Haushalte also mit fast 700 Millionen Euro zusätzlich belasten. All das findet statt angesichts leerer Kassen in den Kommunen und einer Rekordverschuldung mit bald 2,7 Billionen Euro in der größten deutschen Wirtschaftskrise seit 1990.
Im „failed state“ Berlin kam es zu kompletten Schließungen in Kitas, Schulen und Bezirksämtern. Beschäftigte der Berliner Feuerwehr, Polizei und Senatsverwaltungen sollten sich ebenfalls anschließen. Hier funktioniert ja ohnehin nicht viel.
Im Norden und Süden Deutschlands streikt der Nahverkehr, Millionen Pendler und Reisende werden dadurch getroffen. Beim Streik dabei sind auch Unikliniken, Hochschulen oder Straßenmeistereien. Dazu aufgerufen hat die Gewerkschaft Verdi. Beamte beteiligen sich laut ihrer Gewerkschaft dbb, sofern sie an dem Tag Urlaub oder Freizeit haben.
Bis Freitag geht die dritte Verhandlungsrunde, und da wollen die Lobbyisten des öffentlichen Dienstes noch einmal richtig auf die Pauke hauen. Dafür dürfen dann Fahrgäste ausfallende Busse und Bahnen hinnehmen, Eltern sich um ihre Kinder kümmern oder Kranke auf ihre geplanten Operationen verzichten.
So schaut’s aus im besten Deutschland aller Zeiten mit den höchsten Schulden aller Zeiten.
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) ist angesichts der schlimmen Wirtschaftslage und jüngsten Warnstreiks im öffentlichen Dienst einmal kurz aufgewacht und fordert eine gesetzliche Einschränkung des Streikrechts.
„Deutschland braucht dringend ein Gesetz für Fairnessregeln bei Streiks“, verlangte BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter. „Erst streiken, dann verhandeln – das zerstört Vertrauen“, kritisiert Kampeter zu Recht.
Verdi kontert: Die Kollegen wollten Anschluss an die Einkommensentwicklung im öffentlichen Dienst und „kämpfen für Arbeitsbedingungen, die die Arbeit attraktiv machen“. Soso.

Attraktiv ist schon allein die Möglichkeit, sich ohne großes Risiko auf Jobverlust Krankschreiben zu lassen. 2025 verzeichnete der Krankenstand in der öffentlichen Verwaltung mit über 25 Fehltagen im Schnitt weiter steigendes Niveau. Die Bundeshauptstadt Berlin in der öffentlich ohnehin kaum etwas richtig gut läuft, toppt den Krankenstand im vergangenen Jahr noch mit fast 37 Arbeitstagen.
Doch all das spielt bei den utopischen Gehaltsforderungen von Verdi und Beamtenbund keine Rolle. Schon angesichts der historisch schlechten und fast aussichtslosen Wirtschafts- und Finanzlage Deutschlands verbieten sich solche Forderungen und Streiks.
Dazu müssten sich die Funktionäre im öffentlichen Dienst einmal die Lage derer betrachten, die ihren Kollegen das Geld fürs Gehalt erwirtschaften – nämlich die Steuern hart arbeitender Menschen.
Allein im letzten Jahr der verheerenden Ampelregierung 2024 bauten deutsche Unternehmen rund 68.000 gut bezahlte Stellen ab. In zwölf Monaten bis Mitte 2025 beschleunigte sich dieser Absturz auf einen Verlust von rund 114.000 Industriearbeitsplätzen. Allein in der deutschen Kernindustrie im Automobilbau fielen rund 50.000 Jobs weg.
Das heißt, viele Beitrags- und Steuerzahler fallen als Stützen des Sozialstaates aus.
Auch unter der Merz-Regierung hält in diesem Jahr der Niedergang an: Jedes dritte Unternehmen plant, Personal abzubauen, insbesondere in der Industrie.
Was macht der öffentliche Staatsdienst bei so einer desolaten Wirtschaftslage? Er streikt munter für sieben Prozent mehr Lohn. Wer soll das bezahlen? Die zu Zehntausenden entlassenen Industriearbeitnehmer und Steuerzahler jedenfalls nicht mehr.
Neue Schulden machen, heißt das für die Kommunen, die ohnehin schon durch die seit 2014 in unsere Sozialsysteme hineinströmenden gut fünf Millionen Asylflüchtlinge bankrott sind.
Denn die Haushaltslage der deutschen Kommunen ist laut dem Deutschen Städtetag Anfang 2026 dramatisch zerrüttet, mit einem Rekorddefizit von 24,8 Milliarden Euro im Jahr 2024 und prognostizierten 30 Milliarden Euro für 2025.
Allein das Jahr 2024 verzeichnete das höchste Defizit seit 1990, und die Situation verschärft sich 2025/2026 immer weiter. Der Städtetag sieht bereits viele Städte am Rande der Handlungsfähigkeit, Rücklagen seien aufgebraucht und Kürzungen bei Kultur, Sport sowie Investitionen drohen.
In dieser prekären Situation pressen Verdi und seine angeschlossen rot-rot-grünen Parteien den Kommunen und somit den Steuerzahlern mit Streiks für eine satte sieben-Prozent-Lohnforderung zusätzlich Geld ab, was es in staatlichen Haushalten im Grunde nicht mehr gibt.
Die Talfahrt eines einst so wohlhabenden Landes geht also auch dank gewerkschaftlicher Mithilfe ungebremst weiter.



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Wenn Sie das Streikrecht haben, dann müssten auch betriebsbedingte Kündigungen möglich sein. In normalen Betrieben müssen die Streikenden auch an das Risiko denken, dass der Streik ihren Arbeitsplatz gefährdet.
Für die illegalen Migranten und andere Bürgergeldempfänger ist ausreichend Geld vorhanden.
Es sind etwa 50 Milliarden pro Jahr. Davon ca. 47% für Ausländer.
Und die Angestellten, Arbeiter und Beamten sollen eine Stunde mehr arbeiten (Söder) und gefälligst auf höhere Löhne bzw. Gehälter verzichten und die Klappe halten.
Ich konnte mir bis vor kurzem nicht vorstellen, dass TE gegen Angestellte, Arbeiter und Beamte im ÖD hetzt.
Man lernt halt immer dazu.
Ich muss Sie korrigieren, denn die offiziellen Zahlen sehen anders aus:
Anteil von Personen mit Migrationshintergrund
Ja. Und die aus anderen Kassen wie dem Asylbewerberleistungsgesetz Steuergelder erhalten kommen noch dazu –
sowie all die, die wir wegen der „Betreuung“ der Millionen „Fachkräfte auch finanzieren müssen.
Samt Infrastruktur, die auch noch gerne zerstört wird.
.
Nicht eingerechnet auch die vielen Abholflüge aus aller Welt samt Manpower wie Energiekosten.
Auch ich kann die Neiddebatte und das Spalten des Autoren und einiger Kommentatoren schwer nachvollziehen. Richtig ist zwar, dass Verdi Teil des Systems ist und somit eine Mitschuld an den Zuständen hat, doch sollten all die Kritiker mal einen Tag als Lehrer, Bürgeramtmitarbeiter, Polizist, Feuerwehrmann oder Straßenkehrer in einem Problemviertel arbeiten. Mich wundert immer wieder, dass sich das überhaupt noch jemand antut.
Ja und? Jeder entscheidet sich freiwillig für diese Berufe, und diese bieten schließlich auch die bekannten Vorteile. Desweiteren arbeitet nicht jeder ÖDler in einem Problemviertel. Die Kritik an den stets wiederkehrenden Forderungen hat nichts mit Neid und Spalterei zu tun!
Es ist falsche Politik von Grund auf – und wir bekommen uns hier nun darüber in die Haare.
Dass die Beschäftigten im ÖD schlecht bezahlt werden, ist ein Märchen. Und wenn Streikende vor den Kameras behaupten, dass sie von ihren Gehältern nicht leben können, betrachtet der „normale“ AN dies berechtigterweise als „ewiges unangemessenes Gejammere“. Beschäftigte im ÖD haben einen „trockenen“, sicheren Job und eine gute Altersversorgung. Als Ausgleich sind nicht allzu üppige Gehälter akzeptabel. Die Forderungen nach deutlich höheren Löhnen alle halbe Jahre – angefeuert von Verdi – sind einfach unverschämt. Und dann wird das erzielte Ergebnis auf die Beamten, die eh bereits finanziell großzügig bedacht werden, übertragen.
Ja, und das gilt inzwischen auch für den Grundschulbereich, wo hohes Fachwissen nicht verlangt wird. Deutschland hat europaweit die höchsten Lehrergehälter und die kürzeste Lehrer-Arbeitszeit.
Zu diesen sog. Gewerkschaften, euphemistisch auch als Arbeitnehmervertretungen bezeichnet, ist jedes gute Wort verschwendet. Sie sind im Laufe der letzten 20 Jahre, erst langsam, zuletzt rapide, zu Handlangern eines Linksstaates geworden, üppig mit Steuergeldern gemästet und als Karussell für unfähige Politiker umfunktioniert. Es wäre im Arbeitnehmersinne für deutlich weniger Steuern, eine Reduzierung der Sozialabgaben zugunsten der Einzahler zu streiken. Aber nein, der Regimemoloch muss gefüttert werden, denn vermeintlich höherer Lohn führt zu höheren Abgaben. Die Dummen sind die Arbeitnehmer, die sich dann gleichzeitig als “faules Pack” beschimpfen lassen müssen. Vor unseren Augen vollzieht sich ein orchestriertes Manöver zu weiteren Spaltung… Mehr
So sieht’s aus:
„Es heißt, es gebe endlich wieder positive Wirtschaftsnachrichten. Deutschland habe überraschend wieder ein Wachstum.
So ganz versteckt heißt es aber auch, dass die Wirtschaft im ungebremsten Fall sei und dieses vorgegaukelte Wachstum nur künstlich erzeugt sei, weil der wuchernde Staat, der öffentliche Dienst zulege. Als ob der Arzt freudig verkünde, dass der abgemagerte Patient auf der Palliativstation erstaunlicherweise doch wieder an Gewicht zugelegt habe – aber nur durch übermäßig wuchernde Metastasen.“
(Quelle: H.Danisch)
oder hier:
https://x.com/knalltueten_ag1/status/2021530673081684035?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E2021530673081684035%7Ctwgr%5E45cbecba554ab62279e11666bc9c0e7b3bd93b77%7Ctwcon%5Es1_&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.danisch.de%2Fblog%2F2026%2F02%2F12%2Fmuede-ich-bin-so-muede-so-schrecklich-muede%2F
Die Gewerkschaften sind linksgrün versifft, die Gewerkschaften sind das Abschiebelager vor allem für, wie in einem Artikel hier kürzlich beschrieben, gescheiterte SPD’ler, die Inzucht und Korruption zwischen Gewerkschaften und Politik hat Ausmaße angenommen, die einer Demokratie unwürdig sind. Niemand kann es einem Arbeitnehmer verübeln, wenn er mehr Geld erstreiten will. In einer funktionierenden Volkswirtschaft völlig normal. Aber was die Gewerkschaften heute machen, ist Verrat an ihren eigenen Mitgliedern, Verrat an der Demokratie, Verrat an den Arbeitgebern. Die Gewerkschaften sind eine feige und verlogene Bande von politischen Opportunisten, von Speichelleckern, denen es nie einfallen würde, auch nur ein böses Wort über… Mehr
Niemand sagt nein, wenn er mehr Geld bekommen kann. Auch kein TE-Autor oder -Kommentator. Und in einer Krise gleich zweimal nicht, denn gerade da guckt jeder, dass er seine Schäfchen ins Trockene bringt. Ganz einfach und die logischste Sache der Welt. Ich bin erstaunt, dass die sonst geldbewusste TE-Gemeinde das nicht versteht. Ach so – es sind ja Andere, die Verzicht üben sollen! Na, das kommt mir aber irgendwie bekannt vor…🤔 Zu den armen Industriearbeitern, die unter der Wirtschaftskrise leisen: Nun, die können sich ihrerseits bei den Gewerkschaften bedanken, die sich seit Jahren für Linksgrünrot stark gemacht und so u.a.… Mehr
Und wieder hat das kranke politische System 47 Afghanen auf unsere Kosten einfliegen lassen. Diese Afghanen haben ihren Flug teilweise vor deutschen Gerichten „erstritten“. Was für ein irres Land diese dämliche BRD.
Fazit -Dieses kranke System ist nur noch zu verachten.
Das sind alles noch die Kontingente, die übers Auswärtige Amt nach Deutschland gerettet werden. Aussenministerin Baerbock hatte das verfügt.
1,7 Billionen neue Schulden. Die sind doch nicht nur für die Migranten, für die Ukraine, für Rheinmetall, für Radwege in Peru, für die linksextremistischen „N“GOs, die Klimakleber, Vulkangruppe, Hammerbande und die Schlägertrupps von Gießen durchfinanzieren. (Was ist eigentlich aus dem einen Schlägertypen geworden, der Gebrauchtwagenhändler war?)
Da muss doch auch für den öffentlichen Dienst noch was hängen bleiben.
Während Industrie und gewerbliche Wirtschaft Insolvenz anmelden
und Hunderttausende vor die Tür gesetzt werden.
Die Personalkosten bei den steuerfinanzierten Wasserträgern, sind in den letzten Jahren von 2021 bis und mit 2024, um sagenhafte 20% gestiegen. Das einzige Wachstum welches Deutschland noch verzeichnet, ist das Wachstum beim Staat, während jene Jobs an welchen die Wertschöpfung hängt, ins ferne China ausgelagert werden. KI wird diesem Treiben in absehbarer Zeit sowieso das Licht ausblasen. Jene welche Wertschöpfung schaffen werden Lohn- und Energiekosten einsparen müssen, dies wird durch die Auslagerung von Produktion und den vermehrten Einsatz von KI geschehen, was all jene Büro- und Verwaltungsjobs auf ein Minimum reduzieren wird. Der primäre Sektor wurde mit der industriellen Revolution… Mehr
Blöd halt, wenn einem die Energie ausginge und man KI dieserhalb gar nicht nutzen könnte?
Bei einer deutlichen Anhebung meiner Pensionsbezüge hätte ich nicht die Spur eines schlechten Gewissens. Das war mal anders. Aber die Politik seit Merkel, insbesondere seit 2015, die nötigt einen fast dazu, zu nehmen was man kriegen kann.
1.) Bei einem Zweijahresvertrag und überdurchschnittlicher Verteuerung der laufenden Lebenshaltungskosten (Strompreise, Luftsteuer, Mondmieten wg Vorrangversorgung „anderer“ auf Steuerzahlerrechnung usw) sind 7% – ca 3,5 % pro Jahr – nicht übertrieben viel. 2.) Sehr viele ÖD-Angestelltengehälter sind so überschaubar, da liegt man sehr dicht am Bürgergeld. 3.) Ein Großteil der Erkrankungen entfällt inzwischen auf psychische Belastungen. Diese steigen massiv u a durch Dauerkonfrontation mit sich als Besatzer aufführenden Bereicherungen an. 4.) Für jedes Blasenhobby – Ukraine, „N“GOs (=steuerbezahlter grünlinks-Versorgungs- und Propagandaapparat), verblasene „Entwicklungshilfe“ (Transgendertheater irgendwo in Afrika…), gemeindebudgetsprengende Fördermaßnahmen für unterbelichtete Aggro-Paschalein, Petzportale ect – ist Geld da. Für Daseinsvorsorge fehlt… Mehr
Dann müssten diese Leute doch für geringere Zwangsabgaben und für psychisch weniger belastende Arbeitsumgebungen demonstrieren – anstatt ihre abgabenzahlenden Mitbürger noch höher zu belasten. Und wem sein Gehalt plötzlich zu niedrig erscheint, der kann sich weiterqualifizieren und besser bezahlte Jobs annehmen wie in der freien Wirtschaft üblich.
Vor allem sind die 7% nur die Maximalforderung. Die werden sich noch auf 5-6% runterhandeln lassen und bestimmt sogar noch mit Nullmonaten vornedran. Eine Sauerei wie die Arbeitende Bevölkerung von Vater Staat behandelt wird. Am Ende können sie froh sein wenn 2% p.a. hängenbleiben. Und das ist ganz klar Reallohnreduzierung.