Ein Zauberstab für Merkel …

...ein Schmuseteddy für Gabriel und „Knigge“ für Seehofer - alles und noch mehr, was sie brauchen, damit wir es schaffen

Liebes Christkind,

ich weiß, ich weiß, ich bin etwas spät dran. Warum muss Weihnachten auch immer so plötzlich vor der Tür stehen? Aber wenn, dann gilt der Satz, „Wunder werden sofort erledigt“, bei Dir.

Eigentlich habe ich keine großen Wünsche, jedenfalls nicht für mich persönlich – schon gar keinen elektronischen Schnick-Schnack, den ohnehin kein Mensch bedienen kann. Erst recht keine Video-Games. Mir tun die lieben Mitmenschen leid, die – wo immer sie gehen und stehen – ständig auf irgendeinem Smart-Dings herumdaddeln müssen. Nein, das ist nichts für mich.

Aber ich hätte da ein paar Vorschläge, wie Du so manche Politiker und andere Entscheidungsträger glücklich machen könntest. Die müssen ja von Amts wegen immer so tun, als hätten sie alles im Griff. Aber manchmal haben sie nur den Griff in der Hand, während der Problemkoffer ganz woanders steht.

Also, hier ist meine von purer Nächstenliebe geprägte Wunschliste für „Dritte“, wie die Juristen sagen würden:

  • Für Angela Merkel wünsche ich einen Zauberstab, wie Harry Potter einen hat. Damit sie schaffen kann, was „wir“ angeblich schaffen werden – zum Beispiel die Sicherung der europäischen Außengrenzen ohne Zäune, also durch reine Magie. Wo, wenn nicht im Himmel, gilt: Wunder, gibt es immer wieder?
  • Bringe Sigmar Gabriel doch bitte einen gaaanz großen Plüsch-Teddy, so einen zum Knuddeln. Am besten einen mit einem roten T-Shirt, auf dem groß „SPD“ steht. Und der, wenn man ihn drückt, automatisch sagt: „Siggi, ich hab‘ Dich lieb.“ Sagt ja sonst doch kein Genosse zu dem armen Sigmar.
  • Andrea Nahles, die Schutzpatronin kerngesunder, durch eine sinnfreie Frühverrentung belohnter 63ig-Jähriger, braucht ein besonderes Spielzeug – einen Paternoster in ihrem Bauernhof. Da kann sie dann Schulungen für Paternoster-Benutzer veranstalten und Paternoster-Fahrberechtigungen ausstellen. Ich weiß, so eine Anlage ist nicht ganz billig, aber Nahles ist ohnehin schon unsere teuerste Ministerin.
  • Horst Seehofer ist ja ein viel beschäftigter Mensch. Da kann es schon mal vorkommen, dass er ein paar „Basics“ vergisst. Er sollte das Büchlein „Der neue Taschen-Knigge. Gute Umgangsformen in jeder Lebenslage“ unterm Christbaum finden. Falls er im neuen Jahr mal wieder die Kanzlerin trifft, oder so.
  • CDU-Generalsekretär Peter Tauber, ruft, wenn er von sich selbst begeistert ist, gerne „Hurra“ in den Saal. Da wäre doch die Milva-CD „Hurra wir leben noch“ passend: „Hurra! Wir leben noch! / Was mussten wir nicht alles überstehn / und leben noch./ Was ließen wir nicht über uns ergehn. / Ach einerlei, der Kelch ging noch einmal an uns vorbei. / Wir leben noch.“ Könnte sogar die neue Parteihymne der CDU werden.
  • Frank-Jürgen Weise, Doppelchef von Bundesagentur und Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), freut sich über die „Bereicherung“ unserer Gesellschaft durch legale wie illegale Zuwanderer: „dass da nicht überall ältere graue Herren durch die Gegend laufen und langsam mit dem Auto auf der Autobahn rumfahren.“ Liebes Christkind, wie wär’s mit der DVD der SWR-Fernseh-Produktion „Ehret die Alten, ehe sie erkalten“? Selbst der ergraute Weise kann mit seinen 64 Jahren noch weiser werden. (Noch grauer wird er sowieso.)
  • Für den geschassten Martin Winterkorn fällt mir auch was ein. Der bekommt zwar trotz seines grandiosen Scheiterns als Volkswagen-Chef immer noch viel zu viel Geld und könnte sich kaufen, was er will. Das Buch „Der ehrbare Kaufmann: Modernes Leitbild für Unternehmer?“ hat er aber wohl nie gekauft oder gar gelesen. Da könnte er erfahren, warum systematischer Betrug kein Geschäftsmodell sein darf. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
  • Der treue deutsche Fußball-Fan sollte nicht leer ausgehen. Hat er nicht erleben müssen, dass das „Sommermärchen 2006“ gekauft war und der „Kaiser“ plötzlich ohne Kleider da stand, als er mehr sagen sollte als „schau’n mer mal“? Der deutsche Fan braucht ein eigenes Fantasieland, sozusagen eine Disney-World mit Ball. Damit er wieder glauben kann, was er unverändert glauben möchte: dass die herrlichste Nebensache der Welt nicht so verkommen ist wie so manch andere Hauptsachen zwischen Himmel und Erde. Ein paar Illusionen sollten wir den Jungs und Mädels doch lassen, oder?

Liebes Christkind,

ich will mal Schluss machen. Nicht, dass ich nicht noch viele, viele Wünsche hätte für ganz viele Menschen. Aber die Stunde der Bescherung rückt immer näher, und Du hast noch viel zu tun. Wenn Du also wenigstens ein paar meiner Wünsche erfüllen könntest, würdest Du nicht nur mich glücklich machen, sondern ganz viele Menschen. Aber das weißt Du selbst am besten. Deshalb sage ich schon mal: Vielen Dank im Voraus.

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