Trumps Hammer: Er streicht CO2 und Treibhausgase als „Gefährdungsfeststellung“

Die US-Umweltbehörde erklärt die sogenannte „Gefährdungsfeststellung“ von 2009 für ungültig. In den USA befreit die Regierung Wirtschaft und Verbraucher von horrenden Kosten; hierzulande glaubt ein zufällig auf den Sessel des Umweltministeriums gespülter Parteisoldat, mit ideologischer Politik weiterhin die Wirtschaft ruinieren zu dürfen.

picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Evan Vucci
US-Präsident Donald Trump und EPA-Chef Lee Zeldin, Washington, D.C., USA, 12.02.2026

Politischer Paukenschlag in Washington: US-Präsident Donald Trump hat eine der zentralen Grundlagen der amerikanischen Klimapolitik außer Kraft gesetzt. Die Umweltbehörde EPA erklärte die sogenannte „Gefährdungsfeststellung“ von 2009 für ungültig. Das ist die Entscheidung aus der Obama-Ära, mit der erklärt wird, dass CO₂ und andere Treibhausgase die Gesundheit der Bevölkerung gefährden.

Auf dieser juristischen Basis beruhten bislang nahezu alle Klimavorgaben unter dem Luftreinhaltegesetz – von CO₂-Grenzwerten für Autos bis zu Regeln für Kraftwerke.
Trump und EPA-Chef Lee Zeldin sprechen von der „größten Deregulierung in der Geschichte Amerikas“. Die bisherigen Vorgaben hätten Industrie und Verbraucher massiv belastet. Zusätzlich soll eine strengere Abgasregel für Fahrzeuge um zwei Jahre verschoben werden.

Die Tragweite ist epochal: 2007 hatte der Supreme Court entschieden, dass Treibhausgase als Schadstoffe reguliert werden dürfen. Diese Feststellung von 2009 war mehrfach gerichtlich bestätigt worden. Jetzt fällt sie, das Fundament der US-Klimapolitik kippt.

Klimaschutz „größter Betrug“

Damit setzt Trump seinen Kampf gegen den Klimawahnsinn fort. Trump hatte den Klimaschutz wiederholt als „den größten Betrug“ weltweit bezeichnet. Schon im Juli 2025 hatte Donald Trump den Kurswechsel in der US-Klimapolitik eingeleitet. TE berichtete. Damals ließ seine Regierung die US-Umweltbehörde EPA offiziell ein Verfahren starten, um das sogenannte „Endangerment Finding“ aus dem Jahr 2009 aufzuheben. Diese Gefährdungsfeststellung aus der Obama-Ära bildete die juristische Grundlage für nahezu sämtliche CO₂-Regulierungen in den USA – von Auto-Abgasvorschriften bis zu Vorgaben für Kraftwerke.

Mit dem Schritt stellte Trump das Fundament der amerikanischen Klimapolitik grundsätzlich infrage. Sein Ziel: Treibhausgase nicht länger automatisch als gesundheitsgefährdende Schadstoffe im Sinne des Clean Air Act zu behandeln. Damit verschwindet der regulatorische Druck auf Industrie, Energieerzeuger und Autobauer.

Im Sommer war es zunächst nur der Start des formalen Regelverfahrens – inklusive öffentlicher Anhörung. Im Februar 2026 folgte nun die finale Entscheidung. Die Linie ist klar: weniger CO₂-Vorgaben, mehr Deregulierung, mehr Spielraum für Wirtschaft und Verbraucher Und damit eine drastische Erleichterung für die amerikanische Wirtschaft.

Umweltverbände kündigen Klagen an und sprechen von einem historischen Rückschritt. Trump setzt auf Wachstum, niedrigere Preise und industrielle Entlastung.

Zusätzlich hat Trump ein weiteres teures Ärgernis beiseite gewischt: Die automatische Start-Stop-Funktion in Neuwagen wurde ausgebremst. Denn die US-Umweltbehörde EPA strich gestern die sogenannten „Off-Cycle-Credits“. Das sind jene Bonusgutschriften, mit denen Autohersteller Emissionsvorgaben leichter erfüllen konnten, wenn sie eine Start-Stop-Automatik serienmäßig verbauten. Start-Stop schaltet den Motor an Ampeln automatisch ab und wieder ein. Autofachleute machten die Funktion immer wieder für erhöhten Verschleiß und Motorschäden verantwortlich, weil der Motor sehr häufig angelassen werden musste. Hersteller betonen dagegen, dass moderne Aggregate technisch darauf ausgelegt seien.

Dies galt als „klimaschonend“, ohne diesen regulatorischen Vorteil verliert die Technik für viele Modelle wirtschaftlich an Bedeutung. Trump sprach von einer „Befreiung der Autofahrer“ von einer unpopulären Vorschrift und einem Beitrag zur Kostensenkung. Die Entscheidung ist Teil einer umfassenderen Deregulierung im Verkehrssektor. Umweltverbände kündigten ebenfalls Widerstand an.

In den USA befreit die Regierung Wirtschaft und Verbraucher von horrenden Kosten; hierzulande glaubt ein zufällig auf den Sessel des Umweltministeriums gespülter Parteisoldat, mit einer ideologischen Umweltpolitik weiterhin eine Wirtschaft zu ruinieren.

 

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Kommentare ( 4 )

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4 Comments
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Sohn
1 Stunde her

Was auch immer man von Trump halten mag, aber das war ein mutiger und längst überfälliger Schritt. Vermutlich ein entscheidender zur Entfesselung der Wirtschaft und Unterstützung der Bürger. Davon können die Europäer nur träumen. Deren „Eliten“ zerstören lieber in ihrem Macht- und Kontrollwahn Wirtschaft, Freiheit und Demokratie. EU, mir graut vor dir.

Haba Orwell
2 Stunden her

> Auf dieser juristischen Basis beruhten bislang nahezu alle Klimavorgaben unter dem Luftreinhaltegesetz – von CO₂-Grenzwerten für Autos bis zu Regeln für Kraftwerke. Trump und EPA-Chef Lee Zeldin sprechen von der „größten Deregulierung in der Geschichte Amerikas“. Die bisherigen Vorgaben hätten Industrie und Verbraucher massiv belastet. Erstaunlich, dass er es nicht gleich in der ersten Amtsperiode getan hat – und auch jetzt erst nach einem Jahr. Bisher war die US-Politik noch nicht reif dafür? In Westeuropa leider viel weniger – insbesondere diese Sprüche, Trump würde „Wissenschaft abschaffen“. Mal schauen, was die echte meint: „Wider dem Klima-Alarmismus, gute Nachrichten gefällig?“ >… Mehr

Steuernzahlende Kartoffel
2 Stunden her

Ob die gute Anna-360°-Lena jetzt ihr UN-Praktikum aufgibt und NY den Rücken kehrt? Alles andere fände ich wenig glaubwürdig…

ozweip
2 Stunden her

„hierzulande glaubt ein zufällig auf den Sessel des Umweltministeriums gespülter Parteisoldat, mit einer ideologischen Umweltpolitik weiterhin eine Wirtschaft zu ruinieren“…. Das Problem liegt im Glauben und nicht im Wissen! Leider gibt es zu viele Gläubige zu diesem Thema in Europa. Dazu kommt, dass man mit diesem „Irrglauben“ auch noch gutes Geld verdienen kann, wobei der Normalbürger nur noch zahlen darf.