Nach den Protestaktionen von US-Dem Alexandria Ocasio-Cortez und Luisa Neubauer nun der Ballroben-Aktivismus in Wien: Auf der Feststiege der Staatsoper nutzte die 25-jährige EU-Abgeordnete der österreichischen Grünen, Lena Schilling, TV-Teams und Fotografen für ihre politische Botschaft.
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Auf dem weißen Ballkleid der Grünen prangte in großen Buchstaben der Slogan „Tax the rich, save the climate“ – eine Forderung nach höheren Steuern für Superreiche, um den Klimawandel zu bekämpfen.
Ergänzt wurde die Inszenierung der Tochter eines Bankmanagers durch ein Banner mit der Aufschrift „Nobel geht die Welt zugrunde“, eine Anspielung auf die Zerstörung der Umwelt durch Luxus und Reichtum. Dieser Auftritt, der Politik mit High Society vermischte, löste sofort Diskussionen auf den Social-Media-Kanälen aus.
Schilling, die als ehemalige Klimaaktivistin in die Politik eingestiegen ist, begründete ihre Aktion in einem Interview mit dem österreichischen Medium oe24 so: Sie argumentierte, dass die zehn reichsten Haushalte Österreichs für die Hälfte der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich seien und dass wohlhabende Menschen durch ihren Lebensstil – inklusive Privatjets und Luxusgüter – den Planeten übermäßig belasten. „Superreiche machen unser Klima kaputt, weil sie leben, als gäbe es kein Morgen“, schrieb Schilling auch in einem Instagram-Post.
Ihre Forderung nach einer Reichensteuer ziele darauf ab, soziale Ungleichheiten auszugleichen und Klimaschutzmaßnahmen zu finanzieren, während das „normale“ Leben für viele immer unerschwinglicher werde. Kritiker warfen ihr jedoch vor, den Ball – ein traditionell unpolitisches, alle gesellschaftspolitischen Fraktionen verbindendes Ereignis – für persönliche PR zu missbrauchen, während Unterstützer den Mut lobten, gesellschaftliche Eliten direkt zu konfrontieren.
Die Idee für einen derartigen Protest ist nicht neu: Die bekannte US-Democrat Alexandria Ocasio-Cortez hatte 2021 bei der Met Gala in New York ein ähnliches Kleid mit „Tax the rich“ getragen und damit für Aufmerksamkeit gesorgt. In Wien fielen die Reaktionen auf den Schilling-Auftritt gemischt aus: von Beifall in linken Kreisen bis zu Kritik in konservativen Medien, die den aktuellen Auftritt als „unpassend“ werteten.
Schillings Opernball-Auftritt ist nur der jüngste in einer Reihe von Kontroversen, die die junge Politikerin umgeben. Seit ihrem Einzug ins EU-Parlament im Jahr 2024 ist sie eine polarisierende Figur, die durch provokative Aktionen und öffentliche Fehltritte immer wieder Schlagzeilen macht. Bereits im Mai 2024 sorgte sie für massive Kritik, als Vorwürfe laut wurden, sie habe falsche Gerüchte über Affären mit Journalisten und Belästigungen verbreitet – darunter eine erfundene Liaison mit dem ORF-Moderator Martin Thür, für die sie sich später öffentlich entschuldigen musste. Die österreichischen Social-Media-User nannten sie daraufhin „Lügen-Lena“. Weitere Enthüllungen zeigten, dass sie in privaten Chats die Grünen „gehasst“ und einen Fraktionswechsel nach der Wahl geplant haben soll.
Weitere Berichte deckten auf, dass Lena Schilling in sozialen Medien Inhalte likte, die mit linksextremen Parolen wie „Fick die Polizei“ oder „Österreich du Nazi“ assoziiert waren, was Kritiker als Nähe zur Extremistenszene interpretierten.
Peinliche Video-Auftritte der Politikerin
Besonders peinlich waren ihre Video-Auftritte, in denen sie sich durch mangelndes Wissen blamierte. Im März 2024 stellte ORF-Satiriker Peter Klien sie auf die Probe: Auf die Frage, wann der Euro in Norwegen eingeführt wurde, stotterte Schilling und wusste nicht, dass Norwegen gar nicht zur EU gehört – ein Moment, der viral ging.
Ähnlich peinlich dann ein Interview im Oktober 2025 mit dem YouTuber Ian Jules: Auf die einfache Frage, wie viel Euro 2.000 Cent entsprechen (20 Euro), lachte sie nur und sagte „Oida, Mathefragen – ich bin raus!“. Auch die Hauptstadt Australiens (Canberra) kannte sie nicht und verließ lachend das Bild. Diese Clips, die millionenfach geteilt wurden, verstärkten den Eindruck einer Politikerin, die durch Aktivismus statt Kompetenz glänzt.
Auch der diesjährige Opernball war ein wunderschönes Glamour-Event: Komplett ausverkauft mit Eintrittspreisen von 100 Euro für Stehplätze bis zu 26.000 Euro für Logen, war der Ball Bühne für Prominente wie Hollywood-Ikone Sharon Stone, Schauspielerin Fran Drescher aus „Die Nanny“ sowie für österreichische Politiker wie Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS). 400 Sicherheitskräfte waren im Einsatz.

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„Tax the rich, save the climate“
Was bei Linken „reich“ bedeutet, kann man am Spitzensteuersatz sehen: Der beginnt bei €68.481 – das durchschnittliche Einkommen betrug zeitgleich ca. 51.000 im Jahr.
Es gibt einen Grund, warum Neid eine Todsünde ist!
Die extreme Linke schreit nicht „Tax the rich“, sondern schmiert in linksgrünen Metropolen gerne ihren tatsächlichen Slogan „Eat the rich“ mittlerweile an jede zweite Hauswand.
Gemeint ist damit eigentlich „Kill the rich“, was auch häufig zu finden ist, oft begleitet von „ACAB“ (All Cops Are Bastards – oder auf Deutsch: Alle Bullen sind Schweine).
Immerhin zeigt sie viel Haut und ein sehr, sehr weibliche Figur. Mit der Aussage, dass Männer und Frauen gleich sind, passt das nicht überein.
Sie macht es nur wie üblich: wenn es den Frauen passt, arbeiten sie mit allen Mitteln sexueller Attraktivität. Wenn ein Mann das an- und ausspricht, ist er hingegen Sexist. – Warum lässt sich die Gesellschaft das gefallen?
„… Tochter eines Bankmanagers …“
Dieses Verhalten nennt man auch simpel „Wohlstandsverwahrlost“.
Den Kindern aus reichen Familien wurde wohl viel Kohle mitgegeben, jedoch hat’s an der Erziehung gehapert. Sie beschmutzen ihre eigenen Nester und sind zu blöde, dies zu erkennen.
Gehe zu 90% mit. Wo ich nicht mitgehe: Dass die Oligarchenkids, Trustafarians und Doppel-Vornamen-Doppel-Nachnamen-Zöglinge das eigene Nest beschmutzen würden. Oder gar Selbsthass zelebrieren würden. Das ist ein typisches rechtes fehlerhaftes Psychogramm. Es beginnt mit der einen Fehlannahme, dass diese Kids sich selbst zu uns zählen und endet mit der anderen, dass ihnen ihre Politik schaden würde. Wenn ich… anderen das Einfamilienhaus verbiete, aber selber drei erbe anderen Urlaube oder Energie künstlich verteure, ich aber nie im leben werde arbeiten müssen anderen die öffentliche Sicherheit zerstöre, aber mein Pool größer ist als der im Freibad Kindern an öffentlichen Schulen ein menschenwürdiges… Mehr
„Imprison the greens, save humankind.“
Wie kann man dumm steigern? Na ja, der Komperativ ist „dümmer“, ich hänge noch drei Steigerungsformen dran! Wie lautet der letzte/höchste Superlativ?
Drei Sekunden des Googelns und siehe da, ihr Pappi ist Bankmanager.
Man muss sich das linksgrüne Weltbild einfach nur leisten können. Dann ergibt alles einen Sinn.
Oder wie man früher sagte: „Eure Armut k..zt mich an!“
Wahrscheinlich geplant – das.
Zumal es mit zusätzlichen „Schlagzeilen“ für Wien und Österreich wirbt – wenn auch für eine seltsame Klientel – aber die ist eh schon vor Ort.
Einfach nur peinlich und instinktlos!
So sind sie halt.
Immerhin hat sie sich nicht nackt gezeigt und die Kleiderordnung eingehalten – wenn auch mit undurchdachtem Slogan.
Milei hat alles dazu zur Verfügung gestellt:
Perhaps the greatest rant of all time by Argentina’s President Javier Milei.
@JMilei
He explains why you cannot negotiate with the left. https://x.com/WallStreetMav/status/2015862302231138742
.
Faktenbasiert ist mit solchen nicht zu reden.
Guter Artikel. Ich finde das Thema sollte häufiger und intensiver thematisiert werden. Bei diesem Thema sollten sich sowohl Konservative als auch Linke einigen können. Soziale Ungerechtheit im Sinne von einer immer reicher werdenden Elite (>100 Millionen €) und dem Rest der Menschen muss unbedingt stärker in Fokus gerückt werden. Es ist ein Unding, dass Arbeit bis zu fast 50% besteuert wird, während Vermögen sich von selbst vermehrt und Reiche immer reicher macht. Mich würde es freuen, wenn Milliardäre stärker zur Kasse gebeten werden. Damit kann wunderbar Infrastruktur, Bildung etc. finanziert werden. Parallel gilt es natürlich trotzdem, dass der Sozialstaat nicht… Mehr
„Damit kann wunderbar Infrastruktur, Bildung etc. finanziert werden. Parallel gilt es natürlich trotzdem, dass der Sozialstaat nicht weiterhin so ausgenutzt wird wie es aktuell der Fall ist.“ Tja. Ein frommer Wunsch. . Es wäre mal zu prüfen, wer hier wie viel finanziert – und ob es das versteuerte Kleinvieh ist, das den Mist macht – oder ob der nicht tatsächlich von woanders kommt? . Ich weiß zum Beispiel von eingereisten Asiaten, die Steuerverminderungsmodelle neu erfunden haben – aber nicht in der Luxusklasse aufschlagen. Auch die Safes in der Sparkasse Gelsenkirchen sagen aus, dass sich da welche an der Gegenfinanzierung des… Mehr
Und wieder jemand der auf das mediale Gutmensch-Antlitz reinfällt, während das Elitenkind aktiv die soziale Aufstiegsleiter umkippt, von der es nichts hat, weil es nur überholt würde.
Wenn dir unter Kritikern jemand sagt, dass der linke Klassenkampf von Oben gegen Unten, eigentlich ja gut sei für die da Unten, merkt man erst wie fundamental gehirngewaschen selbst kritische Lager sind. Ihr macht so den Bock zum Gärtner.
Lustigerweise sind es immer dieselben Leute (Sozialisten) die dafür verantwortlich sind, dass die Steuern (und Sozialabgaben) so hoch sind, die dann kritisieren dass Arbeit ja „so hoch besteuert“ würde.