Trump lässt UFO-Akten freigeben

Iran-Krise, Wirtschaftskrieg mit der EU, Ukraine-Verhandlungen – US-Präsident Donald Trump hat Zeit für ein anderes Thema: Er will bislang unter Verschluss gehaltene Regierungsdokumente zu UFOs und außerirdischen Lebensformen teilweise freigeben.

picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Alex Brandon

Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Donald Trump in der Nacht auf Freitag (MEZ) wörtlich: „Aufgrund des enormen Interesses habe ich unseren Kriegsminister Pete Hegseth und andere Ministerien und Behörden angewiesen, entsprechendes Material zu identifizieren und für eine spätere Freigabe vorzubereiten.“ Die Ankündigung ist ein politisch brisanter Schritt – nicht zuletzt, weil seit Jahren immer wieder Vorwürfe laut werden, die Regierung halte Informationen über sogenannte „Unidentified Aerial Phenomena“ (UAP) zurück.

Druck aus der Öffentlichkeit

In den Vereinigten Staaten ist das Thema längst nicht mehr nur Stoff für Science-Fiction-Filme: Das Pentagon veröffentlichte in den vergangenen Jahren mehrere Berichte zu UAPs. 2023 erklärte das Verteidigungsministerium in einem offiziellen Bericht, man habe zwar zahlreiche Vorfälle untersucht, aber keine Belege für außerirdische Technologien gefunden. Gleichzeitig räumten US-Behörden ein, dass es Phänomene gebe, die bislang nicht eindeutig erklärt werden konnten.

Auch der Kongress erhöht seit Jahren den Druck und fordert mehr Transparenz: Mehrere Anhörungen befassten sich mit möglichen Vertuschungen. Parallel dazu fordern Teile der Öffentlichkeit die vollständige Offenlegung weiterer sensibler Akten – zuletzt auch im Zusammenhang mit anderen kontroversen Themen wie den Ermittlungen gegen den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Kritiker werfen der Regierung vor, bei sensiblen Veröffentlichungen zu viele Passagen zu schwärzen.

 

Vor diesem Hintergrund wirkt Trumps Ankündigung wie ein Signal an seine politische Basis: maximale Transparenz – zumindest in der Theorie. Unklar bleibt jedoch, wie umfangreich die Freigaben tatsächlich sein werden und wann sie erfolgen könnten.

Schlagabtausch mit Barack Obama

Neue Brisanz erhielt die Debatte durch Äußerungen von Ex-Präsident Barack Obama. In einem Podcast sagte er scherzhaft auf die Frage, ob er die Existenz von außerirdischen Lebewesen für realistisch halte: „Es gibt sie, aber ich habe sie nicht gesehen.“ In einem späteren Instagram-Post präzisierte Obama, seine Einschätzung basiere auf statistischen Wahrscheinlichkeiten angesichts der Größe des Universums. Wörtlich schrieb er: „Ich habe während meiner Präsidentschaft keine Beweise dafür gesehen, dass Außerirdische Kontakt mit uns aufgenommen haben. Wirklich!“

Trump nahm diese Aussagen zum Anlass für scharfe Kritik. An Bord der Air Force One sagte er vor Journalisten, Obama habe geheime Informationen angedeutet: „Er hat das aus geheimen Informationen genommen. Das darf er nicht.“ Weiter erklärte Trump, Obama habe einen „großen Fehler“ gemacht.

Auf die direkte Frage, ob er selbst Beweise für die Existenz von Außerirdischen gesehen habe, antwortete Trump offen: „Ich weiß nicht, ob sie echt sind oder nicht.“

Area 51 und alte Mythen

In dem Podcast hatte Obama zudem Verschwörungstheorien rund um die Militärbasis Area 51 in Nevada zurückgewiesen. Es gebe dort keine unterirdische Anlage mit versteckten Raumschiffen: „Es sei denn, es gibt diese riesige Verschwörung, und sie haben es vor dem Präsidenten der Vereinigten Staaten verheimlicht“, sagte er ironisch.

Area 51 gilt seit Jahrzehnten als Epizentrum zahlloser Alien-Legenden. Tatsächlich bestätigte die CIA erst 2013 offiziell die Existenz der Testanlage, die zur Entwicklung geheimer Militärprojekte diente.

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Kommentare ( 5 )

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Danton
38 Minuten her

Wenn Ausserirdische irgendwo landen, dann doch wohl in Berlin. Denn in den intergalaktischen Weiten des Weltraums gilt überall das cosmische Prinzip: Erst arbeiten, dann feiern. Wenn zB aus dem Andromedanebel eine Zivilisation aus diesem ewig währenden Prinzip ausbrechen will, um ganz ohne zu arbeiten auf fremde Kosten ganzjährig zu feiern, dann gibt es in der 13,5 Milliarden Lichtjahre entfernten Umgebung nur ein Ort an dem dies möglich ist, Berlin. Und die Zeit wäre tatsächlich reif für die Begegnung mit der 3. Art. Noch nie hatte Berlin einen Kanzler der eindeutig die Schädelform aufweist, wie der Alien aus der Area 51.

Cubus
1 Stunde her

Vor dem Kongress haben hochrangige Beamte aus dem Sicherheitsbereich und Militär unter Eid ausgesagt, dass sie Kontakt zu Außerirdischen haben, dass Fluggeräte geborgen worden und dass gar außerirdische Leichnamen seziert worden seien. In den USA, und nicht nur da, wird dieses „Phänomen“ schon längst als Tatsache gesehen, während man in Deutschland noch pathologisiert wird, ähnlich wie bei „Was für eine Pandemie?“ Aber seien wir durchaus kritisch: Was haben das CO2 Molekül und das Corona-Virus gemeinsam mit einem UFO? Kategorie unsichtbarer Feind, kann man nicht so richtig fassen, macht ANGST. Und mit ANGST und Verwirrung kann ich die Massen gut lenken.… Mehr

MalerKoeln2
1 Stunde her

UFOs, Chemtrails, CIA-hat-AIDS-erschaffen, Europäer sind am Elend der Welt schuld, Zelensky ist der Pöse – alles KGB-Märchen, welche von Flachzangen begierig aufgeschlabbert werden.

Klaus Uhltzscht
1 Stunde her

Auf der anderen Seite dokumentieren bestimmt auch die Marsmännchen ihre Beobachtungen über Vorkommnisse hier auf der Erde.
Ich möchte nicht wissen, was in diesen Files alles drinsteht.

MalerKoeln2
1 Stunde her
Antworten an  Klaus Uhltzscht

Sämtliche Sensor-Software-Bugs und Fruchtfliegen, welche sich in Düsenjäger-Kameras verirrt haben ?