Leitender CNN-Mitarbeiter: „Unser Fokus war es, Trump aus dem Amt zu bringen“

Der linksgerichtete US-Fernsehsender CNN wird seit Jahren wegen seiner stark Trump-kritischen Berichterstattung als voreingenommen kritisiert. Das unterfüttert nun ein neu enthülltes Untercover-Video. Ein CNN-Mitarbeiter bezeichnet die Berichterstattung des Senders dort selbst als "Propaganda".

IMAGO / Hans Lucas

CNN ist ein Paradebeispiel für top-aktuellen, aber werteorientierten Journalismus – zumindest in der Theorie. Gerade für deutsche Journalisten erfüllt der führende US-Nachrichtensender eine Vorbild-Funktion. Georg Restle etwa findet: „Was deutsche JournalistInnen von CNN lernen können: Nüchternheit in den Fakten, klare Kante bei kommentierenden Einordnungen – und mehr Diversität bitte! Da ist noch jede Menge Luft nach oben bei uns.“

Die konservative US-Plattform Project Veritas veröffentlichte jetzt Undercover-Videos, in denen ein CNN-Mitarbeiter zu hören ist, wie er davon spricht, dass es Ziel des Senders gewesen sei US-Präsident Trump „aus dem Amt zu bringen.“

„[Trumps] Hand zitterte oder was auch immer, denke ich. Wir haben so viele Mediziner hinzugezogen, um eine Geschichte zu erzählen, die nur Spekulationen waren – dass er neurologisch geschädigt war und den Verstand verlor. Er ist nicht dazu geeignet – weißt du, was auch immer. Wir haben dort eine Geschichte geschrieben, von der wir nichts wussten. Das ist – ich denke das ist Propaganda“, erklärt der Mann im Video, der laut Project Veritas Charlie Chester, technischer Direktor bei CNN, ist. In so einer Rolle wäre der CNN-Mitarbeiter wohl hauptsächlich für technische Aspekte, also Ton, Bild, etc. verantwortlich. Er deutet auch an anderer Stelle an, es handele sich vor allem um eine Grundeinstellung im Büro: „Niemand spricht diese Dinge jemals laut aus, aber es ist offensichtlich.“

„Ich denke, es gibt eine COVID-Müdigkeit. Wie immer, wenn eine neue Geschichte auftaucht, werden sie daran festhalten. Sie haben bereits im Büro angekündigt, dass wir uns, sobald die Öffentlichkeit dafür offen ist, hauptsächlich auf das Klima konzentrieren werden“, ist der Mann in einer anderen Sequenz zu hören. „Es wird unser Fokus sein. Unser Fokus war es, Trump aus dem Amt zu bringen, oder? Ohne es zu sagen, das war es doch, oder? Unser nächstes Ziel wird also das Bewusstsein für den Klimawandel sein.“

Enthüllungsvideos von Project Veritas zu CNN sind dabei nichts neues. Bereits vor Jahren veröffentlichte die Plattform Videos zum Sender, die Parteinahme für die Demokratische Partei zeigen sollten. Etwa als der prominente CNN-Contributor Van Jones in einem Video sagte, die Vorwürfe rund um die von CNN stets ausgiebig berichtete, angebliche russische Zusammenarbeit mit Trump seien „nur eine große Luftnummer.“

Die CNN-Berichterstattung zu Donald Trump ist Gegenstand zahlreicher Kontroversen. Republikaner werfen dem Sender seit Jahren Voreingenommenheit und kampagnenhafte Berichterstattung nicht nur in dieser Frage vor.

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Kommentare ( 71 )

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Manfred_Hbg
3 Monate her

Mhh, dann verkörpert CNN also so etwas wie hier der heutige Spiegel??

Frank_ie
3 Monate her

Der Unterschied zu Deutschland/Österreich:
CNN ist ein Privatunternehmen, welches von BigBusiness-Politruks gesponsert wird.
Die öffentlich-rechtlichen Sender bei uns werden mit unserem eigenen Steuergeld gefüttert. Das heißt, wir müssen nach Erich Kästner sogar noch von dem Kakao trinken, durch den wir gezogen werden.

country boy
3 Monate her

Durch die USA-Berichterstattung der letzten 5 Jahre hat sich eine ganze Generation deutscher Journalisten vor allem selbst demontiert. Das war Journalismus auf Steinzeitniveau oder einfach nur primitive Propaganda. Glaubt man unseren Journalisten, dann hat Trump in seiner ganzen Regierungszeit alles falsch gemacht und jeden Tag gelogen, dass sich die Balken biegen. Biden hingegen wird jetzt dem deutschen Publikum als ein durch und durch integrer Mann serviert, der eine richtige Entscheidung an die andere reiht. Aber offensichtlich ist bei uns die große Mehrheit der mündigen Bürger von so schlichtem Gemüt, dass sie dieses groteske Abziehbild der Wirklichkeit für bare Münze nimmt.

Hannibal Murkle
3 Monate her

„Nächste „Big Story“ bzw. Leitlinie nach Corona: Klima.“

Framing für die Klimaindustrie, damit diese uns Billionen (buchstäblich) aus der Tasche ziehen kann?

Eileen
3 Monate her

Da passt es doch gut, noch einmal an den Artikel der Times zu erinnern, in dem die Demokraten zugaben, mit welch schmutzigen Mitteln sie den Wahlkampf betrieben haben.The Secret History of the Shadow Campaign That Saved the 2020 Election“ times magazine Die protzen sogar damit, den Wähler manipuliert zu haben um „Joe Wahl zu sichern“.

Johann P.
3 Monate her

Also mir ist jedenfalls aufgefallen, daß in den ÖRM, seit Biden im Amt ist, kaum mehr aus den USA berichtet wird. Und wenn, dann sieht man den Präsidenten nur für wenige Sekunden, zusammenhängende Sätze oder gar längere Passagen mit ihm gibt es kaum. Hat man da etwas zu verbergen? Als er kürzlich die Treppe zur Airforce One mehr raufgestolpert und -gefallen ist, als gelaufen, hat man wohl gemerkt, daß es auch sehr unvorteilhafte Bilder gibt, die man besser zurückhält. Wie anders war das doch nach Donald Trumps Amtsantritt: Es verging kein Tag ohne mehrminütige Berichte mit Filmen und O-Tönen des… Mehr

Loewe
3 Monate her

Das Treffen des CNN-Mannes mit der jungen Dame vom großartigen Project Veritas kam über Tinder zustande 🙂 🙂 , hat Raheem Kassam gerade gesagt.
Das ist natürlich extrem abgezockt, weil man so die Kerle erst recht zum prahlen bringt.

meckerfritze
3 Monate her

Das ist doch hier genauso. Nur schlimmer: jeder wird gezwungen, diese linksgrüne Propaganda und die lügen über das angeblich so böse CO2 mittels Schutzgelderpressung (Rundfunkgebühr) zu bezahlen.

Fritz Wunderlich
3 Monate her

Von linksgerichtet bei den kriegslüsternen konzernhörigen US Medien zu reden ist völlig verquer. Politisch korrektes Verhalten ist nur eine Abwandlung, eine mitunter paradove Abwandlung der seit ewig existierenden amerikanischen Prüderie.

Franz O
3 Monate her

Nun, die mediale Vielfalt in den USA ist insgesamt größer als hier. In Deutschland sind 95% der Medien gleichgeschaltet, in den USA nur 80% (Fox). Auch halten sich die USA keinen Versorgungsapparat ÖRR für schwarzrotgrüne Eloi mit Budget in Dimensionen des armenischen Bruttoinlandsprodukts.

Kuno.2
3 Monate her
Antworten an  Franz O

Man kann Wohlverhalten auch durch die Platzierung von Anzeigen steuern.
Auf Werbeeinnahmen sind nämlich alle Medien angewiesen, sonst läge der Einzelverkaufspreis höher.