Die europäischen Abenteuer eines mutmaßlichen IS-Schlächters

Vor einigen Tagen begann in Budapest der Prozess gegen das syrische IS-Mitglied Hassan Farhud. Schon bisher wurde bekannt, wie Terroristen und Mörder mit dem Migrantenstrom nach Europa gelangen und wie EU-Behörden deren unkontrollierte Bewegung im EU-Raum unterstützen und fördern.

© Christof Stache/AFP/Getty Images

Dem 27järigen Hassan Farhud wird vorgeworfen, 2015 als Mitglied des IS in der Region Idlib Hinrichtungen verordnet, beaufsichtigt und selbst mindestens 20 Menschen geköpft oder auf andere Weise ermordet zu haben. Farhud ist 2016 als syrischer Flüchtling nach Griechenland eingereist, wo er sich zusammen mit seiner Frau hat registrieren lassen. Mit dem Flüchtlingsausweis, den er von den griechischen Behörden erhielt, bereiste er anschließend mehrere westeuropäische Länder. Sehr förderlich für seine freie Bewegung im Schengen-Raum war, dass er über eine vom UNHCR gezeichnete, anonyme Mastercard verfügte, die ihm von den griechischen Behörden ausgehändigt wurde. Die Karte wurde monatlich mit bis zu 500 Euro aufgeladen, dafür musste er sich – als einzige Bedingung – einmal im Monat bei den zuständigen Behörden melden.

Doch diese Einkünfte reichten Hassan Farhud nicht. Am 30. Dezember 2018 flog er mit einer Begleiterin von Griechenland nach Budapest und versuchte, die Frau mit den Papieren seiner Frau nach Ungarn einzuschmuggeln, um von dort in Richtung Westen – vermutlich nach Belgien – weiterzureisen. Die Frau gab später zu Protokoll, dass sie Farhud 4.000 Euro für seine Schlepperdienste bezahlt habe. Der ungarische Grenzschutz nahm die beiden fest und schickte sie in das Internierungslager in Nyírbátor, wo sie darauf warteten, nach Griechenland abgeschoben zu werden. Doch zwischenzeitlich meldeten sich belgische Behörden mit Informationen über den „Flüchtling“, denn ein Verwandter Farhuds trat an sie mit belastenden Informationen und Filmmaterial heran, da er, so sagte der verängstigte Verwandte, sollte Farhud nach Belgien einreisen (was dieser vorhatte), um sein Leben fürchten müsse. Seinen Informationen nach wollte Farhud in Belgien Asyl beantragen.

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Die bisher in Budapest gehörten Zeugen sowie die Zeugenaussagen, die die belgischen Behörden zum Prozess beigesteuert haben, erzählen eine grauenvolle Geschichte. Farhud war in seiner Heimatstadt schon vor dem Syrienkrieg als Kleinkrimineller bekannt und gefürchtet. Er soll sich später dem IS angeschlossen und andere aus seiner Umgebung dazu gezwungen haben, es ihm gleichzutun. Ein Zeuge berichtete, dass sein Bruder nein gesagt habe; deshalb seien mehrere Mitglieder seiner Familie hingerichtet worden. Er benannte einen Freund, der Augenzeuge der Hinrichtungen war. Im Mai 2015 soll Farhud mit seiner Truppe den Imam des Städtchens hingerichtet haben, die Einwohner wurden gezwungen, den Mord mitanzusehen. Ein anderer Zeuge bestätigte die Geschichte und berichtete, dass Farhud mit Messern und Gewehren Menschen ermordet habe, unter anderem auch einen Verwandten von ihm. Ein Zeuge berichtete, dass die Exekutionen außerhalb seines Dorfes stattgefunden hätten, dort hätten Farhud und seine Truppe die Menschen geköpft und anschließend die Köpfe ins Dorf gebracht. Während der Verhandlung bestätigte ein Zeuge nach dem anderen die ungeheure Brutalität Farhuds, der dank seiner Leistungen für den IS bald zum „Emir“ aufgestiegen sei.

Die Verteidigung Farhuds ist nicht weniger haarsträubend als seine ganze Geschichte. Zunächst behauptete er, für den griechischen Geheimdienst zu arbeiten, was die griechischen Behörden jedoch verneinten. Als nächstes behauptete er, Analphabet zu sein und deshalb kein Mobiltelefon bedienen zu können, die als Beweis dienenden Filme über das Abschlachten von Menschen hätten andere auf sein Gerät geschmuggelt. Sollte ihn das ungarische Gericht verurteilen, wovon nach jetzigem Stand der Dinge auszugehen ist, erwartet ihn eine lebenslängliche Haftstrafe, die in Ungarn auch tatsächlich lebenslänglich bedeutet.

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Der Fall Hassan Farhud zeigt in einem Fall so gut wie alle Krankheiten des europäischen Migrationssystems auf. An keiner Station seiner Einreise in den Schengen-Raum ist Farhuds Identität jemals genau geprüft worden. Er hat in Griechenland problemlos den Flüchtlingsstatus erhalten. Wir wissen bis zum heutigen Tage nicht, wo überall er im Schengen-Raum herumgereist ist. Zusätzlich erleichtert wurde seine freie und unkontrollierte Bewegung durch die Aushändigung und ständige Aufladung einer anonymen EC-Karte. Die Finanzierung der Karten erfolgt durch UN- und EU-Beiträge, sowie von einer Organisation „Humanitarian Ventures“, die wiederum von George Soros finanziert wird mit dem Ziel, „benachteiligten Bevölkerungsgruppen in der ganzen Welt, insbesondere Flüchtlingen und Migranten die wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu beschleunigen“.

Allein im Januar 2019 soll die EU 60.000 dieser anonymen EC-Karten ausgegeben haben – ohne Identitätsprüfung der Besitzer. Kroatische Grenzschützer berichten, bei vielen der Migranten, die in den letzten Monaten versucht hatten, illegal die kroatische Grenze zu überschreiten, solche EC-Karten gefunden zu haben. Noch nie wurden die Mitgliedstaaten – deren Steuerzahler für diese besonders perfide Form der Förderung der illegalen Migration geradestehen – zu dieser Vorgehensweise konsultiert, stellte anlässlich des Prozesses in Budapest Staatssekretär Csaba Dömötör fest. Die ungarische Regierung fordert deshalb seit längerem die Einstellung dieses EC-Karten-Programms.

Was stattdessen geschieht: Ungarn, Polen und die Tschechische Republik sollen demnächst in einem Vertragsverletzungsverfahren angeklagt werden, weil sie sich 2016 geweigert hatten, am verantwortungslosen Umverteilungsprogramm Merkels teilzunehmen. Zum Tragen kommen soll dabei ein vollkommen neuer Rechtsbegriff, nämlich der „Grundsatz der Solidarität“, den diese Länder laut EU-Vertrag verletzt haben sollen. So wird sichergestellt, dass Massenmörder wie Farhud in der EU weiterhin willkommen sind.

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Kommentare ( 71 )

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71 Kommentare auf "Die europäischen Abenteuer eines mutmaßlichen IS-Schlächters"

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung

Warum genießt Hassan Farhud als Repräsentant des Islamischen Staates keine diplomatische Immunität?

In Ungarn?
Wenigstens die haben den klaren Blick bisher nicht verloren.

Apropos: wo ist Miri inzwischen?

Wenn noch nicht in Bellevue, dann nur, weil er keine Lust auf die Kuffar hat.

Die UNHCR Geldkarte ist die eine ,furchtbare Geschichte . Damit ist die bisher immer verschwiegene Zielrichtung offenbart. Eine unsteuerbare Massenmigration einzuleiten . . Die massenweise Versorgung mit Mobiltelefonen der ach so armen Migranten ist eine andere strategische Maßnahme . Damit wird ihnen interne Kommunikation ermöglicht . Damit werden Fluchtwege und Knotenpunkte festgelegt ,die weitere Schritte der illegalen Migration festigen .Wenn diese Maßnahmen ,die inoffizielle Kriegserklärung gegen die betroffenen Länder darstellen ,dann nicht von den jeweiligen Regierungen als solche erkannt werden sind sie entweder unfähig, unwillig ,oder ungeeignet für die Regierungsverantwortung. Und für Deutschland trifft wohl alles zu. Ganz im Gegensatz… Mehr

Ohne Worte. Man kann nur hoffen, dass die Ungarn diesen Satan an Assad ausliefern wo ihm die einzig gerechte Strafe droht anstatt Jahrzehnte Geld für die Inhaftierung zu verbrennen. In der heutigen EU kann man wirklich nur noch auf die ost- und südosteuropäischen Staaten hoffen. Der Rest einschließlich Deutschlands sind Länder der degenerierten Dekadenz.

Hier sei nochmals auf das Buch „Mitten unter uns – Wie ich der Folter des IS entkam und er mich in Dtl. einholte“ des syrisch-kurdischen Video-Journalisten Masoud Aqil hingewiesen. Der „Spiegel“ (40/2016) und die 3sat-Kulturzeit (17.08.2017) berichteten darüber. „Was Aqil im dt. Asyl schockiert: dass er auf Facebook und Twitter IS-Terroristen aus Syrien wiederentdeckt, die mittlerweile hier leben. Offensichtlich sind sie, wie er, als Flüchtlinge eingereist. Aqil zu Merkels Merkels Grenzöffnung: ‚Deutschland hat einen Fehler gemacht, all diese Menschen ins Land zu lassen – die Terroristen sind jetzt hier‘.“ Zu den als „Schutzsuchende“ Eingereisten kommen nun die Rückkehrer, die Deutschland… Mehr

Als Ungarn in Brüssel mit Zeugen und Fotos gefragt hat, die anonyme Karten in Hunderttausende mit EU Emblem abgestritten. Die Ungarn Bashing wurde erhöht. Es würde auch abgestritten, dass mit den „Asylsuchenden“ ohne oder mit falschen Papieren ausgestattet Kriminelle in das Land kommen. Was Ungarn damals und heute behauptet war und ist wahr.

Wir dürfen wohl getrost davon ausgehen, dass Farhud nicht der einzige IS-Mörder ist, der sich als Flüchtling in Europa frei und gut alimentiert bewegt. Bereits 2012 war in einem WELT-Artikel zu lesen, dass der IS angekündigt hat, seine Kämpfer mit den Flüchtlingsströmen nach Europa zu schleusen. Warum sollte diese Drohung nicht wahr gemacht worden sein, noch dazu wo blauäugige und verantwortungslose Regierungen alle Hemmnisse abbauen und ein, von Hybris und Größenwahn befallener Soros die finanziellen Mittel und die Infrastruktur zur Verfügung stellt, um mit der Hauruck-Methode die Welt durch Migration zu verändern. Was ein Alarmsignal hätte sein müssen, wurde von… Mehr

Ich gehe nicht davon aus, dass das, was geschieht, aus Ignoranz der Realität oder Dummheit durchgewunken wird.
Die wissen genau, was sie tun – und uns und dem Land antun.

„Die Karte wurde monatlich mit bis zu 500 Euro aufgeladen …“

Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht, Gehorsam aber Verbrechen. Arbeitet weniger, geht in Teilzeit, verlasst Europa! Dieser Sumpf muss trockengelegt werden. Lasst euch nicht mehr von den dort wohnhaften Fröschen in die Suppe spucken!

In den deutschen Qualitätsmedien ist hierzu NICHTS zu finden. Derartigen Wahrheuten verschließen sich die GEZ-ÖRR Sender und ihre Nachahmer in den gesinnungsgleichen Medien zutiefst, widersprechen diese doch den selbst ernannten Wahrheiten vom Gut-Menschen-Tum. Gestern erwähnte der Staatsfunker von „Hallo Niedersachen“ ohne eine Regung, dass all die Windräder in Deutschland inzwischen x Atomkraftwerke ersetzen. Staatfunklüge, denn ohne Wind (aktuell ganz ganz wenig) ersetzen die Dinger Nix, aber ausgesprochen ist die Lüge und anteilig bleibt sie hängen. Widerlich.

Ich finde es wirklich wichtig, dass ich jeden Tag arbeiten gehe um Frau Merkel etc
ihre Fachkräfte hierher zu bekommen und auch angemessen zu versorgen. Das ist mir eine innere humanitäre Verpflichtung. Dafür bekomme ich einmal eine Minirente und fühle mich als aufrechter Bürger auf der Seite des Guten im Kampf für Multikulti und gegen Rechts und gegen Nazis, Klimataliban…..

Ihre Einstellung ist vorbildlich!
Aber wie heißt es so richtig: Arbeiten allein genügt nicht. Sie sollten in Ihrer Freizeit in der Flüchtlingshilfe aktiv werden, beispielsweise in der Aufnahmeeinrichtung die sanitären Anlagen warten oder Mahnwachen gegen Faschsten abhalten. Gewinnen Sie auch Ihre Familie und Ihren Freundeskreis für diesen Friedensdienst, es ist so viel zu tun, beispielsweise in der Umgebung verlorene Gegenstände aufheben (Zigarettenkippen, veraltete Smartphones, Wurfteddys) oder Speisen auftragen.

Nur das mit der Minirente ist sozialpolitisch bedenklich. Mitmenschlicher ist es, mit letztem Feierabend sozialverträglich abzuleben.

Hat Deutschland sich noch nicht eingeschaltet, um dem „armen“ Mann gegen das böse Ungarn beizustehen. Sind Jelpke, Roth, KGE und Co. noch nicht im Empörungsmodus. Bei uns hätte man die Geschichte vom unbedarften Analphabeten geglaubt. Meine Hoffnung sind die anderen europäischen Staaten. Außer in Schweden sehe ich kein Land außer Deutschland in dem die Mehrheit so danach dürstet, das Land in den Ruin zu treiben. Es gibt hierzulande immer noch zu viele „Teddybärenwerfer“, die gut situiert in ihrer Filterblase leben. Man regt sich zwar über gewisse Missstände auf, aber die haben natürlich überhaupt nichts mit der Massenzuwanderung zu tun. Da… Mehr

Richtig gescheit kann er aber auch nicht sein, der IS Mann.
Nach Ungarn zu fliegen statt in ein Land, dass den Eiertanz um die „Flüchtlinge“ bis zum Exzess mitmacht, ist schon ein wenig debil zu nennen.

Frau Koenen,
das alles ist so ungeheuerlich, man mag das alles gar nicht mehr wissen. Die politischen „Eliten“ lassen ihre Bürger für ihre idiotischen und zerstörerischen Pläne blechen, ohne dass sie dazu ermächtigt wurden. Völlig unverständlich ist allerdings, dass viele der vergewaltigen Bürger immer wieder ihre Peiniger wählen.