Traunstein: Suspendierter Polizist soll Mädchen vergewaltigt haben

Ein 55-jähriger suspendierter Polizist, den Medien als Frau bezeichnen, steht in Traunstein wegen der mutmaßlichen Vergewaltigung der minderjährigen Tochter einer Freundin vor Gericht. Hinzu kommen Vorwürfe wegen Kinderpornografie und sexueller Handlungen mit einem Hund. Die Anklage beschreibt einen Fall von kaum fassbarer Abgründigkeit.

picture alliance/dpa/Britta Schultejans

Vor dem Landgericht Traunstein hat am Dienstagmorgen ein Prozess begonnen, dessen Anklageschrift selbst hartgesottene Beobachter sprachlos machen dürfte. Angeklagt ist ein 55 Jahre alter Polizist aus dem Landkreis Rosenheim. Der Beamte, der in den meisten Medien als Frau bezeichnet wird, ist inzwischen vom Dienst suspendiert und sitzt nach Angaben der regionalen Presse seit Oktober in Untersuchungshaft. Ihm werden die Vergewaltigung einer Jugendlichen, der Besitz und die Verbreitung kinderpornografischer Inhalte sowie die Herstellung tierpornografischer Aufnahmen vorgeworfen.

Im Zentrum des Verfahrens steht die Tochter einer Freundin der Angeklagten. Nach der vom „Oberbayerischen Volksblatt“ wiedergegebenen Anklageschrift war das Mädchen im August 2025 15 Jahre alt, als der 55-Jährige mit ihr zu einem Schnellrestaurant an der Autobahn A8 fuhr. Die Jugendliche soll zu dem deutlich älteren Mann in Frauenkleidung aufgesehen haben; beide trafen sich häufig und teilten Interessen. Dieses Vertrauensverhältnis soll der Angeklagte nach Auffassung der Staatsanwaltschaft gezielt ausgenutzt haben.

Auf der Toilette des Restaurants soll der Mann in Frauenkleidern das Mädchen in eine Kabine gedrängt, gegen dessen Willen geküsst und angefasst und schließlich mehrere Minuten lang vergewaltigt haben. Bereits ungefähr ein Jahr zuvor, als das Mädchen noch 14 Jahre alt war, soll der spätere Angeklagte ihm über WhatsApp eine ausführliche pornografische Nachricht geschickt haben. Darin soll er auch ausdrücklich auf seine Geschlechtsorgane Bezug genommen haben.

Der 55-Jährige wird von Medien als Transfrau bezeichnet. Nach Angaben des OVB lebte er einen großen Teil seines Lebens als Mann; aus der Anklageschrift gehe hervor, dass er zum Zeitpunkt der vorgeworfenen Taten weiterhin männliche Geschlechtsorgane hatte. Dieser Sachverhalt fehlt in zahlreichen überregional verbreiteten Meldungen, die lediglich von einer „Polizistin“ beziehungsweise einer „Frau“ sprechen. Gerade bei einem Sexualstrafverfahren, dessen konkreter Tatvorwurf mit den körperlichen Gegebenheiten des Angeklagten zusammenhängt, ist das eine Information, die zur vollständigen Darstellung des Falles unbedingt dazugehört.

Damit ist die Anklage noch lange nicht abgearbeitet. Im Jahr 2024 soll der Beschuldigte über Instagram kinderpornografische Bilder hochgeladen und einem bislang unbekannten Nutzer zugänglich gemacht haben. Bei einer späteren Durchsuchung stellten Ermittler unter anderem ein Mobiltelefon, einen Laptop, zwei USB-Sticks und eine Festplatte sicher. Das OVB berichtet von 15 kinderpornografischen Bildern und drei Videos auf sichergestellten Datenträgern. Die dpa spricht in ihrer Meldung zum Prozessauftakt darüber hinaus von Hunderten kinderpornografischen Dateien; die bisher veröffentlichten Angaben zur genauen Gesamtzahl sind damit nicht einheitlich. Auf dem Material sollen auch schwere sexuelle Gewalttaten gegen Kinder zu sehen sein, die jüngsten Opfer sollen etwa drei Jahre alt gewesen sein.

Noch grotesker wird die Anklageschrift bei den weiteren sichergestellten Aufnahmen. Der Beschuldigte soll Videos hergestellt haben, die sexuelle Handlungen mit einem Hund zeigen. Nach dem Bericht des OVB waren dabei teilweise auch zwei weitere Sexualpartner beteiligt. Ein Teil dieser Aufnahmen soll anschließend verbreitet worden sein.

Am Dienstag kurz nach neun Uhr wurde der Angeklagte von zwei Polizeibeamten und seinem Verteidiger in den Saal 31 des Landgerichts Traunstein geführt. Die Staatsanwältin der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg verlas dort die Vorwürfe. Als sie die kinderpornografischen Bilder und Videos samt den darin dokumentierten Handlungen beschrieb, herrschte dem anwesenden Reporter zufolge „gespenstische Stille“ im Gerichtssaal. Der Verteidiger beantragte anschließend den Ausschluss der Öffentlichkeit; die Hauptverhandlung wurde zunächst unterbrochen.

Der Fall besitzt noch eine weitere Dimension, die man nicht unter der Rubrik „Privatleben eines Angeklagten“ entsorgen kann: Hier steht ein Polizeibeamter vor Gericht. Ein Mann also, der beruflich einem Staatsapparat angehörte, dessen Beamte Kinder schützen, Sexualstraftaten verfolgen und Täter festnehmen sollen. Die sehr konkreten Vorwürfe richten sich gegen jemanden, dem der Staat besondere Befugnisse und besonderes Vertrauen eingeräumt hatte. Sollte sich die Anklage bestätigen, hätte ausgerechnet ein Angehöriger dieser Institution ein minderjähriges Mädchen aus ihrem persönlichen Umfeld sexuell missbraucht und zugleich Material besessen beziehungsweise verbreitet, das den Missbrauch anderer Kinder dokumentiert.

Dass der Beschuldigte inzwischen suspendiert ist, versteht sich angesichts dieser Vorwürfe von selbst. Interessanter wird im weiteren Prozess deshalb auch die Frage sein, wann seine Dienststelle erstmals von den Vorgängen erfuhr, ob zuvor Auffälligkeiten bekannt waren und wie lange diese Transperson ohne Trans zu sein trotz ihres mutmaßlichen Doppellebens im Polizeidienst tätig sein konnte. Dazu liegen bislang keine belastbaren öffentlichen Angaben vor.

Anklage erhoben hat die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg unter Beteiligung der Zentralstelle Cybercrime Bayern. Zunächst sind vier Verhandlungstage vorgesehen. Ein Urteil könnte nach der gegenwärtigen Planung am 8. Oktober fallen. Bis dahin gilt für die Angeklagte die Unschuldsvermutung. Die Vorwürfe, über die das Landgericht nun zu befinden hat, könnten schwerer kaum sein.

Anzeige

Unterstützung
oder

Kommentare ( 22 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

22 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
Kuno.2
12 Minuten her

Da scheinen die Zulassungshürden bei der Polizei mehr als zu wünschen übrig zu lassen! Solche Leute könnten durch gezielte Recherche bereits im Vorfeld aussortiert werden.

Kraichgau
15 Minuten her

Nunja,den Vergewaltiger/in in den Knast,Pension streichen und alle Beteiligten durchleuchten….achso,den Vergewaltiger natürlich in den Männerknast!

Sabine Ehrke
18 Minuten her

Der Ein-Mann*inin ist sicher schön bunt, divers und woke, ganz nach dem Geschmack der ‚Unsere Demokratie‘ Parteien. Dem Verteiler angehörige Freund*inininen geschieht sicher nichts, denn die sind derweil mit diversen Windel-Tänzen auf Bühnen -steuerfinanziert- vor Kinderlein beschäftigt. Weiß man schon, ob es eine Ziege war, die sich gerade als Hund definierte und wie vielen AfD nahen Jägern die Waffenlizenz bereits entzogen wurde?

Ombudsmann Wohlgemut
23 Minuten her

Das Gesetz hätte schon vor langer Zeit rückgängig gemacht werden sollen. Wer es ernst wirklich meint, wessen Geisteszustand so schlecht ist und wer sich auch nicht helfen lässt, der kann gerne transitieren, hat dann aber auch die Konsequenzen zu tragen, dass danach etwas fehlt.

Es gibt kaum „Transleute“, aber komischerweise ist ein Großteil davon psychisch komplett krank und pervertiert, und keinen interessiert es…

Mohikaner
24 Minuten her

Ich habe gelesen, dass diese „Polizistin“ in ein Männergefängnis überstellt wurde. Damit eskaliert der Staat die Absurditesse seiner eigenen Gesetzgebung noch einmal um eine weitere Drehung …

Olymp
34 Minuten her

Das ist an Widerwärtigkeit kaum zu überbieten, wobei ich die Medien, die ihn als Frau beschreiben, ohne die ganze Wahrheit zu offenbaren, ausdrücklich einbeziehe. Wer als selbsternannte Frau eine 15-jährige und einen Hund vergewaltigt sowie Kinderpornos mit schweren Sexualstraftaten hortet, dessen Selbsteinschätzung sollte zwingend hinterfragt werden. Hier zeigt sich der ganze Irrsinn dieses dubiosen „Selbstbestimmungsgesetzes“. Übrigens, da der arme Hund auch noch zwei weitere Vergewaltiger ertragen musste, würde ich gern wissen, ob das Tier überlebt hat und wenn ja, mit welchen Verletzungen.

Jens Frisch
1 Stunde her

„…aus der Anklageschrift gehe hervor, dass er zum Zeitpunkt der vorgeworfenen Taten weiterhin männliche Geschlechtsorgane hatte.“
Mooooment:
„Ein Penis ist nicht per se ein männliches Geschlechtsorgan.“ – So hat es uns die Geschlechtsgenoss*in Ganserer diesers Polizist*in doch erklärt!
Baut endlich ein Dach auf diese Klapse!

Last edited 1 Stunde her by Jens Frisch
tiptoppinguin
1 Stunde her

Mir stellt sich die Frage, warum hier Gründe für eine Untersuchungshaft vorlagen, aber bei Durzenden anderen Fällen bereichernder Individuen regelmäßig nicht.
Das Mannsweib hat einen festen Wohnsitz, der Sachverhalt war durch Medienbeschlagnahme bei der Hausdurchsuchung geklärt. Und die Fluchtgefahr hätte mittels el. Fußfessel ausgeschlossen werden können.
Interessant zu welchen unterschiedlichen Entscheidungen Gerichte bei deutschen und nichtdeutschen Verdächtigen kommen können.

Orlando M.
1 Stunde her

War klar, BoB, Berlin oder Bayern. Liebesgrüsse aus der Lederhosn im Jahr 2026. Was hat diese Gesellschaft nur so entsetzlich entgleisen lassen? Der Kulturmarxismus, die Besessenheit vom Sozialen, auch wenn man dafür die wertschöpfende Minderheit so sehr verheizt, dass die Zukunft gleich mit verbrannt wird? Radikale Fanatiker!

pcn
1 Stunde her

Deutschland befindet sich mit dem Krebsgeschwür des staatlich verordneten Wokismus nicht nur in einem ethisch moralischen suizidalen Prozess, sondern auch in der gesamten Politik, für die selbst die widerlichste Perversion im Dekadenzprozess kein Hindernis ist, in dem sich Deutschland befindet. Die linksrotgrünen Blockparteien stürzen Deutschland innen- wie außenpolitisch ins Abgrundtiefe. Mit schon faszinierender Systematik einer Null-Regierung, die den kollektiven Suizid mit Hurra vollenden möchte. Um der „Werte willen.“