„Top-Manager“ treten in Davos bei Donald Trump zum Rapport an

Trump nutzte Davos, um für den Wirtschaftsstandort Amerika zu werben. Soros bestärkte die Medien in Meinungen, die seinen Geldwetten nutzen. Merkel erlegte dem Land, dem sie dienen soll, neue Lasten auf.

© Fabrice Coffrini/AFP/Getty Images

Das Wortbild der FAZ stellt das Ereignis auf den Kopf: „An der Seite deutscher Spitzenmanager hat der amerikanische Präsident Donald Trump am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zu Abend gegessen. Links neben ihm saß Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser, rechts neben ihm der Vorstandsvorsitzende des Softwareunternehmens SAP, Bill McDermott. Die deutschen Konzernlenker lobten den Präsidenten für seine Steuerreform.“

In Wahrheit aß Trump nicht „an der Seite deutscher Spitzenmanager“, sondern waren diese Manager zur Essens-Audienz bei Trump angetreten, um nicht zu sagen, sie saßen zu seinen Füßen. Kundige meinen, das Gebaren der „Konzernlenker“ sei ein Grund, weshalb das Weiße Haus eine so ausführliche Niederschrift der Essensrunde von 10 Seiten veröffentlicht habe. H­­ier ist sie im englischen Original.

Ein Manager nach dem anderen bedankte sich artig bei Mr. President, da sein zu dürfen, hob hervor, was sein Konzern schon in den USA investiert hat und nun nach der Trump’schen Steuerreform neu investieren wird. Dafür bedankte sich Mr. President und verteilte am laufenden Band die Note great job.

Kommentar eines TE-Autors: „Erinnert an Jahresgespräche der Handelskonzerne, zu denen Vertreter der Lebensmittelhersteller antanzen und nur kurz mitteilen dürfen, wie viel billiger sie gegenüber dem Vorjahr anbieten.”

Frau Merkel ist die Lektüre der Niederschrift zu empfehlen, da sie danach weiß, was all die warmen Worte ihrer „Konzernlenker“ ihr gegenüber bedeuten: nichts. Wenn deutsche Konzernisten Trump zu seiner radikalen Steuerreform gratulieren, fragt sich jeder, warum hören wir von solchen Forderungen an die deutsche Politik nichts.

Der Vergleich mit dem, was deutsche Medien täglich über Trump absondern, und dieser dokumentierten Runde könnte krasser nicht sein. Wie sie in ihren Berichten über Davos krampfhaft versuchen, Trumps dortigen Auftritt in irgendein negatives Licht zu tauchen, spricht Bände.

Das ManagerMagazin hält sich an Joe Kaeser, Siemens, schadlos, dessen Betriebspläne in Charlotte den Stellenabbau in Deutschland kontrastieren.

Freiheit versus Sozialismus

Der Focus lässt klugerweise Thomas Jäger, seit 1999 Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Politik und Außenpolitik an der Universität Köln zu Wort kommen:

„Am stärksten unterschied sich Trumps Rede im Davoser Redenreigen von der des französischen Präsidenten Macron. In jeder Hinsicht. Trump war kurz, mit wenigen klaren Aussagen. Macron sprach fast dreimal so lange, mit vielen noch präziseren Forderungen. Trump verfolgt die Philosophie, dass unabhängige, souveräne Nationen miteinander Verträge schließen und Unternehmen in einem möglichst freien Raum handeln können. Macron fordert ein viel dichteres Regelwerk, bis hin zu Weltverträgen, und wenn man so will: einen globalen Dirigismus. Also eine weit stärkere Rolle der Staaten. Trump setzte große Teile seines Wirtschaftsprogramms in Windeseile um (er brauchte dafür nur etwas mehr als doppelt so lange wie in Berlin die Regierungsbildung dauert). Macron fordert für die Europäische Union eine 10 Jahres-Strategie.“

Donald Trump nutzte Davos, um für den Wirtschaftsstandort Amerika zu werben. George Soros bestärkte die Medien in Meinungen, die bei Verkündung seinen Geldwetten nutzen. Angelika Dorothea Merkel erlegte dem Land, dem sie dienen soll, neue Lasten auf.

Trump diente seinem Land, Soros und Merkel sorgten für sich selbst.

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Kommentare ( 66 )

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Davos war für Donald Trump der Dynamo der den Strom für seinen Magneten nach Amerika liefern wird,und zwar in größerem Ausmaß,wie es einige Industrielle dort am Tisch zum besten gegeben haben. Was hat „unsere“ Mutti zu Wege gebracht,oder ihr „Liebling“,das „Macrönchen“? Das geringschätzige Gerede unserer „Politikiker?“ über den Mann wird ihnen ,aber in erster Linie unseren Arbeitnehmern noch sehr sauer aufstoßen! Ich sagte es schon einmal 2016,der Mann ist sehr nachtragend,jeder der Witze auf seinem Rücken gemacht hat,der hat es später bitter bereut! Trump braucht unsere „Polititkarikaturen“ nicht,aber diese Wichte werden ihn noch brauchen,das bedenken diese Maulhelden nicht! Ich warte… Mehr

Und gibt es auch ein Protokoll von Mutti und ihren Gesprächspartnern? — oder saß die mit Macron am Katzentisch und den tschournalisten die gebuht haben ?

Trump hat anfangs viele Fehler gemacht, es scheint das er jetzt fachkundigen Rat eher akzeptiert als vorher. Trump ist – wie auch Macron – ein Politiker in dessen Agenda an erster Stelle der Wohlstand des eigenen Landes auf der ToDo Liste steht, ein fundamentaler Gegensatz zu Merkel und ihrer Speichellecker-Presse, die das Wohl der gesamten Welt als alleinige Aufgabe deutscher Politik betrachten. Trump hat durchaus noch Chancen ein erfolgreicher Präsident für die USA zu werden, abgerechnet wird bekanntlich zum Schluss.

Trump hat sein Programm der Wahlversprechen, die er auch in einem Buch veröffentlichte, von Anfang an mit großer Zielstrebigkeit durchzusetzen versucht, musste aber jeweils zunächst mit größten Widerständen und Schikanen rechnen – und mit dem Hass und der Hetze der linksliberalen Medien. Als politischer Außenseiter musste er nicht seine Ziele, aber seine Taktik verbessern und hat dies in Windeseile betrieben. Seine Duchsetzungskraft und Beharrlichkeit sind bewundernswert. Ebenfalls respektiere ich seine Integrität, mit der er sagt, was er denkt und meint, sowie seine großartigen Reden. Ich wünsche ihm Erfolg und Wiederwahl.

Welche Fehler hat er am Anfang gemacht? Mal kurz aufzählen…

er hat Richter beschimpft, dass lässt sich die Justiz nicht gefallen und prompt waren die ersten Urteile alle gegen ihn gerichtet

Man sollte Merkels Davos Rede wirklich nachlesen:
Abgelegt unter Bundesregierung.de, Aktuelles, am 24.01.

Danke Kassandra, gute Zugangs-Erläuterung, sofort gefunden und für heute abend mal gespeichert. Das ist der Reiz von TE. Was einem da so nebenbei alles vor die Füße fällt ist Klasse. Ich denke so sieht wirklich demokratische Information-Verteilung in Zukunft aus. Es sei denn der alte Orwell wird wieder ausgegraben. Aber da habe ich dann immer noch den alten Geheimrat im Hinterkopf: Satan, der stets das Böse will und doch das Gute schafft. Aloha

Nicht zugeniessen, „wir“ sollen das, wir müssen das, wir können das…wer ist „Wir“

Bestens beschrieben, danke.

Im Gegensatz zur fulminanten Rede von Trump kam im inhaltsleeren Gestammel der BK 13 mal das Wort Afrika vor
28 mal das Wort Europa oder europäisch
0 mal Volk,
0 mal „die“ Deutschen.
Und 11 mal das Wort Deutschland, stets mit Verpflichtungen und Versprechungen verbunden.

Danke für die Statistik

Wir scheinen uns unter Frau Merkel zum Weltsozialamt empor zu arbeiten.
Jedem, der anklopft, wird aufgetan und die Börse willig gefüllt. Hier, in ganz Europa, in Afrika, sogar in Asien freut man sich darüber. Zumal Gegenleistungen nicht erwartet und schon gar nicht gefordert werden.
Während die, die all das erarbeiten, staunend und mit offenem Mund als „rechts“ klassifiziert und damit ruhig gestellt, ihr Gespartes und die eigene Rente dahin siechen sehen.
Win-win Situationen sehen anders aus. Damit hat sie es anscheinend nicht so.

Wann hat denn die mächtigste Frau der Welt den mächtigsten Mann der Welt in Davos getroffen? Oder war der Terminplan von Trump so voll ? Trump spricht nicht von , müsste, sollte, wir werden, sondern er verzichtet auf das Gequacke. Sie baut lieber Wolkenguckunsheime. Rettet gerne Afrika und faselt über Digitalisierung. Trump hat ein Elefantengedächnis und das wird die uckermarische Landfrau noch bitter zu spüren bekommen.

Trump war in Davos um für den Wirtschaftsstandort „USA“ zu werben. „Jobs, Jobs, Jobs“ war sein großes Wahlkampfversprechen. Diese werden immer noch von Unternehmen geschaffen — nicht wie sein Vorgämger meinte vom Staat —, diese erwarten in gutes Investitionsklima, das bedeutet: günstige Energie, niedrige Steuern, wenige Regularien und gut ausgebildete MA.
Wozu soll der jetzt die Raute treffen, welchen Mehrwert hat das?

Zur Merkel-Rede von Davos kann ich nur anmerken: was für eine UNVERFRORENHEIT, andere über Gott und die Welt so arrogant zu belehren, als ob sie, Merkel, die Weisheit über alle Dinge gepachtet hätte. „Wir“ dies und „wir“ das. Wen meint sie mit „Wir“? Meint sie, dass alle ihrer Meinung sind oder sein sollten?……Das wäre eine neue Form des Totalitarismus! Populismus und Protektionismus sind billige Schimpfworte, die jeder Dahergelaufene für seine eigenen Ziele missbrauchen kann. Anstatt in der von ihr selbst verursachten desaströsen Situation mit klug klingenden politischen Leitlinien und leeren Floskeln zur Lage der Welt allgemeine Menschlichkeit zu predigen, sollte… Mehr

CNN Money berichtet mal Fakten: Trump’s rock star reception at Davos
No, it’s not Beyonce. That’s U.S. President Donald Trump arriving at Davos.

Link: https://youtu.be/HOOs_YEAblM

Trump bringt wirtschaftliche und militärische Stärke ins Gleichgewicht. Die weltweite militärische Präsenz der USA ist auf Dauer nicht mehr finanzierbar. Er betreibt die Stärkung der Wirtschaft und gleichzeitig den Abbau der weltweiten amerikanischer Militär-Basen. Was er an Miltitärausgaben einspart investiert er in Steuersenkungen. Er braucht für seinen erfolgreichen Umbau Arbeitsplätze um die Jungs heimzuholen. Menschen werden für die militärische Überlegenheit der USA immer weniger gebraucht. Aber für diese dann „überflüssigen“ Menschen (natürlich nur Amerikaner) braucht er Arbeit. So macht auch die Strategie des Stopps der Einwanderung aus arabischen Staaten und aus Mittel- und Südamerika Sinn. Die Halbstarken-US-Amerikaner werden allmählich erwachsen.… Mehr