Nirgendwo in der EU wohnen so wenige Menschen in den eigenen vier Wänden und unter dem eigenen Dach wie bei uns. Die Politkaste der Bundesrepublik tut alles, um zu verhindern, dass Menschen sich aus der Mietfalle befreien.
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Unsere ach so soziale Marktwirtschaft behandelt den Erwerb von Wohneigentum wie einen abartigen sexuellen Fetisch. Wer ein Haus bauen oder eine Wohnung kaufen will, wird erst kritisch beäugt – dann kontrolliert, reglementiert, belehrt – und schließlich zur Kasse gebeten.
Die meisten Kosten erzeugt dabei der Staat, und das ist Absicht.
Diese Politik zeigt Wirkung. Seit dem Jahr 2018 ist die amtliche Eigentumsquote von damals 46,5 Prozent auf heute nur noch 41,9 Prozent gesunken.
Wegen einer veränderten Erhebungsmethode sind beide Werte nicht uneingeschränkt vergleichbar. Der Befund bleibt trotzdem vernichtend – vor allem im europäischen Vergleich: Laut Eurostat lebten 2024 bei uns 53 Prozent der Menschen zur Miete. Deutschland war damit das einzige EU-Land mit einer Mietermehrheit. Im EU-Durchschnitt lebten 68 Prozent im Eigentum.
Fast drei Viertel der 25- bis 45-Jährigen wohnen nach einer aktuellen Untersuchung des Pestel-Instituts zur Miete. Die Herstellungskosten für Wohnungen sind seit der Jahrtausendwende um 160 Prozent gestiegen – die Verbraucherpreise im selben Zeitraum nur um 64 Prozent.
Das ist kein Marktversagen. Das ist die Folge von ständigen, exzessiven Staatseingriffen in den Markt. Es ist Staatsversagen.
Staatsallergie gegen freie Bürger
Wohneigentum ist mehr als ein Dach über dem Kopf. Es ist betonierte Lebensleistung. Es schützt im Alter vor steigenden Mieten, dient als Sicherheit, kann vererbt, verkauft oder beliehen werden. Wer seine Wohnung abbezahlt hat, muss keinen Vermieter um Erlaubnis bitten und keinen Sozialpolitiker um Wohngeld anbetteln.
Eigentum verwandelt Einkommen in Vermögen. Miete verwandelt Einkommen in das Vermögen eines anderen.
Genau deshalb ist breit gestreutes Eigentum ein Machtfaktor. Der Eigentümer besitzt Rücklagen, Sicherheiten und einen privaten Fluchtweg aus staatlicher Fürsorge. Der Dauermieter bleibt abhängig von Mietrecht, Wohnungsmarkt, Wohngeldstelle und dem nächsten staatlichen „Entlastungspaket“.
Politisch ist dieser Zustand ausgesprochen bequem. Abhängige Menschen verlangen Hilfe und brauchen den Staat. Unabhängige Menschen verlangen, in Ruhe gelassen zu werden.
Der Staat will die Schlüsselgewalt
Die Politik behauptet seit Jahrzehnten, Familien den Weg in die eigenen vier Wände öffnen zu wollen. Tatsächlich tut sie das Gegenteil. Vor dem Wohneigentum hat sie einen Hindernisparcours aus Steuern, Vorschriften und gebrochenen Förderversprechen gebaut.
Und er wird quasi täglich größer.
Im Jahr 2006 haben CDU und SPD die Eigenheimzulage für Neufälle abgeschafft. Im Gesetzentwurf bezeichneten sie Wohneigentum selbst noch als wichtigen Baustein der Altersvorsorge. Die Abschaffung brachte dem Staat in 2013, als sie voll wirksam wurde, übers ganze Jahr gerechnet knapp 5,9 Milliarden Euro mehr.
Im Jahr 2016 hat die Umsetzung der sogenannten Wohnimmobilienkreditrichtlinie die Bonitätsprüfung deutlich verschärft. Seitdem vergeben Banken die Darlehen restriktiver; besonders junge Familien und ältere Kreditnehmer geraten ins Hintertreffen. Später musste der Gesetzgeber nachbessern.
Im Jahr 2021 ist das Baukindergeld ausgelaufen. Die Nachfolgeprogramme wurden enger, komplizierter und an Einkommensgrenzen sowie anspruchsvolle Energiestandards gebunden. Aus breiter Eigentumsförderung wurde ein bürokratischer Hindernislauf mit KfW-Antrag.
Im Jahr 2022 hat die damalige Bundesregierung unter dem grünen Wirtschaftsminister Robert Habeck die KfW-Gebäudeförderung praktisch über Nacht gestoppt. Bauherren, die mit dem Geld gerechnet hatten, standen plötzlich vor riesigen Finanzierungslücken. So zerstört Politik Vertrauen – und nennt das dann Transformation.
Die Bundesländer treiben die Grunderwerbsteuer unermüdlich nach oben. Sie beträgt mittlerweile zwischen 3,5 und 6,5 Prozent. Bei einer Immobilie für 400.000 Euro kassiert der Staat damit bis zu 26.000 Euro – bevor der Käufer überhaupt nur durch die Tür gegangen ist.
Dazu kommen Notar, Grundbuch, Makler und Vermessung. Die Kaufnebenkosten bei uns belaufen sich insgesamt auf etwa 9,5 bis 12,5 Prozent. Sie müssen weitgehend aus Eigenkapital bezahlt werden. Wer nicht schon Vermögen hat oder welches erbt, scheitert oft schon hier.
Selbstnutzer dürfen Kreditzinsen und Abschreibungen grundsätzlich nicht steuerlich geltend machen. Vermieter können das. Der Staat behandelt den Bürger, der für sich selbst vorsorgt, steuerlich schlechter als den Investor, der dem Bürger lebenslang eine Rechnung schickt.
Bauland bleibt durch restriktive Planung knapp. Genehmigungen dauern ewig, Bebauungspläne verschimmeln in Aktenordnern, Nachverdichtung scheitert an Ämtern und Einsprüchen. Der Staat erzeugt Knappheit und bekämpft danach die hohen Preise mit Subventionen.
Energieauflagen, Dämmvorschriften, Heizungsvorgaben, Solarpflichten, Stellplatzsatzungen, Schallschutz, Brandschutz und kommunale Sonderwünsche verteuern jeden Quadratmeter. Jede einzelne Vorschrift kommt mit einer wohlklingenden Begründung. Zusammen machen sie das Eigenheim zum Hochtechnologieprojekt für Besserverdiener.
Nach dem Kauf warten Grundsteuer, CO₂-Preis, Erschließungsbeiträge, kommunale Gebühren und immer neue Modernisierungsanforderungen. Der Staat behandelt die eigene Wohnung oder das eigene Häuschen nicht als Altersvorsorge, sondern als ortsfestes Steuersubstrat, das nicht weglaufen kann.
Das ist keine Panne. Eine Panne passiert einmal, maximal zweimal. Doch das hier hat System. Und dieses System arbeitet parteiübergreifend. Seit Jahrzehnten.
Links wohnt man bei Vater Staat
Die sogenannte Wohnungsbaupolitik von SPD, Grünen und der „Linken“ ist in Wahrheit eine Wohnungsbauverhinderungspolitik. Und sie soll die Bildung von Wohneigentum absichtlich bremsen.
Diese Kombination ist besonders perfide. Denn natürlich kann man auch freiwillig und aus ökonomischen Gründen zur Miete wohnen wollen. Eigentum bindet Kapital, das will nicht jeder. Mieten ist in Ordnung – solange es Mietwohnungen gibt. Aber ohne Eigentum UND ohne ausreichend Mietwohnungen ist der Mensch nur noch Spielball des Staates, der ihm letztlich das Dach über dem Kopf zuteilt.
Die Sozialisten aller Parteien (auch bei der Union gibt es davon recht viele) verwalten den Wohnungsmangel, statt Wohnungen zu schaffen. Und erst recht wollen sie kein Eigentum. Mietpreisbremse, Mietendeckel, Wohngeld, Sozialwohnungen, kommunale Wohnkonzerne: Immer lautet die Botschaft, dass der Bürger doch bitteschön lieber Mieter bleiben soll.
Dann kümmert sich der Staat um ihn.
In Berlin unterstützen Grüne und „Linke“ offen die Enteignung großer Wohnungsunternehmen. Auch ein Parteitag der SPD in der Hauptstadt erklärt Vergesellschaftung zum geeigneten Mittel. Eigentum soll nicht breiter gestreut, sondern zentral staatlich kontrolliert werden.
Das ist der uralte Reflex des Kollektivismus. Privateigentum verteilt Macht auf Millionen Bürger. Staatseigentum sammelt Macht bei Funktionären. Der Eigentümer entscheidet selbst. Der Mieter stellt Anträge. Der Eigentümer vererbt Vermögen. Der Mieter vererbt die Hoffnung auf den Staat.
Auch Union und FDP können sich nicht herausreden. Sie haben Steuererhöhungen, Bauvorschriften, Förderstopps und Kreditbarrieren mitbeschlossen oder hingenommen. Linke Parteien liefern die Ideologie, die sogenannten Bürgerlichen liefern die Unterschrift.
Politik für Habenichtse
Dem Staat können Millionen Eigentümer nicht recht sein. Denn sie brauchen ihn nicht.
Diese Menschen haben Vermögen, relative Sicherheit und Handlungsspielraum. Sie können Krisen überstehen, ihren Kindern helfen und im Alter selbstbestimmt leben. Mieter dagegen lassen sich viel leichter lenken. Der Staat reguliert die Miete, verteilt Wohngeld, vergibt Sozialwohnungen, definiert Heizungsstandards und entscheidet über die Sanierungsförderung. Erst macht er die Bürger abhängig, dann präsentiert er sich als Retter aus der Abhängigkeit.
Wir haben Wohneigentum nicht verboten. Das wäre zu ehrlich, so sind wir nicht. Wir haben stattdessen den Weg zum Wohneigentum so teuer, kompliziert und riskant gemacht, dass ihn immer weniger Menschen gehen können.
So entsteht kein Volk von selbstbewussten Eigentümern, sondern eine Gesellschaft von Abhängigen. Das ist gewollt. Denn ein Land von Mietern ist letztlich ein Land von unfreien Untertanen.


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Hier im Großraum Hamburg kostet ein Neubau EFH schnell 750.000 €. Auch Bestandsimmobilien sind um die 600.000 € zu haben. Alles was günstiger ist, hat einen hohen Sanierungsbedarf, der verbunden mit dem staatlichen Sanierungszwang nach dem Kauf eine erhebliche Auswirkung hat. Wer kann denn solche Summen überhaupt noch aufbringen?
Eigentum bindet aber auch. Da ist es schwerer, das Land dauerhaft zu verlassen und vielen jungen Menschen wird in Zukunft kaum etwas anderes übrig bleiben..
Jede Medaille hat 2 Seiten. Der ganze Irrsinn fällt doch bei den Dauergebückten auf fruchtbaren Boden. Nur ein Beispiel gefällig? „…KfW-Gebäudeförderung praktisch über Nacht gestoppt. Bauherren, die mit dem Geld gerechnet hatten,…“. Na also, Beweis erbracht. Daß diese Subventionen mit EXAKT dem Zaster finanziert werden, der VORHER von den Regierungen aus den Taschen der Nettosteuerzahler gezogen wurde, das bedenken diese Dauergebückten nicht (zu faul, zu kompliziert, nicht jetzt – muß online gschwind den nächsten Förderantrag ausfüllen und einreichen). Übrigens exakt die gleiche Subventions-Schoose wie bei den E-Karren, dem neuen Statussymbol der Öko-Eliten in den dunkelgrünen urbanen Vorgärten in diesem sinn-… Mehr
Aus der Seele geschrieben..herzlichen Dank! Ich hab in meinem Erbanteil (75m²) über 40 Jahre praktisch den Erhaltungsbetrag (Steuern, Zwangssanierung) in der Höhe eines Neuerwerbs finanziert. Da war für „eine Familie“ als Handwerksgeselle nix mehr übrig… Urlaub… Auto… kannste vergessen! An dieser Stelle möchte ich bz. Eigentumswohnungen eine Warnung aussprechen, denn der „Eigentümer“ ist eher die „Eigentümergemeinschaft“ und DIE bestimmt über die „Hausverwaltung (ehem.Bauherr!)“ den Samierungsbedarf! Der“Wohnungseigentümer“ ist nur noch Zahlungsvieh… Ähnliches gilt auch für die hochbeworbenen „Tiny-houses“, die auch hauptsächlich auf Pachtland bzw. Mietplätze (Camping) erstellt werden. Nix „Wohneigentum“, sondern eher Schrebergarten-Verein“ incl. -Meierei. HIER hat sich seit der Leibeigenschaft… Mehr
ETW sind Wohneigentum 2. Klasse im Falle der Selbstnutzung. Das ist aber nichts Neues. Freund…Feind… Miteigentümer in der WEG (Variante zum pol. Bonmot). ET-Versammlungen können regelrecht eskalieren.
Jeder mit eigenem „Stückle“ muß aber auch allein die ganzen Kosten tragen. Reparaturen (TG-Tor, Heizung, Dach, …), Instandhaltungen, lfd. Kosten, etc.
Hat alles seine Vor- und Nachteile. Beiden gemeinsam ist aber das „Eigentum“ (noch). Assets können z.B. veräußert werden, wenn man schlußendlich genug von der Bande hat.
Besonders der westdeutsche Doofmichel glaubt immer noch, Deutschland sei die Krönung unter den EU-Staaten. Man muss ihm nur immer wieder einreden, wie wohlhabend er sei und was für ein „enormes Privileg“ es ist, in Deutschland zu leben. Mit einer stark rückläufigen Wohneigentumsquote von aktuell nur noch knapp über 40 % liegt Deutschland in Wahrheit sehr deutlich am unteren Ende. Natürlich berichten unsere Systemmedien über solch profane Fakten meist nicht. Oder wer hat „in den Nachrichten“ je davon gehört, dass Italien und Spanien beim Immobilienbesitz mit 60 % und 70 % Wohneigentum sehr weit vor Deutschland liegen? Zudem kann man getrost… Mehr
„So entsteht kein Volk von selbstbewussten Eigentümern … Das ist gewollt. Denn ein Land von Mietern ist letztlich ein Land von unfreien Untertanen.“ Von wem ist es denn so gewollt? Vielleicht vom selbstbewußtlosen Untertan, der sich den Staat schafft, der ihn Untertan bleiben läßt? Oder vielleicht vom Staat, der sich den selbstbewußtlosen Untertan schafft, der den Staat so bleiben läßt und es inzwischen offenbar kaum erwarten kann, daß hier die Scharia ausbricht? Was Marx nämlich nicht wußte, als er über die Frage sinnnierte, ob das Bewußtsein das Sein oder das Sein das Bewußtsein bestimmt: Es trifft beides zu. Und wenn… Mehr
Deutschland war einmal ein leistungsfähiges Land, mit einem reichen Staatsapparat und einer armen Bevölkerung. Leistungsfähig sind wir auf vielen Ebenen nicht mehr, der Staat ist wie eh und je das gierige und kalte Ungeheuer und die Bürger werden noch ärmer. Das Schöne für die Bürgerfeinde des Altparteienkartells ist die Naivität, mit der eine Untertanenmehrheit auch weiterhin diejenigen wählt, von denen sie ausgeplündert und entrechtet wird. Die deutschen Duckmäuser werden auch in Zukunft mehrheitlich die Komplizen dieser Politik sein, die keinem mehr schadet als ihnen selbst. Es gibt mithin nicht Neues im Murmeltiergehege der deutschen Wählermehrheit.
Seit der Römerzeit dient der deutschen Boden doch schon immer zur Haltung von Arbeitssklaven. Ein paar können sich eine Parzelle erwerben aber Erhöhen dadurch gleich einmal ihre Abgabenlast. Wer Pech hat verliert alles in einem Krieg den er nicht wollte.
Danke für diese in meinen Augen gelungene Zusammenfassung. Auch ich sehe Politik für Habenichtse. Eigenes Vermögen und Entscheidungsfreiheit für jeden Einzelnen wurden seit zig Jahren immer mehr durch finanzielle Abhängigkeit vom Staat, Nannytum und Gemeinschaft ersetzt. Dennoch eine Anmerkung: „Der Staat behandelt den Bürger, der für sich selbst vorsorgt, steuerlich schlechter als den Investor, der dem Bürger lebenslang eine Rechnung schickt.“ Sie müssen bedenken, dass der Vermieter Einnahmen erklärt. Grob gesagt: Ohne Vermietung, ohne Gewinnerzielungsabsicht keine Einnahmen und daher auch keine Ausgaben. Wenn Sie für Privat Zinsen und Abschreibung wollen, müssen Sie auch fiktive Miete wollen. Sonst stimmt die Gleichbehandlung… Mehr
Als ich 1974 mein erstes Haus kaufte, ein Reihenhaus für DM 220 Tsd. in einer schönen Umgebung aber auch nahe an einer Bundesstrasse und einer (auch heute noch) leicht frequentierten S-Bahnlinie, betrug das durchschnittliche Arbeitnehmereinkommen ca. DM 24,000 pro Jahr. Die Hypothekenzinsen waren knapp unter 10%. Ich hatte damals knapp das Doppelte der genannten Durchschnittseinkommens (verh. 2 Kinder) und brauchte substantielle Unterstützung aus den Herkunftsfamilien meiner Frau und mir, um uns das Reihenhaus mit ca. 120 qm Wohnfläche, plus Keller und Garage, leisten zu können. In allen Ländern die traditionell viel höhere Wohneigentumsquoten haben, NL, GB, Nordamerika usw. galt über… Mehr
Der Erwerb von Wohnungseigentum wird mit der Zeit immer unbezahlbarer. Der Staat kann seinen Bürgern zwar mit Wohngeld helfen. Dadurch haben dann aber dummerweise ohnehin wohlhabende Immobilienbesitzer vergleichsweise sichere Einnahmen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger mit normaler Arbeit ein Einkommen zu erzielen. Die deutschen Staatsschulden steigen unaufhaltsam immer weiter an und sie belaufen sich inzwischen auf rund 2,66 bis 2,73 Billionen Euro. Der Fehler liegt darin, dass unser Geld einseitig auf Krediten bzw. auf Schulden basiert. Die breite Bevölkerung kann immer mehr Kredite nicht zurückzahlen, weil die übermächtige Wirtschaft am längeren Hebel ist. Die immer weiter ansteigende Verschuldung ist zwar… Mehr