Der Bundesfinanzminister will an die Vermögen der Bürger ran

Lars Klingbeil will an das Vermögen der Bürger. Der Staat greift nach Erbschaften, Eigentum und privatem Wohlstand, während ein steuerfinanzierter NGO-Sumpf dafür den ideologischen Überbau liefert. Der Kommunismus ist zurück, diesmal im Gewand von „Zivilgesellschaft“ und „Generationengerechtigkeit“.

picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka

Der schlechteste Finanzminister, den die Bundesrepublik jemals hatte, Lars Klingbeil, floh am 6.11. zum Finanzpolitischen Jugenddialog 2026 des Vereins FiscalFuture e.V.. Dort sprach er sich für Enteignung aus, was in anderer Form seine Genossen in der sich bildenden Clan-Koalition in Berlin zu verwirklichen suchen.

Klingbeil lobte sich für das Desaster der Einkommenssteuer-Reform und barmte, dass mehr nicht drin war, weil er ja leider einen Koalitionspartner hätte. Dass er auf der anderen Seite immer neue Steuern erfindet, deren Ertrag die sogenannten Entlastungen übertreffen, verschweigt der Liebhaber kommunistischer Demagogie.

Das Gleisnerische daran ist, dass Klingbeil Verbrauchersteuern erhöht bzw. erfindet, die auch diejenigen weit höher belasten, als sie entlastet werden. Abgeschmackter geht’s nicht mehr. Zudem führt die rotgrüne Wirtschafts- und vor allem Energiepolitik, die auch Merz merkelbrav fortsetzt, dazu, dass die Lebenshaltungskosten steigen, denn die höheren Energiepreise verteuern auch die Lebensmittel.

Hütchenspieler sind ehrbare Leute im Vergleich zu denen, die Entlastungen versprechen und hintenrum jedoch stärker belasten.

Klingbeil inszeniert sich auf dem Jugenddialog der rotgrünextremen Finanz-NGO als einfacher Junge vom Dorf, dem es ja nur um Gerechtigkeit geht. Wikipedia verrät, dass Klingbeil in Munster aufwuchs, beileibe kein Dorf, sondern eine Kleinstadt. Dann wohl auch nicht in Armut, denn der Vater war bei der Bundeswehr und die Mutter Einzelhandelskauffrau. Am Hungertuche, wie Klingbeil auf dem NGO-Kongress insinuiert, werden der Kämpfer für Gerechtigkeit wohl nicht genagt haben.

Jedenfalls konnte Sohn Lars sich bei der Antifa herumtreiben, dann Politikwissenschaft, Soziologie und Geschichte studieren, vom letzteren merkt man allerding nichts, von Schwatz und Quatsch aber eine Menge. Ansonsten hat Klingbeil sein Berufsleben im Parteiapparat der SPD zugebracht, also durchalimentiert.

Klingbeil tönt klassenkämpferisch, dass er an die Vermögen heranwill, dass sei eine Sache der Gerechtigkeit, sprich, dass er über die Erbschaftssteuer enteignen will. Der Profiteur von Deutschlands Niedergang behauptet, dass es natürlich nicht die Firmen und das Firmenvermögen treffen soll, sondern – oh simple Antifa-Demagogie – diejenigen, die ein Privatflugzeug besitzen, die Reichen.

Doch verschweigt Klingbeil, dass es vor allem diejenigen trifft, die das Haus, das ihre Eltern über ein ganzes arbeitsames Leben zusammengespart haben, erben, das sie nun verkaufen müssen, weil sie sonst dem „Dorfjungen“ Klingbeil nicht die Erbschaftssteuer entrichten können.

Klingbeil redet vollmundig über Gerechtigkeit, darüber, dass er nicht will, dass Leistung sich in Deutschland nicht mehr lohnt. Wo ist der Spiegel, den man Klingbeil an dieser Stelle hätte vorhalten müssen? Denn es sind Klingbeil und Genossen und ihre Blockfreunde Merkel und Merz, die Gerechtigkeit und Leistung durch eine schamlose Umverteilungspolitik systematisch seit Jahrzehnten zerstören. Durch Ausplünderung.

Umverteilt wird von den Bürgern zum Klima-Komplex, umverteilt wird von den Bürgern zum Kommissars-Komplex der zahllosen Beauftragten für Ideologie-Kontrolle, umverteilt wird zu den rotgrünen NGO-Garden.

Es ist kein Zufall, dass Klingbeil, der sein Leben zunächst bei der Antifa und dann in der SPD zugebracht hat, diese Rede vor der NGO FiscalFuture e.V hält, einer NGO, die viel Geld dafür bekommt, Umverteilung schick aussehen zu lassen. Ihre Vision benennt die NGO in rotgrünen Phrasen so: „Im Jahr 2035 leben wir in einer gerechten Gesellschaft, die allen Menschen ein gutes Leben ermöglicht – heute und in Zukunft. Deutschland ist eine resiliente Demokratie mit einer starken Zivilgesellschaft und klaren Beteiligungsmöglichkeiten. Ein handlungsfähiger Staat schafft die Voraussetzungen für Freiheit, Sicherheit und Wohlfahrt durch moderne Infrastruktur und starke öffentliche Daseinsvorsorge. Unsere Wirtschaft ist modernisiert, technologisch führend und eingebettet in ein starkes, geeintes Europa, das Demokratie und Menschenrechte verteidigt. Gesellschaft und Wirtschaft werden demokratisch gestaltet, technologische Innovation dient dem Gemeinwohl, und ein breiter Optimismus prägt das Land.“

Das ist so in etwa das Kommunistische Manifest in den Phrasen von 2020.

Natürlich will die NGO „bilden“, „Bildungsangebote durchführen und weitere Möglichkeiten zur Partizipation schaffen. Wir tragen die Interessen junger Menschen in die politische Debatte.“ Zu diesem Zweck kann die NGO sich finanziert eine Geschäftsstelle mit 19 Mitarbeitern leisten. Laut Kassenbericht nahm diese NGO im Jahr 2025 392.726,58 Euro ein. Allerdings an den Bildungsangeboten, die eine beträchtlichen Teil ihres Vereinszwecks bilden, nahm der Verein nur 8.434,81 Euro ein, nicht weniger beeindruckend ist das Spendenaufkommen von 425,00 Euro. Woher kommt also das Geld des sich überparteilich nennenden Vereins rotgrüner Ideologie?

Allen voran, wenn wunderts, spendete der Klima-Komplex, nämlich die European Climate Foundation (ECF) stolze 125.000,00 Euro. Warum wohl? Doch dicht auf den Fersen folgte das Prien-Ministerium, es geht ja um „Bildung“ mit satten 100.000,00 Euro Steuergeldern, die Bertelsmann Stiftung steuert 24.851,82 Euro bei, lumpen lässt sich auch die Heinrich Böll Stiftung nicht, mit 20.330,00 Euro. Aber auch die Hans-Böckler-Stiftung, das Mitbestimmungs-, Studien- und Forschungsförderwerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes, zahlt gern 19.629,99 Euro für Umverteilung. Das in Australien sitzende Sunrise Projekt, das zu den Kampfvereinigungen des weltweiten Klima-Komplexes gehört und u.a. Spenden von der ClimateWorks Foundation erhält, spendete FiscalFuture e.V. 42.785,98 Euro. Generös zeigte sich auch der Sozialverband VdK Deutschland e. V. mit 41.210,00 Euro. Auch die Bewegungsstiftung Anstöße für soziale Bewegungen warf 3.082,25 Euro ins Säckel des Vereins, der von sich behauptet, überparteilich zu sein, doch letztlich von grünen und roten Akteuren finanziert wird. Die Bewegungsstiftung sagt über sich: „Mit der Basisförderung unterstützt die Bewegungsstiftung langfristig Projekte, die bereits Teil der Stiftungsgemeinschaft sind. In der letzten Antragsrunde 2025 wurden NINA – WomN IN Action aus Hamburg, Queeraspora aus Bremen, Athletic Sonnenberg und das Klima*Kollektiv aus Köln gefördert.“

Fragen? Doch! Wie kam es zur Bewegungsstiftung? Da hilft Wikipedia weiter. Über Christoph Bautz heißt es: „Zusammen mit Felix Kolb und Gerald Neubauer gab er den Anstoß zur Gründung der Bewegungsstiftung mit Sitz in Verden an der Aller, die sich die Förderung von Kampagnen und Projekten sozialer Bewegungen zum Ziel gesetzt hat. Gemeinsam mit Felix Kolb und Günter Metzges initiierte er die Gründung von Campact und arbeitet seit 2004 als Campact-Geschäftsführer. 2010 wurde er mit dem Umweltmedienpreis der Deutschen Umwelthilfe in der Kategorie Neue Medien ausgezeichnet.“ Nun haben wir wirklich keine Fragen mehr.

Fragen wir also nach FiscalFuture e.V, befinden wir uns mitten im rotgrünextremen NGO-Komplex, der verharmlosend Zivilgesellschaft genannt wird, die Gesellschaft derer, die Leistung und Wirtschaft in diesem Land strangulieren und davon ausgezeichnet leben. Die Profiteure des Niedergangs.

Was unter Zivilgesellschaft in Wahrheit zu verstehen ist, hatte der Erfinder dieses Konzepts, Antonio Gramsci, vor fast hundert Jahren in der Sprache seiner Zeit beschrieben: „Eine Klasse, die sich selbst als geeignet setzt, die gesamte Gesellschaft zu assimilieren“. Gemeint ist eine Gruppe, die von sich glaubt, den Stein der Weisen gefunden zu haben, und ihr ideologisches Konzept der gesamten Gesellschaft aufzwingen will. Eine solche Klasse, „die zugleich wirklich fähig ist, diesen Prozess hervorzubringen, führt diese Auflassung von Staat und Recht“ zur Vollendung, „bis sie schließlich das Ende des Staates und des Rechts, insofern sie überflüssig geworden sind, weil sie ihre Aufgabe erfüllt haben und von der Zivilgesellschaft aufgesogen worden sind.“

Darum geht es, der NGO-Komplex wird Staat und Recht Stück für Stück „aufsaugen“, die Gewaltenteilung kippt bereits, die Zerstörung des Rechts und den Ausbau des NGO-Staates auf Kosten von Demokratie und Freiheit vorantreiben. Zivilgesellschaft, das kann man schon in den Gefängnisheften von Gramsci nachlesen, die nur Stalin auf Italienisch sind, ist nichts anderes als rotgrüner Totalitarismus des 21. Jahrhunderts.

Wenn Klingbeil auf der Veranstaltung von FiscalFuture e.V. von Leistung, die sich lohnen muss, von Gerechtigkeit spricht, auch von Generationengerechtigkeit, weshalb schweigt er dann über die 1.000 Milliarden Euro Schulden, die er auf die Häupter derer in Deutschland, auch der Jungen, die Leistung erbringen, versammelt? Schulden, die er für den tiefen NGO-Staat, für Selenskyj, für die sogenannte Entwicklungshilfe verschleudert.

Es heißt, dass Manuela Schwesig bereitsteht, um Klingbeil als Parteivorsitzenden abzulösen. Es würde erstaunen, wenn sie auch Finanzminister werden würde, denn als Sündenbock ist Klingbeil, noch zu gebrauchen. Soviel weiß auch Schwesig. Wer in diese Regierung eintritt, geht mit dieser Regierung unter, als Finanzminister allzumal.

Während die Union ihr Heil in der Kumpanei mit den Grünen sucht, plant die SPD die Herrschaft der Vereinigten Linken, schon deshalb wird die Bildung der Clan-Koalition in Berlin nicht platzen.

Ob Schwesig oder Klingbeil, ob Türmer oder Miersch oder Eichwede: mit dieser SPD ist kein Staat mehr zu manchen. Jedenfalls kein demokratischer.

Anzeige

Unterstützung
oder €

Kommentare ( 0 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

0 Comments
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen