Keine Verurteilung, kein Strafverfahren, kein verursachter Skandal – und trotzdem hat der Kreiswahlausschuss des Landkreises Friesland am Dienstagabend mit 5:1 Stimmen die Kandidatur des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Sichert für das Amt des Landrats abgelehnt. Die Wahl findet am 13. September 2026 statt.
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Da der bisherige Amtsinhaber Sven Ambrosy (SPD) nach 23 Jahren nicht mehr antritt, bewarb sich auch Martin Sichert (AfD) um das Amt des Landrats. Doch: Der Kreiswahlausschuss folgte einer Empfehlung des Niedersächsischen Innenministeriums, das die AfD in Niedersachsen als rechtsextrem einstuft und bei Sichert „Zweifel an der Verfassungstreue“ sehe. Das Ministerium lieferte dem Ausschuss zahlreiche Hinweise auf seine Aktivitäten in den sozialen Medien: Dort kritisiert der 46-jährige Politiker aus Zetel scharf die Massenzuwanderung, warnt vor Ausländern mit deutschem Pass, bezeichnet die Tagesschau als „Propaganda-Kanal einer Diktatur“ und spricht von „Kartellparteien“.
Sichert zeigte sich gegenüber dem NDR „entsetzt“ über diese Entscheidung. Er kündigte an, mit allen juristischen Mitteln dagegen vorzugehen – allerdings ist das erst nach der Wahl möglich, etwa durch Einspruch beim neuen Kreistag oder Klage beim Verwaltungsgericht. In einer Videobotschaft auf Facebook betonte er: „Das ist ein massiver Eingriff in das freie und gleiche Recht bei der Wahl.“ Alle Vertreter der anderen Parteien hätten gegen ihn gestimmt. Der Bundestagsabgeordnete veröffentlichte auch auf X dazu ein Video:
„Ich bin fassungslos. Es ist ein schwerer Verstoß gegen das Grundprinzip der freien und gleichen Wahl, einen Bewerber vor der Wahl auszuschließen. Offensichtlich war in den anderen Parteien die Angst zu groß, dass ich die Wahl gewinnen könnte und Friesland einen freiheitlichen Landrat bekommt. Ich werde dagegen selbstverständlich alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ergreifen, denn es geht hierbei nicht um mich, es geht um die Demokratie als solches. Wer heute Bewerber von Kandidaturen um das Amt des Landrats oder Bürgermeisters ausschließt, der schließt morgen dann auch unbequeme Bewerber von Bundestags- und Landtagswahlen aus.“
Der AfD-Landesvorsitzende Ansgar Schledde nannte die Entscheidung gegen Sichert „absurd“, ihn allein wegen seiner AfD-Mitgliedschaft als „nicht verfassungstreu“ einzustufen. Die AfD Niedersachsen verurteile das Vorgehen „aufs Schärfste“ und fordere die sofortige Zulassung aller rechtmäßig aufgestellten Kandidaten.
Die aktuelle Entscheidung in Friesland befeuert die ohnehin schon emotional geführte Debatte über Demokratie und über einen fairen politischen Wettbewerb: Sichert ist seit der Bundestagswahl 2025 Abgeordneter für den Wahlkreis Friesland–Wilhelmshaven–Wittmund und wurde dort mit 20 Prozent der Zweitstimmen gewählt. Eine mögliche Wahl zum Landrat hätte ihn zum Rücktritt aus dem Bundestag gezwungen.
Sichert kritisierte immer wieder deutlich die Bundesregierung
Mit dem aktuellen Ausschluss könnte jedenfalls ein prominenter Kritiker der Folgen der Massenzuwandrung ausgeschaltet werden: Sichert thematisiert seit Jahren akute Probleme wie Integrationsversagen, steigende Kriminalität in bestimmten Bereichen und die Belastung kommunaler Haushalte durch die Massenzuwanderung – Themen, die in der Bevölkerung breite Resonanz finden, wie Umfragen und Wahlergebnisse der AfD zeigen. So kritisierte Martin Sichert etwa am 10. Juli auf X die Bundesregierung: „Sie haben 90 Milliarden für die Ukraine, 30 Milliarden für Entwicklungshilfe, 30 Milliarden für die EU und 150 Milliarden für die Kriegsvorbereitung, aber wollen 2 Milliarden beim Gesundheitssystem streichen. Sie sollten sich schämen, so verantwortungslos mit dem Geld der Bürger umzugehen.“
Dass ausgerechnet ein gewählter Bundestagsabgeordneter aufgrund seiner Partei- und Meinungsäußerungen von einer lokalen Kandidatur ausgeschlossen wird, während andere Parteien mit teils äußerst umstrittenen Kandidaten antreten dürfen, wirkt dann doch selektiv.
Die als Argument für den Ausschluss Sicherts geführte rechtliche Grundlage beruht auf der Anforderung, dass Kandidaten für kommunale Ämter die „Gewähr bieten müssen, jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einzutreten“. Seit einer Änderung des Niedersächsischen Kommunalwahlgesetzes im April 2026 können dazu Verfassungsschutz-Erkenntnisse expliziter einbezogen werden. Ob dies jedoch bei einem legalen, im Bundestag vertretenen Abgeordneten und seiner Partei in dieser Schärfe gerechtfertigt ist, wird juristisch noch geklärt werden müssen.


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Das ist erst der Anfang! Die Faschisten in den Kartellparteien verteidigen UNSERE DEMOKRATIE. Erinnert alles an eine längst vergangene Zeit. In 2 Monaten werden wir sehen, wie sie UNSERER DEMOKRATIE in MeckPomm und SaAnha verteidigt haben, Wahlbetrug nicht ausgeschlossen! Es ist wieder soweit, wir sind das Volk, wir müssen auf die Straße. Martin Sichert wünsche ich viel Erfolg beim Kampf durch die Gerichte gegen den neuen Faschismus!
Diese fehlgeleiteten und geschichtsvergessenen Politiker merken nicht, daß sie in ihrer zweifelhaften Absicht, die Demokratie vermeintlich zu beschützen, dieselbe zerstören. Diese Sorte von Menschen hätte vermutlich auch im dunkelsten Abschnitt der deutschen Geschichte mitgemacht. Natürlich in bester Absicht. Kleine Geister und Mitläufer ohne Herz und Verstand.
Rechtsstaat ade, scheiden tut weh.
Sie lernen es nicht! Sie kapieren nicht, dass die letztlich der AfD damit nur nützen. Es sind – im Sinne Lenins – nützliche „Andersbegabte“; vom Innenminister bis zu den Mitgliedern des Wahlausschusses.
Es wird dennoch eine Weile dauern bis die Untertanen erkennen, wer hier das Grundgesetz mit Füßen tritt. Wer keine Argumente mehr hat, der versucht halt mit billigen und primitiven Tricks, Kritiker der irrsinnigen Politik der Kartellparteien bei Wahlen außen vor zu lassen. Die vereinten Antidemokraten des Altparteienkartells werden wohl so weitermachen und sich immer mehr darüber wundern, warum die AfD dennoch weiter an Zuspruch gewinnt.
Mit den Zweitstimmen wird die Partei gewählt. Als Kandidat wird man über die Erststimmen gewählt.
Man könnte nur noch b r e c h e n, wenn man die verzweifelte Vorgehensweise unserer neuen Faschistokraten mit ansehen m u ß !
Euer unverschämter Versuch, sich an der Macht festzukleben, generiert immer mehr Wähler, immer mehr aufgebrachte Bürger….
Was wollt Ihr als Nächstes unternehmen ? Abends Gewaltantifanten in Springerstiefeln die Straßen hoch und runter patrouillieren lassen ??
Zur demokratischen EINSCHÜCHTERUNG? 😬
Drei Arten der Macht nach Steven Lukes:
1) Macht als Entscheidung: eigenmächtig Entscheidungen treffen, siehe Merkels Grenzöffnung, Merz´ Schuldenorgie.
2) Macht als Nicht-Entscheidung: die Alternativen festlegen bzw. verbieten, Beispiel: Merkels „alternativlos“ oder Merz´ „Brandmauer“
3) Macht als Bewusstseinskontrolle: durch Indoktrination das Denken von Alternativen zerstören, z.B. durch Gleichsetzung der AfD mit Nazis.
Die meisten Menschen starren leider nur auf Nr. 1 und verstehen nicht, dass sie ebenso bzw. noch besser durch 2 und 3 beherrscht und entmündigt/-mächtigt werden, zumal sind diese beiden Machtarten dezentral und der wahre Machthaber kann sich verstecken.
Woanders hat sich ein Nachfahre Bonhoeffers aktiv durch Zerfleddern dagegen gewehrt, dass die Alternativen einen Kranz zum Gedenken an den 20. Juli und Stauffenbergs Attentat niederlegen konnten. https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/rbb-eklat-wegen-kranz-von-afd-bei-stauffenberg-gedenken-102.html Ob der Großneffe des evangelischen Theologen und NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer, Tobias Korenke, tatsächlich weiß, was er da anrichtet und ob er zudem das Programm der Alternativen kennt bleibt dahingestellt. Aber interessieren würde mich schon, ob auch so einer der Indoktrination des AgitProp seit Merkel derart erlegen ist, dass der gesunde Menschenverstand solchem Frevel nicht mehr Einhalt gebieten kann? Über „wehret den Anfängen“ ist die Masse der Beeindruckten auch dieses Mal schon wieder… Mehr
Diesen „Personen“ verrutschen sämtliche Maßstäbe! Intelligenzlose, niederträchtige Gestalten!