Drei Musketiere Macron, Starmer und Merz: Alle für keinen, keiner für Alle

„Sparen“ beim eigenen Apparat und Personal hat der Parteienstaat nicht vor, im Gegenteil wachsen diese Ausgaben permanent, müssen also die Abgaben, Steuern. und Zwangsbeiträge weiter erhöht werden. "Sparen" sollen die Schwächsten. Die politische Klasse im Endkrampf.

In einer gemeinsamen Stellungnahme kritisieren der Mittelstandsverband BVMW und zehn weitere Verbände das morgige Treffen bei Kanzler Friedrich Merz mit den Spitzen der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände, aber ohne den Mittelstand (RND): Im Mittelstand (KMU) sind in Deutschland rund 19 Millionen Menschen beschäftigt, in der Industrie (Verarbeitendes Gewerbe) etwa 7,5 Millionen. Warum sich die Koalition nach dem verstolperten Treffen in der Villa Borsig wieder ohne den Mittelstand treffe, bleibe rätselhaft. Vereinbarungen, die komplett an der Realität kleiner und mittlerer Unternehmen vorbeiflögen wie die gescheiterte 1.000-Euro-Prämie, dürften sich nicht wiederholen. Der industrielle Kern sei nicht repräsentativ für die Breite der Unternehmerlandschaft.

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe sank nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im April 2026 gegen März 2026 saison- und kalenderbereinigt um 3,8 %. Die negative Entwicklung geht auf die Auftragsrückgänge in der Automobilindustrie (saison- und kalenderbereinigt -5,3 %), der Herstellung von elektrischer Ausrüstung (-16,3 %) und im Maschinenbau (-7,4 %) zurück. Bei Investitionsgütern lag der Auftragseingang im April 2026 um 2,9 % niedriger und bei den Vorleistungsgütern um 4,4 % niedriger als im Vormonat. Bei den Konsumgütern fiel er um 6,7 %.

„Sparen“ will der Parteienstaat bei den Schwächsten der Schwachen, bei den Hilfen für Angehörige bei der Pflege von sonst Pflegeheim-Bedürftigen. Nicht gespart wird bei den illegalen Einwanderern, die Frau Merkel 2015 grenzenlos eingeladen hat. Der Sozialstaat ist für alle da, die nicht schon lange hier leben. Wofür der Staat die Steuergelder von Bürgern und Unternehmen ausgibt, findet sich in Milliarden-Beispielen hier.

Investorlegende Marc Faber erklärt, welche Krisen er kommen sieht – und warum die junge Generation in Deutschland ärmer ist als die ihrer Eltern – in einer Sonderfolge von „Vor dem Sturm“ bei Philipp Mattheis.

Spricht der Parteienstaat von Bürokratieabbau, schafft er eine neue wie mit einem  KI-Sicherheitsinstitut, das angeblich Analysefähigkeiten moderner KI-Modelle bündeln und den Informationsaustausch mit ausländischen Instituten intensivieren soll.

Von der Leyens EU-Wirtschaftswunder fällt aus, schreibt Thomas Punzmann,  Schuldenberge, Klimaprogramme und Rüstungsausgaben zeigen andere Wirkungen, als die EU-Zentralplaner sich erhofft hatten. Die Eurozone rutscht ins Minus und die EU-Kommission wirkt überrascht. Die Überraschung der EU-Kommission ist die eigentliche Überraschung.

Thomas Kolbe erinnert an das EU-Gründungsprinzip Gemeinschafts-Schulden-Verbot. Hierbei ging es nicht um einen fiskalischen Klassenkampf Nord gegen Süd. Politik in der alten Bonner Republik wusste, wie locker das Geld im Süden saß, der Gelddrucker der Notenbanken heiß lief, wenn wieder einmal Ebbe in der Kasse war. In jenen Jahren herrschte in Bonn noch kalkulierender Realismus mit Blick auf die Partner westlich des Rheins und südlich der Alpen. Deutschland zählt inzwischen selbst zum Club der maßlosen Etatisten, nur ohne mediterranes Savoir-vivre und ohne den ewig blauen Himmel der Costa del Sol.

Es ist nicht Realismus, warum die drei „Willigen“ Macron, Starmer und Merz nun von Russland Verhandlungen wollen zur Ukraine, die sie immer ablehnten, noch dazu mit der Frontlinie als Verhandlungsbasis. Ihr Vorstoß ohne die EU-von-der-Leyen-und-Kallas folgt der flehenden Hoffnung, mitreden zu können in der Welt, wo doch Trump sich um den Golfkrieg kümmern muss. Wie sehr sie ihre vollkommene strategische Ratlosigkeit demonstrieren, merken die „Willigen“ nicht, wenn sie sich als Europas Drei Musketiere inszenieren, wohl nach dem Motto: Keiner für alle, alle für keinen.

Zum Golf berichten woke Westmedien, Netanjahu habe den Iran gegen den Willen von Trump angegriffen. Der habe ihn und das IRGC zur Einstellung ihrer Angriffe bewogen. Die Sache lässt sich auch anders lesen. Was, wenn Trump dem Schlag zustimmte, um mit den Folgen für die iranische Infrastruktur den Verhandlungs-Druck zu erhöhen? Tatsächlich feuerte das IRGC zwischen 20 und 30 ballistische Raketen auf Israel ab als Reaktion auf israelische Angriffe auf Hezbollah-Ziele im Libanon in Beirut-Vororten. Israel antwortete mit Luftschlägen auf iranische Luftabwehrsysteme (die gerade wieder aufgebaut wurden) und explizit auf den Mahshahr-Petrochemie-Komplex in der Provinz Khuzestan (Südwest-Iran). Er ist einer der wichtigsten petrochemischen Hubs Irans (verantwortlich für einen Großteil der Exporte, ca. 85 % in manchen Phasen). Israel traf Teile der Anlage (u. a. Karun-Werk und Versorgungseinrichtungen). Iranische Quellen sprechen von teilweisen Schäden an Produktionslinien, keinen schweren Zerstörungen oder vielen Opfern. Arbeiter wurden evakuiert. Es gäbe keine komplette Stilllegung.

Seit Jahrzehnten folgen Kriege im Nahen Osten einem bekannten Muster: Raketen fliegen, Infrastruktur brennt, regionale Verbündete fangen den Schaden auf. Die US verfolgen nach Berichten den Plan, iranische Staatsvermögen zum Wiederaufbau der Golfstaaten zu nutzen, die im laufenden Konflikt beschädigt wurden. Das wäre einer der aggressivsten Versuche der modernen Geschichte, den Iran finanziell für seine Handlungen haftbar zu machen. Scott Bessent prüfe, wie die eingefrorenen iranischen Vermögen (rund 24 Milliarden US-Dollar) für die Reparatur von Schäden in Golfstaaten wie Kuwait, Bahrain, VAE und Saudi-Arabien eingesetzt werden können. Es ginge nicht nur um bereits entstandene Schäden (Flughäfen, Infrastruktur, Energieanlagen), sondern auch um mögliche zukünftige Zerstörungen. Der Iran hat die Freigabe genau dieser eingefrorenen Gelder als Bedingung für Waffenstillstands- oder Friedensgespräche gefordert – Washington dreht den Spieß nun um und macht daraus faktische Reparationen.

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Kommentare ( 15 )

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Haba Orwell
29 Minuten her

> wenn sie sich als Europas Drei Musketiere inszenieren, wohl nach dem Motto: Keiner für alle, alle für keinen. Der Brite im „Garten“ spinnt wie üblich: >>>Drohkulisse und Realität: Europas große Geste an Russlands Grenze<<< > „… Es ist eine dieser Geschichten, die man eigentlich parallel lesen muss, um den vollen Gehalt an strategischer Absurdität zu erfassen. Auf der einen Seite: Britische Elitesoldaten, 70 Kilometer vor der russischen Grenze, trainieren mit KI-gesteuerten Kamikaze-Drohnen den Krieg der Zukunft. Auf der anderen Seite: Die gesamte britische U-Boot-Jagdflotte liegt im Hafen, kein einziges Boot einsatzbereit. …“ In den russischen Medien habe ich noch… Mehr

Haba Orwell
55 Minuten her

> „Sparen“ beim eigenen Apparat und Personal hat der Parteienstaat nicht vor

Wenn der Michel es sowieso weitestgehend freiwillig wählt… Und bloß keine einzige ÖRR-Propagandasendung verpassen.

Kassandra
58 Minuten her

Nochmal zum Mord an Henry Nowak, der von einem Sikh erstochen und von diesem um die 30 Minuten beim Verbluten gefilmt wurde – bis die Polizei eintraf, um den Sterbenden auch noch in Handschellen zu legen. Die Familie des Ermordeten setzte sich nun dafür ein, dass der Polizeibericht korrigiert wurde: Fascinating how this aspect of what the family wanted (not wanting Henry to be portrayed as a racist aggressor by the police) was completely ignored by the media.  https://x.com/PrisonPlanet/status/2064021904315273222 Hampshire Police quietly rewrote their entire press release behind closed doors after Henry Nowak’s father furiously fought against it. They were actively… Mehr

Nibelung
1 Stunde her

Wer bunkert sein Geld noch im Westen, wenn er damit rechnen muß enteignet zu werden. Darüber entsteht zwangsläufig eine fiskalische und wirtschaftliche Trennung zwischen Süd/Ost und Nord/West und Zahlungen werden nicht mehr in US-Dollar oder EUR abgewickelt und wenn der Westen dennoch darauf besteht wird er wirtschaftliche Einbußen hinnehmen müssen, die sie hierzulande nicht unterschätzen sollten, Die Minusergebnisse der deutschen Industrie kommen doch nicht von ungefähr und die Problematik sieht man darin, daß es nahezu in allen maßgeblichen Gewerken geschieht und das ist die logische Folge einer unsteten Politik des Westens, wo man dann lieber unter sich bleibt und dort… Mehr

Freigeistiger
1 Stunde her

Die Frontlinie als Verhandlungsbasis zur Beendigung des Ukrainekriegs?
Das wäre ein realistischer Ansatz, vielleicht hat man inzwischen erkannt, dass dieser Krieg gegen Russland niemals zu gewinnen ist und eine gefährliche Eskalation droht. Hoffen wir, dass es so ist. Mit Putin kann man reden, zumal Russland seine Ziele hinsichtlich Donbass bzw. Schutz der ethnischen Russen dort so gut wie erreicht hat. Vielleicht verzichtet er ja auf die Entnazifizierung des Kiewer Regimes. Wichtig bleibt freilich, dass die Ukraine nicht der Nato beitritt.

Kassandra
1 Stunde her
Antworten an  Freigeistiger

Pflöcke in den Boden geschlagen sind lange:
Die Donbass-Oblasten mit mehrheitlich russischen Einwohnern gehören nach Referenden seit Oktober 2022 zu Russland – was wohl auch Ziel der Aktion war – wurde halt bei uns nicht berichtet. Putin kann es nur noch um die internationale Anerkennung dessen gehen.
Thomas Röper am 1.10.2022: Gegen die westlichen Eliten Putins Rede zur Vereinigung Russlands mit den ehemals ukrainischen Gebieten Nach den Referenden im Donbass und in Cherson und Saporoschje hat Russland dem Wunsch der Menschen entsprochen und die Gebiete mit Russland vereinigt. Zum dem Anlass hat Putin eine deutliche Rede gehalten.

Haba Orwell
53 Minuten her
Antworten an  Freigeistiger

> Vielleicht verzichtet er ja auf die Entnazifizierung des Kiewer Regimes.

Wäre es nicht besser, würde Westeuropa auf Nazis am Dnepr verzichten? Wieso sind diese dem Westen so extrem wichtig?

GR
1 Stunde her

Zur Erinnerung: Die USA und Israel haben den Iran angegriffen – völkerrechtswidrig. Der Iran hat zurückgeschlagen. Wenn jetzt Eigentum des Iran „beschlagnahmt“ wird, um „Reparationen“ zu bezahlen, ist das Framing vom Feinsten. Das erinnert an Asterix bei den olympischen Spielen, bei denen der Römer sagt: da bekämpft man sie, besetzt sie und plündert sie aus und dann drehen sie ohne jeden Grund den Spieß um.

Haba Orwell
47 Minuten her
Antworten an  GR

> Das erinnert an Asterix bei den olympischen Spielen, bei denen der Römer sagt

Offenbar agiert der Wertige Wertewesten seit Jahrtausenden genauso und ist unbelehrbar. Was darf nach dem wohlverdienten Fall sein, Umma oder Osteuropa als Blaupause?

Kassandra
34 Minuten her
Antworten an  Haba Orwell

Sie und ich werden da gar nicht gefragt werden von den Einziggläubigen – oder? Unterworfen wird werden müssen – oder gestorben:
https://goldseiten-forum.com/wcf/attachment/152566-scharia-f%C3%BCr-nicht-muslime-pdf/
Auch heute kommen Gotteskrieger auf Jihad weiter über die offenen Grenzen – und erweitern das hier in Millionenanzahl bereits stehende islamische Heer.

Haba Orwell
6 Minuten her
Antworten an  Kassandra

> Sie und ich werden da gar nicht gefragt werden von den Einziggläubigen – oder?

Die Briten wurden mit dem Brexit-Referendum auch gefragt, ob sie die damals etwa 3 Millionen Polen im Land loswerden wollen; böse Polen aus dem „Dschungel“ im „Garten“ – explizit in damaligen Debatten angesprochene. Nach dem Brexit kehrten viele Polen zurück, übrigens auch absolut berufstätige Verwandte meiner Frau. Na dann haben die Briten jetzt ersatzweise welche aus Bangladesch, Afghanistan, Syrien, Pundjab (Sikhen) – wenn sie damit glücklicher sind…

littlepaullittle
1 Stunde her

Warum die 3 Stooges nach bald 5 Jahren Krieg die „Willigen“ genannt werden, bleibt unklar. Genau genommen sind doch eher die apokalyptischen vier Reiter. Es gibt einen Unterschied zu den eingefrorenen Geldern Iran vs. Russland. Russland hat die Wahl: Entweder sie bekommen ihr eingefrorenes Vermögen zurück, oder sie holen sich noch einen Extra-Nachschlag vom Kuchenbuffet der Ukraine. Iran kann nur weiter Israel bombardieren. Es spricht zu diesem Zeitpunkt Bände, dass der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshof Karim Khan keine weitere Hilfe darstellt: Nach einem Jahr seiner „Pause“ (finanziert von wem?) wurde er mit sofortiger Wirkung heute suspendiert. Irgendwas mit sexueller Belästigung… Mehr

humerd
1 Stunde her

Die SPD verhindert, dass die Kosten für die Kranken- und Pflegeversicherung der Bürgergeldempfänger aus Steuern finanziert werden. Ein kleines Almosen, mehr aber nicht und so müssen weiterhin die Beitragszahler zur gKV/gPV die Kosten tragen. 12 Milliarden EURO jährlich kostet dies die gesetzlichen Krankenkassen, also die Beitragszahler. Bei denen muss gespart werden.
Klingbeil will Beiträge für Bürgergeldempfänger nicht aus Steuermitteln bezahlenKrankenkassen stehen vor einem finanziellen Loch in Milliardenhöhe. Ein CDU-Vorschlag könnte Abhilfe schaffen. SPD-Chef Lars Klingbeil ist nicht überzeugt – und spricht von einer »Milchmädchenrechnung«. https://www.spiegel.de/wirtschaft/lars-klingbeil-will-kassenbeitraege-fuer-buergergeldempfaenger-nicht-von-steuern-bezahlen-a-a18bfe65-9bb9-44a6-9378-76a08cb24c17

Kassandra
1 Stunde her
Antworten an  humerd

Man kapriziert sich immer auf die „Beiträge“ der wohl um die 20 Millionen uns bereits zugeführten „Eroberer“ – keiner spricht von den wahren Kosten, die durch deren Krankheiten bis hin zum Zahnersatz den gesetzlichen Kassen abgepresst werden. Jetzt schreiben sie davon, dass welche der 2015/16 Eingereisten nun das Stadium erreicht haben, Familien nachholen zu können – was heißt, dass pro Nase mit einer uns unbekannten Anzahl von weiteren Muslimen gerechnet werden muss, die sich zudem in das ruinierte System pressen: In 2015-2016 over one million “refugees” from Syria were let into Germany by the communist traitor Angela Merkel. In 2025… Mehr

Mausi
1 Stunde her

Bei Hadmut kann man nachlesen, wie der Algorithmus von X funktioniert. Ist aber im Grunde nichts Neues. „Das“ Internet allgemein sieht zu, das man in seiner Blase bleibt, wenn man personalisierte Werbung oder Nachrichten nach Interessengebieten wählt. Und selbst ohne diese Wahlen, wird gesteuert.