AfD steigt auf 28 Prozent, Union stürzt auf 23 Prozent ab

Die neue INSA-Umfrage zeigt den Absturz der Union mehr als deutlich: die AfD kommt nun auf 28 Prozent, die Union fällt auf 23 ab. Merz und Spahn verlieren weiter an Zustimmung. Klaus-Rüdiger Mai über die sich verdüsternden Stimmungsbilder für die Merz-CDU.

Seit Tagen erlebt man auf Social Media eine Kampagne nach der anderen. Dafür, dass die Grünen und die Sozialdemokraten mit großem Pomp X verlassen wollten, sind sie doch noch mächtig aktiv im Posten von Statements auf der Ebene des 1. Signalsystems, die übrigens keiner lesen will. Die Christdemokraten trompeten derweil Erfolge heraus, wo keine sind, so dass man sich an DDR-Propaganda erinnert fühlt, wenn die Übererfüllung der Pläne beschworen und die x. Rekordernte gefeiert wurde. Doch für die Regierungsleistung von Friedrich Merz, für den aus schierer Verzweiflung wiedergewählte Fraktionsvorsitzenden Spahn und für die ganze Union trifft der Satz zu, den Lehrer ins Zeugnis von Schülern schreiben, wenn die so brav, wie bemüht und dennoch erfolglos waren: „Er hat sich stets bemüht.“

Dass sich die Union „stets bemüht“ hat, denken auch die Bürger, denn in der Sonntagsfrage ist nur bei einer Partei, bei der Union viel Bewegung, nämlich nach unten. Von freiem Fall kann man noch nicht sprechen, aber die schiefe Ebene ist deutlich steiler geworden. Nach der neuesten Umfrage von INSA würden nur noch 23% die Union wählen, d.h. die CSU würde an der 5%-Hürde scheitern und die CDU läge unter ca. 19%. Das erstaunt nicht bei einer Partei, deren Bundeskanzler und deren Vorsitzender der Bundestagfraktion, Merz und Spahn, sich in den Umfragen einen harten Wettbewerb liefern, wer unbeliebter bei den Bürgern ist. Bei der SPD dürfte Freude aufkommen, denn die CDU kommt der SPD immer näher – allerdings im Abstieg. Die SPD würde nur noch 13% der Wähler von sich überzeugen können, Grüne und Linke stagnieren unverändert bei 11%. Nur noch 36% der Wähler würden der Regierungskoalition ihre Stimme geben.

Die AfD indes liegt weit vor der Union mit 28%. FDP und BSW können nur jeweils 3% der Wähler von sich überzeugen, sie sind nicht mehr da, aber auch noch nicht weg. Die Vereinigte Linke bleibt im 37% Bunker der Unbelehrbaren, dort, wo sie sich bei Bluesky und Mastodon die Welt schön rot und schön grün reden können. Staatsgelder fließen für sie und für die Angestellten ihres tiefen NGO-Staates dank der SPD-Regierung und der Feigheit und des Verrats der Union und trotz Rekordschuldenaufnahme unreduziert im überreichlichen Maß dennoch weiter. Die Opportunitätslinken von der Union führen einen Verzweiflungskampf gegen die AfD, fahren aber im Kampf gegen den Wirtschaftsstandort Deutschland beachtliche Erfolge ein.

Dass die Union nun den vorerst tiefsten Punkt in den Umfragen erlebt, liegt erstens daran, dass die Union alles dafür getan hat, dass man ihr nichts mehr zutraut und zweitens, dass man vor dem Hintergrund dieser schlechten Bilanz und dem Zusammenfallen von Deutschland die Mischung aus Inkompetenz und Arroganz führender Unionspolitiker nicht mehr erträgt, die bestenfalls noch sardonisches Gelächter hervorrufen wie die Aussage von dem gerade aus dem Winterschlaf erwachten Carsten Linnemann: „Wir müssen jetzt einfach weitermachen.“

Eigentlich nicht!

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