Merz will Mittwoch bei Trump halbwegs landen – im Orient entsteht die Welt von morgen – der woke Westen klammert sich an die von gestern

Neu gewählte Landtage in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im März werden leider nichts ändern am falschen Kurs des leck geschlagenen Tankers Deutschland. Die Neuordnung der Welt am persischen Golf ist nicht nur eine politische, sondern vor allem weltwirtschaftliche. Den Welt-Öl-Basar beherrscht bald nur einer: die USA.

Was Kanzler Merz gestern zum Geschehen im Iran sagte, darf wohl als Morgengabe für seinen Besuch bei President Trump am Mittwoch im Oval Office gesehen werden.

Merz umschreibt derart, warum er nicht in den Guterres-von der Leyen-Weidel-Chor von der „regelbasierten Ordnung“ einstimmt: „… ist jetzt nicht der Moment, unsere Partner und Verbündeten zu belehren, bei allen Zweifeln teilen wir viele ihrer Ziele, ohne selbst imstande zu sein, sie auch tatsächlich zu erreichen.“ – Merz drückt sich davor, direktdeutsch zu formulieren: Völkerrecht ist schön, aber wirkungslos, weil niemand bereit ist, es mit Gewalt durchzusetzen – und das wollen / sind / können wir nicht. Deshalb jetzt keine Belehrungen derer, die’s tun.

Zu Merz‘ überraschend neu klingendem Ton passt die gemeinsame Erklärung der „E3-Staaten“ Frankreich, Deutschland und UK, welche die Angriffe des Mullah-Irans auf Länder in der Region, die nicht an den ursprünglichen militärischen Operationen der USA und Israels beteiligt waren, als „wahllos und unverhältnismäßig“ verurteilte und das Regime aufforderte, sie sofort einzustellen. Die E3 kündigten Maßnahmen an, um ihre „Interessen“ und die ihrer Verbündeten zu „verteidigen“. Dazu könnten auch „notwendige“ und „verhältnismäßige“ militärische „Defensivmaßnahmen“ gehören, um die Fähigkeit des Iran-Regimes, Raketen und Drohnen abzufeuern, zu zerstören. Die E3-Staaten wollten in dieser Angelegenheit mit den USA und weiteren Verbündeten in der Region zusammenarbeiten. – Das klingt ganz anders als der Guterres-von der Leyen-Weidel-Chor. Man wird sehen, wie viel oder wie wenig das bedeutet. Zur Erinnerung: Warum gibt es die E3? Weil die EU nichts kann.

Alon David, israelisch-deutscher Journalist, der im Kibbuz Dan, Berlin und Tel Aviv lebt, steht vor dem Haupstadtbüro der ARD in Berlin und sagt: „Die öffentlich-rechtlichen Sender haben nichts Besseres zu tun, als Israel und seine Verbündeten bloßzustellen … Ihr habt die Gelegenheit, mit uns Geschichte zu schreiben, denn heute wird hier in Berlin Geschichte geschrieben … Wir sind zusammen in Israel.“ Demonstranten schwenken die alte iranische Flagge vor 1979, Löwe und Sonne – Symbol des Widerstands gegen das Mullah-Regime, israelische Flaggen und US-Flaggen. Rufe wie „Freiheit für Iran“, „Am Yisrael Chai“ – „Das Volk Israel lebt“ – und ähnliche Parolen sind zu hören.

Welcher Ungeist bei den ÖRR auch in Österreich herrscht, verriet die Moderatorin gestern abend in der ZIB 2 des ORF, wenn sie von Hoffnungen auf einen „freieren“ Iran sprach. – Frei ist es also schon bei den Mullahs, aber noch freier wäre schöner … Zwangs-Gebühren-Zahler, lasst alle Hoffnung fahren.

Wie es im und um den Iran genau weitergeht, kann niemand wissen. Eines aber ist ganz gewiss. Die Energiepreise werden steigen, weil der Öltransport länger gestört bleiben wird. Das kommt dann auf die grün hausgemachten Preissteigerungen noch oben drauf, der politmediale Komplex wird dann behaupten, nicht er selbst, sondern die Bösen von Trump bis Putin seinen an allem schuld.

Was der Staat dem Nettosteuerzahler von seinem durch Arbeit Verdienten wegnimmt, wird also noch weiter mehr werden.

Wie den wertschöpfend Arbeitenden macht die politische Klasse auch der Industrie immer unmöglicher, wertschöpfend tätig zu sein.

Wie die Teilenteignung der Nettosteuerzahler ist es mit dem Staatszoll für die Industrie.

Landpipelines der Golfstaaten zur Umgehung der Straße von Hormus. Saudi-Arabien setzt auf seine Ost-West-Pipeline (EWP), die Rohöl über 1.200 km vom Verarbeitungszentrum Abqaiq zu den Exportterminals in Yanbu an der Küste des Roten Meeres transportiert. Eine kürzliche Modernisierung von 250 Millionen US-Dollar erhöhte die Kapazität der Pipeline von 5 Millionen Barrel auf 7 Millionen Barrel pro Tag und verschafft Riad damit erhebliche logistische Flexibilität. Die VAE haben ihre Exportrouten verstärkt. Die Abu Dhabi Crude Oil Pipeline (ADCOP) ist seit 2012 in Betrieb und transportiert 1,5 Millionen Barrel pro Tag nach Fujairah am Golf von Oman. Die Abu Dhabi National Oil Co. (ADNOC) treibt außerdem den Bau einer neuen Pipeline mit einer Kapazität von 1,8 Mio. Barrel pro Tag von ihrem Terminal in Jebel Dhanna nach Fujairah voran, die voraussichtlich 2027 fertiggestellt sein und die Transportkapazität der VAE über Land verdoppeln wird.

Die Hälfte der ballistischen Raketen des Mullah-Regimes haben Amerika und Israel im Juni 2025 und nun bisher zerstört. Bestätigte die New York Times

Achse Moskau-Teheran zerbricht. Der Iran bat Russland um Beistand nach dem Abkommen auf „gegenseitige Hilfeleistung bei Bedrohung der Souveränität“. Aus Moskau kam juristische Spitzfindigkeit: Da die Angriffe der USA und Israels als „gezielte Operationen gegen terroristische Infrastruktur“ und nicht als umfassende Invasion dargestellt werden, interpretiert der Kreml dies als eine Situation, die die Klausel zur kollektiven Verteidigung nicht auslöst.

Zwischendrin sollten Sie, werte Leser, den Bericht von Wolfgang Herles direkt aus Dubai nicht versäumen.

Wie das amtliche Wahlergebnis in Baden-Württemberg in einer Woche aussehen wird, ist leider für die dortige Politik unerheblich, weil die verheerend falsche grüne Politik so oder so weitergeführt wird.

Nicht anders wird es in Rheinland-Pfalz nach dem 22. März.

Deutschland wartet auf die Änderung der Umstände von außen, von innen ist das nicht zu erwarten. Mit dieser Zuversicht, werte Leser, auf in die neue Woche.

Einer aus dem Iran sagt’s em Schwoba – dem Schwaben: „Manfred, des darfscht net sage …“ – Unterwerfen sie sich so, wie sie es tun, verdienten die Schwaben und Deutschen auch nichts anderes.

— spaceloop23 🗽 (@spaceloop23) February 27, 2026

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