US-Armada bedroht das Mullah-Regime – Trump vor schwerster Entscheidung seiner Amtszeit 

Amerikas militärischer Aufmarsch vor der Küste Irans könnte das Ende der Herrschaft der Mullahs signalisieren. Sollte US-Präsident Donald Trump tatsächlich den Befehl zum Angriff auf Militärbasen, Atomanlagen und die Machtelite geben, ist ein Zusammenbruch des islamistischen Regimes vorstellbar – wenngleich nicht sicher.

picture alliance / Middle East Images | Sahab Zaribaf

Angesichts der Kosten und Risiken für die USA könnte Trump – eventuell mit Verweis auf Zugeständnisse Teherans bei den laufenden Verhandlungen in Oman – auf den Versuch eines „Regime Change“ verzichten. Nachdem die Mullahs mit der äußerst brutalen Niederschlagung des jüngsten Volksaufstands im Januar erneut ihre Macht innenpolitisch sichern konnten, spricht manches dafür, dass dies auch gegen die Bedrohung durch die westlichen „Teufel“ USA und Israel, wie diese von den Theokraten geschmäht werden, gelingt.

Das Überleben des totalitären Regimes wäre eine Tragödie für die große Mehrheit der gepeinigten, unterdrückten iranischen Bevölkerung; man könnte die weitere Herrschaft dieser fanatischen Islamisten auch als eine Niederlage für den freien Westen ansehen. Es spricht manches dafür, dass die Ayatollahs 47 Jahre nach ihrer Machtergreifung ihre unselige Mission im Namen des Propheten fortsetzen können – wobei diese Ideologen des Korans und der Scharia mit ihrem Sendungsbewusstsein einen Machtansprach haben, der sich keineswegs nur auf die 88 Millionen Menschen in Iran erstreckt.

Die islamistische Machtelite in Teheran ist zwar in diesen Wochen zweifellos so geschwächt wie vermutlich noch nie seit 1979. Nach dem erfolgreichen Waffengang der Israelis und der USA gegen iranische Nuklear- und Militäreinrichtungen im 12-Tage-Krieg im Juni 2025, nach dem enormen Verlust an Einfluss und Kampfkraft von zwei der wichtigsten Verbündeten der Mullahs in der Region, den Hisbollah-Milizen im Libanon und der Palästinenserorganisation Hamas im Gaza-Streifen sowie nach den wochenlangen Protesten von Millionen Regimegegnern, die von den Sicherheitskräften nur mit äußerster, skrupelloser Gewalt eingedämmt werden konnten, scheint es nicht mehr viel zu brauchen, um das Mullah-Regime zu stürzen – so sehen das sicher die politischen Falken in Washington und Jerusalem.

Größter US-Truppenaufmarsch seit 2003

Seit 2003 (vor dem Irakkrieg) haben die Amerikaner nicht mehr so viel militärische Verbände in einer Region zusammengezogen wie jetzt, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf das Pentagon. Der größte Flugzeugträger, die USS „Gerald Ford“, und ein weiterer Flugzeugträger, zahlreiche Kampfflugzeuge und Versorgungseinheiten befinden sich im Persischen Golf – ganz abgesehen von den Streitkräften auf den etwa zwei Dutzend US-Militärbasen, die sich in der Region befinden.

Trump hat dem Iran eine Frist von zehn Tagen für den Abschluss eines Atomabkommens bei den indirekten Verhandlungen in Doha gesetzt – sonst würden „hässliche Dinge passieren“, hatte der US-Präsident dem Regime von Ayatollah Ali Chamenei (86) gedroht. Allerdings kennt auch das Weiße Haus die zahlreichen Unwägbarkeiten einer militärischen Auseinandersetzung nur zu gut. Die Gespräche in Doha scheinen ein Versuch zu sein, im letzten Augenblick den Ausbruch eines richtigen Krieges zu verhindern.

Wie kann Iran auf einen Angriff reagieren?

Das größte Risiko für die USA birgt die Frage, wie massiv Iran in der Lage wäre, auf einen umfassenden Angriff aus der Luft und von der See zu reagieren. Teheran drohte offen mit Angriffen auf US-Militärstützpunkte und Energieanlagen von US-Verbündeten in der Region. Allerdings sollen die Amerikaner vorsichtshalber bereits Tausende Soldaten und Zivilangestellte von ihren Basen im Irak, in Katar, Bahrain, Syrien, Kuwait, Saudi-Arabien, Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten evakuiert haben, um potenzielle Angriffsziele zu verringern, berichtete die New York Times.

Mit dem Entsenden so vieler Flugzeugträger und Kampfjets hätten sich die USA selbst unter Druck gesetzt, warnte der Iran-Experte Ali Vaez von der Denkfabrik International Crisis Group in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). „Wenn Trump jetzt nichts unternimmt, wird ihm das als Schwäche ausgelegt.“ Vaez glaubt nicht, dass es zu einer Einigung zwischen den USA und Iran kommen werde. Dann aber befände sich Trump in einer kniffligen Lage.

Israel will sich von der iranischen Bedrohung befreien

Da wären zunächst einmal die völlig unterschiedlichen Interessen von Staaten im Nahen Osten, die als Verbündete der USA gelten. Vor allem Israel hat ein enorm großes, zutiefst existenzielles Interesse an dem Sturz der Islamisten und Israel-Hasser in Teheran, die seit jeher alles tun, um ihren Traum von einer Auslöschung des jüdischen Staates verwirklichen zu können.

Israel fürchtet allerdings, dass es bei den Verhandlungen in Doha lediglich zu einem „kleinen Deal“ über das iranische Atomprogramm kommt, berichtete das Israel-Magazin Mena Watch. Teheran werde möglicherweise einige Zugeständnisse bei der Uran-Anreicherung machen, zudem vage versprechen, keine Terrororganisationen mehr zu unterstützen, ansonsten aber weiter in den Sesseln der Macht verharren und an der Vernichtung Israels arbeiten. Im besten Fall für die Islamisten kommt es zu einer Aufhebung der Sanktionen gegen Iran.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe kürzlich in Washington versucht, vor den mittel- und langfristigen Folgen zu warnen, wenn das Regime der Mullahs überlebe, seinen Einfluss in der Region weiter ausdehne und sein Programm zu einer Nuklearbewaffnung und zu der Vernichtung Israels fortsetzen könne.

Israel: Teheran will nur Zeit gewinnen

Eine Schlüsselfrage wäre aus israelischer Sicht der Jerusalem Post zufolge die Verpflichtung Teherans, künftig keine der Milizen und Organisationen mehr zu unterstützen, die Israel bekämpfen. Hier zeige sich allerdings ein gravierender Unterschied in den Perspektiven: Während für Europa und die USA fast ausschließlich die nukleare Frage von großem Interesse ist, ist es für Israel von enormer Bedeutung, wie sich langfristig das militärische Machtgefüge in der Region entwickelt.

Jerusalem fürchtet, dass die Politik der Diplomatie das islamistische Regime stärken wird, das keineswegs ihr Ziel der Vernichtung Israels aufgeben will. Man könnte auch fragen, ob die kurzfristige Abwendung von Kriegsgefahren den Preis hat, dass ein Regime gestärkt wird, das abwendet – langfristig aber ein Regime stärkt, das erklärtermaßen den Westen verabscheut und Europa islamisieren möchte.

Während Jerusalem für einen Militärschlag gegen das iranische Regime plädiert, signalisieren andere US-Verbündete, wie die Emirate am Golf, wie Saudi-Arabien, Syrien und die Türkei Washington, dass sie – trotz mancher Differenzen untereinander – bei einem Krieg eine weitere Destabilisierung der Region, möglicherweise auch einen Flächenbrand von Kämpfen und Gewalt im Nahen Osten und darüber hinaus befürchten. Ohnehin würde der Sturz der Mullahs – mit einer möglicherweise Israel-freundlichen Regierung in Teheran – die fragilen Machtverhältnisse in der Region erneut durcheinanderwirbeln.

Trump an einem Scheideweg

US-Präsident Trump steht vor der größten außenpolitischen Herausforderung seiner Amtszeit. Im November stehen in den USA Zwischenwahlen zum US-Kongress an; der Republikaner wird deshalb auch die innenpolitischen Folgen eines möglichen Waffengangs im Nahen Osten bei seiner Entscheidung berücksichtigen.

Der 79 Jahre alte Immobilien-Mogul im Weißen Haus wird in seiner Nahostpolitik ohnehin schon seit längerer Zeit nur von einem Teil seiner republikanischen Partei und der ebenso wichtigen konservativen Maga-Bewegung („Make America great again“) unterstützt.

Viele Trump-Anhänger hatten gehofft, dass der zentrale Trump-Slogan „America first“ zumindest teilweise eine Abwendung der USA von ihrem globalen, personell und finanziell extrem aufwändigen Engagement bedeuten würde.

USA wollen globale Führungsmacht bleiben

Donald Trump hat in den ersten 13 Monaten seiner Amtszeit, sowohl in einem neuen Strategiepapier als auch in der praktischen, offensiven Außenpolitik deutlich gemacht, dass er keineswegs eine irgendwie geartete isolationistische US-Politik anstrebt. Nach wie vor sollen nach seinen Vorstellungen die USA die unumstrittene Führungsmacht in der Welt bleiben.

Nur so erklärt sich seine teilweise aggressive Handels- und Wirtschaftspolitik, sein großes Engagement in Nahost, sein Eingreifen in Venezuela, sein neu gegründeter „Friedensrat“ und viele andere außenpolitische Initiativen dieses ungemein umtriebigen, enorm gestaltungswilligen 47. US-Präsidenten. Anders als manche seiner Vorgänger will Trump allerdings sorgsam und pragmatisch abwägen, wo und wie er amerikanisches Militär einsetzt.

Trump will Fehler der Neocons vermeiden

Auf keinen Fall möchte er die Fehler der Neokonservativen und der Demokraten wiederholen. Republikanische „Neocons“, wie der frühere US-Präsident George W. Bush mit Dick Cheney (Vizepräsident) und Donald Rumsfeld (Verteidigung), hatten Vorstellungen von der Verbreitung der Demokratie mit militärisch durchgesetztem Regime-Change – was im Irak und Afghanistan bekanntermaßen grandios gescheitert ist. Die Entwicklungen schienen zu belegen, dass sich die Supermacht USA übernommen hatte.

Demokraten wie der frühere US-Präsident Barack Obama und seine Außenministerin Hillary Clinton dagegen suchten mit recht vagen und unausgereiften Vorstellungen „freiheitliche Kräfte“ gegen die Machthaber in autoritär geführten Staaten und Diktaturen – wie Ägypten, Syrien oder Libyen – zu unterstützen. Zudem strebten sie zeitweise eine Verständigung mit Islamisten und radikalen Palästinensergruppen an, vertrauten iranischen Versprechungen über ihre zivilen Ziele bei der Urananreicherung.

Demokraten stärkten Islamisten, China und Iran

Letztendlich produzierte diese idealistische, weltfremde US-Politik hehrer Worte, einem zuweilen willkürlich eingesetzten Militär oder der meist halbherzigen Unterstützung von Aufständischen und Milizen vielerorts nicht nur einen Machtwechsel, sondern auch ein politisches Chaos, jahrelange Bürgerkriege, Flüchtlingswellen, die tief nach Europa hineinschwappten, eine Stärkung von Islamisten sowie von ehrgeizigen Mächten wie Russland, Iran und China.

Eine große Mehrheit der Amerikaner lehnt einem Bericht der New York Times zufolge einen Krieg gegen Iran derzeit ab. Allerdings verweist der Politologe Jeffrey Friedman darauf, dass die Einstellung der Amerikaner sich auch leicht ändern kann.

Amerikaner lassen sich von kurzen Militäreinsätzen beeindrucken

Der jüngste US-Militäreinsatz in Venezuela – bei der Entführung von Präsident Nikolás Maduro – wie auch andere Auslandseinsätze können den Präsidenten „stark erscheinen lassen, steigern tendenziell die Zustimmungswerte für eine Regierung, selbst wenn die Wähler den Nutzen dieser Maßnahmen an sich bezweifeln“, so der Wissenschaftler in einem Beitrag der „Foreign Affairs“. „Effektive, relativ kurze und technisch beeindruckende Operationen“ könnten von politischem Vorteil sein, während langwierige und kostspielige Operationen, insbesondere, wenn sie ihre Ziele nicht erreicht, schaden.

Trump will derzeit vieles gleichzeitig: Iran von Atomwaffen fernhalten, eine neue, friedliche und blühende Perspektive im Gaza-Streifen schaffen, den Ukraine-Krieg beenden, aber auch verhindern, dass die Demokraten bei den Wahlen im November wieder Mehrheiten im Kongress bekommen. Vor allem möchte er auch als „Präsident des Friedens“ in die Geschichte eingehen. All das steht nun in diesen Wochen für ihn auf dem Spiel.

Westlicher Friedenswille kommt den Ayatollahs entgegen

Für die Ayatollahs und Gotteskrieger im Iran könnte das in äußerst bedrohlichen Zeiten letztendlich die Rettung ihrer verrotteten Theokratie bedeuten. Innenpolitisch haben sie eisern an den Erkenntnissen der Geschichtsschreiber und Philosophen festgehalten, denen zufolge Diktaturen am ehesten fallen, wenn sie kompromissbreit Zugeständnisse machen.

Bezahlt haben für diese Erfolgsstrategie der schiitischen Machthaber vermutlich 30.000 erschossene, erschlagene Demonstranten, die Zeugenberichten zufolge lieber wissentlich den Tod in Kauf nahmen, als weiter unter diesem korrupten Schreckensregime mit seinen Folterkammern und Geheimdiensten, unter der Herrschaft des Terrors und der Willkür, insbesondere gegen Frauen, zu leben.

Es wäre ein Segen für die Menschheit, würden diese theokratischen Machthaber verschwinden; sollten es die USA und Israel mit militärischen Mitteln tatsächlich versuchen, das Regime zu stürzen, weiß allerdings niemand, ob diese Interventionen nicht auch schreckliche, katastrophale Folgen auslösen könnten. Donald Trump steht vor historisch folgenreichen Entscheidungen.

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Kommentare ( 23 )

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23 Comments
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murphy
52 Minuten her

Ich weiß nicht, ob das exSchah-Regime wert war erhalten zu bleiben. Sein Sohn beabsichtigt es wieder zu errichten: Ob das ein echter Fortschritt ist? Andererseits will der Iran die Israelis sehr ernsthaft total vernichten und hat im letzten Schlagabtausch den Israelis schwerste (unveröffentliche!) Schäden mit ballistischen Raketen zugefügt. Es verfügt auch über Hyperschall-Geschosse. Und dem Iran wird im Fall eines Angriffs Hilfe von Russland und von China zuteil. Wie die aussieht weiß ich nicht genau, ich weiß bloß, das die USA dann ziemlich alt aussehen. Z.B. wenn ihre Flugzeugträger von Hyperschallraketen getroffen werden. MAGA war dann mal, das sollte auch… Mehr

Stormaner
1 Stunde her

Gegen Fanatiker ist es schwierig einen Krieg zu gewinnen. Gegen religiöse Fanatiker halte ich es für unmöglich. Ich denke, gerade im Iran gibt es davon extrem viele, weshalb auch der Kampf der modernen Bevölkerung des Iran gegen die Fanatiker aussichtslos ist. Dies haben die jüngsten Gräueltaten der fanatisierten Iranern gegen ihre Mitbürger gezeigt. Also besser allen modernen Persern die Migration in den Westen ermöglichen und dann einen gut bewachten Zaun incl. Raketenabwehr um die Fanatiker errichten. Atomprogramme sind natürlich regelmäßig auszuschalten. Am Ende soll doch jeder nach seiner eigenen Fasson glücklich werden – ist natürlich hart in eine derartige Gesellschaft… Mehr

Kaiser Franz
1 Stunde her

Wer Englisch kann und gut über das Thema Iran informiert sein möchte, dem sei der YouTube-Kanal „Tousi TV“ empfohlen. Mahyar Tousi, ein in England lebender Exil-Iraner, analysiert die Lage kenntnisreich, scharfsinnig und mit viel Herzblut. Echt sehenswert. Und nein, ich bekomme kein Geld dafür, dass ich hier Werbung mache.

Punti
1 Stunde her

„Trump will derzeit vieles gleichzeitig: Iran von Atomwaffen fernhalten, eine neue, friedliche und blühende Perspektive im Gaza-Streifen schaffen, den Ukraine-Krieg beenden, aber auch verhindern, dass die Demokraten bei den Wahlen im November wieder Mehrheiten im Kongress bekommen. Vor allem möchte er auch als „Präsident des Friedens“ in die Geschichte eingehen.“ Ach, herrjeh, da komme ich schon wieder nicht mehr hinterher. Gerade habe ich verinnerlicht, dass der grossartige Trump das iranische Atomprogramm 2025 vollständig, komplett, auf immer und ewig, brutalstmöglich und überhaupt zerstört hat, da ist es plötzlich wieder auferstanden und gibt einen prächtigen Kriegsgrund her. Kann man denn gar niemandem… Mehr

Last edited 1 Stunde her by Punti
Helfen.heilen.80
1 Stunde her

Aus ethisch/ spiritueller Sicht ist Krieg sicher abzulehnen. Das tun im Westen jedoch Viele v.a. eher wegen der Angst vor den einschränkenden Folgen für ihren hedonistisch-materiellen Lebensstil. Andererseits gilt es das größere Übel abzuwägen, ganz im Sinne von Opferzahlen, ob nicht „ein Ende mit Schrecken“ einem „Schrecken ohne Ende“ vorzuziehen wäre. Je länger man wartet, desdo höher wird der Preis werden, den Wahn zu beenden. Vielleicht hilft der Verweis auf die krankhafte Geistesverfassung des ehem. iranischen Regierungschefs Mahmud Ahmadineschad (bis 2013). Er ließ sich einmal in einer unflätigen Philippika darüber aus, Israel bei erster Gelegenheit atomar anzugreifen und stellte dies… Mehr

Turnvater
1 Stunde her

Könnte irgendjemand Herrn Trankovits darauf hinweisen, daß es keine Steigerungsform „islamistisch“ gibt, da der Islam per se so ist, wie er ist? Und auch ansonsten ist dieser Artikel eine transenatlantische Katastrophe. Schon die Stelle „langfristig aber ein Regime stärkt, das erklärtermaßen den Westen verabscheut und Europa islamisieren möchte“ zeugt von einer profunden Unkenntnis der Situation. Die hier vorangetriebene Islamisierung ist sunnitisch und wird von den Ländern vorangetrieben, die angeblich unsere „westliche Wertegemeinschaft“ teilen. Liebe TE-Redaktion, man muß wirklich nicht zu jedem Thema schreiben, wenn man keine Ahnung hat und auf mindestens einem Auge blind ist. Sie haben sich doch schon… Mehr

Nobis
1 Stunde her
Antworten an  Turnvater

Das ist richtig. Die Islamisierung Europas ist ein sunnitisches Projekt, nicht ein schiitisches. Die allermeisten iranischen Emigranten in Europa sind Regimegegner der Theokraten in Teheran, während die sunnitischen Islamisten durchaus Anhänger der jeweiligen sunnitischen Herrscher ihrer Länder sind Beispiel Erdogan und die Islamisten aus Syrien, die trotz Wechsels der Herrschaft in Damaskus lieber als islamistische Avantgarde in Europa bleiben.

babylon
1 Stunde her

So der so. Wer in einer hochkomplexen Gemengelage Entscheidungen triff, hat immer mit sich daraus ergebenden Folgeerscheinungen zu kalkulieren, die im Endergebnis eben nicht vollständig zu prognostizieren sind. Man kann gewisse gegnerische Spielzüge vermuten und sich darauf einstell, was Schritt zwei und drei betrifft. Wer letzendlich der bessere Spieler auf dem Brett ist, wird erst deutlich , wenn die Partie ihrem Ende zugeht, vorher nicht und schon gar nichtwenn das Spiel beginnt. Was man jetzt schon sagen kann, kommt der US.Schlag gegen den Iran, folgt die Schließung der Strasse von Hormus mit Folgen, nicht nur was die Energieversorgung für Europa(Gasmangellage… Mehr

Rob Roy
1 Stunde her

Ein Volk, welches sich nicht selbst von seinen Unterdrückern befreit, wird niemals frei sein.

babylon
51 Minuten her
Antworten an  Rob Roy

Wenn die bewaffnete Macht alle Mittel in ihrer Hand hat, du aber nur deine Fäuste, hat dur relativ schlechte Chancen. Du mußt also auf Hilfe von außen warten. Die Helfer von außen haben aber durchaus ihre eigenen Interessen, die nicht immer vollumpfänglich deine eigenen sind.

Brauer
1 Stunde her

Meine Zukunfts-Frage lautet, der Westen oder der Islam?
Der Kipppunkt ist bald überschritten.

Kaesebroetchen
1 Stunde her
Antworten an  Brauer

Ohne genügend eigene Kinder und ohne ihre jugendliche Kraft hat der überalterte Westen sowieso keine Zukunft mehr. Weder wirtschaftlich noch militärisch. Das ist leider unvermeidlich.

Chris Groll
48 Minuten her
Antworten an  Kaesebroetchen

Daß heißt also, wir nehmen die Islamisierung, die ja sowieso schon bald abgeschlossen ist, klaglos hin?

Kaesebroetchen
1 Stunde her

Die wirtschaftliche Misere vieler Iraner liegt vor allem an den westlichen Sanktionen. Ohne diese ginge es der breiten Mehrheit der Bevölkerung besser als unter dem brutalen Regime des Schah und seiner parasitären Oberschicht. Sehr viel schlechter als die Iranerinnen leben den Frauen in Saudi-Arabien aber dieses Regime ist prowestlich und damit sakrosankt. Wer hier eine westliche Intervention fordert, hat das Fiasko des Afghanistankriegs und die Niederlage der NATO 2022 wohl schon vergessen. In diesen 20 Jahren sinnlosen Kriegs starben etwa eine Million vor allem afghanischer Zivilisten und die Taliban sind heute wieder an der Macht. Will man das wirklich wiederholen… Mehr

Dundee
1 Stunde her
Antworten an  Kaesebroetchen

Will man das wiederholen? Nee, das hier ist keine Wiederholung. Afghanistan geschah aus amerikanischer Intention heraus. Dies hier geschieht aus israelischer Intention heraus. Trump frisst Netanjahu aus der Hand. Die amerikanischen Wähler sehen und wissen das. Trump disqualifiziert sich als Präsident zusehends selbst. Die Magabewegung ist durch die Israelpolitik Trumps zerbröselt.

Trump macht sich selbst zum Verlierer, egal wie diese Geschichte ausgeht. Er tut das um verzweifelt von seinem persönlichen Epsteinskandal abzulenken. Doch auch das weiß mittlerweile jeder Amerikaner. Trumps Epsteinskandal heißt (u.a.) Melania. Die hatte er seinerzeit von Epstein übernommen.