Der Grund für die Zurückhaltung des links-woken Europa ist Furcht vor der gemeinsamen Sache mit den USA und Israel. Ideologie geht vor aktiver Unterstützung der Menschen- und Freiheitsrechte des iranischen Volkes. Ein gemeinsamer Kampf mit Trump und Netanyahu gegen Diktatoren im Iran geht für die Scheuklappen-Aktivisten gar nicht.
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2015 haben sich acht Staaten und Organisationen – allen voran EU und Deutschland – geradezu aufgedrängt, das Abkommen über das iranische Atomprogramm unter Dach und Fach zu bekommen. Ein Vertrag, der längst im Orkus der Geschichte verschwunden ist. In diesen Tagen nehmen die Proteste des iranischen Volkes gegen das Mullah-Regime dramatisch zu und Europa – Deutschland mitten drin – hält sich vornehm zurück, schaut weg. Keine Demos gegen die Mullahs, keine Lichterketten sind zu sehen.
Der Sohn des letzten Shah von Persien, Reza Pahlavi, versucht mit geschickter Hand aus dem Exil in Washington D.C., die Anti-Mullah-Bewegung in seiner Heimat zu unterstützen. Tätige Hilfe hat er aber nur noch von den USA und Israel zu erwarten. Von Deutschlands Außenminister Johann Wadephul, der von seinen Kritikern inzwischen den Vornamen „Annalena“ verpasst bekommen hat, ist aktuell ebenso wenig Vertiefendes zu vernehmen wie von den Massenmedien. Seine Außenpolitik schließt sich fast nahtlos an die seiner grünen Vorgängerin Baerbock an.
Der Iran ist Kummer gewohnt. Was aber in diesen Tagen in rund 170 Städten und Regionen abläuft, ist eine ernstzunehmende Mischung von Zugriff auf das Öl und die Vertreibung der aggressiven, shiitischen Machthaber. Innenpolitisch geht das Volk auf die Barrikaden, weil die Kühlschränke leer sind, Benzin knapp und teuer ist und die Mieten unbezahlbar wurden. Die USA und Israel unterstützen das Aufbegehren des Volkes, weil sich damit die Chance auftut, die hegemonistischen Absichten des Mullah-Regimes im Nahen und Mittleren Osten endgültig zu zerschlagen. Die Ayatollahs haben in den letzten 40 Jahren rund um Israel ein Terrornetz aufgebaut und dafür hunderte von Ölmilliarden, die dem persischen Volk gehören, in Jemen, Syrien, Libanon, Gaza und im Irak verprasst. Dieses Netz ist während des Gazakrieges im vergangenen Jahr von Israel mit Unterstützung der USA so gut wie zerschlagen worden. Die Mullahs müssen erkennen: Die Investition war ein Fehlgriff.
Jetzt wüten die Machthaber, haben aber von den USA einen überdeutlichen Wink bekommen: Venezuela ist kein Einzelfall. Wenn die Gewalt gegen das Volk ausufern sollte, werden wir eingreifen, wird unverblümt aus Washington signalisiert. In Venezuela waren die USA allein. Im Nahen Osten hat Trump einen schlagkräftigen, hochmotivierten Partner: Israel beherrscht seit langem die Lufthoheit zwischen Tel Aviv und der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. Immerhin 2500 Kilometer. Seine Luftwaffe hat bewiesen, dass es die militärische Führung in Teheran treffsicher aus den Betten schießen kann. Eine erfolgreiche Endabrechnung aus der Sicht Jerusalems käme dem innenpolitisch wankenden Benjamin Netanyahu zupass.
Die Abschaltung des Internets, damit keine Chaos-Bilder, -Videos und -Nachrichten nach außen dringen, wird den Mullahs wenig helfen. Elon Musk, der sich mit Donald Trump wieder versöhnt hat, bietet sein weltweit gut funktionierendes Starlink-System gerne als Ersatz an. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, eine geordnete Führung für die Stunde X vorzubereiten. Aussichtsreicher Kandidat ist der letzte Shah-Sohn Reza Pahlavi, der sich in weiten Teilen des Iran großer Beliebtheit erfreut, wie die Rufe „Tod dem Diktator!“, „Tod der Islamischen Republik!, „Dies ist die letzte Schlacht! Pahlavi wird zurückkehren!“ in den Straßen des Landes dokumentieren.
Der Grund für die Zurückhaltung des links-woken Europa ist Furcht vor der gemeinsamen Sache mit den USA und Israel. Ideologie geht vor aktiver Unterstützung der Menschen- und Freiheitsrechte des iranischen Volkes mit wem auch immer. Ein gemeinsamer Kampf mit Trump und Netanyahu gegen Diktatoren im Iran geht für die Scheuklappen-Aktivisten gar nicht.
Die Tagesschau um 20.00 Uhr am 10. Januar spricht in einem nur eine Minuten und vierzig Sekunden dauernden Bericht von „Tausenden, die sich zu Protesten“ im Iran versammeln, während die internationalen Medien „Millionen auf den Straßen im ganzen Land“ melden. Unmittelbar im Anschluss an den Iran-Beitrag sendet die ARD-Nachrichtensendung einen zweiminütigen Beitrag über Israels angeblich unbegründetes Vorgehen gegen 37 NGOs in Gaza. Autorin: Sophie von der Tann. Zufall oder Ablenkungsmanöver?



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Europa schaut weg?
Mitnichten, Herr Rosenberg, mitnichten! Europa verhängt jetzt die härteste Sanktion ever, sozusagen die ultimative Waffe, um das Mullah-Regime in die Knie zu zwingen:
Sie habe beschlossen, „sämtliches diplomatisches Personal und alle anderen Vertreter der Islamischen Republik Iran von sämtlichen Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments auszuschließen“, erklärte Parlamentspräsidentin Roberta Metsola am Montag im Onlinedienst X.
Der Iran ist Vorhof Russlands – ich hoffe, dass der Donald das zu würdigen weiß, gerade angesichts seiner Intervention in Venezuela!!! Wenn nicht, könnte dieser Konflikt dramatische Wendungen nehmen!!! Ich würde mir wünschen, dass auch TE sich hier etwas vorsichtiger verhält.
Machen Sie sich mal keine Sorgen um Ihren Freund Wladimir. Dem bläst derzeit in der Ukraine der Gegenwind so sehr ins Gesicht, dass er sich beim Wasser lassen selbst einnässt. Der hat ganz andere Sorgen als seinen Terrorbrüdern im Iran zu Hilfe zu eilen.
Bitte nur keine Soldaten nach Iran !!
Siehe Afghanistan. 100 BW-Soldaten nach Kundus – anschließend 250.000 afghanische Ortskräfte zurück nach Deutschland.
Gerade erst wird der nächste Schwung Rundum-Alimentierter von 400 Afghanen nach Deutschland angekündigt. Und keiner von denen will unter denen in Deutschland einen Job annehmen, der unter „seiner Würde“ liegt. Sprich weitere 400 Sofortrentner. Und anschließend wird in der Schule schriftliches Dividieren abgeschafft und Klassiker nur noch gekürzt in „einfachem Deutsch“ gelesen…..
Wir sind, wie Scholl-Latour es angekündigt hattge, auf dem Weg nach Bangladesh !
> Bitte nur keine Soldaten nach Iran !!
Keine Sorge, Böses Medium berichtete gestern: „Merz und Starmer wollen NATO-Truppen nach Grönland schicken“. Die maximal 60 Tsd. Inuits kann schon Dänemark aufnehmen. Dafür kann die gepriesene „Kriegstüchtigkeit“ auf Probe gestellt werden – wird Trump bedingungslos kapitulieren? Zurückweichen garantiert nicht: „Congressman Fine Introduces Greenland Annexation and Statehood Act to Strengthen U.S. National Security and Put Our Adversaries on Notice | U.S. Representative Randy Fine„
„Iran brennt und Europa schaut weg“ Europa wird sich das genau anschauen, man kann da viel lernen in Brüssel und Berlin. Und in vielleicht gar nicht weit entfernter Zeit ebenfalls Mobilfunk und Internet abschalten wie die Mullahs im Iran. Ein Herr Günther (CDU) lässt daran mit seinen im ÖRR ohne jeglichen Widerspruch getätigten Äußerungen keinen Zweifel aufkommen. Irgendwann werden uns Trump und Elon Musk mit seinem Starlink aushelfen (müssen) – und Putin wird sich bestätigt sehen. Die Schlagzahl nimmt zu – angeschossen ist die Wildsau am gefährlichsten. Ich sage nur: Ab dem 10. Oktober gilt in der EU die Verordnung… Mehr
Ich erinnere noch die Glückwünsche von Steinmeier zum 40. Jahrestag der iranischen Revolution 2019. Steinmeier erdreistete sich zudem, im Namen seiner „Landsleute“ zu schreiben. Islamische Revolutionsgarden, Hamas, Hisbollah, Sittenpolizei? Bis heute scheint weder bei meinen deutschen linken Zeitgenossen noch bei links geprägten Redaktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks angekommen, was diese religiösen Fanatiker nicht nur im eigenen Land veranstalten. Ob die linke Szene anders agiert, wenn Deutschland statt Israel von der Landkarte getilgt werden soll? Nein, denn die Attitüde lautet, der Islam gehört zu Deutschland.
Es würde mich auch nicht wundern, dass im deutschen „Werte-Westen“ auch deshalb weitgehens geschwiegen wird, weil hier mit Blick auf unsere wohlwollenden NGOs die Angst besteht, dass wenn im Iran das Mullah-Regime abgesetzt ist, dass es für unsere wohlwollenden NGOs dann auch keine Steuergelder mehr geben wird. Und außerdem müßten sie dann ja auch zugeben, dass sie beim Iran und deren Mullahs mit ihrer rückgratlosen und anbiederischen Haltung falsch und Israel und die USA richtig gelegen haben.
Eine ERFOLGREICHE „Rückkehr“ des Iran in das prowestliche Lager nach bald 50 Jahren, wäre mindestens genauso epochal wie die damalige Revolution, die erst das islamitisches Zeitalter WELTWEIT einläutete. Die immense Bedeutung 1979ff in der islamischen Welt war der der französischen Revolution in unserem Kulturkreis durchaus nicht unähnlich. Fast alle islamische Staaten waren damals entweder links oder monarchistisch. Schaut wie es heute dort aussieht!
Lieber Herr Rosenberg, die Europäer haben gerade alle Angst. Sie wissen nämlich nicht, wer im Iran gewinnen wird, und wer sich jetzt auf eine Seite festlegt, hat hinterher eventuell auf das falsche Pferd gesetzt. So reagieren Duckmäuser und Feiglinge ohne Prinzipien nun mal überall auf der Welt.
Im Iran kämpfen die einen fundamentalen Muslime gegen die anderen, wenn sie nicht gerade gemeinsam gegen die Welt der Ungläubigen kämpfen.
Ihr werdet es sehen!
Höhöhö….. -Jau, genau auch meine Meinung: Die Schiiten und Sunniten sind sich gegenseitig am bekämpfen und herrscht zwischen denen dann mal Ruhe, dann geht es eben gemeinsam gegen den bösen Westen.
Doch egal, der „Werte-Westen“ nimmt auch sie von der „Religion der Liebe“ alle auf -egal ob dann verfeindeter Schiit oder Sunnit!
Laut Schätzungen von Iranern sind höchstens noch 20% bis 30 % der Iraner noch Islamgläubig während das Christentum im Iran wächst, trotz (noch) Verfolgung.
Iran ist kein künstlich nach WK 1 am Reissbrett kreiertes arabisches Land, sondern uralt mit eigener Kultur und Geschichte.
Auch für die Geschichte und das Selbstbewusstsein der Iraner ist es wichtig, daß die Iraner sich selbst befreien und nur wenn es nicht anders geht von Aussen militärisch eingegriffen wird.
Unsinn. Im Iran kämpft ein jahrzehntelang unterdrücktes Volk, das endlich frei leben will, gegen das Terrorregime einiger verbitterter Greise, die das Volk verelenden lassen, um ihren Hass gegen Israel auszuleben und ihre geistesgestörten Träume von der Atombombe zu realisieren.
Natürlich hat dieses Regime seine Anhänger im Land, vielleicht sogar recht viele. Aber der Großteil der Bevölkerung hat die Schnauze einfach voll vom „Gottesstaat“ der alten hasserfüllten Greise.
Die Menschen im Iran sind mir EGAL! Und von Oppositionen im Ausland a la Iran, Venezuela, Russland muss man nicht viel halten.
Europa sollte sich lieber mal um das islamische Problem in Europa kümmern.
Iran und Russland sind wichtig für Deutschland.
Lateinamerika nicht.
Schön, wenn man mit dem Blick bis zum eigenen Tellerrand so zufrieden ist.
Die aktuelle jährliche Inflationsrate im Iran beträgt rund 40 %. 2016 lag diese noch bei 10 %. Diese Teuerung ist, weil das politische Denken des einfachen Volkes immer vom Fressen abhängt, die Ursache der derzeitigen Krawalle. Ähnliches droht mittelfristig auch Deutschland, weil der Inflationist Friedrich Merz die bisherige Staatsverschuldung von 44 % des BSP auf knapp 100 % bringen wird. Die derzeitige Teuerungsrate von 2,1 % welche uns die Bundesregierung liefert stimmt sowieso nicht. Näher an der Wahrheit dürfte die „gefühlte“ Teuerungsrate von 6 bis 8 % sein.
„Die aktuelle jährliche Inflationsrate im Iran beträgt rund 40 %. 2016 lag diese noch bei 10 %. Diese Teuerung ist, weil das politische Denken des einfachen Volkes immer vom Fressen abhängt, die Ursache der derzeitigen Krawalle.“ Die Inflationsrate in der Türkei liegt auch im Bereich um 40%, trotzdem gibt es dort keinen Versuch des Systemumsturzes durch Proteste wie im Iran – allerdings gehört die Türkei auch schon zur NATO, der Iran noch nicht.
…allerdings gehört die Türkei noch zur NATO, der Iran noch nicht.
Selbstverständlich spielt der Islamismus der politischen Führung in Teheran auch eine Rolle, aber eine weit geringere. Denn wir haben eine ganze Reihe wohlhabender Ölstaaten, Monarchien in dieser Region und dort hält die Bevölkerung still. Und was die Türkei betrifft, da haben wir ebenfalls eine wachsende Unzufriedenheit mit dem Islamisten Erdogan. Aber der Westen zündelt auch nicht in der Türkei. Das kann sich schnell ändern sollte Erdogan aus der Nato austreten wollen.