Geköpftes Jesuskind: Vandalismus in Kirche in Edinburgh

Ausgerechnet an Heiligabend wurde eine Kirche in der Altstadt Edinburghs Ziel von Vandalismus: Unbekannte köpften die Figur des Jesuskindes und schändeten Reliquien.

Screenprint: St. Patrick's Edinburgh via Facebook

Die katholische Kirche St. Patrick in Edinburgh wurde am 24. Dezember Ziel von christenfeindlichem Vandalismus.

Wie die Kirchengemeinde auf Facebook mitteilte, köpften Unbekannte eine Figur des Jesuskindes, eine Krippendarstellung wurde beschädigt und Reliquien geschändet.

Die Gemeinde kündigte einen Bußritus an, wie er nach einer Kirchenschändung vorgesehen ist, und bat die Gläubigen über die Sozialen Medien um Gebet. Sie gab zudem an, bereits an Ostern Drohungen erhalten zu haben. Auch Vandalismus erlebt die Gemeinde nicht zum ersten Mal: Bereits 2015 hatten Diebe bei einem Einbruch ein wertvolles Kruzifix zerstört, stahlen Gewänder und Geld aus dem Opferstock für Bedürftige. Während die Sachbeschädigung in jenem Fall womöglich eher als Kollateralschaden im Zuge des Einbruchs einzustufen ist, handelt es sich bei der Zerstörung der Jesusfigur sichtlich um einen gegen den christlichen Glauben gerichteten Angriff: Die an Weihnachten gefeierte Menschwerdung Gottes in Jesus Christus ist ein Kerninhalt des christlichen Glaubens, der Irritation hervorruft und dem insbesondere Muslime feindlich gegenüberstehen.

Christenfeindliche Gewalt nimmt europaweit zu. Für das Jahr 2024 erfasste die Beobachtungsstelle Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians in Europe (OIDAC Europe) mit Sitz in Wien 2.444 christenfeindliche Vorfälle in 35 Ländern einschließlich Brandstiftung und – teils tödlicher – Attacken gegen Personen. Vandalismus macht mit 62% den größten Anteil der von OIDAC Europe dokumentierten Fälle aus, die Zahl der Brandstiftungen nimmt besorgniserregende Ausmaße an – hier führt Deutschland die Statistik mit 33 von 94 Fällen an.

Allerdings ist laut Anja Tang, Geschäftsführerin von OIDAC Europe, von einer starken Untererfassung auszugehen. Zum einen berücksichtigt die Organisation je Land nur eine Quelle – entweder offizielle Statistiken oder selbst recherchierte und von der Zivilgesellschaft gemeldete Fälle. So sollen Doppelnennungen vermieden werden. Zum anderen variiert die Erfassungsweise je nach Land stark. Außerdem halten viele Christen und christliche Gemeinschaften Angriffe auf ihre Einrichtungen für nicht bedeutsam genug: Oft werden Schmierereien und ähnliche Taten weder gemeldet noch angezeigt.

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Kommentare ( 60 )

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bfwied
1 Monat her

Wenn, lt. CDU, lt. den anderen Linken sowieso, der Islam plötzlich zu uns gehört, dann gehören Verachtung gegenüber unsereinen, Zerstörungen unserer Kulturgegestände, Messerstechereien u. totale Ablehnung unserer Kultur neuerdings auch zu uns.
Was ist das für eine kollektive Krankheit?!
Mehrfach wurde der Islam zurückgeschlagen, weil er per se als geschlossene, nach aussen unfriedl. Kultur auf Eroberung aus ist. Ich schätze, irgendwann fliegt diese Kultur wieder raus, weil der – geforderte – buchstabengetreue Islam nicht kompatibel mit der jüdisch-christl. Kultur ist.

P.Schoeffel
1 Monat her

Wenn ein „Ungläubiger“ den sogenannten Propheten beleidigt oder gar einen Koran beschädigt, folgt blutige „Rache“, oft mit Toten.
Und hier?

Jeder Moslem, der mit solchen Aktionen oder Haltungen auffällt, gehört abgeschoben – ohne Wenn und Aber, sofort.

Der Islam gehört nicht zu Europa oder zu Deutschland. Nicht bevor der Islam das Mittelalter hinter sich gelassen hat – in fünfhundert Jahren – vielleicht.

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  P.Schoeffel

Kommt hin. Momentan schreiben sie das Jahr 1447.

LF
1 Monat her

Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob das die Kirche wirklich stört? 

Michael W.
1 Monat her

Wenn es Muslime waren, haben sie jetzt ein Problem.
Jesus ist der vorletzte Prophet Gottes, gilt auch den Muslimen als wichtig.
Immerhin betete Mohamed zusammen mit Abraham und Jesus am Berg Moriah und durfte daraufhin als einziger in den Himmel zu Gott.

Aber macht nichts, die Hölle ist ohnehin voll mit religiös Verblendeten. Päpste und Pfaffen sind dort in großer Zahl vertreten. Muslime wohl auch, weil die meisten Alk und Drogen nicht abgeneigt sind. Der Himmel dürfte dagegen ziemlich leer sein.

Raul Gutmann
1 Monat her

Zu einem zeitnah erschienenen TE-Artikel schrieb ein Leser sinngemäß:
In muslimischen Ländern gäbe es keine Islamisten. Denn würden sie sich als solche erkennen gäben, eliminierte man sie schneller als sie „Allahu akbar“ ausrufen könnten.
Die Fluglinie Emirates wünscht „Merry Christmas“, Air France dagegen „Happy Holliday“.
Unsere Hölle erschaffen wir selbst.

Ceterum censeo Berolinem esse delendam
1 Monat her

Wann begreifen die Briten (und auch die Franzosen, siehe unten) endlich, dass es in muslimischen Ländern eine Provokation ist, Kirchen zu betreiben und darin auch noch biblische Figuren zu zeigen? Das Zusammenleben in diesen Ländern wäre weitaus friedlicher, wenn solche christlichen Gotteshäuser Platz für Moscheen machen würden und die Bevölkerung endlich die Realitäten akzeptiert.

Und zu Frankreich:

https://www.domradio.de/artikel/nantes-war-kein-einzelfall-frankreich-werden-jedes-jahr-1000-kirchen-opfer-von-vandalismus

Schwabenwilli
1 Monat her

“ Die an Weihnachten gefeierte Menschwerdung Gottes in Jesus Christus ist ein Kerninhalt des christlichen Glaubens, der Irritation hervorruft und dem insbesondere Muslime feindlich gegenüberstehen.“

Moslems stehen grunsätzlich allem feindlich gegenüber was nicht dem Islam huldigt.
Und feindlich heißt hier Kampf und Krieg.
Es gibt kein friedliches und gleichbetechtigtes Miteinander, das steht auch so im Koran.
Punkt.

Laurenz
1 Monat her

Das ist eben späte Rache für die von Bonifatius gefällten Eichen. Wie du mir, so ich dir.

eifelerjong
1 Monat her
Antworten an  Laurenz

Merken Sie nicht selbst, wie erbärmlich dumm Sie sind?
Im Übrigen ist mir unbekannt, dass Bonifatius, der hierzulande die Germanen missionierte, dies auch bei den gälischen Schotten tat.

Laurenz
1 Monat her
Antworten an  eifelerjong

Würden Sie auch nur 1 Minute recherchiert haben, hätte Sie das bewahrt, sich als der Dumme vor der Leserschaft lächerlich zu machen. Bonifatius war Missionserzbischof, Päpstlicher Legat für Germanien, Bischof von Mainz, Gründer des Klosters Fulda, nur um die markantesten Provokationen in Deutschland festzumachen. Bei den Friesen ereilte ihn viel zu spät seine gerechte Strafe.

Ornhorst
1 Monat her
Antworten an  Laurenz

Hoppla! Aber so abwegig ist der Vergleich gar nicht. Die Römer haben überall nach der Annahme des Christentums ihre neue Religion in ihrem Reich verbreiten wollen. Bonifatius ist nur eine namhafte Figur, römische Soldaten haben überall in Deutschland und ganz sicher auch in Großbritannien, Heiligtümer, wozu auch die heiligen Haine, heiligen Bäume gehörten, geschändet und zerstört. Das war eine beabsichtigte Demütigung der Bevölkerung und Herausforderung der Götter. Die Katholiken scheinen damals überhaupt deutlich intoleranter als die Arianer gewesen zu sein. Während die Arianer die Katholiken und andere Religionen geduldet haben, haben die Katholiken es schließlich als untragbar erachtet, als ein… Mehr

Laurenz
1 Monat her
Antworten an  Ornhorst

Das muß auch Herr Achijah Zorn mit verantworten, denn die Geschichte der Katholiken ist auch die Geschichte der Protestanten, die bis Luther Katholiken waren. Welcher Katholik, welcher Protestant hat sich jemals für die Gewalt & Kulturvernichtung der Mission entschuldigt. Man muß nur „christliche Mission“ in die Suchmaschine eingeben, um vor allem zig Einträge der verbrecherischen Protestantischen Mission feststellen zu können. Wie viele Sprachen & Kulturen will man noch vernichten? Welcher Kirchenmann hat sich jemals für über 1.000 Jahre Stalinismus mit Gott entschuldigt? Eben. Keiner.

Last edited 1 Monat her by Laurenz
Deutsche
1 Monat her

„Köpfen“ !! In welcher Kultur ist das nochmal groß in Mode?
Immer wieder berauschend die Dankbarkeit der „Schutzsuchenden.
Wann beenden wir diesen Irrsinn.

Last edited 1 Monat her by Deutsche
Haba Orwell
1 Monat her
Antworten an  Deutsche

> Immer wieder berauschend die Dankbarkeit der „Schutzsuchenden.

Gleich am Anfang steht: Unbekannte. Woher wissen Sie, dass es nicht einheimische Woken waren?

Thors Hammer
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

Irregeleitete sind es allemal. Die Wahrscheinlichkeit aber, daß es Neubürger aus dem geliebten Orient oder südlichem Afrika sind, ist vergleichsweise sehr hoch.

Haba Orwell
1 Monat her
Antworten an  Thors Hammer

In Großbritannien gab es eine ganze Welle der Statuen-Zerstörung durch BLM-Woken: https://www.politico.eu/article/uk-government-statues-war-on-woke-planning-law-history-culture/

> „… New plans to beef up protections for statues in England will help people grapple with “all aspects of our history whether good or bad,” Downing Street said Monday. … The proposals, which come after statues in Britain were toppled during Black Lives Matter protests last summer, will see current planning laws extended so that historic statues are “retained and explained” for future generations. …“

Laurenz
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

Verdient haben es die Christen allemal. Wer sich platt machen läßt, kann weg.

Deutscher
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

Unser Herr Orwell, immer bemüht um den guten Ruf des Islam! Vorbildlich!
👍🏻👍🏻👍🏻

Sie haben völlig Recht: Es gibt überhaupt keinen Grund, ausgerechnet solche Mutmaßungen anzustellen!

Last edited 1 Monat her by Deutscher
Ceterum censeo Berolinem esse delendam
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

Ich glaube, die von Ihnen vielfach erwähnten Banderas haben Ihre Hirnwindungen nun endgültig verknotet. Anders kann man nicht darauf kommen, das Offensichtliche in Frage zu stellen.

EchoLog
1 Monat her
Antworten an  Deutsche

Vor etwa 85 Jahren gab es das auch hier.
Und die Angehörigen mussten sogar die Kosten der Hinrichtung bezahlen.

Herr Rossi
1 Monat her

Mir konnte immer noch keiner plausibel Erklären, warum der Islam im Westen so Hofiert wird und Praktisch Straffrei agieren kann! Es gibt nur EINEN Islam, denn Alle müssen sich an EIN Buch halten, auch der IS, die Hamas und die angeblich moderaten Muslime! Was der Islam ist und was er für die Länder Bedeutet in denen er Eingefallen ist, dürfte ausreichend Bekannt sein! Also haben unsere Politiker und deren Mitläufer nichts Gutes mit uns im Sinn! Es Lebe das Kalifat…

WIING
1 Monat her
Antworten an  Herr Rossi

Der Islam ist ein Werkzeug, mit dessen Hilfe die alte Gesellschaftsordnung zersetzt und das Volk von den Umwälzungen abgelenkt werden.

Ornhorst
1 Monat her
Antworten an  Herr Rossi

Es entwickelt sich in unserer Zeit und westlichen Welt (Nordamerika, Nordeuropa) eine Lust an der Selbstenthebung, bis hin zur Selbstzerstörung unserer Gesellschaften – womit das KGB-Kind im Kreml also ganz richtig liegt. Ich glaube nicht einmal, dass dabei politische Auffassungen als vielmehr Emotionalität über den Intellekt gehoben werden. Wer sich selbst so sehr schwächt, wird bald nicht mehr die Stärke haben, anderen eine helfende Hand reichen zu können und schließlich unter die Fuchtel anderer Mächte gelangen.
https://www.worldvaluessurvey.org/WVSContents.jsp

Deutscher
1 Monat her
Antworten an  Herr Rossi

Sie wissen doch: Kololiasimsu und Nainotalzosilalismus uns so…