Warum feiert ein Staatsminister 40 Jahre Mullah-Terrorregime?

Heiko Maas, dessen Netzwerkdurchsetzungsgesetz unvergessen ist, sagte erst kürzlich die Teilnahme an einer Sicherheitskonferenz in Warschau ab, aus Angst, dies könnte den Klerikalfaschisten in Teheran missfallen.

imago/Reiner Zensen | Majid/Getty Images
Staatsminister Niels Annen (SPD), Ayatollah Khamenei

Vor 40 Jahren übernahmen Mullahs die Macht im Iran (siehe auch hier). Massenhinrichtungen, Folter und Terror waren die Folge, Beteiligung an den Kriegen in Syrien, im Irak, im Jemen, Unterstützung von Hamas, Hisbollah und anderen Terrornetzwerken im Ausland.

Anlass genug für Staatsminister im Außenamt Niels Annen (SPD), begleitet von seinem zuständigen Referatsleiter, die Machtübernahme in der iranischen Botschaft zu feiern und schweigend zuzuhören, als die „glorreiche Revolution“ angepriesen wurde. Auf Anfrage der „Bild“-Zeitung hieß es, dies sei geschehen, um „Dialogkanäle offen zu halten“. Angesichts der Milliardengeschäfte, die die Bundesrepublik mit dem Iran macht, sollten die eigentlich in ganz vernünftigem Zustand sein. Unvergessen, dass der frühere Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) am 20. Juli 2015, unmittelbar nach Abschluß des fatalen Atomabkommens, Iran besuchte, um Deals für die deutsche Industrie einzufädeln. Ausgerechnet am Jahrestag des gescheiterten Attentatsversuchs von Schenk Graf von Stauffenberg auf Adolf Hitler machte Gabriel dem von Vernichtsphantasien derilierenden Judenhassern in Teheran seine Aufwartung. Das nennt man diplomatisches Fingerspitzengefühl.

Die Erosion außenpolitisch verantwortlichen Handelns ist in vollem Gang. Der Botschafter Israels in Deutschland, Jeremy Issacharoff, hat erst jüngst das deutsche Abstimmungsverhalten in der UN kritisiert. „Ausgerechnet Deutschland verbündet sich regelmäßig mit den Feinden Israels. Im November unterstützte Deutschland 16 von 21 Resolutionen gegen Israel und enthielt sich vier Mal.“, wird der 64-jährige Diplomat zitiert.

Heiko Maas, dessen Verdienste um die Meinungsfreiheit (Netzwerkdurchsetzungsgesetz) unvergessen sind, sagte erst kürzlich die Teilnahme an einer Sicherheitskonferenz in Warschau ab, aus Angst, dies könnte den Klerikalfaschisten in Teheran missfallen.

Der frühere US-Präsident George W. Bush hat zum 60. Jahrestag des Bestehens Israels für seine in der Knesset gehaltene Rede stehende Ovationen erhalten, als er die Verwerflichkeit dieses servilen Verhaltens gegenüber Terror- und Gewaltherrschern präzise diagnostizierte:

„Einige treten dafür ein, daß wir mit den Terroristen und Radikalen verhandeln sollten, als ob ein geniales Argument sie davon überzeugen könnte, dass sie die ganze Zeit Unrecht hatten. Wir haben diesen törichten Irrglauben bereits früher gehört. Als die Panzer der Nazis 1939 nach Polen vorstießen, erklärte ein amerikanischer Senator: ‚Oh Gott, hätte ich nur mit Hitler sprechen können, all dies hätte vermieden werden können.’ Wir haben die Pflicht, dies als das zu bezeichnen, was es ist: der falsche Trost des Appeasements, der wiederholt von der Geschichte diskreditiert worden ist.“


Der Beitrag ist zuerst hier erschienen.

Unterstützung
oder

Kommentare ( 34 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Andere bringen wir ungekürzt.
Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

----

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
Als vor über 40 Jahren die Menschen in den iranischen Städten auf die Straße gingen, träumten sie von der „Herrschaft des Volkes“. Dieser Traum wurde ihnen von der Mullah-Kaste recht schnell zerstört, denn die iranischen Kleriker wollten selbst die Macht an sich reißen. Was folgte, war die Diktatur der Ayatollahs, die bis heute anhält und aus dem Iran ein Land der Repression und Willkür gemacht hat. Ohne Grund wähnen sich unsere politischen Dilletanten im AA in der Rolle des selbsterklärten „Vermittlers“. Das ist bequem, denn man sitzt am Tisch der internationalen Akteure, sonnt sich in einer vermeintlichen „Sonderrolle“, bewegt für… Mehr

In diesem Zusammenhang sollte die skandalöse Rolle eines Siggi-Pack nicht vergessen werden.
Er hat es fertig gebracht, einem der übelsten Blutrichter dieses „Gottesstaates“, der unzählige Todesurteile zu verantworten hat, zu einer medizinischen Behandlung in Hannover zu verhelfen.
Kurz bevor die Staatsanwaltschaft einschreiten musste, es lagen mehrere Anzeigen gegen diese Person vor, war es wieder Siggi-Pack, der für seinen unrühmlichen Kumpan die schnelle Ausreise organisiert hat.
So hilft man sich eben unter Gleichgesinnten.

Etwas einseitig das Ganze. Weder wird erwähnt, dass die Bevölkerung froh war das Schah Regime los zu sein. Noch werden die Konflikte mit den Sunniten um die Vorherrschaft erwähnt. Und das Bomben der Israelis im Nachbarland oder der Einmarsch der Türken dort ist auch nicht von Interesse. Es geht beim Iran auch um die große Lage wo der Westen die Saudis unterstützt. Die kämpfen in Syrien mit dem Iran um die Vorherschaft. Iran hat sich an die Atomabkommen gehalten.

«Iran hat sich an die Atomabkommen gehalten» – Geheimdienste betrachten es anders. Ausserdem waren keine echte Kontrolle (Abama dank) im Vertrag vorgesehen.

Zuerst war iranische aggressive Politik und erst dann Westen begonnen Saudi ernst unterstützen. Die komische Araber haben Angst von so netten Mullas.

Wir haben doch gewußt, dass die GroKo Deutschlands Tod werden würde.
„Ab morgen gibts auf die Fresse“, „Unter Merkel wird es keine weitere GroKo geben“ usw. usw.
Wer heute nun immer noch diese Lügner und Betrüger wählt, macht sich mitschuldig.

Der arme Herr Maas ist ja viel zu spät dran. Es war meine gesamte Generation, die den Mullahs zujubelte. 1979 war ich frisch an der Uni und hatte von Politik keine Ahnung aber einen langen Weg zur Uni. 15 Minuten rennen zum Bahnhof, 30 Minuten fahren nach Saarbrücken, 10 Minuten bis zum Bus, 20 Minuten bis zum Campus und Laufschritt 10 Minuten bis zur Informatik. Und dann standen plötzlich haschvernebelten Studies vor mir und lallten: Heute keine Vorlesung, wir kämpfen gegen den Shah. Ich hatte kein Verständnis und ging zur Vorlesung. 6 Studenten waren wir insgesamt und der Prof sagte:… Mehr

So war es damals, bis auf die Jahreszahl. Sie haben sich sicher verschrieben? Denn die Proteste gegen den Schah von Persien begannen mehr als 10 Jahre vor 1979. Im Bonner Hofgarten (1967) war ich nämlich auf der Gegenseite ( Gesetzeshüter) dabei.

Da sind eben die Momente, wo die Masken der Jahrestage-Phrasendrescher für die Toten Juden, herunterfallen.

Die SPD hat in der Außenpolitik nichts zu suchen. Schröder, Steinbrück, Schulz, Gabriel, Maas, alles nur Elefanten im Porzellanladen.

Hm, wo sind die überhaupt zu gebrauchen? Jetzt auch noch Finanzministerium, das kann nichts werden, Siggi wiederbeleben, oh nein danke. Gott sei Dank ist der Weg herunter zu 4,9 % nicht mehr allzu weit.

„Warum feiert ein Staatsminister 40 Jahre Mullah-Terrorregime?“

Weil dieser staatsminister die antisemitische politik unserer bundesregierung und zugehöriger parteien lebt?

Es winken Geschäfte, deshalb will man sich nicht unbeliebt machen.
Rückgrat?

George W. scheint mir kein glückliches Beispiel für ‚ Ethik in der Geopolitik ‚ zu sein. Wenn immer eine ganze Batterie von Fettnäpfchen herumsteht, dann tapst natürlich öfter einmal einer hinein – Gabriel war damals auch dicker. Annen beim Botschaftsempfang musste wahrscheinlich sein – die iranische Hymne hat er ja nicht mitgesungen. Ich hoffe immer noch, dass die Europäer dem Atomvertrag treu bleiben. Wir können die Macht der Ayatollahs nicht ändern. Die vage Hoffnung auf Wandel durch Handel erscheint aber vernünftiger als die Trump-Methode. Das mit Israel ist ein anderes Thema : wenn Deutschland 16 von 21 Resolutionen gegen Israel… Mehr

„Die vage Hoffnung auf Wandel durch Handel erscheint aber vernünftiger als die Trump-Methode.“

Das funktioniert nicht mit Leuten, die religiöse, oder ideologische Fanatiker sind. Was durch Handel passiert, ist Folgendes: Wir werden dadurch korrumpiert. Das Experiment „Wandel durch Handel“ wird mit dem Iran seit 40 Jahren versucht und es ist grandios gescheitert. Außerdem können Sie das Scheitern dieser Ideologie in der Türkei beobachten.

Lenin hat schon richtig erkannt: Die Kapitalisten verkaufen uns noch den Strick, an dem wir sie aufhängen.

Kapitalismus funktioniert nur mit einem soliden Wertegerüst, sonst zerstört er sich selbst, weil er mit seinen Gegnern Handel treibt, die ihn dadurch korrumpieren.

‚Wir können die Macht Hitlers nicht ändern. Die vage Hoffnung auf Wandel durch Handel erscheint aber vernünftiger …‘

Sie hätten früher bestimmt auch für eine kuschelpolitik mit dem dritten reich votiert…

#facepalm

„Dann ist es möglicherweise auch egal wenn Höcke und seine völkisch-nationalistischen Wirrköpfe das Denkmal beschimpfen.“

Höcke hat nicht das Denkmal beschimpft. Gehen Sie der linken Lügenpresse nicht auf den Leim. Er hat nicht das Denkmal als Schande bezeichnet, sondern den Holocaust. Einfach mal das Original lesen, dann sehen Sie, wie wir belogen werden.

Außerdem: Das GG sieht einen „völkischen“ Staat vor. Lassen Sie sich nicht das Gegenteil einreden.

„Die vage Hoffnung auf Wandel durch Handel erscheint aber vernünftiger als die Trump-Methode.“ Das funktioniert nicht mit Leuten, die religiöse, oder ideologische Fanatiker sind. Was durch Handel passiert, ist Folgendes: Wir werden dadurch korrumpiert. Das Experiment „Wandel durch Handel“ wird mit dem Iran seit 40 Jahren versucht und es ist grandios gescheitert. Außerdem können Sie das Scheitern dieser Ideologie in der Türkei beobachten. Lenin hat schon richtig erkannt: Die Kapitalisten verkaufen uns noch den Strick, an dem wir sie aufhängen. Kapitalismus funktioniert nur mit einem soliden Wertegerüst, sonst zerstört er sich selbst, weil er mit seinen Feinden Handel treibt, die… Mehr