Ein führender Taliban tingelt redenschwingend durch die EU und Deutschland

Faeser, Baerbock, Haldenwang völlig ahnungslos, dann das übliche Empörung-Blabla. Früher waren bei einer solchen Aneinanderreihung an Versagen um Versagen Rücktritte fällig. Man ist fassungslos ob solch nicht nur dilettantischer, sondern grob fährlässiger Schlampereien der Ampel-Administration.

Screenprint: via X

Nein, es ist dies kein Polit-Thriller, sondern es ist dies das real existierende Deutschland. Und das spielte sich in etwa so ab: Der Chef der Nationalen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde Afghanistans, Abdul Bari Omar (36), war offenbar mit einem Visum für den Schengenraum in die Niederlande eingereist, um dort an einem Treffen der Weltgesundheitsorganisation WHO teilzunehmen. Von dort ging es am Donnerstag, 16. November, samt Emiratsflagge direkt weiter zu einer Rede in die seit 2008 bestehende Köln-Chorweiler DITIB-Moschee. (Übrigens 7 Kilometer vom Bundesamt für Verfassungsschutz entfernt.) Natürlich erfolgte die Einreise ohne Visum für Deutschland. Am Morgen des Samstags, 18. November, meldete sich Abdul Bari Omar dann via X (vormals Twitter) erneut zu Wort und stellte klar: „Ich bin immer noch in Europa.“ Während seiner Reise habe er Treffen mit „afghanischen Brüdern“, die in den Niederlanden, Belgien, der Slowakei und Deutschland lebten, gehabt „sowie mit einer Reihe afghanischer Botschafter und Diplomaten“.

Faeser, Baerbock, Haldenwang und Co. wieder einmal ahnungslos – wirklich?

Da stellen sich spannende Fragen. Frage1: Was wusste die Bundesregierung, was wussten die deutschen Sicherheitsbehörden von diesem Trip eines Taliban vorab? Antwort 1: NIX! Frage 2: Wie reagierte die Bundesregierung, als die Sache aufflog? Antwort 2: Mit Empörungs-Blaba und Ausreden.

Baerbocks Außenministerium twitterte am 17. November um 18.16 Uhr, also 24 Stunden nach dem Auftritt des ranghohen Talibans in Köln: „Wir verurteilen den Auftritt des #Taliban-Vertreters Abdul Bari Omar in Köln auf das Schärfste. Zu den uns vorliegenden Personendaten wurde kein Visum durch eine unserer Visastellen erteilt. Wir prüfen in engem Austausch mit den Innenbehörden und Partnern weitere Maßnahmen.“ Und: Man habe von diesem Auftritt in der Kölner Moschee vorab nichts erfahren.

Innenministerin Faeser ließ die Öffentlichkeit wissen: Sie kritisiere diesen Auftritt heftig und fordere Aufklärung. Wörtlich: „Der Auftritt des Taliban-Vertreters in Köln ist vollkommen inakzeptabel und scharf zu verurteilen“, sagte die SPD-Politikerin am Samstag, 18. November, der Deutschen Presse-Agentur. „Niemand darf radikalen Islamisten in Deutschland eine Bühne bieten.“

„Guten Morgen!“, kann man da nur sagen. Endlich aufgewacht, Ihr da im Innenministerium, im Außenministerium, im Bundesamt für Verfassungsschutz (dem Faeser-Ministerium unterstellt), im Bundes-Nachrichtendienst (dem Kanzleramt unterstellt)? Seid Ihr alle zu sehr beschäftigt mit dem „Kampf gegen rechts“, mit der Beobachtung der AfD und der Reichsbürger? Oder, Herr Präsident Thomas Haldenwang?

Eindeutige Hinweise wurden offensichtlich ignoriert

Wäre es nur ein Versagen der „Dienste“, wäre es eigentlich nichts Neues. Noch schlimmer aber ist, dass afghanische Dissidenten bereits am 10. Oktober 2023 auf die Reisepläne von Abdul Bari Omar hingewiesen haben. Ja, schlimmer noch, dass es bereits am 27. September 2023 einen „Urgent-Appeal“-Brief von „Afghan-German Diaspora Groups and Organizations“ an das Außenministerium, an das Innenministerium, an die Bundestagspräsidentin, an die EU-Kommissionspräsidentin und an zahlreiche deutsche Medien (darunter WDR, Spiegel, ZEIT) mit Hinweisen auf entsprechende Taliban-Reiseaktivitäten gab.

„Bild“-Mann Julian Röpcke hat die Affäre in einen Kontext gestellt, indem er auf folgende Fakten hinwies. August 2021 – November 2023: Die Bundesregierung unternimmt keinerlei Anstrengungen, Talibanfunktionäre des neuen Regimes auf die Sanktionsliste der EU zu bekommen, was ihnen die Einreise in den Schengen-Raum zumindest erschweren würde. Im selben Zeitraum überweist die Bundesregierung 371 Millionen € auf die Konten von in Talibangebiet tätigen Hilfsorganisationen. 7. – 9. November 2023: Mehrere Regierungsmitglieder der Taliban erhalten Visa für den Schengen-Raum und treten in einem Nachbarland Deutschlands offen – Seit an Seit mit dem Gesundheitsminister der Niederlande – auf.

Die DITIB-Moschee, die der türkischen Religionsbehörde Diyanet in Ankara untersteht, zog sich übrigens mit einer angeblichen Namensverwechslung aus der Affäre: „Leider ist uns bei dem Namen des Vereins ein höchst unglücklicher Fehler unterlaufen, sodass wir fälschlicherweise den ‚Afghanischen Kulturverein Meschenich e.V.‘ als Veranstalter und Nutzer des Saals angegeben haben“, teilte der Dachverband, dem die Moschee angehört, am Samstagabend, 18. November, mit.

Man ist fassungslos ob solch nicht nur dilettantischer, sondern grob fährlässiger Schlampereien der Ampel-Administration.

Wann endlich werden personelle Konsequenzen gezogen? Oder gilt Winston Churchills Bonmot: „Man füttert das Krokodil in der Hoffnung, als letzter gefressen zu werden.“

Unterstützung
oder

Kommentare ( 92 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

92 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
Innere Unruhe
8 Monate her

Es ist doch ein tolles Zeichen!
Wir können mit den Taliban reden und damit öffnet sich ein Weg, ihre Glaubensbrüder in die Heimat zu überstellen.
Auch haben sie genug Mittel, ihre Politker verrreisen zu lassen.
Es bessert sich vieles in Afghanistan. Afghanen müssen zurück!

Juergen P. Schneider
8 Monate her

Der Taliban-Häuptling weiß natürlich, dass er problemlos in ein Land einreisen kann, dessen Regierung intensiv mit islamischen Terrorregimen kollaboriert. Die illegale Einreise in unser Land wird seit dem Jahr 2015 defacto nicht mehr strafrechtlich verfolgt. Ein Land das seit Jahren von Idioten regiert wird und auf nationale Souveränität keinen Wert legt, kann man jeder Zeit vorführen, indem man dreist gegen dessen Gesetze verstößt und allen zeigt, dass einem dabei nichts Nachteiliges passiert. Deutschland ist seit Jahren eine internationale Lachnummer, die von niemandem mehr ernst genommen wird. Dieser bärtige Anhänger des Propheten ist ein skrupelloser Verfechter einer mittelalterlichen Welteroberungsideologie, die vor… Mehr

Axel Fachtan
8 Monate her

An dieser Stelle ist wenig Grund zur Empörung. Der Mann hat sicher einen Diplomatenpass wie Baerbock und Merkel auch. Alleine schon deshalb steht ihm Deutschland, Europa und der Rest der Welt offen. Afghanen wollen nicht von der westlichen Axxxxlochgemeinschaft dominiert werden, sondern nach ihren eigenen angestammten Werten leben. Genau wie wir hier in Deutschland. Nur das wir eben andere Werte haben und vertreten. 75.000 Taliban haben gegen 300.000 afghanische Soldaten und Polizisten und gegen den Westen gewonnen. Normalerweise geht das militärisch nicht auf. Es war aber eine Volksabstimmung, dass die Taliban dichter an den afghanischen Werten dran sind, als der… Mehr

Crossbow
8 Monate her

Offenbar sind alle staatlichen Überwachungs- und Sicherheitskapazitäten mit der Dauerüberprüfung der AfD gebunden. Da bleibt natürlich keine Zeit, sich auch noch um solche Kleinigkeiten wie ein paar Taliban im Land zu kümmern …..

Nachhaltiger Energie und Klimawandler
8 Monate her

Man muss das doch richtig verstehen. Die EU hat wichtigeres zu tun als sich um einen solchen Talibanfunktionär zu kümmern. So müssen jetzt alle PET-Flaschen neue Verschlüsse bekommen. Ein weiterer Beitrag zur Erziehung des dummen EU-Volkes, besonders hier in Deutschland.
Wer zahlt denn die Reisen in der EU für diesen Taliban? Sicher hat die Bärbock dafür noch einen Sonderetat in ihrer feministischen Aussenpolitik.

EinBuerger
8 Monate her

Mit Empörungs-Blaba“:
Ja. Das wundert mich auch. Regierende Politiker reden wie Mainstream-Journalisten. Sie empören sich. Über wen?
Ob der BRD-Normie das merkt? Dass diejenigen, die die Macht haben, fordern, dass etwas geschieht. Von wem fordern sie das?

Dorn
8 Monate her

Die ganze Aufregung ist vollkommen unverständlich. Im europäischen Raum halten sich 10000 tausende islamische Extremisten auf l und allein in Deutschland 1000 tausende, ein zusätzlicher wurde erst kürzlich in Berlin vom Bundespräsidenten und Bundeskanzler mit allen Ehren empfangen.
Also warum regt man sich jetzt über diesen Einen so auf?

Leroy
8 Monate her

In Deutschland zeigt man sogar Toleranz für das intoleranteste Dreckpack.

Klaus Kabel
8 Monate her

Ich sage es mit Holger Börner seelig. Dachlatte raus und den Kerl mit tritt in den Hintern aus Deutschland jagen.

Last edited 8 Monate her by Klaus Kabel
Alliban
8 Monate her

Diese islamischen „Jungs“ tanzen dem deutschen Staat auf der Nase herum und dieser lässt es geschehen. Wenn sich deswegen „regierige“ Politiker empören, ist das für mich reine Heuchelei (denn sie könnten es ändern, wenn sie wollten).