Was stört Friedrich Merz, den großen Kommunikator, genau an den USA?

Merz raunt beim Katholikentag, er würde seinen Kindern abraten, momentan in die USA zu gehen. Wegen „gesellschaftlichem Klima“ und auch so, wegen überhaupt. In Würzburg wurde sein anbiederndes Geraune teilweise dankbar aufgenommen. Das hat Merz, der so viel ertragen muss, wie vorher kein Bundeskanzler, gefreut. Bald wird er erklären müssen, wie er das, was er sagte, gemeint hat.

IMAGO / Wolfgang Maria Weber

Friedrich Merz, mit einem bunten Schal um den Hals, der ihn wohl als Fan des 1. FC Katholikentag ausweisen sollte, sagte auf dem Katholikentag in Würzburg, er versuche Menschen ihre Zukunftsängste, die weit verbreitet seien, zu nehmen. „Ich weiß“, fügte er dann sofort hinzu, „dass ich in meiner Kommunikation etwas verbessern muss, damit diese Botschaft besser verstanden wird“. Und diese Aussage, dass er seine Kommunikation verbessern müsse, bestätigte er sofort.

Durch den weltweiten Erfolg seiner Aussage in einer Schule – als er seinem Drang, sich den Schülern als wirklich cooler Typ zu präsentieren nicht widerstehen konnte und Trump als planlosen und vom Iran gedemütigen minderbemittelten Gernegroß darstellte – beflügelt, ging Merz sofort wieder in die Vollen. Er würde seinen Kindern derzeit abraten „in die USA zu gehen“. Und einmal so schön im Plappern, ging es fröhlich weiter. Er wäre ein großer Bewunderer Amerikas. Aber, so fügte er an, seine Bewunderung würde im Augenblick nicht zunehmen. Er begründet das etwas unscharf mit dem sich dort seiner Meinung nach schnell entwickelnden „gesellschaftlichen Klima“: „Ich würde meinen Kindern heute nicht empfehlen, in die USA zu gehen, dort ausgebildet zu werden und dort zu arbeiten. Einfach weil sich dort plötzlich ein ‚gesellschaftliches Klima‘ entwickelt hat.“

Merz, das Kommunikationsgenie, hat es selbstverständlich vermieden, seinen Zuhörern zu erklären, was er unter „gesellschaftlichem Klima“ versteht. Er hoffte wahrscheinlich nicht zu Unrecht, dass seine katholisch-woken Zuhörer ihn schon verstünden, wenn er etwas von Trump, USA und Klima und Gesellschaft raunt.

Was aber stört Merz an den USA? Stört ihn, dass die aktuelle amerikanische Regierung die Kriminalität bekämpft? Stört ihn, dass die aktuelle amerikanische Regierung gegen organisierten Betrug im Sozialsystem vorgeht? Stört ihn, dass die aktuelle amerikanische Regierung versucht, das zügellose Geldausgeben einzuschränken und den Staat auf ein vernünftiges Maß zurückzuschrauben? Oder stören ihn die wirtschaftlichen Erfolge der aktuellen amerikanischen Regierung?

Stört ihn, dass der private Sektor in den USA alleine im April 115.000 neue Jobs geschaffen hat? Davor bereits etwa 180.000. Stört ihn, dass alles darauf hindeutet, dass die amerikanische Wirtschaft massiv Fahrt aufnimmt und im Gegensatz zur EU-Wirtschaft nicht von der Iran-Krise aus dem Gleis gehoben wird? Stört Merz, dass die Regierung von Donald Trump 300.000 Stellen aus dem überdehnten Staatsapparat abgebaut hat und im gleichen Zeitraum in der Privatwirtschaft seit Trumps Amtsantritt netto über 750.000 neue Jobs geschaffen wurden? Und das, während die deutsche Wirtschaft etwa 200.000 Stellen abbaute und die Regierung Merz den öffentlichen Dienst um weitere 205.000 mehr oder weniger nutzlose Stellen aufgebläht hat.

Friedrich Merz raunte nur vom „gesellschaftlichen Klima“, das sich entwickelt hätte. Seine Zuhörer glauben, sein Geraune verstanden zu haben. Und bei einem Kirchentag, auch bei einem katholischen, ist der Glaube ganz, ganz wichtig.

Oder stört Friedrich Merz einfach nur, dass Donald Trump hält, was er seinen Wählern versprochen hat?

Richard Grenell postet auf x:

Deutschlands Kanzler FriedrichMerz ist zum europäischen Präsidenten der TDS-Gesellschaft geworden. Als er jedoch mit Donald Trump im Weißen Haus saß, war er völlig weich und schmeichelhaft. Die Deutschen haben einen Führer, der keine Strategie hat – und völlig von den deutschen woke-Medien kontrolliert wird. Ein Wirtschaftsplan, präsentiert von Stern Magazine.

Merz jetzt: „Ich bin ein großer Bewunderer der USA, allerdings wächst meine Bewunderung in diesen Tagen nicht. Ich würde meinen eigenen Kindern nicht raten, in die USA zu gehen, um dort zu studieren oder zu arbeiten, wegen des Klimas in der Gesellschaft dort.“

— Richard Grenell (@RichardGrenell) May 15, 2026

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