Die Landesmedienanstalt NRW wirft dem Podcaster Benjamin „Ben“ Berndt vor, in seinem Interview mit Björn Höcke einer falschen Aussage nicht widersprochen und damit „journalistische Grundsätze“ verletzt zu haben. Ein Interview ist kein Verhör. Und warum gelten solche Maßstäbe offenbar nur einseitig? Aber: Warum braucht es überhaupt eine solche Zensurbehörde?
IMAGO / Political-Moments
Am 27. Mai warnte Roland Tichy davor, dass die Landesmedienanstalten zu Zensurbehörden im digitalen Raum werden. Am 2. Juni sprachen der Verfassungsrechtler Prof. Dr. Boehme-Neßler und ich in unserem Podcast „Irrsinn der Woche“ über die Wiedereinführung der Heiligen Inquisition und den Index der verbotenen Bücher und Inhalte, indem die Landesmedienastalten zu Zensur- und Meinungsstrafanstalten umgewandelt werden.
Am 26. Juni wurden wir in unseren Warnungen bestätigt. Als ob die Landesmedienanstalt in Wüsts schwarz-grünem NRW Tichys und unseren Befund unbedingt bestätigen wollte, versucht sie, den Podcaster Benjamin „Ben“ Berndt einzuschüchtern. Berndt hatte es gewagt, sich mit einem deutschen Politiker, Mitglied des Landtages von Thüringen, mehrere Stunden lang zu unterhalten. Da aber der Politiker von der AfD war und noch dazu Björn Höcke hieß, rief das alle Zensoren, rotgrünen Connaisseurs der Brandmauereinheitsdiktatur, die sie unsere Demokratie nennen und von Tag zu Tag sich dem Vorbild des demokratischen Zentralismus nähert, auf den Plan, all derjenigen, deren Libido auf Verbot geeicht ist.
Sechs Millionen Hörer sahen sich die Folge von „Ben ungeskriptet“ mit Björn Höcke an. Sie wollten sich, wie es in einem demokratischen Rechtsstaat nicht nur erlaubt ist, sondern sogar erwünscht sein sollte, selbst ein Bild über Höckes Person und Höckes Standpunkte verschaffen.
Zwei Rechtsauffassungen stehen sich nun gegenüber. Berndt sieht seinen Podcast nicht als journalistisches Format, weil er „roh, ungeschnitten und unzensiert“ ist, während die Landesmedienanstalt meint, dass in dem Beitrag die „journalistischen Grundsätze verletzt wurden“, weil dort einer falschen Aussage nicht widersprochen wurde. Damit würden „anerkannte journalistische Grundsätze“ verletzt. Man kann natürlich den Streit darüber führen, ob „Ben ungeskripted“ ein journalistisches Format ist oder nicht, man kann auch darüber streiten, wie viel Engel auf einer Nadelspitze Platz haben.
Doch wesentlicher ist doch die Frage, was die Landesmedienanstalten meinen – und dann noch einseitig –, wenn sie vom „journalistischen Grundsatz“ reden, der dann nicht nur Grundsatz bleibt, sondern mir nichts dir nichts zur Rechtsnorm erhoben wird. Wenn ein Interviewer ständig einer Aussage des Interviewten widersprechen muss, weil er meint, dass es sich um eine Falschaussage handelt, hat man kein Interview mehr, sondern ein Verhör. Aber vielleicht ist das Orwells neue, schöne Welt der Landesmedienanstalten, die einen werden verhört, die anderen dürfen behaupten, was sie wollen, ganz nach politischem Standpunkt, Brandmauereinheitsbehauptung ist erlaubt, egal ob Falschaussage oder nicht, Opposition hingegen nicht.
Wenn die Landesmedienanstalt NRW ihren Vorwurf und die Forderung, dass Berndt den Podcast zu verändern hat, ernst meint, dann soll die Landemedienanstalt doch mal vorweisen, wie oft und wen sie im öffentlich-rechtlichen Rundfunk aufgefordert hat, die Folgen von heute, heute journal, Tagesschau und Tagesthemen zu überarbeiten, weil der Interviewer nicht Falschaussagen von Interviewten, beispielsweise in der Pandemie, widersprochen hat? Oder fragen wir ganz konkret die Landesmedienastalten, ob sie eingeschritten sind, als der ZDF-Mann Elmar Theveßen Falschaussagen über Charlie Kirk im ZDF-Podcast oder in der Sendung „Lanz“ tätigte? Oder zum KI-Einsatz im ZDF über Einsätze der US-Migrationsbehörde ICE, oder zur Übernahme der Correctiv Phantastereien über das Potsdam-Treffen? Stimmt, das fällt nicht in die Zuständigkeit der Landesmedienanstalten, die sind ja nur für Zensur des immer weniger freien Internets zuständig.
Aber sicher ist die Landesmedienanstalt eingeschritten, als Jette Nietzard im Podcast von Melanie Ammann „Ammann unframed“ die Abschiebung schwerer Straftäter in Herkunftsländer wie Afghanistan mit den Worten ablehnte: „Warum soll ich sagen, dann soll er in Afghanistan rumlaufen und da die Leute abmurksen?“ Und: „In dem Land wird er keine gerechte Strafe haben. Dann doch gerne hier.“ Na Mensch, der aus Afghanistan importierte Islamist oder Gewalttäter mordet besser hier – unsere Töchter – als in Afghanistan.
Werfen wir doch mal einen Blick, wer alles zur Landesmedienanstalt NRW gehört. Da wäre der Vorsitzende der Medienkommission. Der Mann heißt Schwaderlapp und kommt vom ZDF, startete dort seine Kariere und wurde 1993 Gründungsgeschäftsführer der umstrittenen ZDF Enterprises GmbH. Keine Fragen.
Und blicken wir mal rein in den „Ausschuss für Programmaufsicht und Programmqualität“. In diesem Gremium sitzen Fachleute wie die SPD-Landtagsabgeordnete Ina Blumenthal, die unter anderem einmal Evangelische Theologie studierte und sich laut Wikipedia bei den Falken NRW engagiert. Die Berliner Falken wurden letztens durch ihr von der Amadeu Antonio Stiftung gefördertes Schulprojekt, in denen im Interesse der Erziehung zur „Vielfalt“ Schülern pornographisches Material homosexueller Provenienz vorgelegt wurde, bundesweit bekannt. Oder Anja von Marenholtz, die über die Landesliste der Grünen in den Landtag einzog, oder Katharina Gebauer, Landtagsabgeordnete der CDU. Das waren die Landtagsabgeordneten.
Fehlt da nicht jemand? Klar, die AfD, doch die ist in der Brandmauereinheitsfrontkommission unerwünscht. Man ist eben gern unter sich in unserer Demokratie. Für den Landesintegrationsrat sitzt die Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin Demet Jahwer-Özkesemen, mit Sicherheit eine Fachfrau für Fragen des Programms, des Journalismus, in der Kommission. Und natürlich leitet den Ausschuss eine Gewerkschafterin und Medienjournalistin. Von politischer Vielfalt kann man jedenfalls nicht sprechen.
Nur nebenbei: Nicht in NRW, dafür in Berlin und Bandenburg gehört Bijan Moini der Landesmedienanstalt an, der gerade mit einem Konvolut seiner NGO an die Öffentlichkeit getreten ist, um das Verbot unliebsamer Parteien zu erleichtern.
Lange Listen könnten erstellt werden, die deshalb die Frage an die Existenzberechtigung der Landesmedienanstalten stellen, weil sie in vielen Fällen nicht tätig wird, da es sich womöglich um rotgrüne Akteure handelt, doch überraschend und möglicherweise angemaßt rigide ein- und angreift, wenn es sich um Inhalte jenseits des Brandmauer-Komplexes handelt. Die Grundfrage lautet allerdings, warum soll sie überhaupt tätig werden, egal ob Rechts, Links, Mitte? Der Bürger entscheidet, nicht die Funktionäre, jedenfalls in der Demokratie.
Doch eine Demokratie ist nur dann eine Demokratie, wenn der Bürger als Souverän des Staates darüber entscheidet, was er sich anschaut und anhört und nicht eine Behörde darüber urteilt, was er sich anhören, was er sich anschauen, welche Filme er sehen darf und welche nicht.
Will man wirklich etwas für die Demokratie und Freiheit in Deutschland tun, wäre ein dienlicher Schritt, die Landesmedienanstalten abzuschaffen – viel Geld würde es in Zeiten knapper Kassen ohnehin sparen. Denn gut sozialdemokratisch gefragt: Weshalb müssen Rentner im Abfall wühlen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, während man in den Landesmedienastalten im Wohlstand lebt, den auch die Rentner mitfinanzieren.



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Die Genugtuung, die tiefe Freude und das Gefühl, dass der Feind im Land dieses Mal die volle Wucht der Menschen durch Millionen Klicks zu spüren bekommen hat, ist bei mir mit Geld nicht aufzuwiegen. Juchheirassa! Ben Berndt hat das erreicht, was die Zwangsmedienanstalten niemals schaffen werden: Er gilt als unabhängiger (echter) Journalist, der keinen Bogen um Wahrheiten macht und relativ unbeeindruckt bleibt bei Drohungen, was das Aussprechen derselben angeht. Lieber einmal „Ben ungeskripted“ als tausendmal die Lügen der Hofpresse. Joachim Steinhöfel wird ein weiteres Mal beweisen, wie sehr diese Staatsbürokraten im Unrecht sind. Hoffentlich gibt es dann auch endlich mal… Mehr
Tausende Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Zwangskomplexes bekommen feuchte Augen, wenn sie die Klickzahlen von „Ben ungeskripted“ sehen.
Und der schafft das ganz ohne Zwangsgeldeintreibung!
Tja. Qualität läßt sich eben mit Zwangsgeld nicht automatisch generieren. Da ist eher das Gegenteil der Fall.
Der Journalist kontrolliert den Staat; den Politiker genauso wie die Behörden. In NRW kontrolliert der Staat den Journalisten und setzt damit Demokratie und Rechtsstaat außer Kraft. Der Staat dient nicht der Wahrheit, sondern allenfalls den Bürgern. Beim Politiker gehört Lügen, Verschweigen und Übertölpeln sogar zum Handwerk und die Beamten unterstützen ihn mit Zuarbeit und gefälligen Formulierungen. Der Journalist dient auch nicht der Wahrheit, die im Regelfall ohnehin nur im Auge des Betrachters liegt, sondern seinem Publikum. Das muss nicht kritisch sein, wie ARD und ZDF beweisen, doch die werden genau dafür bezahlt, was außerhalb des Zwangsfunks aber eben nicht gilt.… Mehr
Stimmt alles. „Der Journalist kontrolliert den Staat; den Politiker genauso wie die Behörden.“ So hätten sie es gerne, dass wir es glauben. Nur wir als Leser oder Fern-seher sind verantwortlich, für das, was wir glauben. . Lesen Sie, wie William Randolph Hearst „sein Handwerk“ verstand: https://de.wikipedia.org/wiki/William_Randolph_Hearst . Oder auch die Rede John Swintons aus dem twilight club aus 1883, hier übersetzt – und alle Illusionen können platzen: „So etwas wie eine unabhängige Presse gibt es in Amerika nicht, außer in abgelegenen Kleinstädten auf dem Land. Ihr seid alle Sklaven. Ihr wisst es und ich weiß es. Nicht ein einziger von… Mehr
Was hat der Wüst eigeltlich Erwähnenswertes hinbekommen? Meines Wissens noch überhaupt nichts! Damit qualifiziert er sich zum „,Kanzler“
Seh ich ebenso.
Ihm scheint es zu genügen, gute Miene zu allem Möglichen zu machen, Nichtssagendes von sich zu geben und dabei möglichst gut aus zu sehen.
Schließlich reicht das ja auch immer noch, um von ziemlich Vielen gewählt zu werden. –
Will die Landesmedienanstalt nicht auch Alexander Wallasch einen ähnlichen Mühlstein um den Hals hängen? https://www.alexander-wallasch.de/gesellschaft/ra-schmitz-spricht-auf-dem-1-demokratiekongress-im-bundestag-ueber-den-angriff-der-landesmedienanstalten-gegen-wallasch
Dort ist es allerdings die Niedersächsische, die vor Gericht gebracht werden will.
Hahaha…… -ein guter Witz, den hier die Landesmedienanstalt mit ihrer „Beschwerde“ veröffentlicht hat. Sich mehr erblöden geht wohl kaum. noch.
Übrigens: hat sich die Landesmedienanstalt eigentlich auch schon mal so über die Dummquasselshows wie z.Bsp. von Lanz, Maischberger & Co. und den dort geführten Interviews beschwerd? Oder will sie ernsthaft behaupten, dass von den Interviewten in diesen Quasselsshows keine Falschaussagen geäußert werden?
– – – – – –
ANBEI
Hier auch noch eine Kampagne und Unterschriftenaktion für ein sicheres EUropa…..:
-> „Ein Plan für ein souveränes, freies und sicheres Europa„https://www.save-europe-act.com/de/#section-charter
Die Mamelucken und Janitscharen waren als Zöglinge der Herrschenden die größten Verfechter und Verteidiger deren eigener Vorstellungen und das zieht sich bis heute durch, weil es schon immer so war, wenn man andere kastriert hat und sie nun im linken Glauben alles bekämpfen, was nicht auf ihrer Linie liegt. Das ist kein Phänomen der Neuzeit, hat aber den faden Beigeschmack, daß sich im Grunde genommen die Systematik nicht geändert hat und nur die Ausführungen zunächst softer erscheinen, bis man sie am Ende richtig kennen lernen kann und die berühmten Wölfe im Schafspelz darstellen, wenn sie erst so dressiert wurden, daß… Mehr
Das linke Geschmeiß ist bis in die letzte Ritze des Landes vorgedrungen. Es handelt sich um eine Demokratiesimulation, wenn von allen Institutionen , inhaltlich gesehen, nur noch die Fassaden stehen. Die Linksjugend feiert mittlerweile ja auch ganz offiziell den Stalinismus und umgesetzt wird er von solchen Institutionen wie den „Landesmedienanstalten“. Man könnte natürlich auch sagen, diese setzten die Tradition der „Reichsschrifttumkammer“ fort, angepasst dem digitalen Zeitalter
Viele , dazu noch spezielle, Damen in diesem “ Gremium“….Übrigens sind auch hier Argumente sinnlos. Selbst wenn die Empfänger sie sogar begreifen würde. Darum geht es nicht ( mehr). Ich bewundere allerdings Menschen, die sich die Mühe machen, sich mit einem derartigen Personal argumentativ auseinanderzusetzen. Irgendwann geht das nicht mehr. Man hat dank langjähriger Erfahrung und hinreichend Menschenkenntnis “ verstanden“, unter welchen Bedingungen welche Mittel greifen und welche nicht. Bekanntlich bedarf es für eine sinnvolle Auseinandersetzung bestimmter z.B. neurologischer Voraussetzungen auf allen Seiten und einer Übereinstimmung im Kern oder Grundsätzlichen. Die Damen ( plus “ Herr“)möchten, dass Höcke sozial verschwindet,… Mehr
Genau genommen, müßte dann ja der Journalist sachkundiger sein als sein Gast. Denn wie sollte er sonst feststellen können, daß sein Gast eine womöglich abwegige Meinung vertritt? Und bräuchte es dann noch dieses Interview?
Der Journalist kaut dem Bürger doch keine Meinung vor, sondern sorgt dafür, daß er sich eine eigene Meinung über den Interviewten bilden kann.
Mehr hat Berndt nicht getan, ob Journalist oder nicht.
Die Denke dahinter ist wohl, dass alles, was aus dem noch erlaubten engen Meinungskorridor heraussticht durch welchen Kniff auch immer zu eliminieren ist.
Und dazu muss man nichts wissen, sondern nur die vorgegebene rote Linie verfolgen. Also in halal – haram denken lernen.
Wie solche, die dann „australische Austauschstudenten“ ins Spiel bringen, wenn Tacheles geredet werden könnte.
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Sich eine eigene Meinung zu bilden ist im kommenden Islamland gar nicht mehr erwünscht. Welche, die sich seit nunmehr 1448 Jahren ausschließlich zwischen den Buchdeckeln der überlieferten Schriften aufhalten dürfen können nicht irren!