Weihnachten ist das ganze Jahr

"Alle großen Leute waren einmal Kinder, aber nur wenige erinnern sich daran.", haben verlernt unvoreingenommen auszuprobieren, hinzufallen und wieder aufzustehen. Weihnachten ist eine Haltung, keine Jahreszeit oder Zeitpunkt - schreiben Sie uns, was Ihr Gutes vom Tage war:

Getty Images

Das Weihnachtsfest neigt sich dem Ende zu, der letzte Weihnachtsabend ist angebrochen.

„Weihnachten ist, wenn Deine Geschenke in Frieden an Deinem Tisch sitzen und nicht unterm Baum liegen“ wurde in meinem Netzwerk in FB gepostet – zu viel gegessen und nicht mehr in der Lage sich zu bücken, um unter den Baum zu kriechen – war mein erster Gedanke – und dann wurde ich nachdenklich. Denn ich saß Heiligabend bei sehr engen Freunden und meiner Familie am Tisch mit anderen – sie haben ihr Haus für uns geöffnet, die ansonsten, ähnlich wie sie selbst allein gefeiert hätten, sie haben im biblischen Sinne Herberge gegeben, Raum geschaffen für Begegnungen mit bis dahin Fremden, Wertschätzung und Aufmerksamkeit, die neue Bande geschaffen haben. Der Reichtum des Erlebten lag in der Einfachheit des Menschseins, Neugierde, zuzuhören um zu verstehen und nicht um zu antworten.

Schon Marshall Rosenberg (Konfliktmediator in Nahost und Begründer der Gewaltfreien Kommunikation) sagte „Wertschätzung ist die Grundlage einer jeden Beziehung“ und „alles was es wert ist getan zu werden, ist es wert auch unvollkommen getan zu werden“, wichtig sind Haltung, Mut und Aufmerksamkeit.

Meine Weihnachtszeit hat verloren geglaubte und neue Menschen in mein Leben (zurück-)gebracht. Menschen, die mir fremd geworden sind, auch in meiner eigenen Familie. Mein Vater hat sich auf seinen letzten Weg gemacht, was unsere Familie auf der Ebene des Mitgefühls, Umsicht und Fürsorge uns hat uns wiedererkennen lassen und neue Bande geschnürt hat.

„Weihnachten ist kein Zeitpunkt und keine Jahreszeit, sondern eine Gefühlslage. Frieden und Wohlwollen in seinem Herzen zu halten, freigiebig mit Barmherzigkeit zu sein, das heißt, den wahren Geist von Weihnachten in sich zu tragen.“
(Calvin Coolidge, 30. US-Präsident)

Morgen hat uns unser Alltag wieder – machen wir uns auf Entdeckungstour – die Magie und den Zauber in den Menschen und Augenblicken zu entdecken und selbst zu entfachen – trauen wir uns und probieren es aus, das haben wir in der Hand. Weihnachten ist das ganze Jahr.

 

Unterstützung
oder

Kommentare ( 7 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Andere bringen wir ungekürzt.
Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

----

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
Wir saßen gestern Abend mit unseren beiden „Ziehkindern“ 2 Irakis, die 2015 als Flüchtlinge nach Deutschland kamen und der Frau des einen Ziehkindes, eine Deutsche mit albanischen Wurzeln, zum Weihnachtsessen zusammen. Gefragt nach der Situation der leiblichen Eltern und deren Wohlergehen berichteten beide stolz, dass die neue Irakische Regierung den 25. Dezember zum allgemeinen Feiertag gemacht hat. Viele Christliche Freunde der Familie wären, wie jedes Jahr, bei den Eltern gewesen und man hätte gemeinsam am Weihnachtsbaum gesessen. Stolz wurden die Bilder des Weihnachts- (Neujahrs-) baumes präsentiert. „Hast du nie gehofft auf eine Welt ganz ohne Kriege Und der Moslem und… Mehr
Weihnachten hatte als Kind sicherlich nahezu für alle einen gewissen Stellenwert, schon der Geschenke und des guten Essens wegen, aber diese an materiellem arme Zeit ist längst vorbei und verblaßt vor meinem eigenen Auge immer mehr und der heilige Bimbam drum herum, entrückt trotz katholischer Erziehung von Jahr zu Jahr und das einzige was für mich noch eine Verbindung darstellt sind meine lieben Enkellinnen und die von mir in langer Arbeit erstellte Weihnachtsgrippe inklusive aller darin befindlichen großen Figuren aus bemaltem Ton, die noch davon zeugen, wie ich dieses Fest einmal gesehen habe und dennoch kommen gemischte Gefühle auf, da… Mehr

Wertschätzung…die Botschaft der christlichen Weih-Nacht heißt.. zuzuhören!

Ein neue Anschaffung in der Vorweihnachtszeit hat mich über die Feiertage zu eingehenden Betrachtungen über unseren Weihnachtsbaum geführt, wie ich sie zuvor noch nie angestellt hatte. Es war die Lichterkette die ich aus dem Baumarkt mitgebracht hatte. Da ich in nahezu allem gnadenlos konservativ bin, wehre ich mich vehement gegen jegliche, auch technische Neuerungen, insbesondere was Beleuchtungsfragen angeht. Natürlich habe ich bereits Lichterketten für den Weihnachtsbaum, diese sind aber naturgemäß bei mir sehr alt oder zumindest teildefekt. Also stehe ich im Baumarkt vor einem unüberschaubaren Regal mit winzigklein, chinesisch beschrifteten Lichterketten in allen nur erdenklichen Ausführungen. Nachdem ich dort einen… Mehr

Lieber Johann Thiel, vielen Dank. Auf Ihrer Zeitreise sind mir so einige Dinge aufgefallen, die mich schmunzeln ließen, denn diese Akribie kenne auch ich aus meiner Kindheit. Ich muß zugeben, dass wir von Jahr zu Jahr immer mehr der Bequemlichkeit Vorzug gegeben haben (der Schmuck wurde minimalistischer), proportional zum Erwachsenwerden der Kinder. Vorsichtige Vorschläge meinerseits, selbst künftig auf einen Weihnachtsbaum im Wohnzimmer zu verzichten, provozierte den Proteststurm des mittlerweile erwachsenen Nachwuchses. Es ist also eine Tradition, die wir vermittelten und die darf nicht an Faulheit scheitern. Die Kinder haben mir dies nachhaltig vor Augen geführt.

Mit Ihrer ganz persönlichen Geschichte haben Sie mir meinen Morgenkaffee versüßt; danke. Wirklich fein! Da freue ich mich noch mehr auf nächstes Weihnachten ;-).

Merkwürdigerweise, je älter ich werde, je mehr geht ein Stück des Weihnachtszaubers von dannen. Nach wie vor aber fasziniert mich ein Weihnachtslied: „Ich steh´an deiner Krippe hier“… Das gute vom Tage? Vielleicht dies hier, so wie ich mir vorstelle, dass es gut ist. Ich habe einen Blick in die Unendlichkeit des Universums geworfen. Und ich bin in meiner Überzegung bestärkt, dass nichts, was ich da sehen durfte, aber auch gar nichts dem Zufall überlassen ist. Insofern bekommt das Lied „Ich steh´an deiner Krippe hier“ eine verstärkende Bedeutung. Dem Jesuskind war der Tod am Kreuz wohl schon schicksalhaft in die Krippe… Mehr