Ist Cem Özdemir das Spätzle oder die Soße? Das ist die Frage in Ze Länd, sonst ändert sich da nix. In ganz Schland heißt es bald: Zusammenrücken, bitte. Denn wahrscheinlich bekommen wir von den Amis wieder ganz viele Goldstücke geschenkt, diesmal mit iranischer Prägung …
Blitzkrieg hin, „epische Wut“ her, der Irankrieg könnte „noch mehrere Wochen“ andauern (Marco Rubio). Sagt jemand „September“? Der interessierte Laie muss sich zudem mit diversen Theorien herumschlagen. Gehört der Angriff zu einem größeren Schachspiel, in dem China (wie bei Venezuela) von Ölimporten abgeschnitten werden soll? Geht’s um biblische Erfüllungen? Gut, dass es niemanden mehr wie Peter Scholl-Latour (und seine Bemerkungen zur iranischen Fatwa gegen Atomwaffen) gibt. Das würde ja nur noch mehr verwirren. Ebenso wie der Umstand, dass einst Amis und bestimmte Europäer den Ayatollah Khomeini zur Machtergreifung nach Teheran einflogen.
♦ Die Nachrichtenbeschaffung aus Israel und Iran wird auch bei X immer schwieriger, weil beide Länder die Verbreitung von Videos verhindern können. Nur gut, dass wir den stets objektiven und bestens informierten Staatsfunk haben, um den uns die ganze Welt beneidet. Hat man dort schon vom türkischen „Unwohlsein“ angesichts der von der CIA ausgebildeten Kurdenstreitmacht berichtet, die als Fußtruppen gegen den Iran eingesetzt werden? Oder dass Donald seinen Angriff nun auch nicht mehr „Krieg“ nennt, sondern „Major Combat Operation“, auf Russisch: спецопера́ция (Militärische Spezialoperation)?
♦ Noch kein Wort unseres verehrten Genossen Präsident zum Krieg mit dem Iran. Reicht hier das Wort seines SPD-Parteifreundes Mützenich, der den Angriff auf Teheran tadelte, denn „schon morgen könne jedes andere Land ins Ziel des amerikanischen Präsidenten geraten“? Da muss sich der Mützenich allerdings keine Sorgen machen, denn unser Außenkanzler hat sich sofort auf den Weg nach Washington gemacht (Bild schreibt bewundernd „mit Sonnenbrille“), um dem Mann im Weißen Haus bei einem seiner berühmten Vorträge zuzuhören. Weil Fritz sich diesmal auffallend gut benommen hat, durfte er über Nacht im Gästehaus des Präsidenten bleiben.
♦ Vielleicht ist der Donald aber auch nicht ganz auf dem Laufenden. Denn, bezogen auf Merkel und ihre Migrations- und Energiepolitik, glaubt der Don allen Ernstes, er habe mit Fritz „einen Mann, der ziemlich genau das Gegenteil von Angela ist“. Nichts könnte falscher sein.
♦ Deutschen Handwerkern sagte unser Kanzler inzwischen, was er Donald Trump wohl nicht erzählt hatte: „Eine dauerhafte Fortführung dieses Krieges wäre nicht in unserem Interesse. Gleiches gilt auch für den möglichen Zusammenbruch der iranischen Staatlichkeit oder auf dem iranischen Boden ausgetragener Stellvertreterkonflikte.“ Mit „unserem Interesse“ meint er diesmal tatsächlich unser Interesse. Denn eine Masseneinwanderung aus dem Iran sei „nicht auszuschließen“. Nur gut, dass wir für alle Fälle Platz haben.
♦ Aber Lebbe geht weiter, und die Parlamentsarbeit auch. Bürgergeld heißt jetzt Twix, beschloss der Bundestag, und auch auf der Konferenz der Ministerpräsidenten war die „Tagesordnung lang und bunt“ (Presse): Sicherheit in Regionalzügen, Social-Media-Verbot für Minderjährige und was sonst noch dringend reguliert werden muss. Interessierte aber die Pressbengels nicht. Die wollten nur über die Spritpreise reden …
♦ Dabei hatte SPD-Genosse Schneider (Minister für irgendwas mit Umwelt) den Pendlern dazu eigentlich alles Notwendige bereits mitgeteilt: „Am besten, Sie fahren ein batterieelektrisch betriebenes Auto, dann sind Sie nicht abhängig vom Benzinpreis.“ Aber gut, weil der Pöbel nicht abließ, gründet die Regierung eben eine Arbeitsgruppe (bewährtes SPD-Konzept). Diese sogenannte Taskforce soll die „Entwicklung der Preise analysieren und Handlungsmöglichkeiten prüfen“. Herrlich. Kleiner Hinweis an die Genossen: Der unersättliche Quälgeist in Schland hört auf den Namen Lars.
♦ 30.000 Passdeutsche urlauben in der Krisen-Region und würden gerne nach Hause geholt werden. Zunächst wollte unser Außenminister Wadephul nur regelmäßig „Informationen“ an die Betroffenen schicken, aber dann muss ihm jemand gesagt haben, dass das in der Presse nicht gut ankommt. Nun denkt er darüber nach, Schwangere, Kinder und Kranke ausfliegen zu lassen und persönlich am Flughafen zu empfangen.
♦ Emmanuel Macron ist durch den Irankrieg wieder obenauf. Endlich konnte er im Fernsehen das Herz der Franzosen (also einiger jedenfalls) erwärmen mit den Worten: „Angesichts der Ungewissheit der kommenden Tage habe ich dem Flugzeugträger Charles de Gaulle den Befehl gegeben, Kurs auf das Mittelmeer zu nehmen.“ Verdammt! Warum haben wir keinen Flugzeugträger? Dann könnte Fritz genauso eine Ansprache halten …
♦ Für Selenskyj gilt: Ein Leben ohne Solidaritätsbesucher aus der EU ist möglich, aber sinnlos ohne ihr Geld. Damit sich an Letzterem nichts ändert, sandte er Ungarns Orbán die deutliche Botschaft: „Wir hoffen, dass nicht irgendjemand in der EU die 90 Milliarden Euro blockiert. Andernfalls werden wir die Adresse dieser Person unseren Leuten geben, damit sie ihn anrufen und mit ihm in ihrer eigenen Sprache sprechen können.“ Deutsch: Ich weiß, wo dein Haus wohnt. Muss man verstehen. Die Liquidierung von Staatsführern ist schließlich das neue Völkerrecht.
♦ Ja, Grüß Gott. Sind Sie der Herr Kraus? Josef Kraus? Haben Sie des g’schrieben? Haben Sie „Abgelehnter Asylbewerber als Strippenzieher seit acht Jahren im BR-Rundfunkrat“ bei diesem Tichy g’schrieben? So oder ähnlich lief der Hausbesuch der bayerischen Polizei beim TE-Autor Josef Kraus ab, der sich damit an Kafkas Satz „Jemand musste Josef K. verleumdet haben …“ erinnert fühlte. Im Falle Kraus ist dieser Jemand die Fachkraft des Bayerischen Rundfunkrats Hamado Dipama – nach eigenen Angaben „Antirassismus- und Antidiskriminierungsberater“.
♦ Die Ordnungshüter werden der zahllosen Gedanken- und Meinungs-Verbrechen kaum noch Herr! Gerade erst erging bei „Pinocchio“ als Merz-Schimpfwort noch mal Gnade vor Recht, „Lackaffe“ und „Hurensohn“ werden noch ausgiebig evaluiert. Dann lesen wir, dass Focus-Kolumnist Fleischhauer einen Spruch aus der dunklen Zeit verwendet haben soll – als Satire –, aber über Führerwitze kann die Münchner Staatsanwaltschaft nicht lachen. Und beim Berliner Schülerstreik gegen Armee-Rekrutierungen soll ein Lümmel ein Plakat mit dem eher unverständlichen Satz „Merz leck Eier“ herumgetragen haben. Zugriff erfolgt!
♦ Kein Wunder, dass auch mal Späne fliegen beim Hobeln. Man könnte aber genauso gut von Blödheit im Amt sprechen. Nachdem der Berliner Verfassungsschutz (rotrotgrüne Socken) bei seiner Verfolgung von angeblich „Rechten“ zwei Frauen nicht auseinanderhalten konnte, denunzierte er eine davon (natürlich die falsche) bei ihrem Arbeitgeber (eine Berliner Fachhochschule). Die Frau verlor ihren Job. Das Amt, das zwei Jahre lang „recherchierte“, achselzuckend: „Der Berliner Verfassungsschutz äußert sich nicht zu Einzelpersonen.“ Außer natürlich gegenüber deren Arbeitgeber. Wer kommt als nächstes dran?
♦ Die Grünen setzen, gänzlich frei von allen Entwicklungen der letzten Tage – so wie einst christliche Missionare in Afrika – Gottes, beziehungsweise Klima- und Migrations-Baals Werk fort. Sie haben nun im Bundestag 24 Forderungen vorgelegt, die den Islam in Deutschland fördern sollen. Und da ist sie auch wieder, diese Wissenschaft: „Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten einen tief verankerten antimuslimischen Rassismus.“ So stimme jede zweite Person in Deutschland „muslimfeindlichen Aussagen“ („Scheiß-Mullahs“?) zu. Deshalb soll nun schleunigst eine muslimische Militärseelsorge auf den Weg gebracht werde, sollten sich Muslime für den ein oder anderen Auslandseinsatz unserer Bundeswehr begeistern.
♦ Was hätten Sie denn gern in Ze Länd? Spätzle mit Soße? Oder Soße mit Spätzle? Egal, es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. FDP, SED und SPD drin im Landtag? Selbst das ist Pumpe, denn eine Zusammenarbeit der Brandmauer-Partei CDU mit den Nachfolgern der Schandmauer-Partei SED heißt in der CDU jetzt „das Treffen von schwerpunktmäßig organisatorischen und prozeduralen Regelungen“ für Freiheit, Demokratie und so Sachen.
Schönen Sonntag!
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