Trumps neue Weltordnung – US-Strategiepapier entwirft Zeitenwende – Endspiel für Europa

Das neue US-Strategiepapier hat in Europa wie eine politische Bombe eingeschlagen. Zu Recht erkennen viele Politiker auf dem alten Kontinent darin einen weiteren Beleg für eine Zeitenwende, keineswegs nur in den transatlantischen Beziehungen. Merz sprach sogar von „Epochenbruch“ und Ende der „Pax Americana“. Damit liegt er nicht ganz richtig, aber zweifellos verändert sich derzeit die Weltordnung dramatisch.

picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Alex Brandon

US-Präsident Donald Trump, wegen seiner Eitelkeiten und seiner Selbstgefälligkeit in Europa oft verlacht und hierzulande weitgehend verhasst, demonstriert erneut, dass er keineswegs der „erratische Wirrkopf“ ist, als der ihn vor allem deutsche Medien verbissen und mit Schaum vor dem Mund immer wieder beschreiben. Das Strategiepapier zeigt, dass der 79 Jahre alte Milliardär im Weißen Haus durchaus nüchtern und pragmatisch vorgeht, dass er sehr ambitioniert auf Grundlage einer profunden Analyse der Weltlage ein Konzept hat, um seiner Führungsrolle in der Welt gerecht zu werden.

Trump tut nichts von dem, was viele Medien und Politiker in Europa noch vor seinem Amtsantritt im Januar befürchtet haben: Die USA kehren weder zu einer Politik des Isolationalismus (wie teilweise nach dem I. Weltkrieg) zurück, noch aber will der Republikaner westliche Grundwerte von Demokratie und Menschenrechten weltweit exportieren und dort „Nation Building“ vorantreiben; damit nehmen die USA Abschied von solchen neokonservativen Phantasmen, die unter Präsident George W. Bush (2001–2009) eine erhebliche Relevanz hatten.

Das US-Papier ist auch eine Antwort auf die ungeheuren Herausforderungen unserer Zeit – machtpolitisch, technologisch, demografisch, kulturell und ökonomisch. Es geht in einer globalisierten, vernetzten Welt, die erneut vor einem großen Umbruch steht, um wirklich alles.

Für Europa und für Deutschland bedeutet die Neuaufstellung der USA in der Welt eine größere Distanz zu Washington und auf vielen Ebenen neue Herausforderungen. In mancher Hinsicht ist es ein Endspiel für Europa, bei dem sich entscheidet, ob die Europäer weiter die „Klimakatastrophe“ in das Zentrum ihrer Politik stellen, weiter von einer „regelbasierten Weltordnung“ träumen – und dabei nur zahlungskräftige, aber einflussarme Zaungäste der Weltpolitik bleiben, wie schon jetzt im Ukrainekrieg oder dem Nahost-Konflikt zu besichtigen ist. Oder, ob sie sich zu einem selbstbewussten, militärisch und kulturell verteidigungsfähigen Partner Amerikas entwickeln.

Zwischen den Zeilen des US-Strategiepapiers und manchen Äußerungen aus dem Trump-Lager könnte man herauslesen, dass das Vertrauen in Europas Veränderungsfähigkeit nicht sonderlich groß ist. Sollten sich die Europäer wirklich besinnen, aufraffen und sich anstrengen, „Europa wieder groß zu machen“, dem Kontinent international wieder das Gewicht zu geben, dass es historisch, ökonomisch und kulturell verdienen würde, der sollte kapieren, was das neue amerikanische Konzept bedeutet. Hier sind die sieben wichtigsten Folgen des Papiers:

1. Die USA will kein Weltpolizist mehr sein

Die USA wollen künftig nicht mehr den „Weltpolizisten“ spielen. Denn wann immer es um militärische Interventionen des Westens ging, sei es um die Wahrung des Weltfriedens oder die Verteidigung der Menschenrechte, mussten vor allem Amerikaner die Kastanien aus dem Feuer holen – wie beim Zerfall Jugoslawiens (90er Jahre) oder gegen die Taliban in Afghanistan (ab 2001). Nun fordert Trump vehement drastisch mehr Engagement und Einsatz von den traditionellen Verbündeten. Bis 2027 sollte sich Europa nach den Vorstellungen der USA weitgehend selbst verteidigen können.

Das Strategie-Papier definiert die US-Außenpolitik genauso, wie es Trump bisher auch praktiziert hat: Seine teilweise erfolgreichen Friedensinitiativen bei Konflikten in Afrika, Nahost und Südostasien, der Angriff mit US-Bombern auf Nuklearanlagen im Iran und die Unterstützung Israels im GazaKrieg belegen, dass sich die USA keineswegs aus der Weltpolitik verabschieden wollen.

2. Pragmatismus statt Demokratie-Export

Der Abschied von neokonservativen Utopien einer Welt, in der überall demokratische Strukturen und die Ideale der abendländischen Kultur implementiert werden, geht einher mit der Rückkehr zu einem nüchternen Pragmatismus in der Außenpolitik. Die Relevanz dieser Realpolitik ist bei Trumps Position im Ukraine-Krieg erkennbar.

Der Republikaner will den Konflikt einhegen, einen Status quo erzielen, bei dem die Ukraine zwar enorme Zugeständnisse machen muss, dafür aber die Waffen schweigen, Kiew seine Unabhängigkeit behält und vor allem ein kriegerischer Flächenbrand und ein Weltkrieg verhindert werden.

Die nicht unbegründete Furcht in Europa, dass Putin sich bei einem Erfolg in der Ukraine ermutigt fühlen könnte, auch andere Nachbarländer zu attackieren, hält Trump offensichtlich für übertrieben. Denn tatsächlich spricht manches gegen die Annahme, Putin könnte in naher Zukunft zu einer wirklichen Bedrohung der westlichen Welt werden.

Die möglicherweise besonders bedrohten Staaten des Baltikums oder Osteuropas sind schon längst NATO-Mitglieder, Truppen der Verbündeten befinden sich in den Ländern an der Grenze Russlands. Europa ist inzwischen dabei, militärisch massiv aufzurüsten. Nicht zuletzt steht Moskau ökonomisch, aber bald auch auch demografisch, vor enormen Problemen.

Vor diesem Hintergrund benennt das Strategiepapier Russland in keiner Weise als feindliches Land. Washington signalisiert mit dem ausdrücklichen Verzicht auf eine Beendigung jeglicher NATO-Osterweiterung den Respekt vor den russischen Einkreisungs-Ängsten.

Die Amerikaner schert tatsächlich kaum, dass die Ukraine für einen Frieden einen gigantischen Preis wird zahlen müssen; Washington spekuliert bei einer Normalisierung der Beziehungen zu Moskau auf eine massive Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen. Die sind zwar keine Garantie für Frieden, aber sicher eine verdammt gute Grundlage.

3. Primat der amerikanischen Interessen

Das Strategiepapier liefert auch den politischen Rahmen für eine weltweite Politik des „America first“. In der Vergangenheit seien die „Kerninteressen der USA vernachlässigt und die Verteidigung anderer Staaten auf die Schultern der US-Bevölkerung abgeladen worden“, heißt es. Die Zeiten, in denen die USA „wie Atlas die gesamte Weltordnung gestützt“ hätten, seien vorbei.

Nicht nur die Europäer spüren den Druck aus Washington, eine Zollpolitik, die Amerikas Wirtschaft deutlich stärkt und indirekt die Europäer zu Investitionen von vielen hundert Milliarden Euro in den USA zwingen soll. Auch Südkorea und Japan, die noch weit mehr von der militärischen Präsenz der Amerikaner abhängig scheinen als die Europäer, sehen sich gezwungen, ähnlich hohe Summen in Amerika zu investieren.

Die Vorwürfe der US-Demokraten und der Europäer, dem US-Milliardär im Weißen Haus ging es nicht nur um neue Märkte und Rohstoffe, sondern sehr stark auch um profitable „Deals“ und neue Geschäfte für sich selbst und seinen Clan, sind nachvollziehbar; Trump scheint sein Amt offenbar auch im eigenen Interesse zu nutzen.

Das mag Gift für die politische Kultur der amerikanischen Demokratie sein; aber vielleicht ist es für viele seiner Landsleute – sowohl der Superreichen als auch der Farmer und Industriearbeiter – sehr viel wichtiger, dass der Republikaner die Rolle der USA als globale Supermacht im Interesse der US-Ökonomie stärker als bisher zu nutzen sucht. Dabei stört es Trump nicht, dass europäische Kommentatoren zornig auf „Schutzgelderpressung“ und „Mafia-Methoden“ schimpfen.

Ob Trumps wirtschaftspolitischer Kurs erfolgreich sein wird, ist noch offen. Die Auswirkungen für die Europäer und viele andere Staaten sind dagegen ziemlich eindeutig und für die Betroffenen schmerzhaft.

Die deutliche Hinwendung zu den zentralen US-Interessen schließt auch Militär-Interventionen aus, wenn keine direkten Sicherheitsinteressen der USA berührt sind. Hervorgehoben wird die besondere Rolle der strikten Verteidigung der territorialen Integrität der USA, sprich der Sicherung der Grenzen gegen illegale Migration.

4. China ist der weltpolitische Rivale

Für die USA ist China schon seit langer Zeit der einzige wirklich ernst zu nehmende geopolitische Konkurrent, wenn es um den globalen Führungsanspruch geht. Trump weicht nicht wesentlich von Einschätzungen seiner Vorgänger Barack Obama und Joe Biden ab, vermeidet aber jede ideologische Auseinandersetzung und Kritik am chinesischen System.

Das Strategiepapier bezeichnet China in nüchternen Worten als einzige wirkliche systemische Rivalin und Bedrohung für den weltweiten Führungsanspruch der USA. Die beiden Staaten befinden sich laut der amerikanischen Analyse in einem „totalen Wettbewerb“, die die USA zwinge, die engen wirtschaftlichen Beziehungen und Abhängigkeiten zu vermindern; die Rede ist von einer „Entflechtung“ („Decoupling“). Zudem sei es notwendig, dass die militärische Abschreckung der USA und ihrer Verbündeten im indo-pazifischen Raum aufrechterhalten werde.

Es stehe im vitalen Interesse der USA, dass der Indo-Pazifik „frei und offen gehalten wird“, Lieferketten und der Zugang zu kritischen Rohstoffen müsse sicher und zuverlässig geschützt werden. Keine „feindliche Großmacht“ dürfe hier dominieren, womit unausgesprochen, aber klar China gemeint ist und damit indirekt als „Feind“ beschrieben wird.

Die USA wollen strategische Vorteile in Technologie, Biotechnologie, Quantencomputing und Künstlicher Intelligenz sichern und gleichzeitig China entgegentreten, wenn die wirtschaftliche und militärische Vormachtstellung der USA in Frage gestellt werden.

5. Europas Traumwelt wird bloßgestellt

Auch mit dem Strategiepapier hält die neue US-Führung den Europäern den Spiegel vor und liest ihnen die Leviten. Trump nimmt inzwischen kein Blatt mehr vor dem Mund, wenn er die gefährlichen Irrwege der Europäer bei der Migration, die Versuche der etablierten Parteien, neue rechte, konservative und nationale Kräfte mit teilweise höchst fragwürdigen Methoden zu bekämpfen oder die Einschränkung der Meinungsfreiheit anprangert. Die Amerikaner warnen vor einer „zivilisatorischen Auslöschung“ Europas.

Washington zweifelt verstärkt an der Bündnisfähigkeit der Europäer, die aus Trumps Sicht ihre kulturelle Identität und die Bedeutung des Christentums verleugnen, tatenlos zusehen, wie sich nicht-europäische Minderheiten ausbreiten, die Demokratie von innen gefährdet wird. Das Strategiepapier zeichnet ein Bild des Niedergangs Europas.

Die meisten Reaktionen in Deutschland und anderen Ländern scheinen zu belegen, dass die nüchternen Betrachtungen der Amerikaner als „absurd“ oder „unangebracht“ abgetan werden. Es sieht so aus, als Europa weitab von den Realitäten dieser Welt weiter gigantische Summen in eine Klimapolitik stecken, die, ohne klimatisch viel zu bewirken, die heimische Wirtschaft, die ohnehin an Regelwut und hohen Steuern leidet, ernsthaft bedroht.

Die meisten Regierungen in Europa verschließen weiter die Augen vor den Folgen einer unkontrollierten Migration von Millionen Menschen aus fremden Kulturkreisen, deren Integration sichtlich nicht gelingt.

Zwar halten viele Politiker und Journalisten gerade in Deutschland wie trotzige Kinder am Mythos der Integrationsfähigkeit von Einwanderern und Flüchtlingen fest, egal, wo sie herkommen. Schließlich sei das ja auch früher mit den Hugenotten oder mit polnischen Einwanderern, seit den 1970er Jahren mit den „Gastarbeitern“ aus Südeuropa bestens gelungen.

Es ist hier nach wie vor ein Tabu, einen Unterschied zwischen Migranten aus Spanien, Griechenland oder Italien und den Menschen aus dem Nahen Osten oder aus Afrika zu machen. Die enormen Probleme vieler Länder vor allem mit den muslimischen Minderheiten müssen in den meisten Staaten Europas aus politischer Korrektheit verleugnet werden – die Konsequenzen sind für die Gesellschaft äußerst schmerzhaft.

Das Trump-Lager sieht, wie sich Verunsicherung und Instabilität in den Ländern Europas ausbreiten, die Politik schon allein mangels klarer Analyse der Situation keine angemessenen Antworten auf zunehmende Gewalt in Politik und Alltag, auf die Ausbreitung des Islam, die Entstehung von Parallelgesellschaften, aber auch den Niedergang vieler Industriezweige oder die Rückständigkeit in der Technologie haben. In Washington macht man sich keine Illusionen mehr über den vermutlichen wirtschaftlichen und politischen Abstieg vieler Länder Europas.

6. Trump setzt auf neue rechte Bewegungen in Europa

Sehr viel mehr Vertrauen hat die Trump-Regierung in rechte und konservative Parteien und Kräften, die sich den gesellschaftspolitischen und internationalen Positionen der EU-Länder verweigern. Die Erwähnung dieses politischen Aspekts ist für ein Strategiepapier recht ungewöhnlich, zeigt aber das Ausmaß der Enttäuschung über die etablierten Kräfte in Europa.

Der wachsende Einfluss „patriotischer Parteien“, die sich für eine Stärkung der nationalen Souveränität, für kulturelle Identität und restriktive Migrationspolitik einsetzten, sei „Anlass zu großer Zuversicht“, mache Hoffnung, so heißt es laut US-Medien in unveröffentlichten Zusätzen des Strategiepapiers. Washington plane demnach, rechte Bewegungen und Parteien, sofern sie pro-amerikanisch sind, zu unterstützen.

Es gelte „innerhalb europäischer Staaten Widerstand gegen den gegenwärtigen Kurs zu fördern“ und die „politische Entwicklung Europas zu korrigieren“, heißt es dort. Den aktuellen Fehlentwicklungen in Europa müsse Widerstand entgegengesetzt werden. Kein Wunder, dass sich europäische Politiker, so auch Kanzler Merz, heftig gegen eine Einmischung in die inneren Angelegenheit gewandt haben.

Einige Politik-Institute, wie der renommierte „Council of Foreign Relations“ in New York werteten diese Überlegungen der Trump-Regierung als Hinweis, dass Washington für den angestrebten Wandel in Europa auch mit politischen Kräften kooperieren will, die „den Status quo der liberalen demokratischen Ordnung in Frage stellen“. Für deutsche Medien wie dem „Handelsblatt“ und die „Süddeutsche Zeitung“ ist das US-Strategiepapier ohnehin eine „Kampfansage“ an Europa und eine „Gefahr“ für die EU; die Tageszeitung (taz) kommentierte, Trump „und seine Vasallen, die da Elon Musk, J. D. Vance oder auch Pete Hegseth heißen“, betrachteten Europa als Feind Nummer 1, den es zu zerstören gelte.

7. Der Islam als Bedrohung – das Christentum eine Säule

Das Strategiepapier benennt den „radikalen islamischen Terrorismus“ als anhaltende und massive Bedrohung für die freie Welt. Der politische Islam wird deutlich als ein ideologischer Gegenspieler westlicher Freiheit beschrieben. Es wird nicht mehr, wie früher in solchen amerikanischen Regierungspapieren, von dem notwendigen „Dialog“ mit den islamischen Kräften und Hoffnungen auf gesellschaftlichen Wandel in der islamischen Welt gesprochen, sondern vor allem über Abschreckung, Eindämmung und gegebenenfalls militärische Schläge zur Ausschaltung von Feinden der USA.

Die besondere Bedeutung des Christentums wird in dem US-Dokument immer wieder hervorgehoben, „jüdisch-christliche Traditionen“ werden als entscheidendes Fundament der amerikanischen Außenpolitik bezeichnet. Die Trump-Regierung sorgt sich sichtlich um die Verfolgung der Christen in vielen Ländern der Welt und fordert explizit von den Regierungen, den Schutz der Religionsfreiheit zu garantieren.

Vehement wendet sich die US-Führung gegen die moderne, woke Kultur, gegen eine „kulturmarxistische Ideologie“, die die Interessen der LGBTQ+Gemeinde und „Gender-Gerechtigkeit“ in den Vordergrund stellt. Auch international wollen sich die USA als Anwalt der „natürlichen Familie“ und des „Schutzes ungeborenen Lebens“ positionieren.

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Kommentare ( 124 )

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Nibelung
1 Monat her

Soeben als Headline gelesen: Putin droht noch mehr Gewalt gegen die Ukraine an und was können wir doch froh sein, von den demokratischen Amis im friedlichen Glauben die letzten Jahrzehnte geführt worden zu sein, um den heiligen Geist über die Welt zu bringen, die in der Regel mit Mord und Totschlag endeten und das alles im Zeichen des Friedens, worin man in ihrer Weitsicht unterscheiden muß, zwischen gerechtem Sieg im Zeichen des Westens und ungerechtem Krieg, wenn er gegen ihre Interessen gerichtet ist. Das alles könnte sich nun unter Trump ändern, denn er betrachtet die Welt unter dem Gesichtspunkt Nutzen… Mehr

ratatoesk
1 Monat her

Gleich der erste Punkt ein Brüller ! Wann genau war denn die USA jemals der Weltpolizist ? Achso, „Seine teilweise erfolgreichen Friedensinitiativen bei Konflikten…“ Meinen Sie den völkerrechtswidrigen Angriff auf Serbien, die völkerrechtswidrige Bombardierung des Iran , den Kampf gegen die Taliban,die die USA selber ,im Kampf gegen die Russen,dorthin gebracht haben oder meinen sie die Aussetzung der US-Entwicklungshilfe in Afrika ,die dort die regionalen Auseinandersetzungen,neben den von den USA angezettelten Bürgerkriegen noch verschärfen tut? Tatsächlich ,Sie meinen es und ich nehme an Sie glauben die Lügen auch noch. Ich möchte Ihnen etwas erzählen, eventuell erschüttert dies Ihr Weltbild ,aber… Mehr

Moses
1 Monat her

Es ist ein sehe guter Artikel. Ich erlaube mir trotzdem einige Bemerkungen.+ „erfolgreichen Friedensinitiativen bei Konflikten in Afrika, Nahost und Südostasien“ Die Ursachen für diese Kriege zwischen Thailand und Kambodscha sind nicht beseitigt, weshalb dort schon erneut geschossen wurde. Er hat einen Waffenstillstand im Nahen Osten und die Freilassung der Geiseln erreicht, aber die Hamas hat nicht vor, ihre Waffen abzugeben, und kein anderes Land wird sich darum kümmern. Das bedeutet, dass Israel diese zweite Phase des Waffenstillstands selbst durchführen und die Hamas vernichten muss, da nur dies Frieden in die Region bringen kann. „Die Relevanz dieser Realpolitik ist bei… Mehr

Zack
1 Monat her
Antworten an  Moses

In einigen Punkten kann ich dem nicht zustimmen : z.B das Interesse Putins an Europa, falls es gelänge die Ukraine einzunehmen.
Erstens wäre es für Russland überhaupt kein Problem die Ukraine in Schutt und Asche zu bomben , das geht sogar ohne nukleare Bomben und zweitens hat er überhaupt kein Interesse an diesem maroden und degenerierten Sodom und Gomorrha, dass sich heute immer noch Europa nennt!

Wie kommt man bloß auf diese Hybris zu glauben, irgendjemand würde diesen kaputt regierten Kontinent haben wollen??
Dafür müsste man schon genauso blöd sein wie die Kallas und ihre Freundinnen.

Barbarossa
1 Monat her

Die USA wollen künftig nicht mehr den „Weltpolizisten“ spielen.“
und
„der Angriff mit US-Bombern auf Nuklearanlagen im Iran und die Unterstützung Israels im GazaKrieg belegen, dass sich die USA keineswegs aus der Weltpolitik verabschieden wollen…“
und
„Der Republikaner will den Konflikt einhegen…“
und
dafuer zuendelt er dann in Venezuela und bei Groenland?
Alles Widersprueche.

Zack
1 Monat her
Antworten an  Barbarossa

Naja, klar ist das Venezuela das ölreichste Land der Welt ist , und dass die US-Firmen damals enteignet wurden.
In diesem Kontext kann man schon verstehen dass er nicht gut auf Venezuela zu sprechen ist.
Ich habe selbst mal einige Zeit in Venezuela gelebt und gearbeitet, Da weht schon ein anderer Wind, schon damals gab es drei verschiedene Sorten Polizei.
Alle gemeinsam hatten sie, dass sie bestechlich waren, so wie auch alle anderen Beamten und Behörden die ich kannte und konsultierte.

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  Zack

Über die Rückgabe des Panama-Kanals an die USA spricht auch keiner mehr – und dass US-Firmen enteignet wurden kam bei uns der Presse auch nicht vor.

Haba Orwell
1 Monat her

Böses Medium gestern: „Denunziationsportal HateAid: ***-*** rät zum Durchhalten und Weitermachen“. > „… ***-*** sieht das anders. HateAid leiste wichtige Arbeit und schütze die Demokratie im Netz, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Angriffe von außen zeigten, dass Europa mehr denn je selbstbewusst und entschlossen auftreten müsse, ergänzte sie. Die USA hingegen sehen die EU immer stärker in Richtung Totalitarismus driften. Die EU kehre demokratischen Prinzipien den Rücken. … Dass ***-*** die antidemokratischen Aktivistinnen von HateAid unterstützt, ist wenig verwunderlich. ***-*** verklagt ihre Kritiker in großem Umfang und profitiert davon höchstwahrscheinlich auch finanziell. In ihrer Zeit als Abgeordnete des Deutschen Bundestags… Mehr

Last edited 1 Monat her by Haba Orwell
Zack
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

Was mich wieder dazu bringt mich zu erinnern , dass in dem Artikel erwähnt wurde , die USA hätten irgendwas mit „Demokratie bringen“ zu tun.
Schon vergessen? Wer war es? Kissenger? Auf jeden Fall wurde gesagt , „wann immer ein Land ein anderes angreift oder dort interveniert es hat niemals etwas mit Menschenrechten oder Demokratie bringen zu tun“ !

Und das sollte doch mittlerweile jedem klar sein der sich ein bisschen mit internationaler Politik beschäftigt oder beschäftigt hat.
Es geht immer nur um Macht, Geld, Einfluss, mittlerweile vermehrt Bodenschätze und Kontrolle!
Selbst, wenn es nur die verdammte Arktis ist!

Sonny
1 Monat her

So lange der Schuldkult in Deutschland nicht aufhört, ist an ein souveränes und freies Deutschland nicht zu denken.
Der Schuldkult verhindert ein gesundes „Deutschland zuerst“.

BKF
1 Monat her
Antworten an  Sonny

Aber warum pflegt man in Westdeutschland diesen Schuldkult, wer hat den in der alten BRD eingeführt? In der alten DDR und heute noch rechts der Elbe gibt und gab sowas nicht, deshalb ist da weiterhin ein großes Unverstehen zwischen den beiden Teilen Deutschlands.

Ralph Martin
1 Monat her
Antworten an  Sonny

Sehr richtig.
Das Problem sind jedoch nicht die Priester des Schuldkultes, sondern die Gläubigen.
Würden die Menschen nicht daran glauben, wäre der Schuldkult morgen vorbei.

Ralph Martin
1 Monat her

Der Preis für den Frieden ist für die Ukraine nicht gigantisch.
Wie sehr den Ukrainern die territoriale Integrität ihres Landes am Herzen liegt, sehe ich jeden Tag in den Fussgängerzonen meiner Stadt.
Hätte man den Russischen Minderheiten ihre Rechte gelassen, womit Selensky übrigens Wahlkampf gemacht hat dafür gewählt worden ist, und sie nicht mit Artillerie beschossen, hätte es diesen Krieg nie gegeben.
Ob irgendein Landstrich hunderte Kilometer weiter östlich zu Russland gehört oder nicht ist den Lembergern so egal, wie den Ostfiesen ob irgendein Dorf in Bayern zu Deutschland oder Österreich gehört.

Haba Orwell
1 Monat her

Böses Medium heute: „Trumps Nachfolger hat angekündigt, was er mit der Ukraine vorhat – und das ist eine Katastrophe“. Offenbar ist Vance bereits als nächster Rep-Kandidat gesetzt. Schlechte Nachrichten für gewisse Klavierspieler und derer Helfeshelfer in Westeuropa: > „… Vance selbst ist dafür bekannt, dass seine antiukrainische Position schon lange vor seiner Vizepräsidentschaft zu seinem „Markenzeichen“ geworden war. Als Vance US-Senator wurde, war er der erste und einzige Senator unter den US-Republikanern, der forderte, jegliche Hilfe für die Ukraine vollständig einzustellen. … Große Aufregung lösten seine Worte aus, dass „sie (die Ukrainer) die korrupteste Staatsführung und Regierung in Europa und… Mehr

pcn
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

JD Vance hat mit jedem seiner Worte die Realität beschrieben. Der Kooruptionsskandal in dercUkraine gibt ihm Recht. Und auch deutsche Steuergelder sind dabei, die in den Taschen dieser widerlichen Korrupties geflossen sind. Der Unterschied ist nur der zu den deutschen Geldern, die im Selenskiy Regime versunken sind, dass Vance die „Sache“
aufgeklärt haben will, und Merz Tränen vergießt, dass in der Ukraine Krieg ist.

H.H.
1 Monat her

Ich empfehle TE und allen Journalisten, die sich gegen das EU-Monster entgegen stemmen, das Ziel der EU immer wieder richtig zu benennen: Vielvölkerstaat ! Von der Sowjetunion als auch von Jugoslawien her weiß man was damit gemeint ist.

Haedenkamp
1 Monat her
Antworten an  H.H.

Ist es nicht das Gegenteil? – mit dieser endlosen Regulierung sollen alle Differenzen verschwinden mit dem Ziel der Einheitsgesellschaft, in der sich alle gleichen wie ein Ei dem anderen.

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  Haedenkamp

Ja. Wobei „Gleichmacherei“ schon immer schief ging und der Ausgang solcher Ansinnen u.a. in Animalfarm von Orwell glänzend beschrieben bleibt.
Bestenfalls. Denn denkt man an das zerbrechende Jugoslawien ohne die harsche Hand eines Führers folgt wohl immer das Blutbad.
Insbesonders dann, wenn wie hier im Abendlande Horden solcher eingelassen sind, die den vormaligen Souverän als „ungläubig“ und auzumerzen im Tornister mitbringen.
.
Das Massaker an der Bondi-Beach in Sidney zeigt, dass sie ihre Vorhaben seit 1447 Jahren inzwischen auch ganz öffentlich und unversteckt auszuüben bereit scheinen.

CasusKnaxus
1 Monat her
Antworten an  H.H.

Jepp es soll EUdSSR sein -kann weg! Zurück zur EWG

BKF
1 Monat her
Antworten an  H.H.

Ja, das ist schon etwas schizophren. Das Ziel des sogenannten WK I, war ja gerade die Auflösung der mächtigen Vielvölkerstaaten und die Einführung des Selbstbestimmungsrechts der Völker auf eine eigene Nation. Und jetzt will man aus der EU selbst einen Vielvölkerstaat machen und kritisiert gleichzeitig die Russische Föderation dafür, daß sie weiterhin ein Vielvölkerstaat ist, den man am liebsten wie die Vielvölkerstaaten im Zuge von Versailles auflösen möchte. Auch hat die EU die Auflösung der Vielvölkerstaaten Jugoslawien und Tschechoslowakei begrüßt. Es erscheint mehr wie in divide et impera auf internationaler Ebene, man löse große Staatengebilde auf welche als Feind gesehen… Mehr

Last edited 1 Monat her by BKF
Haba Orwell
1 Monat her

> Die besondere Bedeutung des Christentums wird in dem US-Dokument immer wieder hervorgehoben, „jüdisch-christliche Traditionen“ werden als entscheidendes Fundament der amerikanischen Außenpolitik bezeichnet.

Reichlich paradox – die Juden glauben gar nicht an Christus, aber die Muslime schon.

GermanBloke
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

Der Punkt ist komplexer, als der Kommentar suggeriert. Im Koran wird nicht von Jesus Christus im neutestamentlichen Sinn gesprochen, sondern von ʿIsa ibn Maryam, also Isa, dem Sohn Miriams. Er gilt im Islam als großer Prophet, nicht als Sohn Gottes, nicht als Erlöser und nicht als gekreuzigt. Zentrale christliche Glaubensinhalte wie Inkarnation, Kreuzestod und Auferstehung werden ausdrücklich abgelehnt (vgl. Sure 4,157; 5,72). Juden lehnen Jesus als Messias ab, teilen aber mit dem Christentum die hebräische Bibel, das Gottesbild, die Schöpfungslehre, die Zehn Gebote und große Teile der Ethik. Von „jüdisch-christlichen Traditionen“ ist daher kultur- und ideengeschichtlich die Rede, nicht von… Mehr

Haba Orwell
1 Monat her
Antworten an  GermanBloke

> Er gilt im Islam als großer Prophet, nicht als Sohn Gottes, nicht als Erlöser und nicht als gekreuzigt.

Allerdings mit den gleichen Botschaften, die nun mal den Kern des Christentums ausmachen.

GermanBloke
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

Die Gleichsetzung „Isa ibn Maryam = Jesus“ ist nicht zwingend. Im Koran wird Maryam als „Schwester Aarons“ bezeichnet (Sure 19,28). Aaron lebte über 1000 Jahre vor Jesus. Damit werden Mirjam und Maria vermischt.

Fazit: Der koranische Isa ist eine eigene Gestalt. Gleicher Name bedeutet nicht gleiche Person. Es ist nicht derselbe wie der Jesus des Neuen Testaments.

pcn
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

Die Botschaften sind keineswegs identisch. Der Kern des christlichen Glaubens (die Initialzündung zur späteren Gründung der Ecclesia Kirche) ist die Auferstehung von den Toten am dritten Tag. Das ist genau das Versprechen an seine Jünger und Anhänger, von dem Jesus sprach. Das ist der Dreh und Angelpunkt. Ohne diesen Glauben mit Perspektive auf Erlösung und ewiges Leben in einer von Gott geschaffenen jenseitigen Welt, hätte es das Christentum wahrscheinlich nicht gegeben.,

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

Die Bergpredigt findet man im Koran in welchen Suren?

ratatoesk
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

Mal abgesehen das es nur eine jüdisch-christliche Tradition gibt,nämlich das sie Todfeinde sind. Nein, das kommt nicht von den Nazis , lol, die Christen denken seit jeher die Juden hätten Jesus ans Messer geliefert,wären demnach seine Mörder. Dieses neue jüdisch-christliche Denken ist schon bemerkenswert ,nachdem Gott nicht mehr im Himmel sondern in jedem Gläubigen wohnt, ROFL, gibt es jetzt schon Traditionen zwischen Christen und Juden ,die wohl deren laaange Verbundeheit widerspiegeln sollen.

Last edited 1 Monat her by ratatoesk
Haba Orwell
1 Monat her
Antworten an  ratatoesk

Während die Tora (Altes Testament) genauso im Christentum wie im Islam übernommen wurde, um die spätere Schrift Talmud gab es heftige Kontroversen: https://www.deutschlandfunk.de/erste-talmud-uebersetzung-als-sich-juden-und-christen-fremd-100.html Kürzlich las ich einen Artikel mit Verwunderung, dass Von Der in einer Rede den Talmud lobpreist und nicht die gemeinsame Tora. Im Christentum geht es allerdings ohne Christus gar nicht und ihn gibt es nun mal zwar im Islam, aber bei der anderen Religion nicht. Daher finde ich die Vorstellung grotesk, dass gerade die Religion ohne Christus näher sein sollte (das Alte Testament haben die übrigens alle).

pcn
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

Sie haben vergessen, dass Jesus von Nazareth als Jude geboren wurde.