In der vergangenen Woche schoss ein Mann in New York um sich. Was hierzulande schnell als „Schießerei“ abgetan wurde, hat wohl doch einen politischen Hintergrund. Der Täter war Black-Lives-Matter-Unterstützer und glaubte an einen kommenden Rassenkrieg gegen Weiße, Juden und Donald Trump.
IMAGO / NurPhoto
Vergangene Woche schoss ein Mann in Bahnuniform mit Gasmaske in der New Yorker U-Bahn um sich und zündete Blendgranaten. Zehn Menschen wurden verletzt, einige davon schwer. Manche deutsche Medien halten sich zu möglichen Motiven aber lieber sehr bedeckt. Es handele sich nicht um Terror, so wird vermittelt, und der Mann sei einfach nur verrückt.
Dass der Mann ein psychisches Problem hat, ist sehr wahrscheinlich – wie so oft schließt das aber nicht aus, dass er gleichzeitig auch politischer Extremist sein kann. Nur dass man hier wohl nicht so gerne darüber spricht.
Die Tagesschau nennt das schlicht „wirr“ oder schreibt, es handele sich um Auslassungen über „Rassismus, Obdachlosigkeit und Waffengewalt“. Das Motiv sei unklar, Terror aber könne man ausschließen.
Die Öffentlich-Rechtlichen werden sehr selektiv, wenn es darum geht, über die Hintergründe einer Tat zu berichten oder über diese zu spekulieren. Man kann sich jedenfalls denken, wie die Berichterstattung ausgesehen hätte, wenn der Mann ein Rechtsextremer gewesen wäre und anti-schwarzem statt anti-weißem Rassismus anhängen würde – oder er womöglich irgendwo mit einer Trump-Kappe statt einem Black-Lives-Matter-T-Shirt posiert hätte.



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