Das im weltbekannten Wiener Museum für Angewandte Kunst erbeutete Diamanten-Collier soll 3,7 Millionen Euro wert sein – jetzt tauchen immer mehr Details zu dem Juwelenraub auf, die etwas irritieren: So konnten die beiden Täter vier Minuten lang ungestört auf die Glasvitrine einhämmern.
picture alliance/dpa | Albert Otti
Auf 2.700 Quadratmeter zeigt das Museum aktuell seit Juni die international als besonders wertvoll beworbene Schau „Glanzstücke“: Neben 200 Objekten aus dem Bestand des Museums werden dort auch mehr als 300 Kreationen aus der Sammlung des vor 120 Jahren gegründeten und auf Haut Joaillerie spezialisierten Traditionsunternehmens Van Cleef & Arpels ausgestellt.
673 Diamanten der Königin Nazli von Ägypten erbeutet
Unter diesen Schmuckstücken war auch in einer Panzerglasvitrine das Diamanten-Collier, das einst von Königin Nazli von Ägypten, zusammen mit einer passenden Tiara, 1939 bei Van Cleef & Arpels im Art-Deco-Stil in Auftrag gegeben wurde. Anlass war die Hochzeit ihrer Tochter Fawzia mit dem iranischen Kronprinz und späteren Schah Mohammad Reza Pahlavi. Nazli lebte ab 1948 in den USA und war in den 1970er-Jahren aus Geldnot gezwungen, einen Großteil ihrer Schmucksammlung zu versteigern. Für 3,7 Millionen Euro erwarb dann im Jahr 2015 Van Cleef & Arpels das Collier für seine hauseigene Sammlung.
Das Schmuckstück mit 673 Diamanten (200 Karat) dürfte von der Museums-Security nicht wirklich besonders beachtet worden sein: Jedenfalls hatten die beiden Täter am Donnerstag um 14 Uhr viel Zeit, mit einem durch die Sicherheitsschleusen gebrachten Hammer auf die Panzerglas-Vitrine einzuschlagen – insgesamt sollen 41 Schläge nötig gewesen sein, um dann über ein Loch das Collier erreichen zu können.
41 Hammerschläge in mehr als vier Minuten am Tag, während des normalen Museumsbetriebs – und niemand griff ein, selbst diese rohe Gewalt löste keinen Alarm aus. Zumindest hilft nun die Videotechnik des Museums bei der Fahndung nach den Tätern: Die beiden südländisch aussehenden Juwelendiebe sind auf den Bildern gut erkennbar.
Konkrete Fragen zu den Sicherheitsmaßnahmen werden vom Museum an der Wiener Ringstraße nicht beantwortet – Generaldirektorin Lilli Hollein befindet sich auf einer Auslandsreise und sei nicht erreichbar.


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Wer da noch glaubt, es gab keine Hilfe von einigen Museumsangestellten, ist wirklich sehr naiv.
Bei 200 Karat läßt sich die Beute herrlich aufteilen und jeder bekommt ein Stück vom Kuchen ab.
Vier Minuten – was machte die Täter so sicher, daß die Security nicht eingreift?
Da steckt mehr dahinter, als zwei Barbaren mit einem Hammer, die nur Glück hatten, daß die Sicherheit nicht funktioniert.
Im „Grünen Gewölbe“ in Dresden war auch eine Museumsdirektorin verantwortlich. Marion Ackermann. Aber nichts hat mit nichts zu tun – oder?
Ist sicher, dass die Preziosen echt waren, die man ausstellte – weil hier schrieb ja schon mal jemand, dass sie echte Bilder von Wert nicht mehr hängen würden, nachdem welche Tomatensosse zu schütten beliebten?
„Warum denn in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah: Lasst uns flink die Brillis greifen – Alla-hu und Akba-ha!“ (frei nach Joethen) Wie nennt man’s? „Unkonventionelle Eigentums-Übertragung“ nach den bekannten Mustern aus Berlin, Dresden und Paris, vorgenommen von den bekannten ‚Fachkräften für Edelmetall- und Juwelenkunde‘, wie sie es sich inzwischen natürlich auch in der ‚Haupt- und Residenzstadt‘ an der Donau gemütlich machen. Beinahe kann man in allem Unglück Gott danken, dass sie bislang nicht in die Schatzkammer der Hofburg vordringen konnten! Und dann stelle man sich vor: Da donnern die Burschen mit einem mitgebrachten ‚Mottek‘ der robusteren… Mehr
Apropos Hofburg: Es kann beinahe als gnädige Fügung des Schicksals gelten, dass es Karl I. v. Habsburg-Lothringen seinerzeit gelungen ist, den Diamant-/Brillantschatz der Familie (inklusive des wuchtigen ‚Florentiners‘ mit seinen fast 140 Karat) 1918 noch rasch außer Landes zu bringen und dass die elenden Verkaufsversuche der 1930er Jahre scheiterten! Ein kanadischer Banktresor erscheint mir inzwischen hundertmal sicherer als eine österreichische ‚Hofburg-Schatzkammer‘, die bisher womöglich deswegen ‚verschont‘ geblieben ist, weil sie nicht mehr derart ‚dicke Fische‘ enthält. Die wunderbaren Goldschmiedearbeiten und sonstigen Preziosen des Mittelalters und der Frühneuzeit versprechen halt nur geringe ‚Ausbeute‘ – und das wissen die ‚Kenner der Materie‘… Mehr
Sie wissen aber schon, dass Kanada inzwischen auch „lost“ ist – und dass Safes in Sparkassen landesweit ausgeräumt werden und nicht unbedingt Sicherheit versprechen?
Wer spricht/sprach denn von ‚Sparkassen‘, verehrte Mitforistin?
Security wurde vieler Orte von solchen, die ihre eingereisten Cousins in Brot und Arbeit brachten, relativ bald ab 2015 übernommen.
Allerdings hier bei uns nicht arg lange – denn da war eine Ausstellung, die u.a. Goldmünzen zeigte – und von den 5 beschriebenen waren da auch nur noch 3 vorhanden, als ich die Vitrine besah.
Kurz danach waren wieder Deutsche als Aufseher eingestellt.
Fragt mal in Berlin beim Kunstraub-Clan,die sind mittlerweile fit in dem Gewerbe…..
hab mich schon beim grünen Gewölbe gefragt,wo da eigentlich die persönliche Verantwortung der Institutsleiter bleibt….
Ich halte es ohnehin für völlig geistesgestört solche Preise, für das Leben beutungslose Gegenstände, aufzurufen.
Aber die Mehrheit der Menschheit scheint sich bestens damit auszukennen….mit der Geistesgestörtheit.
Ein unbezahlbares Objekt und die Täter können mit dem mitgebrachten Hammer 4 Minuten auf die Vitrine eindreschen und keinen scherts. Scheinbar macht Keiner mehr bei uns noch einen vernünftigen (qualifizierten) Job. Bahn, Servicewüste, Weltuntergangspolitik, Vermögen anderer Leute … was solls. „Die beiden südländisch aussehenden Juwelendiebe“. Systemischer „Rassismus“!!! Hätte man die Bilder der Täter im Video nicht per KI bearbeiten müssen um schlimme „Vorurteile“ zu verhindern und gemäß Migrationspakt nur von den „positiven Aspekten“ der „Zuwanderung“ zu berichten. Man staunt immer wieder wie weit das Land noch abstürzen kann. Deutschland hatte ja auch seine diversen Museumsräubereien. Jetzt sind sie halt weg,… Mehr
Warum haben Täter und Wachmann die gleichen Nachnamen? Warum hat einer von beiden früher om Grünen Gewölbe in Dresden gearbeitet? Fragen über Fragen…[zwinker]
Oh toll, südländisch aussehende Täter auf dem Video.
Alarm, Sicherheitspersonal? Was war da wieder los, ist (west) Europa paralysiert?
Jeder Werttransportfahrer hat eine Waffe und darf sie im Notfall auch einsetzten.