Will Bundesregierung Kinder von Impfgegnern zwangsweise impfen lassen?

Was hat es auf sich mit dieser schriller werdenden Debatte rund ums Impfen, wenn neuerdings schon Kindergärten solche Kinder ausschließen, die nicht umfangreich freiwillig schutzgeimpft wurden?

© Joe Raedle/Getty Images

Die Bundesregierung prüft aktuell die Einführung einer Impfpflicht gegen Masern für Kinder. Grund soll eine drohende Masernwelle in mehreren Regionen Deutschlands sein. Bestätigt wurde der „Prüffall“ von SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Die FDP mahnt die Regierung aus der Opposition heraus sogar zur Eile, wenn ihr stellvertretender Fraktionsvorsitzende Michael Theurer ebenfalls gegenüber RND zum Angriff auf Impfgegner blies: „Seine Kinder nicht impfen zu lassen, ist verantwortungslos gegenüber dem Wohl des eigenen Kindes und auch gegenüber Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst geimpft werden können. So werden Leben gefährdet.“ Mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wird hier wohl zu rechnen sein, der hatte nämlich schon 2015 in Richtung Impfskeptiker gesagt: „Verweigerer sind egoistisch.“

Vertreter aus Politik und Leitmedien gefallen sich zeitgleich darin, Eltern, die kritisch mit dem Thema Impfen umgehen, scharf zu kritisieren. Ausnahmsweise trifft es hier übrigens einmal nicht Leute mit eher konservativen Ansichten, denn Impfgegner kommen mehrheitlich aus der linksintellektuellen Ecke, mal von gewissen Schnittmengen hinüber zu Konservativen abgesehen, einer partiellen Querfront also, die es traditionell im Bio-Sektor schon immer gab.

Was hat es also auf sich mit dieser schriller werdenden Debatte rund ums Impfen, wenn neuerdings schon Kindergärten solche Kinder ausschließen, die nicht umfangreich freiwillig schutzgeimpft wurden?

Wer heute als Impfgegner durch die Welt läuft, der riskiert mindestens, als geistig minderbemittelt oder als grob fahrlässig Handelnder behandelt zu werden. Als Krimineller gar. Entsprechend kompliziert ist es geworden, sich mit diesem Thema auf eine Weise auseinanderzusetzen, dass beide Seiten Gehör finden.

Jeder der Kinder hat, kennt diese Zuwendungen der Pharmaindustrie vom Kreissaal bis über die Kinderuntersuchungshefte U1-U9. So bekommt das Neugeborene gleich nach der Geburt eine satte Dosis Vitamin-K-Tropfen. Nein, keine Impfung, aber eine Prophylaxe, die, ebenso wie eine Reihe von Schutzimpfungen, in bestimmten Kreisen durchaus nicht unumstritten ist, wenn beispielsweise im Forum einer Heilpraktiker- und Therapeutenschule zum Thema Vitamin-K für Neugeborene diskutiert wird:

„Welchen Schaden kann eine Vitamin-K-Gabe verursachen bzw. verhindern? Dies muss man als Mutter selber abwägen, wie eben auch bei Impfungen.“

Interessanterweise ist auch Dr. Friedrich P. Graf ein Gegner der Gabe von Vitamin-K, Graf gilt als so etwas, wie ein Guru für Impfgegner. Zur Vitamin-K-Gabe schreibt er: „Dabei kann diese Maßnahme dem Neugeborenen die erste Lebenswoche (z.B. durch ansteigende Gelbsucht) verübeln und die Stillbeziehung empfindlich und oft anhaltend stören.“ Schlimmer noch, Graf erwähnt angebliche Hinweise, „dass diese gegenüber dem natürlichen Bedarf ungefähr 1000-fache Überdosierung von Vitamin K an der Entwicklung bösartiger (Leber-)Tumore beteiligt ist.“

Nun ist Graf nicht per Se ein Vitamin-K-Gegner, er findet es sogar erfreulich, wenn es heute „Erkenntnisse über Schädigungsmöglichkeiten“ gibt, was ihm missfällt, ist die pauschale Prophylaxe „in übertriebener Weise“, was immer das bedeuten mag und was immer ihm nun weniger übertrieben erscheint. Nicht nur Graf, auch eine Reihe anderer Protagonisten wenden sich gegen diese konzentrierte Vitamin-K-Gabe gleich nach der Geburt, so beispielsweise auch eine „Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland“, die etwa empfiehlt: „Viele Eltern in anthroposophischen Praxen und Kliniken haben sich seit Jahrzehnten für eine kontinuierliche, niedriger dosierte Prophylaxe über 12 Wochen entschieden.“

Wäre das ein Kompromiss? Und ist also die konzentrierte einmalige Gabe auch eine Form der Bequemlichkeit, damit die aufwendigere Gabe in kleineren Dosen über einen längeren Zeitraum entfällt? Kann eventuell schon die Mutter über eine spezielle Ernährung den Vitamin-K-Gehalt der Muttermilch steuern? In dem Zusammenhang wäre es dann allerdings sinnvoll, zu ermitteln, wie sehr diese Form der natürlichen Prophylaxe beim Baby angeschlagen hat. Oder ist das nur eine weitere unnötige belastende Untersuchung? Fragen über Fragen an die werdenden Eltern und die begleitenden Mediziner.

Vom Vitamin K zum Impfen, Eltern kennen das: Die kritischen Stimmen sind nicht zu überhören, das schlechte Gewissen auf beiden Seiten der natürliche Begleiter. Viele Eltern wählen deshalb bereits eine Mischform aus beiden: Es wird geimpft, aber selektiv und nicht gegen alles und später, als vorgesehen.

Besagter Dr. Graf vertreibt Bücher gegen das Impfen, die er folgendermaßen einleitet:

„Ohne Impfungen lebt es sich heute besser! Nur wenige trauen sich, auf sämtliche Impfungen zu verzichten. So „erfolgreich“ war und ist die Angstkampagne, damit jeder sich gefallen lasse, was schließlich nur krank macht. (…) Der Mut zu den Alternativen ist schließlich ein wichtiger Teil des Weges, die Herausforderungen in Gegenwart und Zukunft gut zu bewältigen.“

Nun brauchen insbesondere impfende Eltern ein dickes Fell, sich gegen solche „Feigheitsvorwürfe“ zu immunisieren. In Zeiten, wo schon die konventionelle Mohrrübe im Babybrei die Mutter zur Giftmischerin stempelt, wird es schwer, sich gegen solche Anwürfe abzugrenzen, frei nach dem Motto: Es könnte ja doch etwas dran sein. Fragen Sie einmal junge Eltern in der Nachbarschaft,  was sie im Brei haben, Sie werden erstaunt sein, wie überproportional hier Bio-Gemüse Verwendung findet, dann, wenn diese Nahrungsgaben noch selbst gefertigt und nicht aus dem Gläschen kommen. Die bekannteste Babygläschenmarke wirbt explizit mit einem Bio-Siegel.

Klar ist auch: Wer diese Debatte sucht, der begibt sich in Gefahr, der gerät zwischen die Fronten, der bekommt schon Gegenwind, wenn er nur versucht, die Sachlage einigermaßen zu umreissen, ohne sich dabei sofort zu positionieren.

Versuchen wir es trotzdem einmal: Es gibt, je nach Krankheiten gegen die geimpft werden soll, Lebend- und die Totimpfstoffe. Die vieldiskutierte Masernimpfung wird beispielsweise mit Lebendimpfstoffen durchgeführt. Der Prophylaxe-Effekt besteht hier darin, dass stark abgeschwächte noch lebende Erreger dem Immunsystem eine Abwehrreaktion abtrotzen, die spätere Infektionen verhindern hilft. Ein paar Prozent der geimpften Personen bekommen Hautausschlag und Fieber. In ganz seltenen Fällen wird auch eine „vollständige“ Masernerkrankung ausgelöst, hier oft dann, wenn andere Vorerkrankungen vorgelegen haben.

Für Polio-Impfungen beispielsweise wurde früher auch ein Lebendimpfstoff verwendet, aber eine Reihe von Infektionen waren Anlass für die Empfehlung, heute nur noch Totimpfstoff zu verwenden. Hier muss man sich zu Recht die Frage stellen, was wohl die Eltern erzählt bekommen haben, als es noch den Lebendimpfstoff gab. Medizin und Forschung sind demnach nie am Ende ihrer Weisheit angekommen. Und eben diese Lücke besetzen Impfgegner erfolgreich. Immer zu Unrecht?

Ein weiterer Angriffspunkt der Impfgegner sind nicht nur die Erreger im Impfstoff, ob nun tot oder lebendig, für Diskussionen sorgen regelmäßig auch Zusatzstoffe in solchen Impfstoffen. Auch hier hat man dazu gelernt, als man beispielsweise Quecksilber aus diesen Stoffen verbannte.

Was mögen hier jene Eltern denken, die sich darüber noch keine Sorgen machten, als, was heute nicht mehr eingesetzt wird, noch zum Einsatz kam? Kann man sich rückwirkend Vorwürfe machen? Doch wohl nur dann, wenn das Kind später erkrankt ist. Nur wer könnte sagen, welche Krankheit tatsächlich ursächlich mit dem Impfen in Zusammenhang steht? Impfgegner haben hier selbstverständlich eine abweichende Beweisführung als Befürworter des Impfens.

Noch eine Information aus der untergegangenen DDR: Dort bekamen Bürger bis zum 18. Lebensjahr durchschnittlich 17 Pflichtimpfungen. Aber ebenso, wie in der Bundesrepublik wurde auch in der DDR in den 1970er Jahren die Pockenimpfpflicht abgeschafft, weil die  Krankheit dank Impfungen praktisch ausgerottet wurde: Das Risiko individueller Schäden durch Impfen konnte nicht mehr mit dem Schutz der so genannten Volksgesundheit aufgewogen werden.

Ergo allerdings bestreitet niemand ernsthaft, dass es solche Risiken gibt, Impfen bleibt also weiterhin für viele unsichere Eltern ein Abwägungsprozess. Wie sieht es zum Beispiel mit Grippeschutzimpfungen aus? So wird heute schon diskutiert, nicht nur Alte, sondern auch Kinder gegen Grippe zu impfen. Sind Eltern, die diese Impfung morgen verweigern, übermorgen schon Verbrecher am Kind?

Oder wie sieht es bei Eltern von Töchtern mit der Impfung gegen eine bestimmte Form von Gebärmutterhalskrebs aus? Gefährlich, sinnvoll, Pflichtaufgabe oder Kür? Impfgegner empfehlen hier einfach eine regelmäßige Früherkennungsuntersuchung, also den Gang zum Arzt. Aber was, wenn diese Termine aus Scham- oder sonstigen Gründen nicht wahrgenommen werden? Sicherheitshalber und zum Wohle des Mädchens einfach impfen lassen?

Nun wird die Diskussion um Impfpflichten nie enden, wo es um das Wohl der Kinder geht, gibt es keine einfachen Antworten. Aktuell stehen Impfgegner medial wieder besonders unter Beschuss. Das Geo-Magazin beispielsweise schreibt: „Eine lautstarke Minderheit macht gegen das Impfen mobil und verunsichert viele Menschen.“ Und der Tagesspiegel traut sich sogar, die Debatte ironisch zu beleuchten, wenn er witzelt:

„Impfen ist so was von „bio“ Es aktiviert körpereigene Heilkräfte, es nutzt das Zellgedächtnis im Eigenblut, es vertraut auf Uraltes, evolutiv Bewährtes: Impfen müsste voll im Trend liegen.“

Interessant hier, dass Bedenken von Impfgegner beim Tagesspiegel keine Stimme bekommen, der gesamte Artikel liest sich wie ein PR-Text der Pharmaindustrie. Oder ist man mit so einer Kritik bereits den Argumenten der Impfgegner auf dem Leim gegangen?

Nun sind Impfstoffe tatsächlich eine lukrative Einnahmequelle. Zwar bleiben Impfstoffe im Vergleich mit dem Gesamtvolumen ein Nischenmarkt, aber die Margen müssen doch beträchtlich sein, wenn beispielsweise das Pharmaunternehmen GSK 2012 auf politischen Druck hin, „den Krankenkassen 67 Prozent Nachlass auf den saisonalen Grippeimpfstoff gewähren musste“ und  offensichtlich auch gewähren konnte.

Widmen wir uns zuletzt noch der Frage, wie es eigentlich um den Impfschutz von Kindern bestellt ist, die mit ihren Eltern aus einem außereuropäischen Land zu uns gekommen sind. Das Robert-Koch-Institut informiert darüber, dass der Impfschutz bei Asylsuchenden „häufig unklar ist“, empfohlen wird daher „möglichst frühzeitig nach Ankunft in Deutschland einen eventuell fehlenden Impfschutz nachzuholen.“

Nun kann man viel empfehlen, dass am Ende doch nicht erledigt wird. So schafften es die Gesundheitsämter in der Hochphase der Massenzuwanderung nicht einmal die verpflichtenden Tuberkuloseuntersuchungen durchzuführen, geschweige denn, einen Impfschutz zu überprüfen. Wie auch: Wo keine Pässe vorhanden, da liegt auch kein Impfpass vor, wenn es letzteren überhaupt je gegeben hat. Werden hier in der Regel umfangreiche Blutuntersuchungen auf der Suche nach Antigenen beauftragt? Nein.

Zudem findet eine systematische Erhebung des Impfstatus von Asylsuchenden nicht statt (Stand Oktober 2015). Wenn also nach Politik und Medien Impfverweigerer das Problem sein sollen, wie sieht es dann mit der Gruppe der Zuwanderer aus?  Noch ein Problem? Deutsche Ärzte sehen es gelassen, die Gefahr wäre eher eine umgekehrte, wenn beispielsweise ein Münchner Kinderarzt Deutschen, die mit Zuwanderern arbeiten, empfiehlt, geimpft bzw, immun zu sein, um diese nicht anzustecken:

„Eher werden die Flüchtlinge durch ansteckende Krankheiten bei uns gefährdet, z.B. Masern oder Windpocken, die vor allem für Erwachsene gefährlich sein können. Wer mit Flüchtlingen arbeitet, sollte daher gegen solche Krankheiten immun sein.“

Nun ist genannter Dr. Hirte in der Impfdiskussion kein Unbekannter. Er hat selbst schon zum Thema veröffentlicht („Impfen Pro und Contra“) und sich für so etwas, wie einen undankbaren Mittelweg entschieden, weder ein Anti-Impfbuch noch ein Befürworterbuch zu schreiben, seine Intention war es, ein Ratgeber für Eltern in der Entscheidungsphase zu schreiben.

Währenddessen titelt die Welt: „Gegen Dummheit hilft kein Impfen“ und fragt, warum Eltern, die dem Impfen kritisch gegenüber stehen, „nicht vor Scham den Kopf hängen lassen.“ Der Tagesspiegel beschäftigt sich mit Verschwörungstheorien unter Impfgegnern und der Faktenfinder der Tagesschau berichtet, dass die Pharmaindustrie an Medikamenten mehr verdient als an Impfungen. Die allerdings bringen immerhin noch eineinhalb Milliarden Euro gegenüber 38 Milliarden für Medikamente ein, also doch wohl deutlich mehr, als nur eine homöopathische Dosis, wie es der Fakenfinder hier suggerieren will. Desweiteren beruft sich der Faktenfinder auf Aussagen des Robert Koch Institutes, wonach es keine Belege dafür gäbe, „dass Säuglinge Impfungen generell schlechter vertragen als ältere Kinder.“

Allerdings ist es gerade besagte Information des Robert Koch Institutes eine aufschlussreiche Argumentationshilfe zumindest rückwirkend auch für Impfgegner, wenn es da zwar heißt, dass sich die Zahl der im Impfstoff übertragenen Antigene heute deutlich verringert hätte auf nur noch 150 (in allen heutigen Schutzimpfungen zusammengenommen), wo es früher „im alten Keuchhusten-Impfstoff, in dem das vollständige Bakterium enthalten war, rund 3.000 solcher Antigene“ gab. Der Grund dafür läge darin, „dass die modernen Impfstoffe hoch gereinigt sind und zumeist nur einzelne Bestandteile der Erreger enthalten.“

Aber was bedeutet das im Umkehrschluss? Zunächst doch einmal, dass das Institut eine bestimmte Menge an Antigenen tatsächlich kritisch betrachtet und also der Impfgegner von gestern zumindest mehr Argumente gegen das Impfen hatte, als der von heute. Aber auch der von heute ist morgen der von gestern, und was dann?

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Kommentare ( 68 )

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Impfgegner profitieren von der hohen Durchimpfungsquote. Wo keine Epidemien auftreten, ist die Ansteckungsgefahr gering. Ob sich diese Haltung bewährt, wenn ungeimpfte und potentiell infizierte Zuwanderer für die Verdünnung der Durchimpfungsquote sorgen, mag jeder selbst beurteilen. Wer Anthroposophen und Heilpraktiker als Zeugen aufruft, von „Schulmedizin“ fabuliert und dann im selben Text von fehlender Wissenschaftlichkeit hinsichtlich des Wirksamkeitsnachweises von Impfungen schreibt, macht sich lächerlich. Wenn man Elternrechte ernst nimmt und darauf baut, daß Eltern das Beste für ihre Kinder wollen, bleibt immer noch das Problem, daß sie in ihrer Mehrzahl keine ausreichenden Kenntnisse haben, um sich ein zutreffendes Urteil zu bilden. Hier… Mehr
Was soll so ein esoterischer Artikel hier auf TE? Wer die Vit. K Prophylaxe ablehnt, gefährdet nur sein eigenes Kind mit einem höheren Risiko für eine Gehirnblutung. Damit müssen dann die Eltern, leider auch das Kind leben. Sei’s drum. Ich kann es auch. Man kann das in keiner Weise mit der Gefährdung von jüngeren ungeimpften Geschwisterkindern durch einzelne ungeimpfte infektiöse Kindergartenkinder vergleichen. Wie die Pocken, die durch eine Zwangsimpfung weltweit ausgerottet wurden, könnten das die Masern ebenfalls sein. Nun waren die Pocken eine weitaus gefährlichere Krankheit als die Masern. Die Impffolgen bei den Pocken waren es im Vergleich mit den… Mehr

„Jetzt sind sie halt da“, die Nicht-Geimpften aus aller Herren Länder. Die Risiken einer Masernerkrankung (nur als ein Beispiel) steigen damit an.
„Das ist jetzt halt so!“

Eine Impfpflicht ist aus meiner Sicht nicht erforderlich. Jeder muss halt wissen was er tut. Im Zweifelsfall überleben die Geimpften, das ist für eine Gesellschaft nicht weiter schlimm, die sich teilweise ohnehin schon selbst aufgegeben hat („kinderfrei statt kinderlos“). Darüber hinaus wird ja jeder Abgang schnell „replaced“ – so what!

Wenn selbst die liberalen Vertreter einer Gesellschaft Ihren Mitmenschen die eigenen Präferenzen aufzwingen wollen, dann ist etwas mächtig faul Zweimal musste ich hinschauen, um sicherzugehen, dass ich richtig gelesen hatte. Nicola Beer twitterte, die FDP unterstütze den Vorschlag der Regierung zur Impfpflicht, aber gemeint ist vermutlich Impfzwang. Eine Impfpflicht wird zum Impfzwang, sobald eine Durchsetzung inkl. Sanktionierung vorgesehen ist und damit muss man wohl rechnen. Aber Pflicht hört sich eben viel netter an als Zwang; also befürwortet die FDP eben die Pflicht. Das alleine ist bereits einer Würdigung wert, da die Forderung nach einem Zwang traditionell keinen „Partei-strategischen Fit“ hat.… Mehr

Fachleute meinen, dass mindestens 95% der Bevölkerung gegen Masern geimpft sein müssen, um Erkrankungswellen zu vermeiden. Wenn bestimmte Eltern meinen, dass es reicht, wenn die anderen Kinder geimpft sind, dann mag das Freiheit sein, aber es ist mangelnde Solidarität. Wenn zu viele Eltern meinen, dass die anderen Kinder geimpft sein sollen, dann werden die 95% nicht erreicht. Meines Erachtens sollten ungeimpfte Kinder keinen Kindergartenplatz erhalten oder einen Platz beim Kindergarten für ungeimpften Kinder. (100% nicht geimpft.) Die Eltern haben dann die Wahlfreiheit.

Haben Sie den gleichen Standpunkt beim Führerschein oder Waffenschein?

Immerhin muss die Gesellschaft mit den Konsequenzen leben und dafür aufkommen!!!

Ich bin ein Kind der 70ger und zudem noch in der DDR geboren. Folglich habe ich alle Impfungen erhalten, die damals zur Verfügung standen. Bei Masern, Mumps und Röteln musst eich selbst durch und ich kann mich erinnern, es war kein Spaß! Ich habe zum Glück keinen Schaden davon getragen und bin eigentlich sogar dankbar, dass ich durch den staatlich verordneten (und überprüften) Zwang heute einen guten Impfschutz genieße. Natürlich lasse ich auch alle Impfungen regelmäßig auffrischen. Meine Kinder 2002 und 2004 geboren haben ebenso alle Impfungen erhalten. Masern, Mumps und Röteln sowie Meningitis und die neue gg Gebährmutterhalskrebs etc.… Mehr

Mit dem Impfen ist es wie mit dem Übergewicht. Die meisten die sich dazu äußern, wissen vor allen alles besser.

Eine Impfpflicht ist solange als potentielle Körperverletzung anzusehen, solange es keine seriösen und systematischen Untersuchungen über Impffolgen gibt und solange es beispielsweise Mediziner gibt, die ungeachtet aller gesundheitlichen Voraussetzungen sogar einem instabilen Frühgeborenen die 7-Fach-Impfung verpassen wollen und dazu die Eltern unter erheblichen Druck setzen. Das ist leider auch Realitiät in einem Deutschland.

Ich sehe schon, dass insbesondere bei Masern man, wie damals bei Polio, sich überlegt werden sollte, dass für eine Zeitspanne eine Impfpflicht eingeführt wird. Aber was ich dabei fordere ist, dass vor jeder Impfung bei dem Kind festgestellt wird, ob es eine bestimmte Allergie hat gegen Inhaltsstoffe im Impfserum. Dann würde sich der Anteil der Impfprobleme auch schnell nach unten korrigiert werden können. Ebenfalls kann man bei einer Impfpflicht sich überlegen, ob man die Verpflichtung in einem gewissen Zeitrahmen lässt. Manche Kinder sind etwas schwächer/stabiler etc., die einen können problemlos mit einem Jahr gegen Masern geimpft werden, die anderen haben… Mehr

Es werden doch schon immer vor jeder Impfung mögliche Allergien (sowie andere potenzielle Risiken) abgefragt – und zwar schriftlich. Bei Erwachsenen wie bei Kindern gleichermaßen. Dass bei kleinen Kindern etwaige Allergien zum Zeitpunkt der Anamnese möglicherweise noch nicht entdeckt sind, ist leider durch die noch recht kurze Lebenserfahrung der Betreffenden bedingt und nicht ganz auszuschließen. Deswegen werden Menschen nach der Impfung eine Zeit lang beobachtet – beim Arzt und dann zu Hause. Das gilt auch hier ebenso für Erwachsene.

Es sollte aber auch deutlich gesagt werden, dass die aktuelle Situation mit einigen wenigen „Epidemien“, zB. bei Masern, darauf zurückzuführen ist, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland geimpft ist. Für andere Erkrankungen gilt ähnliches.
Impfgegner rechnen damit, dass die Mehrheit sich impfen läßt.

Ich wüßte gerne, wie die Durchimpfungsrate bei Politikern, Ärzten, Krankenschwestern und Hebammen aussieht, denn gerade Mitarbeiter im Gesundheitssystem und deren Kinder sollten unbedingt geimpft sein.

Seltsam finde ich es, dass dieselbe Regierung die Risiken von AIDS notorisch herunterspielt mit makaberen Kampagnen wie: Wenn Dein Arzt AIDS hätte, würdest zu weiter zu ihm gehen?

Wer in der Medizin arbeitet, braucht besonderen Impfschutz. Auch gegen „eingeschleppte“ Krankheiten. zB aus den Tropen!!!

Das RKI mußte sich vor einigen Jahren für eine Erhebung unter Hebammen entschuldigen und klarstellen, dass diese nich richtig durchgeführt worden sei.
Das Ergebnis konnte nämlich so interpretiert werden, dass Hebammen zu den eifrigsten Impfgegner zählen.
Es kursieren immer wieder Gerüchte, dass Krankenhausmitarbeiter und Arztpraxenmitarbeiter sehr häufig nicht geimpft wären.

Da könnte die Regierung ja mal mit Fakten kommen!

Aude pensare! Schade, dass hier das Thema der „Wissenschaftlichkeit“ des Impfens bislang nicht zur Sprache kommt. Es gibt nämlich keine wissenschaftlichen Kriterien genügende Nachweise über die Wirksamkeit von Impfungen. Nicht einer erfüllt die Anforderungen, des Kritischen Rationalismus nach Karl Popper, nach der Behauptungen (Thesen) nur dann als wissenschaftlich zu bezeichnen sind, wenn sie ihre jederzeitige Falsifizierung (Verwerfung) zulassen – was nichts anders heißt, dass das Experiment aus dem heraus eine These entwickelt wurde, jederzeit wiederholbar sein muss, um die These zu bestätigen oder zu verwerfen. Die ganze herrschende Schulmedizin ist daher nicht als wissenschaftlich zu bezeichnen, auch wenn sie sich… Mehr

„Damit war für mich, meine Kinder und, gelobt sei es, auch meine Enkelkinder das Thema Impfen erledigt.“

Sehen Sie, so einfach sollten Sie es sich dann doch nicht machen, n.m.M. Oder sprechen Sie nur von der Impfung gegen Masern?
Meine Großmutter wäre froh gewesen, hätte es damals eine Impfung gegen Diphterie gegeben. Zwei Söhne sind daran im Kindesalter gestorben.