Türkei: Ende der Willkommenskultur für Flüchtlinge aus Syrien

Die Türken sind der Geflüchteten und Zugewanderten aus Syrien überdrüssig. Die türkische nationalistische Regierung entspricht dem Wunsch ihrer Bürger und beginnt damit, syrische Spuren aus dem Alltag zu verbannen, damit sich die nun ungeliebten Nachbarn bloß nicht festsetzen.

Burak Kara/Getty Images
Turkish riot police secure the area as protesters, including many Syrian refugees, demonstrate against new measures requiring the forced relocation of refugees on July 27, 2019 in Istanbul, Turkey.

Also das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen wie so ein Stück süßwarmes weiches Halawa: Die türkische Regierung erlässt eine neue Vorschrift als „Konzession an einen Stimmungsumschwung in der türkischen Bevölkerung“. Was hier nun klingt wie ein zutiefst demokratischer Akt – andere würden sagen: Populismus – ist ja auch einer, wenn die gewählten Volksvertreter erledigen, wofür das Volk sie beauftragt und gewählt hat. Vorausgesetzt natürlich, es bestand überhaupt die Möglichkeit, sich zur Wahl zu stellen.

Worin der Stimmungsumschwung besteht, über den u.a. die Morgenpost berichtet? Es geht um nicht weniger als das Ende einer Willkommenskultur in der Türkei gegenüber den eingereisten – geschätzt – 3,6 Millionen syrischen Nachbarn. Eine Willkommenskultur, die hierzulande wenig bekannt war, die zwar Millionen im Land hält, von der aber auch eine Million nichts wissen wollte, als sie nach Europa, vornehmlich nach Deutschland einreisten.

Istanbul steht bei diesem Stimmungsumschwung besonders im Fokus, wenn Esenyurts Bezirksbürgermeister Ali Murat Alatepe zügig und ohne große Umstände eine neue Verordnung des türkischen Innenministeriums verwirklicht, die besagt, dass Schilder an Geschäften und Läden zu 75 Prozent in türkischer Sprache abgefasst sein müssen. Höchstens 25 Prozent der Aufschriften dürfen fremdsprachig sein. Der Bürgermeister empört sich besonders darüber, dass seine türkischen Mitbewohner nicht einmal erkennen könnten, was in diesen Läden verkauft werden würde.

Berliner, die davon lesen, verschlucken sich sicher an ihrer Berliner Weiße bei dem Gedanken daran, so ein Gesetz würde von Horst Seehofer (CSU) an den Berliner Oberbürgermeister Michael Müller (SPD) gesendet und dieser Herr Müller würde tatsächlich mit dem Fensterscheibenkratzeisen los flitzen und die türkischen und arabischen goldenen Buchstaben von den Friseurläden kratzen lassen, von den Dönerimbissen, den Goldankauf- oder den Gemüseläden und Reisebüros. Tatsächlich gäbe es Stadtteile in Berlin, ganze Straßenzüge, die auf einmal im informellen Dunkel stehen würden. Noch mehr, da es hier Straßen gibt, in denen der native Deutsche eine Minderheit darstellt.

Die Türken in der Türkei lassen nichts anbrennen: Der Türke ist aus seiner Anfangsnaivität aufgewacht, als er zunächst noch glauben wollte, die syrischen Gäste würden wieder in ihre angestammte Heimat zurückkehren. Die deutschen Refugees-Welcome-Adepten waren da gleich viel realistischer: Sie sind schon von Anfang an davon ausgegangen, dass die – übrigens meistens über die Türkei – nach Deutschland gekommenen Syrer auch in Deutschland bleiben werden.

Aber im Gegensatz zu den Türken ging es ihnen auch gar nicht nur um Humanität, sondern auch um etwas, das „Bereicherung“ genannt wurde, beispielsweise um vakante Facharbeiterposten, die besetzt werden sollten. In der Türkei gibt es solche institutionellen Gesuche nicht in erwähnenswerter Ausprägung. Übrigens auch keinen Mindestlohn – jedenfalls keinen, der hier nennenswert wäre. Trotzdem finden sich auch in der Türkei offensichtlich immer noch Syrer, die noch unter diesem Armutslohn arbeiten und damit die Jobs von Einheimischen gefährden.

Zusätzlich zu den Syrern leben noch eine halbe Million Migranten aus Pakistan, Afghanistan und dem Irak in der Türkei. Die Probleme sind also durchaus auch am Bosporus bunt und vielfältig. Und es gibt Regionen, die besonders betroffen sind, wenn beispielsweise in der türkischen Grenzprovinz Kilis inzwischen 80 Prozent der 143.000 Einwohner Syrer sind und auch die grenznahen Großstädte Sanliurfa und Gaziantep stark von syrischen Migranten geprägt sind und mittlerweile ganze Straßenzüge und Stadtviertel syrisch erscheinen.

Kann nun Istanbul noch etwas vom gastfreundlichen Berlin lernen oder doch eher umgekehrt? Wie kann die Türkei den Spieß umdrehen, wenn mittlerweile Umfragen zufolge neun von zehn Türken der Meinung sind, die Syrer sollten die Türkei wieder verlassen?

Während Deutschland in einem blamablen Krebsgang darum ringt, weiteren Zuzug auf zwei- bis dreihunderttausend Migranten pro Jahr zu begrenzen, sucht die Türkei Wege, die Syrer ganz aus dem Land zu verabschieden. Der Beginn wird also jetzt damit gemacht, indem man den Syrern ihre zaghaften oder ausgeprägteren identitären Anker in türkischen Städten wieder nimmt, indem die Geschäfte der Syrer „eingetürkt“ werden. Nichts Fremdartiges soll einem türkischen Patriotismus im Wege stehen. Und Patriotismus ist dann besonders nahrhaft, wenn die Wirtschaft eines Landes schwächelt.

Was wohl jetzt die Türken in Deutschland denken mögen? Insbesondere jene, die sich zuletzt öffentlich-rechtlich über die fehlende Integrationsbereitschaft der Deutschen aufgeregt haben. Verstehen sie die heikle Situation? Oder gelingt es ihnen, solche Vergleiche mit der Türkei auszublenden, wenn sie durch „ihr“ Berlin oder andere deutsche Großstädte laufen, an solchen Plätzen, wo kaum noch etwas darauf hindeutet, dass man sich in Deutschland befindet.

Die deutsche Wochenzeitung ZEIT fragte noch vor einer Woche ganz irritiert: „Was haben die Türken plötzlich gegen Syrer?“ und berichtete davon, dass die türkische Polizei Betriebe und Plätze „durchkämmen“ würde auf der Suche nach Syrern, die sich regulär in einer anderen Stadt aufzuhalten haben, die also illegal vor Ort aufgegriffen werden.

Die ZEIT identifiziert die schrumpfende Wirtschaft als Auslöser der „harten Wende“ im Umgang mit Syrern. Nun häufen sich die Meldungen einer schrumpfenden deutschen Wirtschaft, darf also auch von der deutschen Regierung erwartet werden, dass sich deren Haltung in der anhaltenden Massenzuwanderung demnächst verändern würde? Eine Frage, geeignet, als Scherzfrage aufgenommen zu werden, wenn doch Zuwanderung für sich längst kein humanitärer Akt mehr ist, sondern Ausdruck einer der deutschen Bevölkerung gegenüber destruktiven Form einer ideologisch basierten Religiosität.

Noch mal: Das muss man sich einmal bildlich vorstellen, wenn ein Putztrupp des Berliner Bürgermeisters samt fahrbarer Hochleiter durch Berlin düsen und Fensterwerbung und Lichtkästen abkratzen und demontieren würde, die nicht deutsch wären – eben das ist in der Türkei Anweisung des Innenministeriums und wird gerade in Istanbul in die Tat umgesetzt.

In Berlin wäre so etwas undenkbar. Übrigens sicherlich auch deshalb, weil die jüngere Geschichte der deutschen Hauptstadt auch davon erzählt, dass in den Novemberpogromen 1938 Geschäfte zerstört und ihre Inhaber gejagt und verhaftet wurden, nicht etwa, weil sie keine Deutschen gewesen wären, sondern weil bekannt war, dass sie einer anderen Religion angehörten als jener der Mehrheitsgesellschaft. In Deutschland wäre so eine Hatz gegen undeutsche (analog „untürkische“) Läden und Geschäfte tatsächlich undenkbar.

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Kommentare ( 59 )

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59 Kommentare auf "Türkei: Ende der Willkommenskultur für Flüchtlinge aus Syrien"

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung

UNDENKBAR ?
In Deutschland ist inzwischen VIELES undenkbar; zumindest vieles, was im Rest Europas und in der ganzen Welt noch als NORMAL angesehen wird.
Aber im Deutschland anno 2015 ff. ist eben NICHTS MEHR NORMAL !

Ich traue dem türkischen Nationalstaat und der türkischen Kultur eine deutlich höhere Überlebensfähigkeit zu, als dem deutschen Nationalstaat und der deutschen Kultur. In Deutschland gehört die kulturelle Selbstverleugnung und Selbstaufgabe mittlerweile in weiten Kreisen zum guten Ton und zur Grundvoraussetzung für weitere Karriereschritte.

In der Türkei ist es also schwieriger? Jetzt ist und BLEIBT Deutschland das Zufluchtsland Nr. 1 für arabische Flüchtlinge, die ohne echte Identitäts-Überprüfung einen dauerhaften Aufenthalt wünschen. Von außen ergibt sich der Eindruck: Das trifft auf die Zustimmung vieler links-progressiver Deutscher – und vor allem jener, die in der deutschen Flüchtlingsindustrie arbeiten. Ein Leserbrief-Schreiber im Trierischen Volksfreund (von der Redaktion überprüft, Leserbrief-Schreiber müssen dort Namen, Wohnort und Telefonnummer bekannt geben, die Telefonnummer wird auch kontrolliert): „Der Libanon hat eine Flüchtlings-Zahl aufgenommen, die 25% der Bevölkerung entspricht.“ Seine Forderung sinngemäß: Wenn der Libanon 25% seiner Bevölkerung an Flüchtlingen aufnehmen kann, warum… Mehr

Solange sich das Gedankenkarussel von Herrn Wallasch mit der Frage beschäftigt, ob Deutsche in Berlin fremdländische Zeichen wegkratzen, scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Bei der sich stetig wandelnden Bevölkerungszusammensetzung hätte ich das andere Szenario (wegkratzen deutscher Zeichen) auch für nicht unrealistisch gehalten, gerade vor dem Hintergrund des rot-rot-grünen Senats dort.

Es ist eine grundsätzliche Frage: Will ich mich in ein Land bzw. in eine Kultur integrieren? Oder will ich das Land (das Viertel, den Straßenzug) für alle sichtbar einnehmen? Das bürgerliche Vierte in dem ich in den 70er-Jahren aufgewachsen bin (bayerische Großstadt), ist mittlerweile türkisch/arabisch/islamisch. Ich muß es leider in Anlehnung an einen linken Spruch etwas härter ausdrücken: Das deutsche Volk „verreckt“ lieber, als dass es seine kulturelle Identität bewahren oder gar verteidigen würde.

Zitat: „Das bürgerliche Viertel in dem ich in den 70er-Jahren aufgewachsen bin (bayerische Großstadt), ist mittlerweile türkisch/arabisch/islamisch“ > Von gleichen Erfahrungen kann ich auch hier aus dem Norden, aus Hamburg, berichten. Ich habe es mit meinen über 60 Jahren 2x selber MITerlebt wie hier normale u. schöne Stadteile mit einer sog. deutschen Mittelschicht innerhalb 10-12 Jahre zu (so die hamburger Behörden) „Problemstadteile mit soziale Brennpunkte und hohem Ausländeranteil“ wurden und wo heute ganze Straßenzüge und Häuserzeilen bis auf ein paar alteingesessene Rentner deutschfrei sind. Sehr „bemerkenswert“ finde ich dann auch hier, dass zwar ein Großteil vom Wahlvolk (angebl) für MultiKulti… Mehr
„In Berlin wäre so etwas undenkbar. Übrigens sicherlich auch deshalb, weil die jüngere Geschichte der deutschen Hauptstadt auch davon erzählt, dass in den Novemberpogromen 1938 Geschäfte zerstört und ihre Inhaber gejagt und verhaftet wurden, nicht etwa, weil sie keine Deutschen gewesen wären, sondern weil bekannt war, dass sie einer anderen Religion angehörten als jener der Mehrheitsgesellschaft. In Deutschland wäre so eine Hatz gegen undeutsche (analog „untürkische“) Läden und Geschäfte tatsächlich undenkbar.“ Das ist die Brechstange, die seit 74 Jahren erfolgreich angewendet wird, mit der Widerstand gegen ungewollte Politik klein gehalten wird, ungeachtet dessen, dass mindestens ein Viertel der Bevölkerung keine… Mehr
Na supa, dann ist ja in Deutschland das Problem mit den fehlenden Fachkräften bald behoben(Sark off). Und die illegalen Grenzgänger u. Asyl-Erschleicher werden von der Türkei nach vor allem Zypern u. Griechenlamd auch weiter zunehmen. Mal sehen, vllt hat es ja auch sein Gutes. Denn wenn bis zur BTW21 vllt noch ~1 weitere Mill Syrer ins Land und die SozialsystemE(inkl Schulen) fluten und dann hinzu auch noch mehr gemessert, überfallen, verprügelt und vergewaltigt wird, vllt werden ja dann doch noch viele vom Schlaf-Michel aufwachen und das Denken anfangen. WIE SCHÖN das doch zumindest Dummland für Jeden & Alle in der… Mehr
„Dummland“ oder „Dummheit“ ist vielleicht der falsche Begriff. Das sagen auch die deutschen Ex-Pats im Ausland nicht über ihr Land oder über den deutschen Michel. „Naivität“ oder „Torheit“ ist der wahrscheinlich bessere Begriff für die extrem liberale Flüchtlingspolitik ohne ernsthafte Identitätsprüfung. Das Ganze betrifft aber zuerst einmal die Torheit der Regierenden. Torheit bedeutet, im Gegensatz zu Dummheit, dass man Entscheidungen trifft, die e i n e m s e l b s t schaden. Nachzulesen bei Ingeborg Bachmann oder Barbara Tuchmann. Die deutsche CDU hat in dieser Hinsicht (=sich selbst zu schaden!) eine Meisterleistung erbracht. Viele Abgeordnete haben bis jetzt… Mehr
Mhh, vllt ist es mit Blick auf den Deutschen Michel auch eine Mischung aus Dummheit, Naivität, Torheit u. Desinteresse. Ich bezeichne es zumeist deswegen immer als Dummheit, weil mir nicht in den Kopf will, dass es gerade auch hier in Deutschland in unsere Städte sehr viele negative Beispiele gibt an denen man klar u. deutlich erkennen kann, nein, sogar erkennen muß, dass es dann vor allem seit 1980/90 zu immer mehr Parallelgesellschaften u. größeren Problemen mit der v.a muslim Buntheit gekommen ist und das -auch- deshalb die Flutung von nun weiteren 100000de muslim u. afrikan „Fachkräfte“ einfach NICHT gut gehen… Mehr
Manfred_h… Ihr Blick in andere Länder ist sehr wichtig und bereichernd! Danke dafür. Deutschen Ex-Pats (Manager, die im europäischen Ausland arbeiten), gibt zu denken, was derzeit in Frankreich passiert: 20-25% der jüdischen Bevölkerung haben Frankreich mittlerweile verlassen – aus Angst vor dem Antisemitismus, den die Zugewanderten offen zeigen und leben. In Deutschland ist es laut Beobbachtern noch nicht so schlimm. Doch viele Leute mit jüdischen Wurzeln machen sich Sorgen – und prüfen mittlerweile auch, ob sie Deutschland verlassen sollten…. in den nächsten Jahren. Das Interview eines Verantwortlichen der jüdischen Gemeinde Düsseldorf im Radio vor einigen Tagen zu diesem Thema war… Mehr
„Die deutschen Refugees-Welcome-Adepten waren da gleich viel realistischer: Sie sind schon von Anfang an davon ausgegangen, dass die – übrigens meistens über die Türkei – nach Deutschland gekommenen Syrer auch in Deutschland bleiben werden.“ Man wollte nicht nur, dass Syrer kommen, sondern vor allem, dass sie auch bleiben – und darüber hinaus auch jeder andere. Es ist mittlerweile völlig egal, woher jemand kommt, Hauptsache Dritte Welt und dunkelhäutig, dann hat man beim Claudia-Roth/Ulla-Jelpke/Carola-Rackete-Milieu in Deutschland automatisch ein Willkommens- und Bleiberecht für alle Zeiten. Auch wenn man danach hauptsächlich Polizei und Justiz beschäftigt. „Noch mal: Das muss man sich einmal bildlich… Mehr

@Jan. „Wo der Wille ist, ist auch die Lösung“ – wie man so schön sagt.

@Jan. „Wenn die Bundesregierung klug wäre, würde sie sich mit der türkischen, libanesischen, jordanischen und syrischen Regierung zusammensetzten und einen Plan erarbeiten….“ – Tja, was ist, wenn die Bundesregierung das gar nicht will? Meines Erachtens sprechen leider alle Fakten deutlich dafür. Und bitte den Migrationspakt nicht vergessen! Die Bundesregierung habe wohl eine andere Agenda auf dem Plan. Bloß nicht alle Wähler haben es begriffen.

Interessante Kalkulation, die Sie aufmachen. Gibt viel Wahres wider. Der Aufwand für Kost und Logis für einen Flüchtling in Deutschland betragen laut einem Insider einer Asylstelle in Rheinland-Pfalz mindestens 15.600 pro Jahr. Wenn ein Leserbriefschreiber in einer angesehenen Regionalzeitung sich die Frage stellt, warum Deutschland nicht 10% seiner Bevölkerung an arabischen Flüchtlingen aufnehmen kann, wo doch der Libanon „25% seiner Bevölkerung an Flüchtlingen aufnimmt“, dann hat dieser Leserbriefschreiber wahrscheinlich in der Schule im Fach Mathematik nicht aufgepasst. 8 Millionen arabische Flüchtlinge würden 124,8 Mrd. Aufwand jährlich im Bundehaushalt bedeuten. Deutschland ist ein wirtschaftlich starkes Land. Aber eine solche Summe wäre… Mehr

Deutschland ist ein wirtschaftlich starkes Land??? Die Zahlen sind nur dank creativer Buchführung halbwegs positiv!

Arabische Flüchtlinge, nein, falscher Begriff: Migranten, überwiegend illegal, da ohne bzw. mit gefälschten Papieren oder Falschangaben, z.B. Abu Coca-Cola … lt. Herrn Ex-Verfassungsschützer Dr. Maassen. Wenn wir über christliche, buddhistische o.ä. Kanadier, Australier, Vietnamesen, Japaner, Finnen, Briten usw. redeten, müssten wir nach Problemen suchen. Im Libanon sind sie besser aufgehoben: Gleiche Sprache und Religion, kein Schweinefleisch, ähnliche Kleidungs-Vorschriften … DA IST ALLES GUT! Auch für uns.

In der Türkei ist es doch wie hier – einer/eine herrscht weit über Gebühr jahrelang und macht alles kaputt. Und wenn die Katastrophe da ist, wird gelogen und Flickschusterei betrieben. Aber das Kind ist eben in den Brunnen gefallen und längst ertrunken.

Bei allem Widerwillen und Ablehnung gegen die Regierung Erdogan kann ich die Türkei verstehen. Irgendwann findet jede Gastkultur ihr Ende. Wenn ganze Straßenzüge/Stadtviertel in der Sprache der ‚Flüchtlinge‘ gekennzeichnet sind, kippt wohl jedes Mitgefühl. Sogar, wenn es muslimische Glaubensbrüder sind. Zumal aus Jordanien, dem Libanon etc. Zehntausende freiwillig seit Monaten zurück nach Syrien gehen. Es zeugt davon, dass dort nicht mehr die Kriegsverhältnisse herrschen, die man sich in D herbeiwünscht, um bloß niemanden abschieben zu müssen. Wenn selbst die Türken sich gegen diese unfreiwillige ‚Bereicherung‘ wehren, wo bleibt da die Handlung seitens der Bundesregierung? Und warum möchte man den Deutschen… Mehr