Lager Moria brennt: Der Luftbrücke nach Deutschland steht nichts mehr im Weg

Es passt alles zusammen: Erst die 13 000 Stühle vor dem Reichstag, nun der Brand des Flüchtlingslagers Moria auf Lesbos, das oft als eine "Hölle" bezeichnet wurde.

imago images / ANE Edition

Wo soll man da beginnen bei diesem vernetzten Wahnsinn rund um den Kampf um die bald vollkommene Freizügigkeit der Einreise nach Europa vornehmlich Deutschland, um sich hier unter Vollversorgung und ohne jedweden Integrationsdruck ansiedeln zu können?

Am Montag standen 13.000 Stühle vor dem Reichstag stellvertretend für die Bewohner des Auffanglagers Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Eine groß angelegte Mahnung sollte das sein an alle Abgeordneten, die sich noch sträuben und an die Regierung, sich jetzt endlich auch offiziell über die aktuelle Gesetzeslage hinwegzusetzen und Länder und Kommunen eigenständig Menschen aufnehmen zu lassen nach belieben und im Sinne der NGO Seebrücke „sichere Häfen“. SPD-Chefin Saskia Esken und ihr Generalsekretär Lars Klingbeil ließen sich dazu mit einem Plakat „Aufnahme ermöglichen“ ablichten.

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Seit gestern Abend brennt nun Moria, Menschenleben sind in Gefahr oder in Gefahr gewesen. Ja, natürlich auch Kinder, Alte und Frauen. Unter ihnen auch Schwangere. Nichtsdestotrotz muss man attestieren, dass dieser Brand dafür gesorgt hat, dass die Dringlichkeit der Versorgung dieser Menschen rapide angestiegen ist, denn zuvor waren sie versorgt – wenn auch nicht immer in allen Belangen nach ihren Vorstellungen: So soll beispielsweise das Lager gerade erst mit einer neuen Krankenstation ausgerüstet worden sein, die griechische Regierung hat hier also mitnichten nichts getan.

Hinzu kommt – quasi als Brandbeschleuniger – eine Ausgangssperre nach Bekanntwerden von einigen dutzend Corona-Fällen und der drohenden Isolation der Betroffenen sowie des Lagers in seiner Gesamtheit. Und schon ist der von den NGOs seit längerem in den sozialen Netzwerken geforderte Aufstand da.

Ganz klar: Mit dem Brand steigt jetzt die Chance der Bewohner nach Deutschland zu kommen, wohin ja die meisten wollen. Sollten also die Lagerbewohner den Brand selbst gelegt haben – und die Verhinderung der Löscharbeiten spricht nicht gerade gegen diese Vermutung – dann werden sie wohl erfolgreich ihren Weg nach Deutschland verkürzt haben. Nicht vergessen darf man hier, dass die linksradikale (Zuweisung eines Ex-Kapitäns) Dresdner NGO Lifeline bereits vor Wochen erfolgreich Spenden gesammelt hat, mit denen Flüge bezahlt werden können, eine regelrechte Luftbrücke aufzubauen vom Camp direkt in die per NGO Seebrücke sich am Gesetz vorbei zur Aufnahme bereit erklärten Städte und Kommunen in Deutschland. Aber bisher wurde daraus offiziell noch nichts. Jetzt dürfen die Maschinen – so kann man prognostizieren – sicher bald starten.

Und wenn wir schon bei den linksradikalen Lifelinern sind: Die sollen mittlerweile – die Meldungen ihres Twitter-Accounts sind hier aufschlussreich – eine wichtige, wenn nicht sogar die entscheidende Rolle im Lager spielen. Informationen über das, was im Lager passiert, gelangen praktisch kaum noch an den NGOs vorbei aus dem Lager. Die Infrastruktur steht und die NGOs in Deutschland erledigen mit ihren Kampagnen den Rest, wie jetzt Montag vor dem Reichstag – hier sind sie sich zudem der Solidarität aller Parteien außer der AfD ebenso wie der ehemals Leitmedien genannten Presse bewusst. Nicht nur die Parteichefin der SPD war am Montag wie selbstverständlich Teil der Stühle-Inszenierung der NGOs, zahlreiche Bundestagsabgeordnete unterzeichneten auf einer Tafel: „Hiermit erkläre ich, dass ich mich für die sofortige Evakuierung der überfüllten Flüchtlingslager einsetzen werde“. Was die große Koalition nicht offiziell illegal beschließen darf, nimmt dann eben den Weg über den außerparlamentarischen Arm.

Und die NGOs vor Ort, dort, wo die Menschen in der Warteschlange nach Deutschland stehen, übernehmen den Rest – sowohl logistisch als auch in der dazugehörigen Versorgung mit den passenden Bildern. So zitiert dann eben die Tagesschau unter der Überschrift „Feuer verwüstet Flüchtlingslager Moria“ eine Reihe beteiligter NGOs vor Ort, die dann entsprechend ihrer No-Borders-No-Nations-Ideologie Auskunft erteilen.

Willkommensbotschaft nach Lesbos
Die nächste Besetzung vor dem Reichstag: 13.000 Stühle der Seebrücke
Die Feuerwehr von Lesbos, die den Brand löschen wollte, soll dabei von Migranten mit Steinen beworfen worden sein, um die Löscharbeiten zu verhindern. Andere Stimmen sagen, möglicherweise aber hätten die einheimischen Bewohner von Lesbos selbst den Brand gelegt. Denn natürlich hätten auch sie einen Vorteil davon, sollte das Lager abbrennen und die Bewohner notwendigerweise evakuiert werden, weg von ihrer Insel. Wahrscheinlich ist das aber nicht, zu offenkundig erscheint hier die Annahme einer Brandlegung aus dem Lager selbst heraus.

Außerdem werden immer wieder neue Zuwanderer den Weg aus der Türkei die kurze Strecke über das Meer auf die griechischen Inseln finden – das türkische Festland ist ja in Sichtweite, die Handys der NGOs landen immer wieder im türkischen Netz. Die Bewohner hätten hier also nur einen sehr kurzfristigen Vorteil. Zudem macht Ursula von der Leyen für die EU gerade den Weg frei für einen umfangreichen EU-Flüchtlingspakt, für eine Legalisierung der Asylantragseinreise letztlich hin zu einem Einreiserecht für alle. Hin also zu einem Umbau der griechischen Lager zu Aufnahmestationen für weitere Hunderttausende. Der Damm ist längst gebrochen, die EU-Grenzschützer von Frontex nicht in Sicht.

Der Brand mag jetzt zwar den Willen der letzten noch unentschlossenen politischen Entscheider in Deutschland gebrochen haben, der Weg war aber längst vorgezeichnet, die Einreise nur eine Frage der Zeit. Spannend bleibt die Rolle der deutschen NGOs, allen voran der linksradikalen Dresdner Lifeliner in Moria. Hier wäre eigentlich die Bundesregierung gefragt, Licht ins Dunkel zu bringen. Aber daraus wird wohl nicht werden, denn warum sollte die Bundesregierung willens sein, sich selbst einen ihrer so wirkmächtigen außerparlamentarischen Arme abzuschlagen?

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Kommentare ( 402 )

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K.Behrens
4 Monate her

hier in Hamburg singen die Sirenen schon. Der „Senat“ wird weiterhin das Geld der Bürger verprassen. Ich sage voraus, irgendwo zündeln irgendwelche rum und schon läuft die Erpressung. Hamburger Senat und Moria sind auf einer Ebene, beiden ist es herzlich egal, was sie in ihrer unglaublichen Dummheit öffentlich posaunen. Der Hamburger Senat springt über jedes Stöckchen, so es in seine Ideologie passt.

Peter Pascht
4 Monate her

“ Die EU Politiker lassen sich gerne von der 3. Welt erpressen und in Haftung nehmen.“

Weil sie ihre Nase für so wichtig halten, sich jeden Stinkefinger hinein zu stecken.

So stimmt es.

Diogenes
4 Monate her

Die „EU“ läßt sich von nichts und Niemandem erpressen. Wozu auch sollte man „die EU“ erpressen? Die ist doch ein Füllhorn der Verteilung deutschen Geldes für jeden, der „hier“ schreit. Mit den einzigen Staatsanleihen, den deutschen, die noch einen inhärenten Wert haben, im Gegensatz zu astronomisch verschuldeten Schmarotzerstaaten, läßt die EU in ihrer EZB Druckerei Billionen drucken (ganz abgesehen von den deutschen Krediten, deren „Tilgung“ bis ins nächste Jahrhundert veranschlagt ist) . Wer von den Profiteuren würde die Hand beißen, die sie füttert? Nein, die Fremdlinge aus dem Nahen Osten und Afrika hätten nicht die geringste Chance in „ihrer neuen… Mehr

Sabine K.
4 Monate her

Man stelle sich mal kurz vor, nächste Woche wären Wahlen, Landtag oder gar Bundestag. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Moria-Problem über die Bezahlschranke großer Zeitungen gekommen wäre….man hätte vielleicht hier und da was von Feuerchen gelesen. Die Wucht des Problems wäre uns erst nach den Wahlen präsentiert worden. Mit all den jetzt geäußerten Forderungen nach einer „Luftbrücke“…

Peter Pascht
4 Monate her
Antworten an  Sabine K.

Was gibt es denn an diesem Staat noch zu Plündern?
Alles in allem hat dieser Staat 5 Billionen langzeit-Schulden.
Wenn das zum Ausbaden kommt, sind nur noch unsere Enkelkinder dran.

macrotrader
4 Monate her

Wird das denn nie enden ? Alle Flüchtlinge(=Migranten) immer nur rein zuwinken (mit welcher Begründung auch immer) ist sicher die politisch einfachste Lösung. Aber die (langfristigen) Konsequenzen müssen andere tragen. Muss erst der Sozialstaat vollständig geplündert sein, oder die Sicherheitslage so prekär sein, bevor wir uns trauen unserem Unmut endlich Gehör zu verschaffen ? Wir, die Bürger, haben es doch eigentlich in der Hand zu bestimmen was auf der Agenda der Politik steht. Ich kenne sooo viele Leute, alles normale Bürger der Mitte, brave und gute Steuerzahler, die sich nur mit abgesenkter Stimme trauen ihre Meinung zu formulieren. Das kann… Mehr

Johann Thiel
4 Monate her

Habe mittlerweile den Eindruck, dass es gar nicht so sehr Dummheit ist, welche die Deutschen so gelassen beim Thema Masseneinwanderung macht. Es scheint mir eher um eine Art Selbsterhöhung zu gehen, um gönnerhaft den „Armen“ dieser Welt zu „helfen“. Das erklärt auch das Wahlverhalten. Es ist eine Form des Hochmuts, der bekanntlich vor dem Fall kommt.

Peter Pascht
4 Monate her
Antworten an  Johann Thiel

„Es scheint mir eher um eine Art Selbsterhöhung zu gehen, um gönnerhaft den „Armen“ dieser Welt zu „helfen“.

Dass dem so ist, daran gibt es ja wohl keinen Zweifel.
„am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ gilt immer noch in vielen Köpfen.

Kassandra
4 Monate her
Antworten an  Johann Thiel

Der Schuldkult in Hybris und Selbstüberschätzung übersteigert bis hin zu eigenen Vernichtung.

Johann Thiel
4 Monate her

Das Bedürfnis auf den dauerschmerzenden Zahn einfach mal kräftig draufzubeissen.

Diogenes
4 Monate her

Es gibt nicht den geringsten Zweifel, daß die „Flüchtlinge“ ihr Lager selbst abgebrannt haben. Also darüber braucht man weder zu mutmaßen oder noch weiter zu diskutieren. Die Europäer sollen erpresst werden, den vielen Tausenden eine regelrechte Wohlfühl-Vollversorgung und darüber hinaus und bis ans Lebensende ohne geringste Eigenleistung stante pede zu bieten. Ganz Europa soll sich beteiligen? Nein, DAS Haupt und Führungsland, daß von den jährlich 200.000 Fremdlingen jeden Einzelnen mit Gold aufwiegt, im wahrsten Sinne des Wortes – eben Deutschland, macht sich jede einzelne Migrantenaufnahme zu ihrer ureigensten Angelegenheit. Ganz Deutschland? Nein, es ist eine Führungsclique um und in personam… Mehr

Alt-Badener
4 Monate her
Antworten an  Diogenes

Und Kalkutta ist schon in vielen Stadtteilen Wirklichkeit. Etwas widersprechen muss ich. Es ist nicht nur die Führungsclique, die dieses Land zugrunde richtet, es auflöst, es sind schon die deutschen Bürger selbst, die das tun. Sie hatten in den zurückliegenden Jahren schon längst die Möglichkeit, diese Clique per Wahlentscheid zum Teufel zu jagen. Aber haben sie es getan? Nein!!! Und im kommenden Wahljahr 2021 werden sie es wieder nicht tun, da wette ich eine gesamte Monatsrente.

gmccar
4 Monate her
Antworten an  Diogenes

Corona ist der Weg zum Ziel.Siehe Event 201 und die Vielzahl der Aktionen seitens der UN.Hier besonders dieser Guterres.Was macht eigentlich der Avramopoulos? Zum Kaffee bei Soros?

Johann Thiel
4 Monate her

Die große Transformation: Mustervorlage ist Rudi Dutschkes Aktivierung der „Arbeiterschaft“ die gegen das System aufstehen soll. Hat der Joschka schon mal praktisch versucht und ist dafür rausgeschmissen worden. Unsere sozialistischen „Eliten“ gehe einen einfacheren Weg. Sie inszenieren massenhafte Armutseinwanderung welche die bürgerliche Gesellschaft finanzieren muss bis es nicht mehr geht. Dann wird den kriegserfahrenen jungen Einwanderern der Weg zu Waffen geebnet um ihre Vorstellung von „Gerechtigkeit“ selbst herzustellen. Das hat die komplette Zerstörung der bürgerlichen Gesellschaft und des Landes zur Folge. Damit ist das Hauptziel des Marxismus/Sozialismus erreicht, die Zerstörung bestehender Gesellschaften. Wenn das erreicht ist, entsteht dann nach ihrer… Mehr

Brotfresser
4 Monate her
Antworten an  Johann Thiel

So ist es, teilweise sogar noch etwas schlimmer: Der Zugang zu den Waffen wird nicht sequentiell nach dem Zusammenbruch der Sozialsysteme ermöglicht; das wird simultan jetzt schon gemacht: Spielwiesen für Dealer und sonstige Kriminelle eignen sich auch jetzt schon hervorragend für Waffenschiebereien! Der Umgang mit Äxten, Macheten, Messern und auch nur festem Schuhwerk wird ja schon landläufig fleißig geübt. Gleichzeitig müssen autochthone Inhaber von Waffenscheinen und -besitzkarten regelmäßig den Bedarf nachweisen; gelingt das nicht, ist die legale Waffe futsch. Der legale Zugang zu Waffen wird kontinuierlich erschwert; das gewichtigste Argument dafür sind regelmäßig die Verbrechen, die mit illegalen Waffen begangen… Mehr

kuester
4 Monate her

Ganz recht, es ist anzunehmen, dass die ganze „Katastrophe“ eine abgekartete Sache war.
Ich bin gespannt, wann Herr Seehofer nun erneut umkippt. Zugunsten der „Menschlichkeit.“

Peter Pascht
4 Monate her
Antworten an  kuester

Ich versteh gar nicht was sie gegen Seehofer haben, sieh mal da:

„Seehofer befürwortet Einwanderungsstopp für ‚fremde Kulturkreise‘ “
ach nee, halt, das war ja, FAZ 09.10.2010

„nota bene“, er spricht nicht von „wir schaffen das nicht“,
sondern sein Motiv ist ein heutzutage als „völkisches“ bezeichnetes