Macron-Starmer-Merz in der Illusion, sie hätten Trump gebremst – dessen Karawane zieht weiter

Das WEF in Davos geht zu Ende. Trump hat die Nutzlosigkeit von UN und EU attestiert und die versammelten Weltfunktionäre am Nasenring durch die Manege geführt. Macron-Starmer-Merz kehren heim in der Illusion, Trump zum Nachgeben bewegt zu haben.

Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt,
Er setzt seine Felder und Wiesen instand.
Er pflüget den Boden, er egget und sät
Und rührt seine Hände früh morgens und spät.

In Davos sagte Kanzler Merz: Seine Wettbewerbsfähigkeit hat Europa nicht wegen China oder USA verloren, sondern selbst unter einem Berg von Bürokratie begraben. Dieser Redeauszug kursiert im Netz, übesetzt in ein halbes Dutzend Sprachen: „Deutschland und die EU haben ihr eigenes Wachstum durch endlose Vorschriften, verzögerte Reformen und das reflexartige erst regulieren, dann nachdenken, selbst ausgebremst. Der Binnenmarkt sollte alle anderen überflügeln. Stattdessen wurde er zu einem Museum aus Formularen, Genehmigungen und Compliance-Abteilungen. Letztendlich hat Europa seine Wettbewerbsfähigkeit nicht gegenüber China oder den USA eingebüßt, sondern sie unter einem Berg von Bürokratie begraben.“

Leider drehte sich Merz nach dieser Wahrheit wie nach jeder Lockvogel-Botschaft um und folgt mit seinen Scheinschwarzen den neuen Anweisungen der Rotgrünroten zu den nächsten Grabesaufschüttungen der zentralen Planwirtschaft.

Ein zufälliger Blick des Beobachters erhaschte das milde Lächeln von Merz, als er im TV sagte, erleichtert über den Verzicht von Trump auf die Übernahme von Grönland zu sein. Ein mildes Lächeln wie beim Erzählen vom unmündigen kleinen Sohn, der doch wirklich fest an den Mann im Mond glaubt. Merz entgeht, der Rüpel Trump denkt nicht an den Mann im Mond, sondern an den Amerikaner auf dem Mars.

Merz zählt halt wie alle anderen an der Spitze der Gesternregierungen in Europa zur Anlernexistenz Berufspolitiker, die außer Hahnen- und Hennenkämpfen um die höher dotierten Parteienfunktionsärsplätze nichts können. Die deshalb von der Wirklichkeit des Lebens der Werktätigen und Unternehmer nichts wissen.

Gesternabend verlasen die TV-Leute doch wirklich die Sprachregelung, Trump habe sich dem Druck der Macron-Starmer-Merz-Macht gebeugt und bei Grönland auf die Übernahmeforderung verzichtet. Ein einziger ORF-Korrespondent nannte es Trumps Methode, sich nach überzogenen Forderungen samt Strafzöllen als Drohkulisse scheinbar auf Kompromisse einzulassen, in Wahrheit aber zu bekommen, was er will. Derselbe Korrespondent war es auch, der der versammelten Empörung über Trumps „Friedensrat“ als Ort von weltpolitischen Entscheidungen anstelle der UN entgegenhielt, Trump wäre bei weitem nicht der Einzige, der den Vereinten Nationen attestiere, viel Zeit und Geld für nichts zu verwenden.

Die UN brauchte über eine Woche, um zu registrieren, was viele längst aus dem Iran berichteten, wie TE ständig. Das Regime hat über 20.000 Demonstranten getötet.

Merz zur NATO: „Dieses transatlantische Bündnis gibt man nicht einfach einmal so auf. Wir haben es über 75 Jahre hinweg aufgebaut.“ Es sei das erfolgreichste politische Bündnis, das es jemals zwischen Europa und den USA gegeben habe. „Es ist kein reines Militärbündnis, sondern es ist ein politisches Bündnis.“ Trump habe allerdings damit recht, dass die Europäer mehr für die Verteidigung tun müssten.

Diesen gestanzten Leerformeln genügt Dwight D. Eisenhower 1951 entgegen zu setzen: „Sind in zehn Jahren nicht alle in Europa stationierten amerikanischen Truppen in die USA zurückgekehrt, ist dieses ganze Projekt [NATO] gescheitert… Wir müssen diese Leute dazu bringen, militärisch auf eigenen Beinen zu stehen.“ – Sorry Ike, it didn’t work. Daran wird sich erst nach den Gesternregierungen etwas ändern können.

Finanzminister Klingbeil hält es mit dem Atom beim Militär wie beim Strom. Es gebe das „Angebot Frankreichs, den französischen Nuklearschirm stärker für die europäische Sicherheit nutzbar zu machen (Spiegel). –  Damit es in Deutschland nicht stinkt, geht man zum – Sie wissen schon – zum Nachbarn.

Ukraine. Selenskyj kündigte in Davos ein Treffen am Wochenende mit Vertretern der Ukraine, Russlands und der USA in den Vereinigten Arabischen Emiraten als erstes Treffen dieser Art seit Kriegsbeginn an. Witkoff und Kushner verhandeln vorher in Moskau mit Putin.

Iran. Weiterhin höchste Alarmbereitschaft. Trump setzt eine komplexe Strategie der psychologischen Kriegsführung und der militärischen Positionierung gegen das iranische Regime ein. Die Welt wartet, ob die US den entscheidenden Schlag tun. Trump verbreitet einen Nebelschirm von „diplomatischem Verlangen“ aus Teheran. Führt Trump die Ayatollahs in eine tödliche Falle, oder wird er Opfer der iranischen „Basarkunst“ der Verhandlungen? Führt das Geschehen zum Zusammenbruch des Regimes oder zu dessen Überleben und Wiederaufrüsten? Trump hat sich den Ruf erarbeitet, bereit zu sein, die traditionellen Regeln zu brechen. Seine Bilanz umfasst die dramatische Beseitigung von Qasem Suleimani, die Verhaftung von Nicolás Maduro und die jüngsten Angriffe auf iranische Atomanlagen. Die Bedenken sind, ob das ultimative Ziel ein totaler Regimewechsel oder nur eine schmerzhafte Strafe ist. 

Adé Illusion. Der CEO von Honeywell sagt, mit Solarenergie könne man weder Zement noch Stahl herstellen: „Sie sind sehr energieintensiv… Das ist Physik… Erneuerbare Energien bleiben zwar Teil des Energiemixes, aber sie können nicht die Menge an Joule liefern, die wir benötigen, um diese weltweit benötigte Infrastruktur zu produzieren.“

Adé Trudeau. Der Wokunismus auf beiden Seiten des Atlantiks bröckelt. Man freut sich ja über jeden kleinen Schritt.

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Kommentare ( 64 )

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andreas donath
26 Tage her

Was Friedrich Merz sagt oder nicht sagt, interessiert mich schon lange nicht mehr. Muss ich mir nicht antun, körperliches Unbehagen wäre die Folge. Unsympathischer geht gar nicht, es gibt nichts, was jener Mensch in meinem Namen aussprechen könnte. Nur peinlich, wenn man irgendwo im Ausland diese Gestalt mit Deutschland gleichsetzt, dem Land, für das sich meine Eltern und Großeltern nach 1945 den Buckel krumm geschuftet haben, um es aus einer Trümmerwüste und seelischer Depression wieder zu Wohlstand und einem freiheitlichen Geist zu führen. Das Kürzel „CDU“ ist für mich längst die Ekel-Chiffre schlechthin. Eine Partei, die mit den Merzens und… Mehr

bkkopp
26 Tage her

Zur UNO könnte man anmerken, dass sie nicht nur das Kind der USA ist, deshalb auch die Zentrale am East River, sondern dass die USA seit der Gründung das Schwergewicht im Sicherheitsrat waren, und dass der UN-Botschafter der USA in Washington Kabinettsrang hatte und hat. Die USA sind damit die Hauptverantwortlichen für alle Fehlentwicklungen der UNO – wenn auch meist nur durch Geschehenlassen. Wenn sie heute sehr unzufrieden mit der UNO sind, dann sind sie es mit einer multinationalen Organisation bei der sie über Jahrzehnte alle Macht und konkreten Möglichkeiten gehabt hätten einen sehr großen Teil aller Fehlentwicklungen zu vermeiden.… Mehr

Del. Delos
26 Tage her

„Der Wokunismus auf beiden Seiten des Atlantiks bröckelt. Man freut sich ja über jeden kleinen Schritt.“
Stimmt zwar – aber gleichzeitig sollte man sich auch fragen, WARUM es bei so viel Klugheit, Weitblick und Sachverstand auf Seiten des Widerstands SO LANGE braucht, bis sich diese von Beginn an als unhaltbar erkannten Zustände endlich mal in Nichts auflösen.
Sollte es womöglich an einem Mangel an MUT liegen?

Kassandra
25 Tage her
Antworten an  Del. Delos

“It was always the women, and above all the young ones, who were the most bigoted adherents of the Party, the swallowers of slogans, the amateur spies and nosers−out of unorthodoxy.” — George Orwell 1984 https://x.com/TheRabbitHole/status/2009912637837193653
.
Und nun?

Moses
25 Tage her
Antworten an  Kassandra

Es ist genauso geblieben oder sogar schlechte geworden, weil sie genug dumme Männer angelockt haben.

Logiker
26 Tage her

Ein Portal titelte heute morgen:

„Es gibt nur drei Wege aus der Krise: 
Reformen, Krieg oder Crash !“

Dem ist nichts hinzuzufügen.
Für Deutschland stehen derzeit die Chancen auf Krieg oder Crash weitaus höher als auf Reformen.

Es lebe die Erhöhung der Pendlerpauschale ! 🤔😱
( für diejenigen, die das nicht verstehen: dieses Beispiel zeigt, wie beschränkt und verkrustet der Denkhorizont des deutschen Staates – und der Mehrzahl seiner Bürger – ist.)

Last edited 26 Tage her by Logiker
Kassandra
25 Tage her
Antworten an  Logiker

Krieg im Land ist ja schon. Wenn auch unberichtet.
Sie nennen sie immer noch „Flüchtlinge“.

Moses
25 Tage her
Antworten an  Kassandra

Warum sollen sie es nicht, benennen sie schließlich die Linken Terroristen als „Aktivisten“?

M. Stoll
26 Tage her

Wenn Trump dort redet, hört die ganze Welt zu.
Was Merz in Davos gesagt hat, interessiert noch nicht einmal die Deutschen.

Kassandra
25 Tage her
Antworten an  M. Stoll

Zumal er auf Englisch „parlierte“ – und die Rede immer noch nicht ins Deutsche übersetzt scheint – von unsererRegierung: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/reden/rede-von-bundeskanzler-merz-beim-world-economic-forum-am-22-januar-2026-in-davos-2403600
Wie kann das sein?
Zumal das Skript ja vorlag, bevor er zu reden begann?

Talleyrand
26 Tage her

was empfindet dieser Kanzler eigentlich, wenn er sich selber zuhört? Wäre eine Untersuchung wert.

Guzzi_Cali_2
26 Tage her

Wie herabwürdigend muß es für Trudeau oder auch Baerbock gewesen sein, vor einer Handvoll Menschen sprechen zu müssen, Baerbock in der Besenkammer, Trudeau vor leeren Rängen. Da bleibt man doch lieber daheim. Es muß doch beiden bewußt sein, daß Bilder dieser Demütigung publiziert werden. Aber sie sind beide Narzissten (etwas, was Trump gerne angehängt wird) – sowohl Baeri, als auch Trudi können ihre Bedeutungslosigkeit nicht verwinden.

andreas donath
26 Tage her
Antworten an  Guzzi_Cali_2

In der Tat, herabwürdigend und zugleich hochverdient.

Dieter Rose
26 Tage her

Gesternregierungen? Nein, Zukunftsregierungen! Mein Lieblingsmorgenhintermirblatt titelt: „Grüne rücken näher an CDU“, immer weiter, immer weiter, keine Rettung durch vernünftige Politiker in Sicht.

hansgunther
26 Tage her
Antworten an  Dieter Rose

Wo sind die vernünftigen Wähler? Hier liegt der Hase im Pfeffer schon seit Jahren! Die Politstatisten werden von Wählerstatisten im Amt gehalten, gegen ihre eigenen Überlebens- und Zukunftsinteressen. Die Politstatisten füllen weiter für ihre Minderleistungen die Taschen, dem Michel werden sie geleert. Gegenwehr – keine!
Das massenhafte Stockholmsyndrom deutscher Wähler ist nur noch beängstigend. Es gibt zwar einen Trend, dennoch keine durchschlagende Korrektur. Sedierung im Endstadium!

Juergen P. Schneider
26 Tage her

Um die durchaus realistischen Einschätzungen Trumps hinsichtlich verfehlter europäischer Wirtschafts-, Migrations- und Energiepolitik ernst zu nehmen, sind die europäischen Pseudoeliten ideologisch zu verbohrt, ökonomisch zu unbeleckt und naturwissenschaftlich-technisch zu ungebildet. Die in ihren Ländern vorhandene Fachkunde wird aus ideologischen Gründen und aus Machterhaltungsgründen einfach ausgeblendet. Man nimmt das Fiasko in Kauf, um noch ein paar Jahre an der Macht zu bleiben und abzukassieren. Eine wirkliche Zukunft hat solches Verhalten nicht. Aber mach mal einem Bekloppten klar, dass er bekloppt ist, würde Dieter Bohlen sagen.

Kassandra
26 Tage her
Antworten an  Juergen P. Schneider

Mit Harris/Walz am Ruder in den USA wären sie Hand in Hand gegangen – aber gerade, weil Trump Potus wurde, wird der Wahn des seit damals eingeführten „Postfaktischen“ derart ruchbar.

alter weisser Mann
26 Tage her

Dass Trump in Sachen Grönland gebremst wurde, runter vom großmäuligen „wir werden es bekommen“ zu erst noch auszuverhandelnden Vereinbarungen sieht nur der blindeste Trump-Fanclub nicht.

Del. Delos
26 Tage her
Antworten an  alter weisser Mann

Sie schauen zu viel ÖRR.

andreas donath
26 Tage her
Antworten an  alter weisser Mann

Bla, bla, bla ……. Dass Trump diese Leute am Nasenring durch die Manege zieht und sie, vollkommen zu Recht, wie lästige Lakeien behandelt, scheinen nur Sie nicht zu erkennen bzw. nicht erkennen zu wollen. Aber so ergeht es einem eben, wenn einem linke Eurokraten-Ideologie die Kontaktlinsen verkleistert. Und von Trumps Psychologie verstehen sie noch weniger als nichts. Das ist seine spezifische Strategie, um Ziele zu erreichen, was zu 99 Prozemt auch gelingt. Er veranstaltet vorher einen solchen Wirbel, dass die andere Seite verunsichert ist und dann meint, wenn der „Orange Man“ nicht alles in Schutt und Asche legt, was er… Mehr

Rene 1962
25 Tage her
Antworten an  alter weisser Mann

In der ehemalige DDR sollte man immer ganz fest an den Sieg des Sozialismus glauben. Zum Schluss gaben sogar die Mitläufer (die meisten waren ja nicht dabei) zu, dass das eine Illusion war.