Angela Merkel und Friedrich Merz schwänzen den Termin, und in der Hauptstadt fehlt sogar der Stoff für die Enthüllung des Straßenschilds: Die Einweihung der Helmut-Kohl-Allee in Berlin gerät zur peinlichen Farce.
picture-alliance / ZB | P. Pleul, dpa | T. Banneyer - Collage: TE
In Deutschland sind etwa 20 Straßen, Alleen und Plätze nach Helmut Kohl benannt. Ausgerechnet in Berlin – der Stadt, die es ohne den Kanzler der Einheit in ihrer heutigen Form gar nicht gäbe – mochte man sich an Kohl bisher nicht in dieser Form erinnern.
Diese Peinlichkeit wollte sich sogar die um selbsterzeugte Peinlichkeiten nicht verlegene Hauptstadt-CDU nicht länger antun. Ihr Parteichef, der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, setzte vor sieben Monaten die Umbenennung der bisherigen Hofjägerallee in Helmut-Kohl-Allee durch.
Das war gar nicht so einfach, denn der betroffene Stadtbezirk Mitte mit seiner grünen Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger wehrte sich lange mit Händen und Füßen. Am Ende willigte die einflussreiche 55-Jährige dann doch ein – schließlich kann es sein, dass die Hauptstadt-Grünen mit der CDU nach den kommenden Wahlen bald einen Senat bilden müssen. Da kann ein Zeichen des guten Willens nicht schaden.
Dabei geholfen hat sicher auch der Umstand, dass die Hofjägerallee von der touristisch bekannten Siegessäule in Richtung Innenstadt auf ihrer ganzen Länge durch den Stadtpark Tiergarten führt. Da gibt es keine Anwohner – also, im Wortsinn: null. Die Umbenennung erzeugt für Privatleute entsprechend keinerlei Kosten und sorgt höchstens für Änderungen in Stadtplänen oder Navigationsprogrammen.
In anderthalb Wochen, am 9. Mai, wird die Helmut-Kohl-Allee nun eingeweiht. Und schon jetzt ist klar: Der Festakt selbst wird eine einzige Peinlichkeit.
Nachdem die grünen Bezirkspolitiker ihren Widerstand aufgegeben haben, können die neuen Schilder für die Helmut-Kohl-Allee im Herzen von Berlin aufgehängt werden. Traditionell passiert das durch eine feierliche Enthüllung. Doch, Überraschung: Der grüne Bezirk kann in seinem Fundus einfach kein Stück Stoff finden, mit dem das größte neue Straßenschild erst verhüllt werden könnte, um es dann zu enthüllen.
Kein Witz. Der zentrale Stadtbezirk der Hauptstadt des viertgrößten Industriestaats der Welt kann keinen Stofffetzen in der Größe 1,10 mal 1,70 Meter für eine Straßeneinweihung auftreiben.
Ein paar Freunde hat der verstorbene Altkanzler aber selbst in Berlin. Eine engagierte Mitarbeiterin im Roten Rathaus, dem Sitz der Berliner Landesregierung, hat die feierliche Enthüllung gerettet, indem sie eine dunkelblaue Verhüllung kurzerhand selbst nähte – nach Feierabend, zu Hause.
Man möchte der Frau dafür Respekt zollen.
Gut, das gilt vielleicht nicht für jeden. Zum Beispiel nicht für Angela Merkel. Sie, die ohne Helmut Kohl keine politische Karriere gehabt hätte, hat für den Festakt abgesagt. Terminprobleme, sowas aber auch.
Abgesagt hat auch Kohls aktueller Nachfolger als Bundeskanzler und CDU-Chef. Friedrich Merz mag ebenfalls nicht dabei sein, wenn sein Vorgänger geehrt wird. Sie ahnen es: Terminprobleme.
Die jetzige Hofjägerallee und künftige Helmut-Kohl-Allee liegt exakt 400 Meter von der CDU-Bundesgeschäftsstelle entfernt. In einer geraden, direkten Linie. Zu Fuß braucht man laut Google Maps für die Strecke sechs Minuten, dabei läuft man immer nur geradeaus und muss noch nicht einmal eine Ampelkreuzung überqueren.
Für Friedrich Merz ist dieser Weg zu weit.
Dem Andenken an Helmut Kohl wird das nicht schaden. Der Pfälzer hat seinen Platz in allen Geschichtsbüchern sicher. Dort wird er ganze Kapitel füllen. Friedrich Merz wird man dagegen höchstens in den Fußnoten finden.

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Ja dieser teure Stoff. Da alles, wirklich auch der letzte Cent für die Ukraine, die Förderung des Islams und peruanische Radwege gebraucht wird ist eben nicht mehr da!
2014 war ich bereits als 0815 Hamburger Soze im Großen und Ganzen politisch ein Liberal-Konservativer geworden. Mir war Lügenpresse ein Begriff ganz ohne AfD und die Sozen unrettbar. Der freie Wettbewerb für mich mehr Sozialleistung, als die meisten Sozialleistungen. Was in den Kreisen Hamburgs immer ein guter Kinnladenöffner war. Doch trotz dieses Wandels, war Kohl für mich eine absolute Persona Non-Grata. Fett, ungebildet und unehrenhaft. Aber als im selben Jahr „Die Kohl-Protokolle“ erschienen, schaffte es gerade ein selbstbekennender Soze und Spiegel-Redakteur mich mit seinem Buch vom Gegenteil zu überzeugen. Nicht nur wurde mir klar, wie tief und dreist das Framing… Mehr
Ergänzung: Die meisten CSU-ler in Berlin sprechen heute kristallklares Hochdeutsch.
Schon heute ist „der Pfälzer“, dem die von dritter Seite lange geplante „Wiedervereinigung“ gewissermaßen als „parlamentarischer Rat“ des Herbst 89 zwecks deren gehorsamer Ausführung sprichwörtlich in den Schoß fiel und der in den heute viel verklärten,16 bleiernen Jahren seiner „Regierungszeit“ die Weichen in Richtung Untergang stellte und „uns“ die Blutraute des Grauens unterschob (vielleicht, nachdem diese ihm selbst untergeschoben worden war, was aber kaum für sie Kohlsche Menschenkenntnis spricht), nur noch eine Fußnote in den Geschichtsbüchern; in der pisageschädigten (auch „Pisa“ ist eine der toxischen, kohlschwarzen Altlasten) jungen Generation ironischerweise bereits z.T. unbekannt. Der niemals unbescheidene Kohl wollte der Bonner… Mehr
Solange es in Deutschland Strassen mit den Namen kommunistischer Terroristen wie Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gibt, möchte ich meinen Namen auf keinem Strassenschild sehen.
Man kann unserem weinerlichen Fritz doch nicht zumuten, dabei zu sein, wenn ein Straßenschild enthüllt wird, das den Namen eines richtigen Kanzlers trägt. Ein Kanzlerdarsteller wie Merz ist da halt sehr sensibel. Die beiden Heulsusen an der Regierungsspitze verlangen von den Bürgern, sie sollen nicht so larmoyant sein, haben aber immer gleich Pipi im Auge, wenn man sie mal kritisiert, oder sie schreien nach dem Staatsanwalt. Ich vermute, dass weder Merz noch Klingbeil eine Ahnung davon haben, wie lächerlich sie auf die meisten anderen Menschen im Land wirken.
Helmut Kohl, das war der 1989 innenpolitisch und innerparteilich angezählte Kanzler, der dank der Ossis und des Beitritts der DDR zum Geltungsgebiet des Grundgesetzes – eine Wiedervereinigung im Sinne der Verfasser des Grundgesetzes hat es nie gegeben – nicht nur Wiederwahl und Platz in der Geschichte sicher hatte, dann „blühende Landschaften“ versprach, sich in denn ELF-Leuna-Skandal verwickelte und dank schwarzer Kassen und seines berühmten „Ehrenworts“ unrühmlich von der Bühne ging. Kohl war ein glänzender pragmatischer Machtpolitiker, ein echtes Politiktier. Darüber hinaus – so wird berichtet – führte er gern in ungustiöser Manier Mitarbeiter vor, war ohne Mitgefühl und vernachlässigte Frau… Mehr
Immer wieder schade um die schönen alten Straßennamen. Ach, und er konnte seine Finger nicht von dieser Unperson lassen und hat sie damit als Abrissbirne über Deutschland gebracht. Und, er hat die deutsche Währung an Frankreich verkauft; war wohl notwendig für die Einheit, so sagt man. Hofjägerallee, … schade.
Mit welchem Recht hatten die Franzosen das zu fordern. Eine deutsche Regierung mit Rückgrat, daran fehlt’s schon seit Jahrzehnten, hätte das negiert, fertig. Denn der Franzose ist immer auf dem Weg, den Deutschen nachzustellen, zum eigenen Vorteil, seit Jahrhunderten. Doch wir lassen uns einreden, wir wären der Feind, dabei kam der Feind mehrfach von Westen und hat auch Reichs-territorium besetzt und konfisziert. Der letzte Versuch lief nach WK2 mit dem Saarland! Eiskalt und berechnend sind sie, die Franzosen, nicht solche eierlosen wie unsere, die alles hergeben ohne Rückgrat und ohne Standing. Dabei lassen sie sich noch in die Ecke drängen.… Mehr
Hat denn jemand von der sozialistischen, kommunistischen Politikkamarilla was anderes erwartet, wenn man bis heute das konservative mit Leidenschaft tritt und sogar noch die Sozialisten der schwarzen Zunft daran beteiligt sind, indem sie sein Andenken durch falsche Taten unterstützen und damit den größten Frevel an der gemeinsamen Sache zerstören, wie es seit Merkels Eintritt in die Freiheit nach ihrem alten ostzonalen Verständnis halt so üblich ist. Diese Freiheit gilt seither nur für linke Gedanken, während man dem Konservatismus alle Rechte verbieten oder entziehen will und jetzt haben sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn die wahren Konservativen betrachtet man… Mehr
War das jetzt alles Satire?
Kohl hat die Sozialkassen geplündert und Merkel kam nicht aus Versehen auf den CDU-Thron!
Genau das. Kohl hat die DDR Apparatchiks den roten Teppich ausgerollt. Anstatt die ganze Diktaturen Beamten Schaar einzusperren, wurden sie integriert. Kohl ist noch eine ganze Stufe verabscheunungswürdiger als Adenauer der das selbe getan hat.
Nach dem (gewiss nicht von irgendwelchen „RAF-Phantomen“ ausgeführten) Mord an Herrhausen, der mit Kohl eng verbunden war, verließ ihn, Kohl, wie er ja selbst einmal mit Blick auf Herrhausens Ernordung sagte, jeder Mut und jede Initiative zu einem eigenständigen Handeln in Sachen „Wiedervereinigung“. Fortan hat Kohl mit Blick auf die „Wiedervereinigung“ nur noch Washingtoner, Tel Aviver und -mit Blick auf die intrigierende Thatcher- Pariser Befehle ausgeführt. Von „Geschick gegenüber den Aliierten“ kann jenseits der medialen Inszenierung des „Pfälzers“, die gewissermassen der Lohn für den Kohlschen Gehorsam war und deren Narrative nach nur 30 Jahren weitgehend zu Staub zerfallen sind, die… Mehr
Die Meinungen hier im Forum über Kohl sind ja sehr unterschiedlich, aber ich glaube, es würde ihn freuen, daß noch heute so lebhaft über ihn diskutiert wird. Lieber „umstritten“ sein, als dem Vergessen anheim zu fallen…! Wer nur Freunde hat, macht mit Sicherheit etwas falsch.
Was heißt hier umstritten sein? Die Debatte findet hier auf dem Forum zwischen Bildungsbürgern & bildungsfernen Linken statt. Das ist auch nicht wirklich eine Debatte, sondern ein unverdient kostenloses Seminar.
Und der „Bildungsbürger“ sind natürlich Sie –
Merkel hat an diesem Tag Termine bei Stylisten, Visagistin und einem Coiffeur!
Irgendwie müssen ja die ca. 100 € pro Tag(!) zusammenkommen.
https://dserver.bundestag.de/btd/21/053/2105364.pdf
… und im Keller, Geld zählen!
Sollen doch die beiden Verlegerfreundinnen für die Kosten ihrer Verschönerung aufkommen, wo ehedem nichts mehr zu retten ist, genauso wie durch ihre Politik, deren Auswirkungen vergleichbar mit den Iden des März sind und das sogar noch namentlich eintritt und fortgesetzt wird, wo man fast Angst bekommt, vor der göttlichen Vorsehung.
Sie kennen mich ja meinte sie, und kein Mensch hat jemals zuvor von ihr irgend etwas gehört und nur über die Einfalt der schwarzen Führung von damals Erichs Rache Zugang erhalten hat und seither immer noch selbst in Abwesenheit sein Unwesen treibt, wo doch kein Mensch damit gerechnet hat.