Lampedusa und Sea-Watch 3: Ohne Rücksicht auf Verluste

Machen wir uns nichts vor, diese Aktion zielt eindeutig gegen die italienische Regierung, die einen starken Rückhalt (nicht nur in Italien) genießt.

ANAELLE LE BOUEDEC/AFP/Getty Images

Es ist noch einmal alles gut gegangen am Hafen von Lampedusa, als die „Kapitänin” der Sea-Watch 3 ohne Rücksicht auf Verluste den sizilianischen Inselhafen ansteuerte. Dass nichts schlimmeres geschah, ist eher der Umsicht und Erfahrung der italienischen Beamten des Zolls und der Küstenwache zu verdanken, denn der deutschen „Kapitänin”, die sehr angespannt und unberechenbar ein waghalsiges Manöver veranstaltete.

Dabei hätten Personen an Bord der Seewacht, die den Kurs der Sea-Watch 3 auf den Hafen erst stoppen, dann wenigstens geordnet begleiten wollten, ernsthaft verletzt werden können. Beinahe wäre es noch zum dramatischen Unfall am Hafen von Lampedusa gekommen. Ein Militärboot wurde gegen die Molenmauer gepresst, der Kommandant kommentierte: „… wir wären beinahe von 600 Tonnen zerquetscht worden…“.

So oder so, die Crew der Sea-Watch 3 (darunter auch eine deutsche Ärztin und kulturelle Mediatorin sowie männliche Teammitglieder) und speziell die sogenannte Kapitänin Carola Rackete, werden sich vermutlich vor Gericht wegen Menschenhandel, Erpressung und der gewaltsamen Grenzdurchfahrt vor der Küste verantworten müssen – laut Salvinis neuer Gesetze droht neben der Beschlagnahmung (und möglicher Verschrottung des Schiffs) eine Geldstrafe von 10.000 bis zu 50.000 Euro.

Ungemütlich könnte es für die Niedersächsin Carola Rackete werden, möglicherweise drohen bis zu 12 Jahre Haft, so schreiben es einige italienische Tageszeitungen. Ob es jedoch tatsächlich soweit kommt? Da werden dann wieder deutsche Diplomaten und Kommissare der EU in Italien intervenieren.

Jedenfalls wird immer deutlicher, der Schutz von Menschenleben war Rackete und den anderen Leuten der Sea-Watch 3 ziemich egal. Nein, weder die männlichen illegalen Einwanderer an Bord (die die gesamte Crew massiv unter Druck gesetzt hatten, der Corriere della Sera berichtet hier, Rackete hätte aus dem Grund die Einfahrt in den Hafen vollzogen, da die „Flüchtlinge“ hätten Selbstmord begehen können), noch das Personal der Küstenwache waren sicher.

Am 12. Juni nahm diese Sea-Watch 53 Geflüchtete auf, das Signal und der Standort wurde ihnen mitgeteilt. Mit der libyschen Küstenwache wollte man nicht kooperieren, sämtliche nordafrikanische Anrainer, darunter das hilfsbereite Tunesien (ein Urlaubsland der Deutschen), wurden ignoriert und Hilfen ausgeschlagen.

Italien nahm zehn besonders Bedürftige von der Sea-Watch 3 an Land und versorgte Crew und Migranten weiterhin.

Man halte sich vor Augen: Über 14 Tage dümpelte und fuhr die Sea-Watch 3 im Zickzack-Kurs vor Lampedusa, mit holländischer Flagge. Außer Lippenbekenntnissen aus der EU keine Unterstützung – und selbst deren Gerichtshof für Menschenrechte erteilte der Sea-Watch 3 noch vor einer Woche die Absage, Italien müsse sie einlaufen und die „Flüchtlinge” an Land lassen. Denn an Bord seien keine gefährdeten Menschen mehr. Also, nicht nur italienisches Recht, auch eine Entscheidung der EU wurde ignoriert.

Ab da zog Carola Rackete offenbar alle Register. Es sei nicht weiter hinnehmbar, mit den „Geflüchteten” an Bord zu sein, die mit Hungerstreik und dem Über-Bord-Springen drohten.

Das waghalsige Manöver der Carola Rackete
Lampedusa und Sea-Watch 3: Ohne Rücksicht auf Verluste
Seit der Verhaftung in der Nacht zu Samstag schwappen Rackete und der Sea-Watch 3 Aufrufe der Unterstützung entgegen, fast alle deutschen Polit- und Kirchenoberen, ebenso B-Promis des Showbusiness, twittern Solidaritätsbekundungen Richtung „Kapitänin”, Seenotrettung verbunden mit harscher Kritik an der italienischen Regierung – und treiben damit den Spalt innerhalb der europäischen Länder immer tiefer. Oder geben ihre Statements in den Printmedien zum Besten. Der Tenor hier: die mutige, tapfere und arme Carola, die absolut nichts Falsches getan hat. Die Menschlichkeit habe ein neues Gesicht etc. etc. etc..

So wird es für Greta in diesen Tagen eng auf dem Treppchen. Vermutlich stimmen auch hier schon wieder einige ihre Lauten, wenn zur nächsten Runde von Prophetin-, Messias- und Jesus-Vergleichen angesetzt wird; überraschen würde es nicht. Zahlreiche Spendenaufrufe und Petitionen laufen.

Die gesamte Grün-Rote-Phalanx von Cem Özdemir bis Robert Habeck (der von einer fast Ruchlosigkeit der Italienischen Regierung spricht), wie üblich Außenminister Heiko Maas, Ralf Stegner, Frank-Walter Steinmeier, Kirchenmann Heinrich Bedford-Strohm und und und und und – nein, nicht die EU, Italien wird hier von all diesen an den Pranger gestellt. Der moralische und humanistische Imperativ wird abgefeuert. Wer Menschenleben rette, könne nicht bestraft werden.

Machen wir uns nichts vor, diese Aktion zielt eindeutig gegen die italienische Regierung, die einen starken Rückhalt (nicht nur in Italien) genießt. Während sich die Opposition und alle Identitätslinken auch aus Deutschland mit Gesetzesbrechern gemein machen.

Feministinnen und die europäische Antifa feiern Carola Rackete bereits als Siegerin über den souveränistischen Machismo. Außerdem müssen nun auch die anderen früheren Imperialisten ihre Rechnungen begleichen, meinen die sich moralisch überlegen fühlenden Aktivisten.

Dass ein Matteo Salvini und Premier Giuseppe Conte gar nicht in solchen Kategorien denken, sondern zum Schutze ihres Landes und ihrer Bürger handeln, ist den Anhängern eines unkontrollierten und absurden Multikulturalismus komplett fremd. Gefangen in ihrer Naivität einer bunten Welt, die in Deutschland derzeit der alles andere verdrängende „Wohlfühlfaktor“ ist, wo ein immer größeres Chaos ein herbeizuführender Idealzustand für den angestrebten Systemumbruch zu sein scheint.

Carola Rackete äußerte sich zuvor, sie sei privilegiert geboren, zudem eine weiße Deutsche. Definitiv schlug sie einen anderen Lebensweg als ihr Vater ein, aber die Familie ist mit sich und ihrer Tochter im Reinen, wie aus diesem Interview mit der italienischen Corriere della Sera hervorgeht:

Der Vater Ekkehart Rackete, ein pensionierter Elektro-Ingenieur, der über 30 Jahre im Bereich militärischer ballistischer Kriegsgeräte und Waffen, sowie für die Spionage-Abwehr und als Berater im privaten Militärsektor tätig war, findet, seine Tochter habe das Richtige getan. Seine Tochter sei schon immer so gewesen, aktiv und engagiert.

Ganz Südamerika habe sie per Autostopp befahren und ihr Volontariat bei Greenpeace auf einem Eisbrecher absolviert. Finanziell sei Carola nur bei ihren diversen Studiengängen unter anderem in England unterstützt worden. Sie könne sich mit der Tätigkeit bei Sea Watch sehr gut über Wasser halten. Fünf Sprachen spräche sie, darunter auch etwas Italienisch. Er hoffe, so der Vater, dass sie die Sprache nun nicht unbedingt im Gefängnis perfektionieren kann. Das jedoch wird wohl noch zum Politikum in der Diplomatie.

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Kommentare ( 138 )

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138 Kommentare auf "Lampedusa und Sea-Watch 3: Ohne Rücksicht auf Verluste"

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Was mich in der Causa „Rackete“ schwer irritiert: Die rassistische Komponente. So wie Hitler Europa judenfrei machen wollte, so wollen die Hardcore-Migrationsverfechter (wie Rackete) den „alten weißen Mann“ eliminieren. „Der alte weiße Mann“ (und seine Gesellschaft und Kultur), der für alles und jedes Negative auf diesem Planeten verantwortlich gemacht wird, soll von diesem Planeten – defacto – verschwinden. Das wird von den Migrationsverfechtern zwar nicht so direkt ausgesprochen – ergibt sich aber als Konsequenz. Die Millionen von Afrikanern (die „in Afrika auf gepackten Koffern sitzen“) sind – behaupte ich einfach – in allererster Linie junge Männer (im Sinne von „junge… Mehr

Sag ich doch, Kapitänen die bei ihrer Verhaftung etwas Schulterfreies tragen, kann man einfach nicht vertrauen.

Im Grunde genommen rechtfertigen doch die selbst ernannten Seenotretter ihr gesetzwidriges Verhalten mit den selben Argumenten wie die Kudamm Raser in Berlin.
Die Raser argumentieren, das für sie die StVO nicht gilt, weil sie viel zu gute Fahrer sind. Und die Seenotretter meinen, das für sie die Italienischen Gesetze nicht gelten, weil sie viel zu gute Menschen sind…

man könnte doch ganz einfach die Frage diskutieren:
Wieviele Menschen sind „Flüchtlinge“, wieviele wollen wir (die) aufnehmen und – als Konsequenz – warum bringt man diese dann nicht direkt via Fähre nach IT und dann direkt mit Sonderzug nach Germoney ? Natürlich könnte man auch einige Kreuzfahrer chartern und eine kostenlose Direktverbindung Lybien – Hamburg einrichten. Abfahrt 1x täglich. Hätte den Vorteil, dass man den Schleppern das Geschäftsmodel entzieht und somit auch keiner mehr ertrinken muss. Man könnte natürlich auch über mehr Linien von div. afrikanischen und arabischen Häfen aus nachdenken. Das wäre dann wenigsten Konsequent !

Das zählt wohl zur linken Gutmenschenvariante von „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“? Was aber, wenn die Welt das nicht will?

auf dem linken Propaganda Sender N-TV plärren die auch schon: „Wer Leben rettet, darf nicht verhaftet werden“. Es ist wieder einmal soweit, mit einem eingebildeten höherem links-grünen Ziel darf man scheinbar in dessen Namen alles tun und lassen. Unfaßbar verlogen das Ganze. Bleibt nur zu hoffen, daß sich die italienische Justiz und Politik nicht weich klopfen lassen, sondern der Grünen die maximale Strafe aufbrummen. Evtl. vermindern sich dann diese Schleppertaxis. Wieso spendiert die eigentlich nicht ihr ganzes Vermögen und kauft den Leuten gleich ein Flugticket wenn sie schon meint. wegen Greta-Gas? Also hat das klare politische Ziele um diese grüne… Mehr

Sehr geehrte Frau Rackete,

wie können Sie sicher sein, dass die von Ihnen nach Europa geschleusten Menschen hier keine gravierenden Verbrechen begehen?

Sie machen sich mitschuldig an allen Straftaten, die diese Menschen hier möglicherweise begehen werden. Und selbst wenn keine einzige Straftat begangen werden sollte, dann haben Sie durch Ihre rücksichtslose Aktion Steuergelder in Millionenhöhe verbraucht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass „Geflüchtete“ sich in Europa als wahre Stütze der Gesellschaft erweisen, ist leider eher gering, und das wissen Sie auch!

Alles andere als eine hohe Gefängnisstrafe für diese Schlepperin wäre eine Bankrotterklärung von Recht und Gesetz.
Ich hoffe sehr, dass sie nicht davon kommt, auch wenn hierzulande wieder die linksgrüne Khmer am geifern ist. Als Bürger der Bundesrepublik Deutschland bin ich ganz entschieden gegen eine diplomatische Intervention.
Rackete gehört in den Knast.

Das versuchte Rammen des Militärboots zusammen mit den Schleuseraktivitäten sollte doch ausreichen, um die Kapitänin zu einer längeren Gefängnisstrafe zu verurteilen. Geldstrafen sind hier nicht angebracht, weil die in jeder Höhe von der befreundeten Schleppermafia und Herrn Soros übernommen werden. Aber ich befürchte, die italienische Justiz ist wie in Deutschland der Antifa wohlgesonnen und in den deutschen Medien wird die Dame mit den Rastazotteln schon jetzt als Heldin gefeiert und wird von Herrn Steinmeier sicher das Bundesverdienstkreuz erhalten.

Diese auf Niederländischen Schiff geretteten, die würde ich mittels Bus gleich in die Niederländische Botschaft karren lassen, sollen die sich kümmern. Passt ihnen das nicht, so ist dem Schiff die Flagge zu entziehen. Das ganze hat sich derart eingeschliffen, das Unrecht sich schon als Recht eingeschlichen hat. Es wird keine Lösung geben, bis man sich auf das Australische Modell einigt. Ansonsten wird das immer weiter gehen, bis zum eigenen Untergang. Ich habe letztes Jahr Videos beim Arbeitskollege gesehen, der in Italien im Urlaub war. Ich kann das verstehen, das die Italiener genug haben. Der Knall wird hier erst noch kommen,… Mehr