Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Grünen-Chef Felix Banaszak wegen zu wenig gezahlter Zweitwohnungsteuer. Für eine Partei, die Bürgern gern bis ins kleinste Lebensdetail hinein Pflichten diktiert, mindestens pikant.
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Felix Banaszak hat ein Problem mit der Staatsanwaltschaft. Der Grünen-Chef soll seit 2022 zu wenig Zweitwohnungsteuer gezahlt haben. Nach eigener Darstellung habe er nach mehreren Umzügen innerhalb Berlins vergessen, seine Angaben beim Finanzamt zu aktualisieren. Das ist die nüchterne Version. Die politische Version lautet: Ein Parteichef der erhobenen Zeigefinger, Moral-, Steuer- und Kontrollpartei erklärt dem Land seit Jahren, wie es zu leben, zu wohnen, zu heizen und zu zahlen hat, bringt aber die eigenen Pflichten gegenüber dem Finanzamt nicht sauber auf die Reihe.
Banaszak sagt nun, wer öffentliche Verantwortung trage, müsse die eigenen Angelegenheiten in Ordnung halten. Richtig. Nur klingt dieser Satz aus seinem Mund wie eine nachgereichte Einsicht nach Aktenlage. Vorher war offenbar genug Zeit, grüne Weltrettung zu betreiben, den Bürgern immer neue Zumutungen als moralische Pflicht zu verkaufen und den Staat zum Erzieher der Gesellschaft aufzublasen. Für die eigene Zweitwohnungsteuer fehlte dann die nötige Sorgfalt.
Man muss den Fall nicht größer machen, als er juristisch am Ende sein wird. Doch politisch ist der Vorgang schon jetzt peinlich genug. Banaszak führt eine Partei, die aus jedem privaten Lebensbereich eine Frage der Gemeinwohlmoral macht. Wer fliegt, sündigt. Wer Auto fährt, einmal zu oft in Urlaub fliegt oder falsch heizt gefährdet das Weltklima. Wer ein falsches Wort sagt, gerät schnell in die Nähe der Demokratiefeindlichkeit. Beim eigenen Steuerfall heißt es plötzlich: Fehler, bedaure, Unterlagen nachgereicht.
Bei anderen wird aus Nachlässigkeit Haltungslosigkeit und aus bürgerlichem Unmut ein Fall für Belehrung und Kontrolle. Bei den eigenen Leuten wird die Sprache samtig weich. Dann war es ein Versehen, eine Unachtsamkeit, ein bürokratischer Fehler. Der Bürger soll jedwede Regel kennen, auch wenn sie ihn erdrücken. Der grüne Funktionär darf erklären, dass er nach mehreren Umzügen den Überblick verlor.
Berlin erhebt Zweitwohnungsteuer, weil der Staat Einnahmen benötigt und Wohnraum politisch längst zur moralisch aufgeladenen Kampfzone geworden ist. In genau dieser Stadt soll der Grünen-Chef seit 2022 zu wenig gezahlt haben. In einer Partei, die so gern über „Gerechtigkeitslücken“ spricht, klafft nun eine ziemlich konkrete Lücke im eigenen Steuerverhalten.
Besonders delikat ist der Fall, weil Banaszak kein Hinterbänkler ist, der im politischen Betrieb untergeht. Er ist Bundesvorsitzender der Grünen, Bundestagsabgeordneter, öffentlicher Moralunternehmer. Die Fallhöhe bei einer moralisch so aufgepumpten Partei und ihren Vertretern ist ungefähr Mount Everest like.
Die Grünen haben ihre politische Existenz über Jahre darauf gebaut, anderen ein schlechtes Gewissen zu machen. Sie predigen Verzicht, Abgaben, Kontrolle, Umbau.
Natürlich wird jetzt das übliche Verteidigungsritual anlaufen. Man werde kooperieren. Man habe Unterlagen nachgereicht. Man werde nachzahlen, sobald die Forderung festgesetzt sei. Banaszak steht aber nicht wegen eines kleinen Papierfehlers im Scheinwerferlicht, sondern wegen des Abstands zwischen grüner Anspruchsrhetorik und eigener Sorgfalt.
Gerade diese Partei lebt davon, den Staat als höchste moralische Instanz zu inszenieren. Immer noch mehr: Mehr Meldestellen, mehr Regulierung, mehr Durchgriff, mehr Steuerung. Der Bürger soll komplett transparent werden und im großen „Wir“ aufgehen, der Bürger soll nachweisen, erklären, belegen, nachbessern. Jetzt trifft dieses Prinzip einen Grünen-Chef selbst. Plötzlich wird aus dem strengen Staat ein Vorgang, den man bedauert und über den Rechtsanwalt sortiert.
Banaszak hat sich bisher gern als Vertreter einer neuen grünen Ernsthaftigkeit präsentiert. Dieser Fall zieht kräftig an diesem Bild. Die Grünen und ihre Fans in den Nachrichtenredaktionen werden den Vorgang kleinreden. Ihre Anhänger werden auf andere Parteien zeigen. Das ändert trotzdem nichts am Befund. Ein Grünen-Chef, gegen den wegen zu wenig gezahlter Zweitwohnungsteuer ermittelt wird, ist für eine Partei der fiskalischen Bürgererziehung ein dicker Schlag ins grüne Kontor.

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Also wenn er seine eigenen fehlenden, praktischen Erfahrungen in der Arbeitswelt geltend machen würde, könnte er sicher mildernde Umstände erwarten! Aber Unwissenheit schützt da nicht vor Strafe, ausser wenn er einen davon als Vetter hat.
So aber wird wieder einmal nur die Verwirklichung des sozialistischen Leistungsprinzip sichtbar. Wichtig ist es, aus anderer Leder Riemen schneiden. Die eigenen Riemen müssen dabei halt nur dicker werden!
Der ist in der Lage seine Steuererklärung ohne Steuerberater zu machen, wer Glaubt das?
Die abgefragten Angaben zur Zweitwohnsitzsteuer sind arg überschaubar.
Ich schrieb von einer Steuerklärung und die schaut etwas anders aus, für mich als Rentner mit berufstätiger Frau! Da ist dann Schluss mit der Überschaubarkeit. Bei mir ist die Quellensteuer auch überschaubar, das zahlen müssen, samt Verrechnung mit nicht ausgeschöpften Freibeträgen, Sozialbeiträgen und vieles mehr!
„Nach eigener Darstellung habe er nach mehreren Umzügen innerhalb Berlins…“
Interessanter wäre es zu erfahren wie er an diese Wohnungen gekommen ist, in einer Stadt in der bei Wohnungsbesichtigungen hunderte Leute Schlange stehen.
Ist ja schon interessant wenn eine ehemalige Regierungspartei und eines ihrer Mitglieder sich als Gesetzgeber etabliert hat um sich anschließend selbst am Gesetz zu vergreifen. Wäre er ein Einzelfall, dann könnte man es noch als rein zufälliger Natur betrachten, aber in solchen Fällen müßte der Verstand mitteilen, daß die Verpflichtungen nicht erfüllt wurden und wäre es Fahrlässigkeit deuted es auf Unfähigkeit hin und war es Absicht, dann wäre es umso schlimmer, denn jeder kann vorbildhaftes vom Gesetzgeber erwarten und wenn nicht, dann ist es die gleiche Bande wie es allgemein stattfindet und nicht im Sinne des Erfinders sein kann. So… Mehr
Hat diese Konifere keinen Steuuerberater? Ich würde von Vorsatz ausgehen, denn der Typ ist ja nicht Tante Emma..
Zitat: „Felix Banaszak hat ein Problem mit der Staatsanwaltschaft. Der Grünen-Chef soll seit 2022 zu wenig Zweitwohnungsteuer gezahlt haben. Nach eigener Darstellung habe er nach mehreren Umzügen innerhalb Berlins vergessen, seine Angaben beim Finanzamt zu aktualisieren“
> Mal abgesehen davon, dass mir mit Blick auf unsere grünwokelinke „Polit-Elite“ diese und ähnliche „Vergeßlichkeiten“ irgendwie bekannt vorkommen: Hahaha…. -na klar, seit 2022, bzw seit seit 4(vier) Jahren „vergessen“. UND das hinzu auch noch bei/nach gleich mehreren Umzügen „vergessen“ haben wollen.
Schon nur für dieses volksverdummendes Geschwätze sollte ihm die Staatsanwaltschaft die Höchststrafe oder besser noch die doppelte Geldstrafe und Rückzahlungshöhe aufbrummen sollen.
Die Zweitwohnungssteuer wurde unter Diepgen, CDU, mit 5% eingeführt.
2019: Der Steuersatz wurde von 5% auf 15% der Jahresnettokaltmiete verdreifacht. Und zwar beschlossen vom Senat Müller II – einer rot-rot-grünen Koalition.
Wegener hat sie dann um weitere 5% auf 20% erhöht.
Eine der Begründungen war mehr Geld aus dem Länderfinanzausgleich für mehr Hauptwohnsitze.
Das muss man sich mal geben: 15% sind fast zwei Kaltmieten der Zweitwohnung p.a. als Zweitwohnsitzsteuer. Wer verteuert da das Mieten?
Zumal es ja oft Gründe hat, einen Zweitwohnsitz zu unterhalten. Getrennte Hauptwohnsitze bei Verheirateten sind als Lösung auch nicht so der Hit.
Der Lebensmittelpunkt mit Frau und Kind ist in Berlin. Trotzdem ist das nur der Zweitwohnsitz.. Merkwürdig
Der Mann ist über die Landesliste NRW in den Bundestag gekommen, das wäre ohne „Hauptwohnsitz“ in Duisburg wohl nicht möglich gewesen…
Die Grünen verschlingen in unverschämter Höhe Steuergelder für ihre Partei, ihre Parteistiftung, ihre für den Arbeitsmarkt vollkommen untauglichen Vorfeldhetzer, ihre Abgeordneten und Minister. Sie haben sogar einen an Skandalen reichen Ministerpräsidenten, der indes sein Bundesland verarmt. Doch ihre überbezahlten Bonzen halten es nicht einmal für nötig, ihre Steuern zu begleichen – das dürfen wieder einmal andere für sie tun.
Ist die Zweitwohnungssteuer nicht auch eine grüne Erfindung?
Falls nicht: Sie könnte es aber gut sein.