Mehrheit der Bevölkerung hat Vertrauen in offizielle Corona-Zahlen verloren

Eine neue INSA-Umfrage zeigt den dramatischen Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Behörden in Sachen Corona-Politik. Die zentrale Statistik der Pandemie-Politik fällt durch.

IMAGO / Jens Schicke

Die Corona-Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind unzulänglich – und dennoch Grundlage für die übergriffigsten Grundrechtseinschränkungen in der Geschichte der Bundesrepublik. Bei den Infektionszahlen über die Feiertage sieht man in Deutschland einen in Europa einmaligen Effekt: Zu Weihnachten und Ostern sinken die offiziellen Infektionszahlen wie von Geisterhand.

Die Ursache? Meldeverzug bei den Gesundheitsämtern. Nicht einmal die Impfquote kennt man so genau. In die Statistik der Corona-Toten fließen weiterhin auch Personen ein, die nicht an, sondern mit Corona starben – bis heute ist die Grenze dabei nicht klar definiert. Bei der Impfung werden die „Impfdurchbrüche“ auf einmal auf jene Corona-Toten gerechnet, die auch tatsächlich corona-typische Symptome hatten. Die Zahl wäre ja sehr interessant – wird vom RKI aber nicht weiter aufgeschlüsselt oder erläutert.

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Pandemie: Im Prinzip wissen wir gar nichts – dank RKI & Co. Diese Erkenntnis setzt sich nun offenbar in der Bevölkerung durch. Bei einer neuen INSA-Umfrage für die Bild-Zeitung gaben 57 Prozent der Befragten an, den offiziellen Infektionszahlen nicht mehr zu vertrauen – lediglich 32 Prozent vertrauen der Statistik des RKI noch. Damit hat die zentrale Richtgröße der Pandemie-Politik ihren Rückhalt in der Bevölkerung verloren.

Das zeigt einen erheblichen Vertrauens-Verlust in die Pandemie-Politik als solche – in dieser Situation eine verheerende Grundlage.

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