Union nur noch bei 19 Prozent – Grüne im Bund erstmals vor CDU

Die Union bei 19 Prozent, die CDU alleine bei knapp 15. Die ehemalige Volkspartei ist nur mehr Erinnerung. Ohne schonungslose Aufarbeitung der fatalen Merkel-Ära und eine konsequente Neuausrichtung wird der Abstieg weitergehen.

IMAGO / dts Nachrichtenagentur

Friedrich Merz in Neu-Versailles äußerte vor Kurzem, dass die CDU nur noch in Teilen eine Volkspartei sei. Wieder einmal zeigt sich, dass die Aussicht von Neu-Versailles auf die Wirklichkeit von großen Spiegeln und von Leuten wie Nina Warken, Franziska Hoppermann und Philipp Amthor verstellt ist, denn die Aussage ist nicht nur „in Teilen“ falsch. Die CDU ist keine Volkspartei mehr, auch nicht in Teilen. Wie kann man in Teilen eine Volkspartei sein? Als Partei eines Teilvolkes oder eines neuen Volkes, was SPD, Grüne und Linke anstreben, also eine Klientelpartei, wie man in Berlin beobachten darf, wenn sich die Clan-Koalition gebildet haben wird?

In der neuen Umfrage von INSA erreicht die Union in der Sonntagsfrage nur noch 19 Prozent, die CDU ist mithin bei 14,5 bis 15 Prozent der Stimmen angekommen, also knapp unter 15 Prozent, und reiht sich damit hinter den Grünen ein, die 15 Prozent der Stimmen nach der Umfrage erreichen würden, und knapp vor der SPD, die bei 14 Prozent steht. Die Linke kann nur 10 Prozent der Wähler überzeugen, was nach dem Wahlsieg in Berlin überrascht, wenn man nicht die traurige Besonderheit von Berlin berücksichtigt, einer Stadt, die im Chaos, in Kriminalität und im sich häufenden Abfall auf den Straßen, vor allem aber im Islamismus und Wokismus versinkt. Die Hochburgen der Linken in Berlin sind Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und natürlich Neukölln. Die Neuköllnisierung von Berlin schreitet rasant voran.

Jemand hat Friedrich Merz den Satz auf den Zettel geschrieben: „Eine Volkspartei ist eine Volkspartei, wenn sie alle Gruppen einer Gesellschaft erreicht“, wenn sie bei Arbeitnehmern, Unternehmen, sozial engagierten Menschen, Familien „einen Resonanzboden hat, wenn sie dort gesehen wird als eine politische Kraft, die in der Lage ist, die Sorgen der Menschen, die Probleme der Bevölkerung aufzunehmen und zu lösen“. Freiberufler, Selbständige, Hausärzte und Handwerksmeister beispielsweise, Arbeitgeber fehlen in der Auflistung von Friedrich Merz, dafür himmelt der Kanzler „sozial engagierte Menschen“ an, die man als Umschreibung der NGO-Alimentierten verstehen kann.

Hört man dem CDU-Vorsitzenden zu, bemerkt man, dass die CDU nicht einmal mehr geistig Volkspartei ist, wo Merz doch so viel „Volk“ exkludiert hat. Die CDU ist keine Volkspartei und wird keine Volkspartei mehr, sie ist die Partei der Rentner und Pensionäre. Aber auch hier verlieren immer mehr ergraute Stammwähler das Vertrauen, wenn sie ARD und ZDF ausschalten und einen Blick auf die Zukunftschancen ihrer Kinder und Kindeskinder wagen, von denen immer mehr die AfD wählen, weil die AfD inzwischen „in Teilen“ für eine Politik steht, wie sie die CDU vor Merkels schleichendem asymmetrischen Demobilisierungsputsch vertrat. Nach Merzens in Teilen richtiger Definition, dass eine Partei, die Volkspartei sein möchte, „alle Gruppen einer Gesellschaft“ erreichen muss, existiert nur noch eine Volkspartei in Deutschland: die AfD.

Die einzige Konstante der CDU seit Merkel, besonders seit 2011 und 2015, ist der Verrat an den Interessen des Volkes, dessen Partei sie einmal war. Es wird weiter bergab gehen, wenn die CDU nicht zu einer kraftvollen Erneuerung schreitet, die mit einer schonungslosen Auswertung der Merkel-Zeit beginnen muss und in der Neuausrichtung der Partei auf die Erfordernisse Deutschlands gipfelt. Was ein Bundeskanzler der CDU tun könnte, nein, tun müsste, war vor Kurzem auf TE zu lesen. Es mangelt nicht an Konzepten, die von der Wirklichkeit diktiert sind, es mangelt am Personal, diese Konzepte umzusetzen, es mangelt in der CDU an Mut, Klugheit und Liebe zu Deutschland.

Die CDU wird sich weiter nach unten „wursteln“. Immer weniger Bürger bedauern das. Vielleicht wird die Partei zum Zwecke des Machterhalts die Brandmauer verstärken, vielleicht wird sie außenpolitisch eskalieren, um innenpolitisch zu hegemonisieren, vielleicht wird die Union den „inneren Feind“ halluzinieren, um mithilfe eines Stasi-Gesetzes 2.0 gegen die Opposition, gegen die Meinungs- und Pressefreiheit vorzugehen, vielleicht wird sie am Geschäft der Spaltung und des Ausspielens von Bevölkerungsgruppen, was die Römer divide et impera nannten, in ihrer Not teilnehmen – nur wird all das immer mehr und noch mehr Wähler vertreiben.

Die Zahlen jedenfalls sprechen eine eigene Sprache.

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