In Magdeburg wird für eine Antifa-Kundgebung die Deutschlandflagge vom Asphalt entfernt. CDU-Ministerpräsident Sven Schulze will an dieser Veranstaltung teilnehmen. Dieselben Parteien, die Wehrfähigkeit predigen, tilgen das Symbol des Landes, dessen Verteidigung sie fordern: Die Widersprüchlichkeit lässt sich mit Händen greifen.
screenshot via X/ Ulrich Siegmund
Linke Bündnisse und die Antifa organisieren eine Kundgebung am Samstag in Magdeburg. Der amtierende Ministerpräsident Sven Schulze von der CDU will angeblich an dieser Kundgebung teilnehmen. Deutschlandflaggen sind bei einer solchen Veranstaltung selbstverständlich verboten. Um dieses Verbot durchzusetzen, wird eine auf die Straße aufgemalte Deutschlandfahne von einer Spezialfirma entfernt. CDU, SPD und Grüne verfügen im Magdeburger Stadtparlament über eine Mehrheit. Das Stadtparlament hat 56 Sitze, die drei Parteien zusammen 31.
Der Vorfall ist schon deswegen bemerkenswert, da gerade diese drei Parteien den Eindruck vermitteln, ihre Politik der Zerstörung des Nationalstaates rückgängig machen zu wollen. So sagte beispielsweise Verteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD 2024 im Bundestag: „Wir müssen bis 2029 kriegstüchtig sein.“ Pistorius, Merz, unzählige Grüne und andere deutsche Politiker haben natürlich auch in Russland den Feind ausgemacht, der uns bedrohen würde und gegen den wir uns verteidigen müssen. Weiter sagte er: Zentral seien für ihn die Themen Personal, Material und Finanzen. Im Ernstfall würden junge Frauen und Männer gebraucht, die dieses Land verteidigen können: „Wir müssen durchhaltefähig und aufwuchsfähig sein.“
Also: Junge Frauen und junge Männer, so die politisch überkorrekte Reihenfolge des linken Ministers, sollen dieses Land verteidigen. Das ist in jeder Hinsicht eine sehr ungenaue Beschreibung, die vermutlich nicht zufällig so schwammig gehalten wurde. Unklar ist daran schon, ob er nur steuerzahlende junge Frauen und Männer meint oder auch andere.
Der deutsche Staat wurde, wieder hauptsächlich von diesen drei Parteien, in den letzten Jahrzehnten systematisch entkernt. Der Staat wurde bunt, also multiethnisch und multireligiös. Kritik daran wurde stigmatisiert und alles Deutsche war plötzlich verdächtig. Eine gewisse Bundeskanzlerin riss einem CDU-Funktionär bei einer Parteiveranstaltung auf der Bühne die Deutschlandflagge aus der Hand. Die Bundeswehr wurde, da man der Meinung war, sie nicht mehr zu benötigen, auf ein Maß geschrumpft, dass an eine wirkungsvolle Verwendung kaum noch zu denken war.
Das soll jetzt alles anders werden. Es gibt einen erklärten Feind. Man rüstet auf und sucht die jungen Frauen und Männer mit Werbeplakaten, auf denen das neue bunte, multiethnische und multireligiöse Deutschland merkwürdigerweise nicht abgebildet ist, mit Slogans wie „Mit Hightech Haltung zeigen“ oder „Voller Einsatz für den Frieden“. Auf den Werbeplakaten fehlen auffallend jegliche nationalen Symbole. Wofür sich diese jungen Menschen einsetzen, was sie verteidigen und wofür sie womöglich sterben sollen, wird auf den Plakaten, die genauso für ein Fitnessstudio, ein Brausegetränk oder Abenteuerurlaub werben könnten, in keiner Weise erklärt.
Jeder Nationalstaat braucht aber, will man, dass er funktioniert, ein Nationalbewusstsein, das heißt ein Bewusstsein, wer und was man ist. Er braucht Erzählungen, auf die man gemeinsam stolz sein kann. Es braucht Symbole wie beispielsweise Fahnen. Und natürlich benötigt ein Nationalstaat, der ja laut unserer aktuell regierenden Klasse verteidigt werden soll, einen Feind. Der allein wird es aber nicht richten.
Was für eine Botschaft gibt der amtierende Ministerpräsident der CDU den jungen Frauen und Männern mit, die der Verteidigungsminister finden will, damit sie im Ernstfall das nicht genau definierte Land verteidigen sollen, wenn er Teil einer Kundgebung sein will, die die deutsche Flagge verbietet und von Spezialfirmen für vermutlich viel Geld von der Straße entfernen lässt? Ist die Botschaft die, dass Linksextreme und die Antifa das Allerwichtigste sind und man deren Forderungen unbedingt nachkommen muss?
Gott sei Dank gelten in diesem Land, das im Ernstfall verteidigt und für das diese jungen Männer und Frauen in diesem Ernstfall auch sterben sollen, immer noch feministische Grundsätze. Frauen werden in diesem symbollosen Land, das jetzt plötzlich wieder ein Nationalstaat sein soll, das letzte Wort haben. Und zwar an den Gräbern ihrer Söhne und Töchter.



Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein
Mein Jüngster hatte sich vor 25 Jahren freiwillig zum Bund gemeldet und ich war stolz.
Jetzt, 25 Jahre später, habe ich ihm untersagt, für verrottete Drecksregierungen, für 75 Prozent Nicht-AfD-Wähler und gegen Russland in den Krieg zu ziehen.
Das von Siegmund gepostete Bild zeigt ziemlich deutlich Pflastersteine und keinen Asphalt. Was die Entfernung noch viel teurer macht…
Mit welcher Fahne wollen sie dann in den Krieg gegen Russland ziehen?
Das ist D, ein wichtiges Symbol wird, und das im wortwörtlichen Sinn, mit Füßen getreten. Nur nebenbei: Trump hätte der Flagge eher noch ein, zwei Sterne hinzugefügt – rein bildlich gesprochen.
Nur so am Rande : Es sind die Kommentatoren, die regelmässig auf die hiesigen “ Wehrertüchtigungsartikel“ mit der Frage erwidern, was genau denn, wohlgemerkt unter Einsatz seines Lebens, der noch dazu äusserst “ umstrittene“ indigene Mann zu verteidigen habe bzw mit hurra verteidigen will. Eine berechtigte, jedenfalls sehr verständliche , Frage, die allerdings noch nicht beantwortet wurde. Ein Schicksal, das sie mit etlichen anderen Fragen , bei deren Antworten unvermeidlich “ rechts“- Nähe droht. Ein hinreichendes Motiv für den höchstmöglichen Einsatz ist ohne gewisse äussere und innere Entitäten bzw deren Wirksamkeit und Bindung sehr schwer vorstellbar. Ältere Herren , zumal… Mehr
Sie hassen Deutschland, beuten die Deutschen steuerlich beispiellos aus, belügen uns nach Strich und Faden, ruinieren unsere Wirtschaft sehenden Auges, lassen uns wahllos für teils feindliche Fremde bezahlen, setzen uns sogar einer Kriegsgefahr aus – und werden trotzdem von Menschen gewählt. Wer kann das erklären?
Mit der Gründung der Weimarer Republik, der ersten Demokratie in Deutschland, wurde Schwarz-Rot-Gold zur Nationalflagge.
Die National-Sozialisten haben sie gehasst und wieder entfernt und ich meine, sogar verboten.
Vorsicht liebe vermerkelte CDU, in welche Fallen bzw. Fußstapfen ihr hier tretet!
CDU + SED + ANTIFA, soll das die AfD halbieren?
Ihr habt sie doch nicht alle.
Indem sie die Straße reinigen, habe diese Linken vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben etwas für die Allgemeinheit getan. Schmierereien haben auf der Straße sowieso nichts verloren, egal was da geschrieben oder gemalt steht.
Sehr guter Artikel! Danke! Jeder Nationalstaat braucht aber, will man, dass er funktioniert, ein Nationalbewusstsein, das heißt ein Bewusstsein, wer und was man ist. Er braucht Erzählungen, auf die man gemeinsam stolz sein kann. Vielleicht ist genau das der Punk? Nicht nur Orwell hat in seinem „1984“ die Folgen beschrieben, wenn man die Geschichte tilgt / umschreibt. Plötzlich ist Eurasien nicht mehr im Krieg mit Ozeanien, sondern schon „immer“ gemeinsam mit denen gegen Ostasien. Und umgekehrt. Wenn also schon offizielle Nationalsymbole quasi verboten sind und die meisten einen Anfall allein bei der Erwähnung von „national“ oder „deutsche Kultur“ – die… Mehr
Die Deutschland- Fahne entsorgen, das brachte Merkel 16 Jahre Regierung. Vielleicht hofft Schulze auf einen ähnlichen Affekt. Dann auch noch Teilnahme an einer Kundgebung von Linksextremisten? Da ist Schulz und die CDU richtig.
Schulze gibt sich redlich Mühe, auch dem letzten Dummkopf deutlich zu machen, daß er und seine Partei nur noch willfährige Annexe der Linken sind. Ebenso wie die Linken alles tun, um zu zeigen, wie abgrundtief sie Deutschland hassen. Schlimmer, als jeder externe Feind es je könnte.