INSA sieht die AfD weiter bei 29 Prozent, sieben Punkte vor der Union; die SPD fällt weiter. Die Regierungsparteien verlieren den Anspruch, für eine Mehrheit zu sprechen. 486.000 verlorene Arbeitsplätze im ersten Quartal, Rekordeinbürgerungen und Bas’ von der CDU unwidersprochenes „Einheitsbraun“ sind in diesen Zahlen noch gar nicht verarbeitet.
picture alliance/dpa | Michael Kappeler
29 Prozent Verstetigung für die AfD, 22 Prozent für die Union, runter auf 12 Prozent für die SPD: INSA legt die Machtverhältnisse im Land offen. Schwarz-Rot regiert, aber der politische Boden unter dieser Regierung bricht weg. Die AfD liegt nur noch fünf Punkte hinter CDU, CSU und SPD zusammen. Hier findet eine Verschiebung im Parteiensystem statt, die der alte Machtblock mit jeder Woche selbst beschleunigt.
Die alte Bundesrepublik der Koalitionsarithmetik verliert ihre sichere Statik. Über Jahrzehnte reichte es, wenn Union und SPD irgendwie noch groß genug waren, um das Land unter sich aufzuteilen oder mit kleineren Partnern zu verwalten. Nun steht eine Partei, die von diesem Machtblock jahrelang ausgegrenzt, beschimpft und politisch eingemauert wurde, bei 29 Prozent. Der Apparat starrt auf eine Zahl, die seine ganze Strategie widerlegt.
Die AfD muss diese Entwicklung nicht einmal groß erklären. Die Regierung erklärt sie jeden Tag selbst. Bürger sehen, wie der Abstieg des Landes – Massenmigration, Energiepreise, Wohnungsnot, Abgabenlast, innere Sicherheit und wirtschaftlicher Ruin – von einer politischen Klasse beschleunigt werden, die für ihre eigenen Fehler nie zahlt, sondern immer noch mehr beim Steuerzahler abgreift. Sie sehen einen Staat, der überall tiefer in ihr Leben greift, aber an seinen Kernaufgaben scheitert.
Noch sind in diesen INSA-Zahlen die jüngsten Ausfälle von Bärbel Bas kaum verarbeitet. Die SPD-Chefin und Bundesarbeitsministerin sprach beim Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“ über ein angebliches „Einheitsgrau“, das sie sogar „-braun“ nennen würde, während es bitte noch mehr unqualifizierte Massenmigration sein darf, damit die Deutschen weiter ausgedünnt werden.
Und was kam aus der CDU dazu? Nichts, rein gar nichts, was diesen Satz politisch zerstört hätte. Kein klarer Bruch, kein Widerspruch und keine scharfe Zurückweisung der eigenen Koalitionspartnerin. An Rauswurf eh nicht zu denken beim Bettvorleger der SPD, Friedrich Merz. Und wer dazu schweigt, muss sich gefallen lassen, dass dieses Schweigen als definitive Zustimmung zu dieser skandalösen Aussage gelesen wird. Die Union regiert mit einer SPD, deren Chefin das homogene alte Deutschland in die Nähe des „Braunen“ rückt. Und die CDU nickt sich durch den Tag, als gehe sie das alles rein gar nichts an.
Auch die Nachrichten zu den neuen Zahlen der Einbürgerungen sind in den INSA-Werten noch gar nicht durchgeschlagen. Für 2025 werden mindestens 309.852 Einbürgerungen in 14 Bundesländern gemeldet, mehr als beim bisherigen Höchststand 2024. Die Entwicklung hängt mit den erleichterten Regeln des Staatsangehörigkeitsrechts zusammen, darunter der grundsätzlichen Einbürgerung nach fünf Jahren und der breiteren Zulassung doppelter Staatsbürgerschaft.
Politisch ist diese Entwicklung inzwischen nicht mehr nur Erbe der Ampel. CDU und SPD regieren jetzt. Sie tragen Verantwortung dafür, ob dieser Kurs gebrochen oder fortgesetzt wird. Die Union kann nicht gleichzeitig über Kontrollverlust klagen und in einer Regierung sitzen, die den nächsten Einbürgerungsschub durchpeitscht. Wer Hunderttausende neue Staatsbürger in kurzer Zeit als Verwaltungsnormalität behandelt, will aktiv die Identität des Landes verändern. Bas hat diese konkrete Absicht ähnlich offen formuliert wie die spanische Linke Irene Montero. Was bisher still und verschwiemelt stattgefunden hat, wird nunmehr ganz offen formuliert.
Hinzu kommen die greifbaren Nachrichten zum wirtschaftlichen Absturz. Im ersten Quartal 2026 waren in Deutschland rund 486.000 Menschen weniger erwerbstätig als im Vorquartal. Diese Zahlen treffen auf eine nichtsnutzige Regierung, die noch immer so tut, als könne sie den industriellen Niedergang mit Phrasen über Transformation, Fachkräfte und Zukunftsinvestitionen zudecken. In Wahrheit verliert Deutschland Arbeit, Wohlstand und industrielle Substanz.
In all diesem Elend reichen die vielen Milliarden an die Ukraine immer noch nicht.
Diese Nachrichten treffen denselben Nerv: Bas erklärt das alte Deutschland rhetorisch zum braunen Problem, das noch weiter ausgedünnt werden muss, die Einbürgerungsmaschine läuft auf Rekordniveau, und die Wirtschaft verliert Hunderttausende Arbeitsplätze. Das ist der Stoff, aus dem die nächsten Umfragen gemacht werden. Die 29 Prozent für die AfD ist damit die Zahl vor dem nächsten Schub über die 30%-Marke.
Auch Forsa meldete gerade erst 28 Prozent für die AfD und 22 Prozent für die Union. Der ARD-Deutschlandtrend sah die AfD Anfang Mai erstmals vor CDU und CSU. INSA legt nun wieder 29 Prozent vor. Das ist keine einzelne Umfrage, die man als Ausreißer abtun könnte. Das ist eine Reihe. Der Befund lautet: Die AfD steigt, der alte Block schrumpft, und die Brandmauer wird zur Stützmauer eines bröckelnden Machtgebäudes.
Für die Union ist diese Lage verheerend. Sie steht nicht mehr nur hinter der AfD, sie hat auch die Deutungshoheit über bürgerliche Opposition verloren. Wer jahrelang ankündigt, das Land wieder in Ordnung zu bringen, und sich dann jedes Mal vor der SPD in den Staub wirft, offen über Koalition mit der Partei der Mauermörder träumt, darf sich über sein heraufziehendes Ende nicht wundern.
Die CDU müsste sich fragen, wie lange sie diesen Befund noch aussitzt. Eigentlich. Aber sie ist dazu nicht mehr in der Lage. also wird die nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die Umarmung mit der Linken vollziehen. Sie kann weiter Pressekonferenzen geben, Durchhalteparolen ausgeben und von Verantwortung sprechen. Nur ändert das nichts daran, dass Millionen Wähler nicht mehr glauben, von dieser Partei werde noch ein echter Bruch mit der Politik der vergangenen Jahre kommen.
Wenn Bas’ Rede, die Rekordeinbürgerungen und der Jobverlust erst in den kommenden Umfragen voll wirken, ist die 30-Prozent-Marke für die AfD kein ferner Grenzwert mehr. Dann wird aus dem Rekordwert eine neue Ausgangslage. Und wenn die Union weiter so tut, als könne sie mit Merz an der Spitze, mit Schweigen, Beschwichtigung und SPD-Koalition durchkommen, öffnet sie der AfD den Weg Richtung 35 Prozent selbst.
Der Ruf nach Neuwahlen ist in dieser Lage unumgänglich. Eine Regierung, die politisch so weit von einer belastbaren Mehrheit entfernt ist, muss sich neu legitimieren lassen. Politisch wird jeder Monat schwieriger, in dem ein abgewähltes Stimmungsbündnis so tut, als habe es noch einen Auftrag zur großen Gestaltung.
INSA zeigt mit 29 Prozent für die AfD nicht nur den Höhenflug einer Oppositionspartei. INSA zeigt den Vertrauensbruch zwischen Bürgern und Machtapparat. Die CDU kann Merz opfern oder behalten, das spielt kaum mehr eine Rolle. Die SPD kann weiter in Ministerien sitzen, die Grünen können ihre Programme durch Institutionen treiben. Die Zahl bleibt stehen. Das Land läuft dem alten Machtblock davon.
Nowcast_EU liefert dazu den rechnerischen Begleitbefund. Die Projektion ist ein Modell auf Basis aktueller Umfragedurchschnitte. Sie zeigt, was aus den Zahlen politisch folgt: Wenn jetzt gewählt würde, müsste sich das gesamte Parteiensystem um die AfD herum sortieren, die von CDU, SPD und Grünen weiter behandelt wird, als sei sie ein Betriebsunfall. Der Betriebsunfall ist längst der Machtverlust der alten Parteien.





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Politik gegen das Wohl und Wehe der eigenen Bevölkerung und dann noch ständig on top verbale Hetze von SPD. GRÜNE und Linke gegen die einheimische Bevölkerung. Erstaunlich, dass bei dieser Hetze die SPD so auffällig ist.
Klar, dass diese Politik abgewählt wird.
Wenn über 70 Prozent kein Machtblock ist, was ist es dann? Selbst die einstigen Volksparteien kamen zu den Zeiten ihrer glänzendsten Siege meist nur auf über 40 Prozent. Bitte derart unzutreffende Schlagzeilen wie im Titel dieses Beitrags den Meanstreammedien überlassen.
Alice Weidel ist rhetorisch der absolute Hammer.
Da sitzt jedes Wort…selbst bei Gegenrede.
Es ist fast schon tragisch wie eine solch qualifizierte Persönlichkeit an der Dummheit der Wähler und Impertinenz der politischen und medialen Institutionen zu scheitern droht.
Ein völlig zugrunde gerichtetes Land wird sie sicher nicht übernehmen.
Das macht dann Erdogan.
Wer ist John Galt?
„Es geht weiter bis zum unabwendbaren, radikalen Bruch“.
Roland Tichy, 2017
Olaf Scholz:
Ex-Bundeskanzler Scholz soll Kommission der Bundesregierung leitenNeuer Job für den Altkanzler: Olaf Scholz soll die neue »Nord-Süd-Kommission« leiten. Sie soll sich um Deutschlands Beziehungen zu Ländern des Globalen Südens kümmern.
Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) soll die Bundesregierung künftig beim Ausbau der Beziehungen zu den Entwicklungs- und Schwellenländern unterstützen. Er soll die Leitung einer von der schwarz-roten Koalition geplanten Nord-Süd-Kommission übernehmen. Das hat die ZEIT aus informierten Kreisen erfahren. Zuerst hatte der Tagesspiegel darüber berichtet. https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-05/olaf-scholz-nord-sued-kommission-bundesregierung#comments
Die Kommission alleine ist schon der Hammer, der uns Bürger teuer zu stehen kommen wird, mit Olaf Scholz wirds noch teurer.
Der rote Fleck oben links auf der Deutschlandkarte zeigt, dass die Ostfriesenwitze vielleicht doch nicht so weit hergeholt sind. Abseits davon: Die naheliegende Vermutung, dass die staatlichen Regierungsnachrichten Tageschschau und ZDF-heute heute Abend rein gar nichts über diesen Staatsskandal ersten Ranges, nämlich die schamlose, schmähende und abscheuliche Beleidigung und Abwertung des Deutschen Volkes im Jahr 2026 als „Einheitsbraun“ durch die SPD-Co-Vorsitzende und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas, berichten werden und auch die abermaligen Rekordzahlen bei der Vergabe deutscher Staatsbürgerschaften an Migranten entweder ebenso nicht oder aber mindestens wohlwollend angereichert und uminterpretiert präsentiert werden, hilft der SPD wohl anstelle von strukturell-nachhaltig 2 bis… Mehr
Zitat: „Sie sehen einen Staat, der überall tiefer in ihr Leben greift, aber an seinen Kernaufgaben scheitert.“
Wenn man sich als ausgeplünderter Bürger fragt, ob dies wirklich nur auf Unfähigkeit beruht, oder doch eine bösartige, kriminelle Energie verspürbar ist, dann möge der Zorn der Vernunft dienstbar zur Hand gehen. (frei nach Papst Gregor dem Großen)
Immer noch 22% Merzelfans
Nächste Woche ist die AfD bei 30 %, und eine Woche später die CDU unter 20 %.