Von der Leyen und ihre Ratschläge in der Krise

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezieht als Brutto-Monatsgehalt 35.800 Euro, ihre Ratschläge in der aufziehenden Energiekrise dürften weniger wert sein: Wir sollen einfach weniger fahren und weniger Strom verbrauchen – ganz einfach.

picture alliance / abaca | Monasse Thierry/ANDBZ/ABACA

„The cheapest energy is the one you don’t use.“ Das sagte Ursula von der Leyen tatsächlich vor wenigen Stunden bei einem Medienstatement zur anrollenden Energiekrise für Europa. Also: Bleiben Sie zu Hause, fahren Sie nicht, nutzen Sie keinen Strom. Das heißt: Die EU hat keinen Plan – ebenso wenig wie eine Armee, um irgendetwas im Nahost-Krieg und an den daraus resultierenden Folgen zu ändern. Die EU kündigt dazu nur ein weiteres „Beobachten der Lage“ an, mehr nicht.

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Die Sätze der EU-Kommissionspräsidentin lösten einen mittelschweren Shitstorm auf den Social-Media-Plattformen aus – so ätzte der bekannte X-Poster WallstreetMav (1,7 Millionen Follower) ironisch: „She should call the international law police and file a complaint.“ Ursula von der Leyen sollte zu den dramatischen Folgen des Krieges der USA und Israel gegen den Iran also „die Rechtspolizei anrufen und eine Beschwerde einlegen“.

Ein Tipp von Österreichs Regierung: Jackerl anziehen

Österreichische Social-Media-User erinnern sich bei Ursula von der Leyens Aussage an den ebenso wertvollen Ratschlag der Wirtschaftsstaatssekretärin Elisabeth Zehetner in Wien: Wer sich die Heizkosten nicht mehr leisten könne, der könne ja daheim „ein Jackerl anziehen“.

Diese Aussagen zur Energiekrise kommen zu einem Zeitpunkt, an dem bereits das Ausmaß der künftigen Schmerzen von 450 Millionen Europäern erahnbar wird. Die letzten Mega-Tanker aus der Straße von Hormus, die noch vor Ausbruch des Irankriegs Richtung Europa unterwegs waren, werden nun entladen – dann kommt nichts mehr. Bereits im März hatten Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und weitsichtige Wirtschaftsexperten vor genau diesem Szenario gewarnt.

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Schon gegen Ende dieser Woche könnten die globalen Energiemärkte erneut ins Wanken geraten, schreibt dazu aktuell n-tv: In den kommenden Tagen treffen die letzten Öl- und LNG-Lieferungen vom Persischen Golf in den vorgesehenen Raffinerien in Europa ein. Nach Einschätzung von Analysten droht damit die prophezeite Krisensituation einzutreten: Aus dem bisherigen Preisschock an den Tankstellen könnte sich ein umfassender Versorgungsschock entwickeln.

Internationale Energieagentur warnt erneut



Die Treibstoffpreise sind aktuell weiter extrem hoch: Für sofort lieferbare Ladungen zahlen Raffinerien laut Bericht inzwischen Preise von 149 US-Dollar je Barrel. So viel musste demnach zuletzt am Vorabend der globalen Finanzkrise 2008 gezahlt werden, der Bieterwettbewerb treibt die Kosten nach oben.

Die Internationale Energieagentur (IEA) bestätigt, April dürfte für die Weltwirtschaft ein noch schwierigerer Monat werden als der März. „Im März sind noch Lieferungen aus der Region eingetroffen, die lange vor Beginn der Krise verladen wurden“, sagte IEA-Chef Fatih Birol nach der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington. In den vergangenen Wochen sei „nichts mehr verladen worden“.

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Kommentare ( 21 )

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Delegro
57 Minuten her

Flinten Uschi soll mir bloß nicht über den Weg laufen. Sie ist die Inkarnation eines EU-Apparatschiks, der ausschließlich an die eigene Geldbörse und die seiner Mitstreiter (Genossen, Amigos, Partei etc) denkt und diese stetig weiter füllt. Wasser predigen und Wein saufen in Reinform. Keiner braucht diesen unfähigen EU-Apparat, der sich wie ein Geschwür durch Europa frisst. Keiner. Weder legitimiert noch rechtlich zuständig. Mögen Sie sich um die Krümmung der Banane kümmern. Da können sie wenigstens nicht`s zerstören. In einem Wirtschaftsunternehmen würden diesen Schmarotzer auf der Kostenstelle „Frühstückdirektorium“ sitzen.

Bedenkentante
1 Stunde her

Nein, die EU hat konkret kein Rezept gegen die hohen Energiepreise. Genauso wenig übrigens wie die Schweiz. Darum kommt auch nichts anderes raus als Geschwätz. Losgelöst davon ist es kein Sakrileg, sich zu überlegen, ob jede Autofahrt nötig ist oder es unbedingt 130+ auf der Autobahn sein müssen.
Denjenigen, die es nötig haben – also denen, die werktätig sind und zu knabbern haben, ist zu helfen. Am besten notfalls über eine Pendlerpauschale, die so gestaltet ist, dass die Personen mit geringeren Einkommen eher profitieren anstatt wie bisher die mit höherem Einkommen.

Peter Gramm
1 Stunde her

solche Bezüge zu Lasten der hart arbeitenden Menschen sind schlicht unanständig. vdL ist Merkels späte Rache.

August der Starke
1 Stunde her

Nach 40 Jahren Sozialismus-Versuch und 36 Jahren Real-Kapitalismus
muß ich sagen, jawohl, der Kapitalismus kann alles viel besser. Im Ver-
such wurde uns nur nicht geraten, ein warmes Jackerl überzustreifen
und auch nicht, Schusters Rappen zu satteln.

Flavius Rex
1 Stunde her

Was zahlen wir eigentlich für die Frisur von der Leier? Und wie klimarelevant ist das viele Spray um die Haube steif zu halten?

Tragisch, dass so eine völlig überforderte Person uns schon seit Jahrzehnten auf der Nase herumtanzt, alles kaputt macht und sich dabei auch noch großartig vorkommt. Jemand wie Leier auch nur ansehen zu müssen ist eine echte Erosion der Lebensqualität – und das meine ich nicht witzig.

Boudicca
1 Stunde her

Der Traum des Greendeals geht in Erfüllung. Europa erreicht sein Ziel CO²-frei zu sein, vor der Erfüllung der Zeitplans.
Das wird in Brüssel gefeiert werden. Für das geneigte Publikum gibt es eine extra Schippe Atom-Strom aus Frankreich.

Waehler 21
1 Stunde her

VdL spielt auf Zeit. Beschwichtigen und falsche Hoffnungen! Dass ist das System von politischen Piraten die wirklich alles zersetzen und am Ende kommen diese Leute mit noch teueren Rezepten , natürlich nur um alles zu retten!

Udo Zimmermann
2 Stunden her

Mit allem Vorbehalt gegenüber Frau v.d.Leyen, die in meiner Liste der unbeliebten sogenannten Politiker mit Abstand zu den anderen den zweitschlechtesten Platz einnimmt. Die jetzige Energiekrise ist ihr garantiert nicht anzulasten. Leider hat sie auch nicht einen Vorschlag, die diese Krise wirksam minimieren kann. Sie lebt weiter in der von ihr gewünschten und erreichten Monokratie, natürlich sie selbst an der Spitze als „selfish“. Zu den schlechtesten Politikern aller Zeiten, da gab es einige, gesellt sich auch der aktuell schlechteste , … Mr. Donald Trump. Er gefährdet nicht nur den scheinbaren Weltfrieden, er riskiert diesen bewusst. Frau v.d.L. gehört da eher… Mehr

hoho
2 Stunden her

Ganz machtlos ist unsere Ursula nicht – wenn der Autor zu hoch springt kann er sich plötzlich auf der Sanktionsliste finden, vlt erfolgt nicht mal die Warnung in Form von dem Besuch der schwer bewaffneten Polizei früh morgens. Sie kann auch beschließen, dass wir alle für ihre Freunde eine Zeche zahlen (Corona und Ukraine lassen grüßen). Also ganz machtlos ist die Frau nicht.

Mankovsky
2 Stunden her

nur so allgemein: Dummheit und Arroganz sind offenbar Voraussetzungen für Politspitzenjobs.