SPD-Frauen sind verlässlich zur Stelle, wenn es gilt, physische Gewalt umzudeuten, Opfer zu verraten und die Wirklichkeit wegzulügen. Sie trompeten Moral, schweigen zu realem Leid - und treiben ihre Partei mit jeder neuen Lebenslüge tiefer in ihren verdienten Abgrund.
IMAGO
Saskia Esken hat den nächsten Beleg dafür geliefert, warum sich diese Partei im freien Fall befindet. Die Zustände an deutschen Schulen kippen sichtbar. Gewalt nimmt zu, Mobbing ebenso, der religiöse Druck wächst, die Schlagzeilen häufen sich. Lehrer und Schüler berichten seit Jahren über Verwahrlosung, Einschüchterung und Aggression. Doch sobald der offenkundige Zusammenhang mit Migration auch nur angesprochen wird, springt bei der SPD derselbe ideologische Schutzreflex an. Esken erklärte, nicht Migration sei das Problem. Nicht die importierten Konflikte, nicht die kulturellen Spannungen, nicht die offensichtlichen Fehlentwicklungen. Das Problem, so lautet die Botschaft, seien wieder die anderen: jene, die noch bereit sind, die Dinge beim Namen zu nennen.
Genau so funktioniert diese Partei seit Jahren. Die Wirklichkeit wird nicht untersucht, sondern umgelogen. Was nicht ins Weltbild passt, wird wegdefiniert. Was jeder sehen kann, wird zur unzulässigen Zuspitzung erklärt. Und wer nicht bereit ist, an dieser Täuschung mitzuwirken, wird moralisch abgekanzelt. Die SPD hat sich damit ein eigenes politisches Betriebsmodell geschaffen: Realität raus, Gesinnung rein. Das Ergebnis ist ein öffentlicher Diskurs, in dem nicht mehr die Zustände skandalisiert werden, sondern ihre Beschreibung.
Esken steht damit nicht allein. Sie ist Teil eines Milieus, das sich seit Jahren darauf spezialisiert hat, das Offensichtliche zu leugnen und die Bürger für ihre Wahrnehmung auch noch zu beschimpfen.
Birgit Sippel lieferte dafür einen der infamsten Fälle. Im Europäischen Parlament erklärte die SPD-Politikerin sinngemäß, Gruppenvergewaltigungen gebe es in Deutschland nicht. Man muss sich diese Monstrosität auf der Zunge zergehen lassen. Ein Verbrechen, das statistisch erfasst wird, das Opfer in großer Zahl zerstört, das längst als brutale Realität dokumentiert ist, wird von einer deutschen Sozialdemokratin aus dem politischen Raum radiert, weil seine Existenz die falschen Fragen aufwirft. Das ist keine Verharmlosung mehr. Das ist politische Wirklichkeitsvernichtung.
Manuela Schwesig hat dieses schmutzige Spiel schon nach der Kölner Silvesternacht 2015/16 betrieben. Während das Land unter dem Eindruck massenhafter sexueller Übergriffe stand, während Frauen erniedrigt, bedrängt, angegriffen und vergewaltigt worden waren und jeder ehrliche Blick auch die migrantische Täterfrage mit voller Härte hätte stellen müssen, half auch sie mit, den Skandal politisch zu entschärfen. Unter dem Banner von #ausnahmslos wurde betont, Sexismus sei in Deutschland nicht „importiert“. Das war in dieser Lage kein Beitrag zur Aufklärung, sondern ein Dienst an der Vernebelung. Wieder wurde nicht zuerst für die geschändeten Frauen gesprochen, sondern für das ideologische Wohlbefinden eines Milieus, das die Zumutung der Wirklichkeit nicht aushält.
Und dann tritt Justizministerin Stefanie Hubig auf den Plan und liefert das nächste Lehrstück dieser doppelten Moral. Im Fall Fernandes will sie jetzt mit großem Pathos gegen „digitale Gewalt“ verschärfen. Ihr Ministerium arbeitet an einem Gesetz gegen digitale Gewalt, das Deepfakes, heimliche Überwachung, Spyware und neue Auskunftsregeln zu IP-Adressen erfassen soll; der Fernandes-Fall hat diesem Vorhaben nachweislich neues politisches Momentum verschafft. Genau darin liegt der Punkt: Ein medial aufgeladener Fall wird zum Vehikel, um den Regulierungs- und Eingriffsapparat im Netz auszubauen. Gleichzeitig ist von Hubig keine vergleichbar lautstarke Verschärfungsoffensive gegen die reale physische Gewalt zu hören, die Mädchen und Frauen Tag für Tag erleiden, von brutalen Übergriffen bis zu Vergewaltigungen. Wieder ist das politisch Verwertbare schneller zur Hand als der Schutz vor dem ganz realen Schrecken.
Diese Frauen sind zuverlässig am falschen Ort zur Stelle. Sobald sich ein Fall politisch ausschlachten lässt, sobald sich mit ihm Moraltheater, Empörungskulisse und der nächste Angriff auf Freiheit, Sprache und offene Debatte aufziehen lassen, trompeten sie los wie auf Kommando. Aber dort, wo Frauen und Mädchen in diesem Land Tag für Tag ganz real geschlagen, bedrängt, vergewaltigt, eingeschüchtert und zerstört werden, herrscht plötzlich dieselbe eisige Stille, dass einem davon übel werden muss. Dann wird nicht mobilisiert, sondern relativiert. Dann wird nicht angeklagt, sondern abgewiegelt. Dann werden reale Opfer an jedem einzelnen Tag verraten.
Gerade darin liegt die ganze Verkommenheit dieses Milieus. Es gibt für diese Opfer keine große Geste, kein „Wir stehen an eurer Seite“, kein hysterisches Trommelfeuer der immer gleichen politischen Aktivistinnen. Wenn die Täter die falschen sind, wenn die Gewalt zu konkret, zu körperlich, zu blutig und politisch zu unerfreulich wird, ziehen sich ausgerechnet jene Frauen zurück, die sonst keine Kamera und kein Mikrofon auslassen, um sich als Stimme aller Frauen aufzuspielen. Dann verraten Frauen andere Mädchen und Frauen. Sie verraten sie durch Schweigen. Sie verraten sie durch Wegsehen. Sie verraten sie, indem sie das politisch Brauchbare aufblasen und das politisch Gefährliche mit maximaler Kälte liegenlassen.
So ist in diesem Land eine widerwärtige Opferhierarchie entstanden. Oben stehen die Fälle, aus denen sich Gesetze, Kampagnen, NGO-Projekte und neue Sprachregime gewinnen lassen. Unten stehen die Frauen und Mädchen, die im Alltag real angegriffen, gedemütigt, verfolgt, missbraucht oder vergewaltigt werden und deren Leid nicht in das gewünschte rotgrüne Drehbuch passt. Für die oberen Opfer gibt es Sondersendungen, Demos und politische Lautstärke. Für die unteren gibt es Statistiken, betretenes Schweigen und das übliche linke Weglügen. Das ist keine Frauenpolitik. Das ist organisierter Verrat an den realen Opfern physischer Gewalt. Die SPD predigt unablässig Haltung. Aber sobald die Wirklichkeit diese Haltung blamiert, wird nicht etwa die Politik korrigiert, sondern die Realität selbst unter Verdacht gestellt.
Aydan Özoğuz bedient dasselbe Muster. Sobald jemand die Zusammenhänge zwischen Migration, Kriminalität und importierten Gewaltmustern anspricht, wird der Spieß umgedreht. Dann ist nicht mehr die Gewalt das Problem, sondern die Sprache über Gewalt. Dann wird aus der Benennung von Fehlentwicklungen eine angebliche Pauschalisierung. So funktioniert dieser Apparat. Er schützt nicht die Wahrheit, er schützt nicht Frauen, er schützt nicht die Schwachen. Er schützt das eigene ideologische Gebäude vor dem Einsturz. Jeder, der an die tragenden Wände rührt, wird zum Feind erklärt.
Özoğuz zeigte schon 2016, wie dieses Milieu tickt: Selbst Kinderehen wollte sie nicht pauschal verbieten, sondern verwies lieber auf Unterhalts- und Erbansprüche der Betroffenen. Wo andere eine rote Linie sehen, sucht die SPD noch nach Gründen, warum man sie besser nicht zu klar ziehen sollte.
— Beatrice Achterberg (@BeaBovary) March 27, 2026
Klara Geywitz zeigte 2025 bei Markus Lanz, wie tief diese SPD im Reflex des Ausweichens steckt. Michael Karat, Vater von Ann-Marie, die von einem Migranten ermordet wurde, forderte die Politik flehentlich auf, endlich die Kinder in diesem Land zu schützen und sprach von immer demselben Täterprofil und immer denselben Floskeln. Geywitz lieferte darauf vor allem das, was Betroffene von dieser Partei seit Jahren kennen: technokratische Beschwichtigung, Verweis auf Vollzugsdefizite und den empörten Vorwurf, Merz habe „die Republik angezündet“. Genau so sieht der SPD-Mechanismus aus, wenn reales Leid auf Parteirhetorik trifft: Das Opfer spricht über Schutz, die Politik antwortet mit Ausflüchten.
Auch der Fall Katharina Freud passt exakt in dieses Bild. Amtliche Zahlen, Statistiken, belastbare Befunde werden nicht mehr als Grundlage nüchterner Politik behandelt, sondern als feindliches Material, sobald sie der Erzählung widersprechen. Das ist vielleicht der eigentliche Skandal dieser SPD. Sie lügt nicht nur gegen ihre Gegner. Sie lügt gegen die Wirklichkeit selbst. Sie lügt gegen Zahlen. Sie lügt gegen Erfahrungen. Sie lügt gegen die Augen und Ohren der Menschen, die jeden Tag erleben, was in diesem Land geschieht.
Und dann kommt immer wieder jener Satz von Elfriede Handrick aus 2019 ins Gedächtnis, der den Pflock ins kalte Herz der SPD getrieben hat und mit dem sie wie ein Zombie noch ein paar Jahre weiterläuft: Man müsse nicht immer die Sorgen und Nöte der Bevölkerung ernst nehmen. Genau das ist die SPD in Reinform. Nicht Ausrutscher, nicht Missverständnis, nicht unglückliche Formulierung. Das ist das nackte Selbstverständnis einer Partei, die sich vom Bürger längst innerlich verabschiedet hat. Sie hört den Menschen nicht mehr zu, weil sie sie verachtet. Sie traut ihnen nicht mehr, weil sie sie für moralisch minderwertig hält. Sie regiert gegen ihre Wahrnehmung, gegen ihre Interessen und zunehmend auch gegen ihren offenen Widerspruch.
Darum versteht diese Partei auch ihren Absturz nicht. Sie hält ihn bis heute für ein Kommunikationsproblem. Sie glaubt ernsthaft, sie müsse nur noch besser erklären, noch aggressiver framen, noch hysterischer diffamieren, dann werde der Wähler irgendwann zur Einsicht gezwungen. Aber der Wähler ist längst weiter. Er sieht, wie man ihm bei jeder neuen Eskalation dieselbe faulige Ware verkauft. Er sieht, dass die SPD nicht schützt, sondern schönredet. Nicht aufklärt, sondern verwischt. Nicht korrigiert, sondern deckt. Und er merkt, dass diese Partei aus jeder neuen Krise vor allem eines lernt: wie sie noch schamloser leugnen kann.
Das Bittere für die SPD ist, dass ihre Funktionärinnen dabei oft besonders exemplarisch auftreten. Gerade jene Frauen, die sich öffentlich als moralische Instanz aufspielen, sind immer wieder dabei zu beobachten, wie sie Gewaltphänomene entkernen, Täterstrukturen relativieren und den Bürgern die eigene Wahrnehmung ausreden wollen. Sie reden ständig von Empathie und meinen Unterwerfung. Sie reden von Verantwortung und meinen Sprachkontrolle. Sie reden von Frauenrechten und kneifen, sobald die Wirklichkeit politisch unpraktisch wird.
Die SPD zerstört sich durch ihren eigenen verlogenen Kern selbst. Wer den Menschen ihre Lebenswirklichkeit abspricht, darf sich nicht wundern, wenn diese Menschen irgendwann zurückschlagen, nicht mit Lärm, sondern mit dem Wahlzettel. Die Partei begreift bis heute nicht, dass man Wähler nicht endlos belügen, ausnehmen und demütigen kann. Wer Sorgen verhöhnt, Zustände leugnet und offenkundige Zusammenhänge zur Häresie erklärt, treibt die Leute nicht zur Einsicht, sondern aus der eigenen Wählerschaft hinaus.
Ein Kurs, den die SPD-Leute wohl nicht mehr korrigieren können, eben, weil sie Welt und die geänderten Realitäten um sie herum nicht verstehen.
Am Ende bleibt von dieser SPD vor allem ein Bild: eine selbstgerechte Funktionärskaste, die in Talkshows, Parlamenten und sozialen Netzwerken unablässig gegen die Realität anredet, während draußen das Land immer schneller weiter zerfällt. Esken, Sippel, Özoğuz, Freud, Handrick und viele, viele andere: Das sind keine Betriebsunfälle. Genau das ist der hässliche Kern dieser Partei.



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