Johann Wadephul hat sich stets bemüht – Orden 2. Klasse vom ukrainischen Präsidenten

Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine hat Deutschland dem Land Milliarden an ziviler und militärischer Unterstützung gezahlt. Während Pistorius vor zwei Jahren noch den Orden 1. Klasse erhielt, bekommt Außenminister Wadephul vom ukrainischen Präsidenten Selenskyj einen Orden 2. Klasse verliehen – der üblicherweise an Botschafter verliehen wird.

picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Uncredited
Aufnahme vom 30.06.2025, Kiew

Wenn man früher in einer Beurteilung nicht schreiben wollte, dass jemand zwar fleißig war, aber nur geringe Fähigkeiten besaß, dann wählte man die salomonische Formulierung, derjenige habe sich stets bemüht – klang nett und alle wussten Bescheid. So ähnlich handelte jetzt auch der ukrainische Präsident Selenskyj. Und in der Tat hatte sich Wadephul stets bemüht, im Außenministerium Annalena Baerbock, die uns jetzt viel Geld in New York kostet, nachzueifern, in ihrer ganz eigenen Art, Deutschland in der Welt lächerlich zu machen.

Zwar verlieh Selenskyj dem deutschen Außenminister den Orden „Für Verdienste“, allerdings nur zweiter Klasse. Ordensverleihungen können auch Missachtung und Spott ausdrücken. Damit hat Selenskyj kurz und lustig Wadephul zum Botschafter degradiert, denn der Orden zweiter Klasse ist dem Statut zufolge für Botschafter, für die Stellvertreter von Regierungs- und Parlamentschefs, von Ministern und für die Leiter zentraler Behörden vorgesehen. Pistorius, der sich bisher verdienter um die ukrainische als um die deutsche Rüstung gemacht hat, erhielt 2024 statutsgemäß den Orden erster Klasse.

Aber vielleicht hatte Wadephuls Äußerung – „auf deutsche Interessen muss da jetzt keine Rücksicht genommen werden“ – in ihrer Servilität und in ihrer überheblichen Verachtung Deutschlands und der deutschen Bürger selbst Selenskyj abgestoßen. Es kann auch sein, dass Wadephuls Verhalten, möglichst viel deutsches Steuergeld in die Ukraine, nach Gaza und nach Syrien zu transferieren – ohne Gegenleistung – den ukrainischen Präidenten an die Methode seines ehemaligen Botschafters in Deutschland, Melnyk, erinnerte. Man könnte diese Methode in etwa so zusammenfassen: je schlechter du die Deutschen behandelst, umso mehr bekommst du von ihnen.

Laut Bundesregierung hat Deutschland seit dem 24. Februar 2022 der Ukraine an ziviler Unterstützung rund 39 Milliarden Euro und an militärischer Unterstützung ca. 55 Milliarden Euro gezahlt bzw. bereitgestellt.

Die Methode Melnyk funktioniert übrigens glänzend, denn Union und SPD wollen einen Antrag in den Bundestag einbringen, indem sie unter anderem fordern, über die KfW noch mehr Geld als geplant der Ukraine zur Verfügung zu stellen – und die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine zur EU „zügig“ zu beginnen – das würde Deutschlands endgültigen finanziellen Ruin bedeuten. Darauf einen ukrainischen Verdienstorden dritter Klasse.

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