Putin, Obama, Hacker und kein Journalismus

Warum lese, höre und sehe ich nirgenwo etwas darüber, WIE beauftragte oder nicht beauftragte Hacker die Amerikaner politisch beeinflusst haben sollen? Interessiert das keine Journalisten?

© Win McNamee/Getty Images

Geht es nur mir auf den Geist? Ständig haufenweise Nachrichten darüber, dass Putins Hacker in den US-Wahlkampf eingegriffen hätten. Obama stützt sich auf die US-Geheimdienste. Diese besuchen Trump und erzählen ihm, worauf sich Obama beruft. Auf die Gefahr hin, nicht alles gelesen zu haben diesseits und jenseits des atlantischen Teichs: Warum lese, höre und sehe ich nirgenwo etwas darüber, WIE beauftragte oder nicht beauftragte Hacker die Amerikaner politisch beeinflusst haben? Interessiert das keine Journalisten und klassischen Medien?

Wenn Wahlen in den USA oder Europa in einem nennenswerten Umfang beeinflusst werden sollen, dann muss das über einen sehr langen Zeitraum geschehen. Der Links genannte Zeitgeist hat dafür Jahrzehnte gebraucht. Die Dienste hätten das dann schon seit langem beobachtet und Obama hätte es vor langem aussprechen können: sozusagen rechtzeitig VOR den Präsidentschaftswahlen. Jetzt NACH der Niederlage von Hillary und vor dem Amtsantritt von Trump die Hacker-Melodie zu posaunen, ordne ich wie Obamas Amtshandlungen fünf Minuten vor seinem Abtritt den Vorgängen in seinem Sandkasten zu: Bevor der nicht Vorgesehene sich dort an seinen Platz setzt, macht er ein paar Förmchen kaputt und verunreinigt den Sand.

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Ich erwarte von Journalisten – zumal großer Medien – , herauszufinden, WIE die Politikbeeinflussung stattgefunden haben soll, darüber zu berichten und die Auskünfte kritisch zu bewerten. Wenn Putins Hacker in diesem Sinne tatsächlich Erfolg erzielt hätten, möchte ich von Journalisten zeitnahe erfahren, welche Erfolge dieser Art Obamas Hacker und die aller einflussreichen Regierungen weltweit WO, WIE und seit wann erzielen.

Ob Journalisten großer Medien die Bürger nur als geistiges Stimmvieh betrachten, das man in jede gewünschte Richtung jagen kann, möchte ich bei dieser Gelegenheit ebenfalls beatwortet finden. Vielen Dank im Vorhinein.

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Kommentare

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  • Franz Bettinger

    Lagerfeuer meinte ich wörtlich. Ich stehe auf Lagerfeuer. Wir sollten uns persönlich kennenlernen, Herr Börger. Versuchen Sie es! – Ich glaube, daran wären auch noch ein paar andere „Kombattanten“ interessiert. Und ich kenne ein tolles Plätzchen …

    • Marcel Börger

      Find ich im Frühjahr oder später auch toll, aber jetzt bei viel Schnee und Frost wäre mir ein Kaminfeuer fast lieber, erstrecht wenn es mehrere Teilnehmer/innen werden sollen.
      Vielleicht geben uns ja auch Kommentatorinnen die Ehre und da erschien es mir vielleicht?/sicher? besser, wenn die Rahmenbedingungen nicht zu rustikal gestaltet würden, denke ich.😉

      Ich bin seit vielen Jahren in einer AG für Streitkultur… und wir tagen 2x jährlich in Berlin.
      D.h. die Infrastruktur wäre vorhanden, von Hotel, Seminarraum, Essen/Trinken für mehrere oder gar viele und man könnte sowohl Leute von Tichy mit einladen und um kurze Vorträge bitten oder Politiker o.ä., aber nicht als förmliches Seminar, sondern zwanglos.
      Mein Vorschlag mit Berlin in einem seminarähnlichem Setting böte die Möglichkeit, so ein Treffen auch mit privaten Aspekten wie Sightseeing oder Shopping zu kombinieren, womit Hotelkosten schnell vernachläßigbar würden.

      Vielleicht denke ich gerade auch nur too Big, dann können wir auch gerne im kleinen Kreis ans Lagerfeuer. Habe jahrelang viel Outdoor betrieben und bin gut ausgestattet gegen Wind und Wetter.
      Über meine Homepage können Sie mir eine email schicken, dann können wir Details erörtern.
      Beste Grüße

      • Franz Bettinger

        too big for me, Herr Börger. Ich meinte das gaanz anders. Sie werden staunen.

        Ich konnte Ihre email-Adresse leider nicht im Internet finden, ohne Mitglied bei xing oder linkedin zu werden, was ich nicht will. Versuchen Sie doch bitte den Kontakt über Facebook. Dort finden Sie meine email-Adresse. LG, Franz

      • Marcel Börger

        Habe Ihre FB Seite gesehen, bin aber kein FB Mitglied.

        Bin etwas erstaunt, daß Sie mich nur über Linked im Netz gefunden haben. Bei googlen von Rechtsanwalt und Namen kommt meine Site Ra-boerger Punkt de nebst allen Kontaktdaten eigentlich unproblematisch. Schicken Sie mir bitte eine kurze Email an info@ dann antworte ich Ihnen über meine private email unter der wir uns dann austauschen können.

        Bin neugierig auf Ihren Lagerfeuervorschlag