Ist der Sozialstaat zur Plünderung freigegeben?

"In Marxloh gibt es Meldeadressen, bei denen bis zu 6.000 Personen pro Haus registriert sind“ – oftmals nur mit dem Ziel, Sozialhilfe beantragen zu können, sagt ein Polizeioberer.

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Beunruhigend genug ist es, wenn im Focus klare Äußerungen von Polizeioberen zum Rechtsstaat und Sozialstaat zu lesen sind, wie diese:

«Es gibt Bereiche, wo der Rechtsstaat handlungsunfähig ist“, sagte Bodo Pfalzgraf, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), der „Berliner Zeitung“. „Dazu gehören soziale Brennpunkte wie etwa in Wedding oder Neukölln.“ Auch die Autonomen-Hochburgen in Friedrichshain-Kreuzberg und Köpenick zählten ihm zufolge dazu.»
«Wie in Berlin, werden auch im Ruhrgebiet aufgrund der dünnen Personaldecke normale Polizeistreifen im Bedarfsfall „massiv“ von Einheiten der Bereitschaftspolizei unterstützt, sagte Arnold Plickert, Bundes-Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), zu FOCUS Online. Das gelte zum Beispiel für soziale Brennpunkte in Duisburg-Marxloh, in Köln oder Altenessen. Und auch in Düsseldorf, Gelsenkirchen und Dortmund greife die Bereitschaftspolizei ihren Kollegen unter die Arme.»
Völlig fassungslos wird der Normalbürger dieser Nachricht zum Sozialstaat gegenüberstehen:
«In Marxloh gibt es Meldeadressen, bei denen bis zu 6000 Personen pro Haus registriert sind“ – oftmals nur mit dem Ziel, Sozialhilfe beantragen zu können, so der GdP-Bundes-Vize. Durch eine „immer weiter fortschreitende Vernachlässigung“ ganzer Wohngebiete hätten sich immer stärker Parallelgesellschaften gebildet.»

6.000 Gemeldete pro Haus? Wer lässt diesen Dauer-Anschlag auf den Sozialstaat zu? Wem fällt für solche Zustände noch ein passendes Wort ein? Uns nicht.


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Kommentare ( 230 )

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Es ist nur eine Frage der Zeit, bis alle Skandale vom tiefsten Seegrund nach oben gespült werden. Jetzt ist es soweit. Jetzt ploppen die ganzen stinkenden Vorfälle der Reihe nach nach oben. Die Frage ist nur, wer bringt das alles in welcher Zeit wieder in Ordnung? Mir scheint, allein die schiere Masse an Menschen, die unseren Sozialstaat plündern, verunmöglicht dies. Hier würden nur drastische Maßnahmen wirken. Davor schrecken unsere Politiker und unsere staatstreuen ängstlichen Verwaltungsheinis zurück. Warum remonstrieren die Beamten nicht, wenn sie Aufträge erhalten, deren Erfüllung sich gegen den Erhalt unseres Staates richtet? Sie beobachten lieber und beschreiben die… Mehr

Die Beamten sind Teil des Systems. Sie leben vom Staat, bekommen paradisische Pensionen und sind so gut wie unantastbar. So lange 50 % von diesen Leistungsträgern im Parlament sitzt, wird sich nichts daran ändern.

Yes, Beamte sind Teil des destruktiven Systems und Mitverursacher!
Aber dies macht den Regelkreis träger und die Stellreaktion wird umso absolut/digitaler ausfallen!
Aber wenn die leistungsstarken „Teilnehmer“ in Rente gehen „wollen“ – (aber nix mehr kriegen werden), weil destruktive „Neubeteiligte“ keinen Input bewirken, aber sehr gern „Nutznießer“ sein möchten, dann wird Beamtentum obsolet.
Spätestens dann gibt es Hölle auf Erden!

Die Hölle auf Erden, gewiss, aber nicht deshalb, weil für die Beamten kein Geld mehr da ist, sondern weil der Staat zahlungsunfähig ist, und man sich gut vorstellen kann, welche Teile der Bevölkerung dann ihre „Rechte“ nachdrücklich einfordern werden.

Das ist so, denn wir erleben es täglich mehr. Die Kosten steigen, alles wird teurer, und die Anforderungen der angeblichen Gäste auch. Selbst die Tafeln sind nicht mehr sicher.

Die Plünderung wird weiter intensiviert: die Bundesregierung selber rechnet für 2018 mit einem genehmigten Nachzug von Familienangehörigen bereits anerkannter Flüchtlinge im Umfang von 380.000 Menschen. Zusätzlich den erwarteten 200.000 (Obergrenze ??) neuen Fl. und Angehörige von Flüchtlingen mit nur subsidärem Schtzstatus (1.000/Monat plus Härtefälle). Quelle ab Minute 18: ..https://www.youtube.com/watch?v=hBo4_A0z3Zw&t=1550s

So ein Versagen des Staatsapparates in den „einfachsten“ Verwaltungsbereichen ist für den staatstreuen Bürger nicht mehr nachvollziehbar!
Das man unsere Polizei in solchen „Gebieten“ eigentlich als Arbeitgeber in Lebensgefahr bringtist eine Ungeheuerlichkeit,wenn aber die Polizei dann einmal „durchgreift“,um Recht und Gesetz Respekt zu verschaffen,ja dann werden diese tapferen Beamten/innen auch noch zum Dank von sogenannten „Volksvertretern“ öffentlich als Rassisten oder dergleichen bezeichnet(Nafris).

Niemand braucht sich also über „Orbanisierung“ in der EU aufzuregen,denn auch in unserem Land wird das der logische Schluß der „veräppelten“ Wähler sein,nur hier heißt das dann AfD!

„Wem fällt für solche Zustände noch ein passendes Wort ein?“
Mir fallen dazu schon einige Worte ein. Ich verkneife mir sie hier aufzuschreiben, denn ich vermute, Frau Kahane und Friends lesen mit..😒

Das ist wirklich unfassbar. Ein Glück ist allerdings, dass die Geburtenrate in islamischen Staaten massiv zurückgeht. Siehe dazu Geburtenrückgang Iran (bitte googeln). Die AfD sollte mit der ÖDP zusammenarbeiten. Wir brauchen eine öko-konservative Politik. Mehr dazu unter Theosophie343 (bitte googeln):

Zitat:“«In Marxloh gibt es Meldeadressen, bei denen bis zu 6000 Personen pro Haus registriert sind“ – oftmals nur mit dem Ziel, Sozialhilfe beantragen zu können, so der GdP-Bundes-Vize. “ Die dort registrierten Personen unter dem Vorwand vorladen, sie hätten zu wenig Geld bekommen, bei Erscheinen direkt zur Kasse bitten und danach ohne jegliche Verzögerung sofort ausweisen. Wenn ihre Herkunftsländer sie nicht zurücknehmen wollen, bietet sich die Aussetzung in internationalen Gewässern an. Es ist genau dieser Kreis von Leuten, der der Migration ein schlechtes Image verpasst und dem hart arbeitenden Steuerzahler das Hemd aus der Hose zieht. Unser System und unser… Mehr

nicht aufs Amt sondern einen Hausbesuch zur selben Zeit und Datum… Das Gewusel wäre zu köstlich dabei zu sein.

@Boss
Es dürfte schwierig werden, die 6000 Leute auf einmal einzusammeln und zu verfrachten. Geht man davon aus, dass bei Einzelabschiebungen üblicherweise 5-6 Mann Personal das Prozedere durchführen, müsste man folglich weit über 30000 Behördenmitarbeiter zusätzlich zu den 6000 Abzuschiebenden + eventuell noch vorhandene Verwandtschaft zur selben Zeit am selben Ort einkalkulieren. Das überfordert jede Infrastruktur…. ;-D

ein Wort? VolksZERtreter

wie sagte schon Salonkommunist AussenJoschi:
„Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas (und der Welt) sind. Das wird immer wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen. Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.“

Das Problem besteht darin, dass fast jeder Zugang zum Deutschen Sozialstaat hat. Der Sozialstaat ist eine Nationale Errungenschaft und sollte daher exklusiv den eigenen Bürgern zu verfügung stehen. Wer sein Lebensunterhalt nicht selber bestreiten kann, der muss zurück in seine Heimat gehen. Ein Nobelpreisträger für Wirtschaft hat einmal gesagt: „Entweder freie Zuwanderung oder Sozialstaat, aber beides zusammen ist auf lange Sicht unmöglich“.

Auch hier nur: Alle Achtung! Man hält ja vieles für möglich. Aber 6000 in einem Haus gemeldet, das hätte ich mir nicht vorstellen können. Da werden die Verwaltungsangestellten selbst zum Fall für die Staatsanwaltschaft. Das ist Veruntreuung, Strafvereitelung und vielleicht sogar Falschbeurkundung im Amt.

Es mag ja etwas weit hergeholt sein, aber solchen „Ämtern“ werde ich meine Wählerstimme per Briefwahl nicht mehr anvertrauen.

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