Sachsen: Bei der Landtagswahl wollen viele anders wählen als bei der Bundestagswahl

Von den SPD- und FDP-Wählern bei der Bundestagswahl wollen sehr viele für den Landtag in Sachsen CDU wählen.

imago images / ddbd
Sächsischer Landtag, Dresden
Selten bietet die Demoskopie wirklich interessante Einblicke. Das ist hier bei INSA anders, weil der Vergleich der Wahlabsicht bei der Bundestags- und Landtagswahl zweierlei zeigt:

  • AfD, Linke und Grüne haben in Sachsen feste Anhängerschaften.
  • Bewegung gibt es anderswo: Statt SPD und FDP wollen bei der Landtagswahl viele Sachsen CDU wählen.

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Kommentare ( 16 )

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Karamba
25 Tage her

Ich weiß nicht, wie die Sachsen wählen werden. Allerdings fällt mir in Gesprächen auf, dass Wanderwitz der sonstigen bodenständigen Akzeptanz der CDU einen Bärendienst erweist. Nichts können Sachsen weniger ertragen als von den „eigenen Leuten“ nicht ernstgenommen und noch dazu beschimpft zu werden.

Demokratius
24 Tage her
Antworten an  Karamba

Der CDU läuft in zukünftigen Wahlen auch die derzeitige Koalition mit SPD und Grünen ans Bein. Die Sachsen nehmen dem MP die Berufung einer grünen, aber linksextremen Justizministerin und auch die Duldung der Umbenennung historischer Kunstwerke in den Dresdner Museen übel. Man kann das als eine Art Kulturrevolution betrachten, die für die in ihre Historie verlieben Sachsen Dinge der Unmöglichkeit sind.

Max Anders
25 Tage her

So wie sich MP Kretschmer und sein Ostbeschimpfungsbeauftragter Wanderwitz aktuell benehmen und einen wütenden und hoffentlich erfolglosen Anti AFD“Wahkampf“ – besonders in seinem (MK) Heimatlandkreis Görlitz, wo man ihm vor 4 Jahren an der Wahlurne das Bundestags-Erbmandat entzogen hatte, glaube ich nicht an so klare Verhältnisse. Nicht zu diesem Zeitpunkt. Eher steckt den Demoskopen noch der Schock des Prognose Desasters aus Sachsen-Anhalt in den Modellrechnern, die gleichmal den Algorhytmus für Sachsen mit überzogen umgeschrieben haben.

Protestwaehler
25 Tage her

Also bei der Landtgaswahl wollen SPD, FDP, Grüne, UND Sonstige Wähler plötzlich CDU wählen… wissen diese Leute nach der Wahl auch das sie für die CDU gestimmt haben? Nein, meine Prognose, die jeweiligen Landesregierungen, also die, die den Landeswahlleiter stellen, profitierrn in erster Linie durch den massiven Zuwachs von Nichtwähler, Protestwähler und Erstwählern dank „Rekordbriefwahlbeteiligung“. Seit 2013 konnten wir beobachten dass die AfD stets der große Gewinner bei Nichtwählern und Protestwählern war… doch seit „Rekordbriefwahlbeteiligung“ wählen Protestwähler plötzlich alle Altparteien, das klingt ja auch voll logisch. War man zuvor noch unzufrieden mit dem gebotenen Angebot, ist man dank Briefwahl plötzlich… Mehr

Innere Unruhe
25 Tage her

Natürlich muss man im Bund anders wählen als im Land, denn die Länder- und Bundkompetenzen sind unterschiedlich.
Innere Sicherheit, Außenpolitik, Soziales – das wird vom Bund gesteuert. Daher ist es doch richtig z.B. bei der ´Länderwahl Bildung zum Hauptthema zu machen und bei der BT-Wahl die innere Sicherheit oder das Klima.

Anti-Merkel
25 Tage her

Wahrscheinliche Ursache: Die Medien thematisieren Cum-Ex, Wirecard und andere Themen, die Scholz schlecht aussehen lassen würden, überhaupt nicht.
Wäre Scholz ein Kandidat der AfD oder der Linken, würden die Medien von morgens bis abends über nichts anderes „berichten“.

N. N.
25 Tage her

Ich bekam einen Lach-Krampf! – Zur Erinnerung nochmals die Listenergebnisse des Jahres 2019: CDU 32,1 %, AfD 27,5 %, Grüne 8,6 %, SPD 7,7 % und FDP 4,5 %. Falls ‚viele‘ SPD- und FDP-Wähler zur nächsten LTW CDU wählten, wird auch die SPD nicht mehr im Landtag sein. Die CDU müßte dann wohl mit Grünen und Linken gemeinsam gegen den Wahlgewinner AfD zu regieren versuchen. Nun warten wir zunächst einmal die BTW ab, da ist in SN nach den letzten Umfragen, auch bei der Jugend, die AfD in der Pole-Position.

Protestwaehler
25 Tage her
Antworten an  N. N.

Ausgerechnet in Thüringen und Sachsen will selbst ein Großteil der Jugend AfD wählen, und das trotz der systematischen Stigmatisierung der AfD durch Deutschlands Lehrerschaft. Den Eltern in dieser Region muss man ein Lob aussprechen, die scheinen ihre Kinder gegen die schulische Indoktrinierung immunisiert zu haben 😉

Demokratius
24 Tage her
Antworten an  Protestwaehler

Das ist historisch bedingt. In der DDR war die Bildungspolitik darauf gerichtet, „sozialistische Menschen“ zu schaffen. Wäre in den Elternhäusern dieser Indoktrinierung nicht konsequent entgegen gewirkt worden, wäre Deutschland heute noch gespalten.

Innere Unruhe
23 Tage her
Antworten an  Demokratius

Absolut richtig.
Wahre Erhiehung, insbesondere politische, findet in der eigenen Küche statt.
Sozialismus erfahrene Eltern wissen das.

StefanB
25 Tage her

Die AfD wird für die kommende BTW zuletzt bei 23 (Infratest dimap) bis 26 Prozent (INSA) geschätzt*, liegt also sowohl für die BTW, als auch die kommende LTW in Sachsen recht stabil in der Wählergunst.

*hhttps://www.wahlrecht.de/umfragen/laender.htm#sn

Ensign Marcel
25 Tage her

Mir Sachsen, mir sin helle, das weeß de ganze Welt, un sin mir ma ni helle, da hammer uns verstellt.😉

szenaria
25 Tage her
Antworten an  Ensign Marcel

Kann ich bestätigen. Diese tollen Menschen in Sachsen haben mir nach meiner Flucht aus dem tiefroten RLP Exil gewährt. Bin im Paradies gelandet. Eine Wahlstimme für die richtige Sache habe ich mitgebracht.

Langsam aber unaufhaltsam: Sachsen das Bundesland Nr. 1, mit sehr viel Glück Söder-Land auf Nummer 2.

Entscheidend ist nicht nicht das Wahlergebnis, sondern die Richtung dieses Bundeslandes mit seinen bodenständigen Leuten nimmt.

Der Prophet
25 Tage her

Abgesehen davon, dass die Landtwagswahlen in Sachsen erst wieder in 3 Jahren statfinden, sind solche Umfrageergebnisse zum jetzigen Zeitpunkt so interessant, wie der Wasserstand im Schwimmbad von Timbuktu. Eines erschüttert mich jedoch, nämlich dass anscheinend selbst in Sachsen mittlerweile Hopfen und Malz verloren sind, da man dem Corona-Lügner Kretschmer anscheinend wieder mehr Stimmen gibt.

Demokratius
24 Tage her
Antworten an  Der Prophet

„Anscheinend“ ist richtig. Solche Umfragen sind nicht das Papier wert, auf das man sie druckt.

Le_Phil
25 Tage her

Demokraten halten eben zusammen. (Ironie)