Merkel erhält einen Preis für Verständigung und Toleranz und spricht von Ostdeutschen als Dazugekommenen – wie von Syrern. Dass die Ostdeutschen 1989 Freiheit und Demokratie erkämpften und damit die Wiedervereinigung ermöglichten, kann Merkel nicht wissen. Sie war ja nicht dabei.
picture alliance/dpa | Sebastian Willnow
Jetzt haben sie Merkel wieder einen Preis angehängt, den Preis, der zum Gedenken an den großartigen Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy gestiftet wurde – und die Liste der Preise, die man noch hoch erhobenen Hauptes in diesem Land annehmen kann, schmilzt dahin wie Eis in der Sonne. Der Internationale Mendelssohn-Preis gehört nicht mehr dazu. Armer Felix, möchte man da nur sagen, das sind keine Lieder ohne Worte, es bleiben nur noch Worte ohne Wahrheit.
Bisher sind die musikalischen Leistungen, die Kompositionen noch unentdeckt, die Angela Merkel im stillen Kämmerlein fabrizierte, aber dass dank Merkel Deutschland aus dem letzten Loch pfeift, geht vielleicht auch als meisterhafte Komposition durch, sozusagen 12-Ton-Musik ohne Töne. Es heißt, der Preis werde vergeben für Verständigung und Toleranz.
Wann sind die Ostdeutschen bitte dazugekommen? Und wozu überhaupt? Gut, Merkel kann nicht wissen, dass die Ostdeutschen Demokratie und Freiheit in einer Revolution erkämpft und damit die Wiedervereinigung ermöglicht hatten – sie war ja nicht dabei. Im Gegensatz zu sehr, sehr vielen Ostdeutschen unterhalb des Rentenalters war sie damit beschäftigt, problemlos in den Westen, nach Hamburg zu reisen.
Angela Merkel warnte davor, dass versucht werde, Hass zu schüren. Sie muss es wissen. Ein größerer Hass, als Merkel gegen die Ostdeutschen zu empfinden scheint, ist wohl kaum vorstellbar. Und es sagt auch einiges über die Art und Weise der Wiedervereinigung aus, dass eine Person Bundeskanzlerin geworden ist, die zwar die Westdeutschen als Ostdeutsche sehen, doch die nichts weniger denn eine Ostdeutsche ist. Vertieft man sich in Merkels Biographie, kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, dass es Merkel ihrem Vater wohl nie verziehen hat, dass sie nicht in Hamburg geboren wurde, sondern, dass er nach Ostdeutschland gegangen war und mithin Mutter und Kind im Mutterleibe zu folgen hatten. Vielleicht fühlt sie sich ja auch, tiefenpsychologisch gesprochen, als pränatal Zwangsverschleppte?
Es gibt ein zweites, was Merkel an den Ostdeutschen hassen mag: dass sie nicht brav und folgsam sind, dass sie einen eigenen Kopf haben! An der Friedlichen Revolution hatte Merkel keinen Anteil, beteiligt hatte sie sich nicht daran, sie war wie ein Kriegs-, besser Revolutionsgewinnler pünktlich zur Stelle, als es ans Absahnen, ans Erlangen von Posten und Pöstchen ging.
Bei etwas mehr Bildung, bei etwas mehr Contenance könnte man Merkel mit Marie-Antoinette vergleichen, wenn sie aus den Fenstern von Neu-Versailles und mit Blick auf die Parkanlagen klagt: „Da gibt es das Volk und dann gibt es die Eliten und dann gibt es die, die sind erst ganz kurz Staatsbürger, und dann gibt es die, die sind schon ein bisschen länger Staatsbürger, und man versucht abzuschichten, man versucht, Hass zu schüren, man versucht, zu unterscheiden und damit Neid hervorzurufen.“ Frau Merkel weiß es natürlich nicht, aber die erste Operation des Denkens beginnt damit, Unterscheidungen zu treffen. Unterscheiden und differenzieren, Distinktionen zu treffen ist die erste intellektuelle Operation.
Aber stimmt, das dumme ostdeutsche Volk ist einfach nur „neidisch“, wie Merkel raunt und Merkels Lobredner Bollmann so peinlich altväterlich in der FAZ 2017 schwurbelte, dass Angela Merkel „im Osten auch deshalb so viel Hass auf sich zieht, weil sie ihren Landsleuten den Spiegel vorhält: Seht sie, wer sich anstrengt, der schafft es auch.“ Und in Superdupi-Wessi-Arroganz warf Bollmann dann den Ostdeutschen noch vor: „Einiges spricht für die Thesen, dass die Ostdeutschen so etwas sind wie Migranten im eigenen Land. Und dass die besonderen Schwierigkeiten ihrer Integration damit zu tun haben, dass sich das Verwirklichte zu wenig klargemacht haben. Daher zogen sie oft die falschen Schlüsse, mit fatalen Folgen.“
Der Satz hätte, wie man nach Merkels Rede zur Verleihung des Mendelssohn-Preises, annehmen darf, auch von Merkel stammen können, dass Ostdeutsche für die Möchtegern-Hamburgerin eigentlich Migranten sind, „fremd im eigenen Land“. Um mit Brecht zu reden, wäre es da nicht doch besser, die Ostdeutschen auszubürgern?





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Erfreulich ist, dass es ihr ungeachtet ihrer “ interessanten“ Taten offensichtlich ausgezeichnet geht. Wir hoffen sicher alle, dass es so bleibt. Schutz genug hat sie ja. Ein Glück, dass die rauheren Zeiten für derartige Figuren schon lange vorbei sind. Der “ Zivilisation“ und dem Rechtsstaat sei dank. Noch erfreulicher wäre es, sie z.B. als BP wieder geniessen zu können. Das im Wertewesten permanent gewählte Kartell bemüht sich.
Diese Dame sollte einer damnatio memoriae anheimfallen. Vor allem sollte man uns auch vor deren Erscheinungsbildern bewahren.
Die gleiche „Superdupi-Wessi-Arroganz“ zeigt sich gegenüber etlichen Völkern des Planeten, doch die anderen Fälle werden hier kaum kritisiert. Nach einer Ossis-Remigration ruft keiner?
Es hilft uns zwaf nicht konkret aus dem Elend, das Merkel angerichtet hat – aber ein bißchen Trost spendet es doch
Abgrundtiefem Haß liegt immer auch Selbsthaß zugrunde..
Merkels Physiognomie: freudlös, lieblos, schadenfroh, auch mit 70 noch mit diesem Kleinmädchenlächeln… So hat sie gelebt, lebt sie und wird sie sterben – und dann als größter Unglücksfall der deutschen Geschichte, als grandioses Versagen ihrer Partei und deren Wähler – nach dem böhmischen Gefreiten – iin Erinnerung bleiben.
Das freut mich sehr für Merkel. „Ironie OFF“
Merkel für mich die Meisterin des Aussitzens und der Politik, die sich stets an der „woken“ Mainstream-Medien orientierte. Auch die Regierungen nach Ihr haben dieselbe Politik gemacht.
Die Quittung für den Bürger wird langsam sichtbar: Verarmung der Bevölkerung. –
Warum mag Sie die Ost-Deutschen nicht? – Weil diese sich nicht so leicht täuschen lassen!
Seltsam, dass man bei der Ausübung von Verständigung und Toleranz immer öfter ein Sturmgewehr tragen muss.
Statt dass der Europa Vernichterin der Prozeß gemacht wird, überhäuft man die mit Orden. Nicht zu vergessen, die Finanzierung eines Büros mit x-Mitarbeitern (wofür?) + Autopark. Regt sich irgendwer auf ? Die -sorry- dämlichen Wähler würden die glatt wiederwählen. Wie ich schon mal hörte: „In Deutschland geht’s drunter + drüber – die Merkel muss wieder her.“
Trump hat mit seiner Einschätzung vollkommen recht gehabt. Diese Frau war noch nie eine der klügsten und wird es auch definitiv nicht mehr werden. Das unter Beweis zu stellen ist nun ihre Lebensaufgabe.
Es gab keine Wiedervereinigung. – Da der Volkskammerbeschluss lediglich eine einseitige Zustimmung zum Beitritt darstellt und der Einigungsvertrag das spätere „Wirksamwerden des Beitritts“ als eigenständigen Vorgang bezeichnet, muss es einen Rechtsakt geben, der dieses Wirksamwerden konstitutiv herbeiführt. Ein solcher gesonderter, im Bundesgesetzblatt verkündeter Rechtsakt ist jedoch nicht ersichtlich. – Es gibt ihn nicht.
Ehrlos. Würdelos. Beschämend. Und vor allem traurig.
Aber: Nicht enttäuschend. Denn etwas anderes habe ich von dieser Person, wie von der gesamten Nomenklatura dieser Zeit, auch nicht erwartet.