Merz scheitert auch in Brüssel, und schafft es dabei noch, Verbündete zu brüskieren. Wie immer und überall beschränkt er sich auf viel zu große Worte. Derweil zahlen Bürger immer mehr – für Energie, den Krieg in der Ukraine, einschließlich der Korruption und abgehobenen politischen Illusionen der EU.
IMAGO / dts Nachrichtenagentur
Friedrich Merz ist wieder einmal nach Brüssel gefahren, er hat wieder einmal rhetorisch deutsche Großmannssucht vorgeführt und wurde wieder einmal in den Ergebnissen vorgeführt. Mit anderen Worten, er hat nichts erreicht, außer dass er die letzte Porzellantasse in Budapest zerschlagen hat. Ein zutiefst deutschfreundliches Land, ein Land, das sich große Verdienste beim Niederreißen des Eisernen Vorhanges erworben und mehr für Europa als jedes westeuropäische Land getan hat, so vor den Kopf zu stoßen, dazu gehört schon sehr viel selbstzufriedener Provinzialismus dazu. Das ist europapolitisch und geopolitisch falsch.
Mit Blick auf den gestrigen Europa-Gipfel hat der Kanzler sein Markenzeichen poliert: in wechselnden Worten groß, in Taten klein – und vielleicht sollte uns Letzteres zum Trost gereichen, auf dass nicht Schlimmeres geschieht, außer der Niedergang der deutschen Wirtschaft, der deutschen Bildung, des deutschen Sozialstaates, der deutschen Infrastruktur, des deutschen, nennen wir es euphemistisch Wohlstandes und der inneren Sicherheit.
Und auch der andere große deutsche Politiker, Friedrich Merz, ist um die größten Worte nicht verlegen: „Das ist nicht unser Krieg.“ Das dürften die Bürger an den Tankstellen und in den Geschäften anders sehen. Sie bezahlen für den Krieg – und die Regierung Merz verdient bisher über Steuern und Abgaben an dem Krieg. Die Regierung Klingbeil-Merz hat bisher nicht das Geringste getan, um den Preis für Benzin und Diesel zu senken. Sie reden und verdienen, sie verdienen und reden. Jetzt denken sie sogar darüber nach, eine Übergewinnsteuer aufzulegen, anstatt Steuern und Abgaben auf Benzin, Diesel, Kerosin und Gas zu senken.
Also sie reden und verdienen noch mehr, sie verdienen noch mehr und reden. Von der Leyen behauptet, dass sie aus dem Jahr 2015 gelernt hätte und sich der Ansturm von Migranten nicht noch einmal wiederholen würde. Hat Frau von der Leyen, statt Million für Million an die Ukraine, an Ungarn oder an Italien oder an Griechenland für den Grenzschutz überwiesen? Welche Schlussfolgerungen hat Frau von der Leyen also genau aus dem gezogen, was sie gelernt haben will?
Von der Leyens Plan, der vier Komponenten enthält, richtet sich nach wirklich knallharten Vorgaben aus: „Zunächst einmal müssen die Maßnahmen befristet und zielgerichtet sein. Das ist die Logik des Plans, den ich heute vorgestellt habe: Soforthilfe, wo möglich, und strukturelle Veränderungen, wo nötig.“ Das ist die alte sozialistische Sprachregelung von der Bedeutung der Rolle, sowie die Rolle der Bedeutung, weil die Basis nun einmal die Grundlage für das Fundament unseres erfolgreichen Fortschreitens im Rahmen des Überholens ohne einzuholen ist, doch präziser. Auch die Senkung der Stromsteuer auf der einen Seite und die Ignoranz gegenüber den Steuern auf Gas ist eine versteckte Subvention für das Klima-Kartell, für die EEG-Barone.
Ursula von der Leyen stellt befriedigt fest, dass ein Preistreiber erster Güte funktioniert und das Geld der Bürger in die Kassen der EU-Bürokratie spült, die von der Leyen in den nächsten Jahren noch um 2.000 zusätzliche Mitarbeiter erweitern will: „Das Emissionshandelssystem funktioniert.“ Und damit die Geschäfte des Klima-Kartells weiter wie geschmiert laufen, hat Ursula von der Leyen „einen ETS-Investitionsbooster vorgeschlagen. Er wird über ein Budget von 30 Milliarden Euro verfügen, finanziert durch 400 Millionen ETS-Zertifikate.“ Und wer im Endeffekt sehr an der Finanzierung der 400 Millionen ETS-Zertifikate mitwirkt, wer das bezahlt, dürfte doch klar sein.
Man muss nur auf die Preise an der Tankstelle und im Supermarkt schauen. In Fragen Wettbewerbsfähigkeit, über die Merz viel redet und dabei von Tag zu Tag Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit ruiniert, erreichte er natürlich nichts. Im Gegenteil, Merz plapperte von der Leyen nach, dass das Emissionshandelssystem ein großer Erfolg sei: „Wir stellen das ETS also nicht infrage“, so der Kanzler. Das jedoch ist ein Sargnagel für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit, den Merz in Brüssel einschlug. Man weiß auch nicht, was der Mann will, der an Merkels und Habecks Energiepolitik, die Deutschlands Wertschöpfungsketten zerreißt, nichts, aber auch nicht das Geringste außer vielleicht den einen oder anderen Namen ändert. Merz wollte Bürokratie abbauen, dabei baut er Bürokratie auf. Wenn er von Bürokratieabbau redet, ist in Wahrheit Demokratieabbau gemeint. Noch mehr Rechte für das Klima-Kartell, noch weniger Rechte für die Bürger.
Was wir gerade in den (west-)deutschen Medien mit Blick auf Ungarn erleben, ist ein zügelloser Angriff, eine Verdrehung von Tatsachen, bis hin zur Hetze. Der Herr aus dem Sauerland behauptet – und viele Medien plappern es nach –, dass Orbáns Verhalten „ein Akt grober Illoyalität in der Europäischen Union“ sei, „den es in dieser Form bisher nicht gegeben hat“. Um dann noch mehr deutsches Geld für Selenskyj in Aussicht zu stellen: „Wir werden in der Zwischenzeit versuchen, die Ukraine noch mit den Mitteln, die wir haben, zu unterstützen“, und wir haben es ja auch – und zwar gepumpt. Wurde die deutsche Regierung nicht gerade dafür kritisiert, dass sie Schulden des sogenannten Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaschutz zweckentfremdet und Haushaltslöcher gestopft habe?
Was hat eigentlich Friedrich Merz dafür getan, dass Selenskyj wieder Erdöl nach Ungarn durchlässt? Warum stellen deutsche Medien Merz nicht diese Frage? Warum wird weitgehend verschwiegen, dass nachdem Orbán dem Kredit für die Ukraine zustimmte, Selenskyj den Transit des Erdöls unterbrach und sich seither massiv in den ungarischen Wahlkampf einmischt?
Die WELT lügt, wenn sie über Viktor Orbán schreibt: „Dass er gerade 26 andere europäische Staats- und Regierungschefs gegen sich aufgebracht hat, weil er eine zentrale Entscheidung blockierte, scheint ihn nicht zu stören.“ Wirklich 26 Regierungschefs? Der slowakische Regierungschef Robert Fico postete gerade: „Im Namen der Slowakei habe ich die Schlussfolgerungen des heutigen Gipfels, die die Ukraine vollumfänglich unterstützen, nicht gebilligt.“
Da waren es nur noch 25, liebe WELT. Und auch die italienische Ministerpräsidentin zeigte Verständnis für die ungarische Position. Da waren es nur noch 24, liebe WELT.
Blickt man, was die deutschen Medien unterlassen, auf die Chronologie des Konflikts, so gibt die Chronologie dem ungarischen EU-Minister János Boka Recht, wenn er gegenüber Politico sagt: „Es war Selenskyj, der die Druschba-Pipeline politisiert hat, nicht wir. Er hat den ungarischen Ministerpräsidenten bedroht, nicht umgekehrt.“
Das sind die Fakten – und sie sind unwidersprochen: Selenskyj unterbrach den Transit russischen Erdöls nach Ungarn und behauptete, dass die Drushba-Pipeline durch Russland beschädigt worden wäre. Doch warum sollten die Russen das tun, zumal Selenskyj laut WELT selbst argumentiert, dass dieses nach Ungarn exportierte Erdöl Putins Kriegskasse fülle, dass „eine Fortsetzung der russischen Ölimporte … Russland“ helfe. Warum sollte, folgte man Selenskyjs Argumentation, Russland sich dieser Einnahmen, dieser „Hilfe“ berauben? Es ist so gesehen nicht einmal die Frage, ob russische Drohnen die Pipeline beschädigt hätten, sondern ob sie überhaupt beschädigt worden ist, denn Selenskyj verweigert ungarischen, slowakischen und EU-Fachleuten die Besichtigung des Schadens.
Warum? Was hat Selenskyj zu verbergen? Warum stellen weder Ursula von der Leyen noch Friedrich Merz diese Fragen? Zumindest hörten wir davon noch nichts. Ohne zu wissen, welcher Schaden tatsächlich vorliegt, sagt die EU Selenskyj schon mal technische und finanzielle Hilfe zu. Woher weiß die EU, dass sie nicht für einen Schaden von 50.000 Euro 5 Millionen Euro bezahlt? Denn es hat sich wohl bisher niemand den tatsächlichen Schaden angesehen. Selenskyj zeigt sich bereit, die Drushba zu reparieren, aber leider, leider wird das bis zum Mai dauern, also bis nach der Wahl in Ungarn.
Die EU-Administration von der Leyens hofft auf den negativen Ausgang der Wahlen für Orbán in Ungarn. Hofft sie nur? Mit Blick auf den Sanktionsmechanismus, mit Blick auf die Ereignisse in Rumänien muss man leider feststellen, dass seit der engen Partnerschaft der EU mit Selenskyj die demokratischen Prinzipien der EU leiden.





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Die Ossis nannten Menschen wie Merz Anfang der 90er „Besser Wessis“: tolles Auftreten, geschmackvolle Oberschichtenkleidung, überzeugende Rhetorik und absolut hilflos beim liefern konkreter Resultate oder bei Gegenwind.
Da die ungebildeten und wissensfeindlichen Eliten Deutschlands auch beratungsresistent sind, kommt es nun zur Demaskierung ihrer Unfähigkeit. Warum haben wir es zugelassen, dass Nullen und Lügenbarone in höchste Ämter gewählt werden können? Das sind keine Eliten mehr, das sind die Abgesandten Luzifers mit dem Wahn einer grünen Ideologie, oder?
Wer soll Deutschland noch ernst nehmen, wenn der Bundeskanzler unseren EU-Verbündeten Ungarn mit Füßen tritt aber den Fürsten der goldenen Kloschüsseln, dessen Land weder EU noch Nato Mitglied ist, mit Lob und Geld überschüttet damit das Sterben der ukrainischen Soldaten ja nicht beendet wird?
Wir müssten Ungarn dankbar sein, weil das Land große Teile der an teuren Energiepreisen sterbenden deutschen Industrie aufnimmt und nun mit sicherer Energie aus KKW und AKW versorgt. Wir sollten ein aktives Interesse daran haben, dass auch der Öl- und Gaszufluss aus Russland hier wieder gewährleistet ist.
Nicht jedes Land ist so dumm und schwach und lässt sich seine Energiehauptschlagader vor den Augen der Welt in die Luft jagen und überweist anschließend den Tätern dreistellige Milliardenbeträge.
Die Ukraine hat uns deutsche schon in der Vergangenheit durch Gas-diebstahl aus der Pipeline betrogen,das scheint vergessen,aber DAS war der Grund für Nordstream1+2….
Die Ukraine sabotiert deutsche Energieinfrastruktur,aber wird dafür von uns gepäppelt und finanziert.
Die Ukraine wird unter anderem auch von Blackrock beraten…
und Merz? war mal Atlantikbrückevorsitzender und Blackrock-Manager….er scheint sich weiterhin eher als Konzernvorsitzender denn als Sachwalter der deutschen Bürger zu verstehen.
Was? Merz hat Orban „vor den Kopf gestoßen“? Na sowas! Darf der das?
Einfach robust eigene, nationale Interessen vertreten?
Das dürfen doch nur Orban und Trump und andere.
Wobei vertritt Merz ,,nationale Interessen“?
Ach so,Sie meinen die nationalen Interessen der Ukrainer,der Syrer und der EUdssR!😉
An Ostern beginnt wieder die Wohnmobilsaison für uns (Rentner) und man schämt sich mittlerweile ein deutsches Kennzeichen am Fahrzeug zu haben.
Er hätte Deutschland wieder in die Spur bringen können, eigentlich müssen.
Nach dieser katastrophalen Ampelregierung wäre es ein Leichtes gewesen den linksgrünen Holzweg zu verlassen.
Stattdessen geht er als traurige Gestalt, als Verwalter des Niedergangs, als Versager und Büttel der abgewirtschafteten SPD in die Geschichte ein.
Armes Deutschland. Arm, aber CO2- und hirnbefreit.
Der Merz hat noch nichtmal kapiert, dass die Zeiten, wo man mit „pro-EU die Klappe möglichst weit aufreißen“ politisch punkten konnte, durch sind. Jetzt, bei erwiesener Untauglichkeit und Unfähigkeit der EU, ihres Personals und ihrer Claquere, schlägt einem sowas fix ins eigene Gesicht.
So wie die Ukrainer mit dem Schauspieler an der Spitze die Geldgeber und Unterstützer verarscht, ist es traurig, dass nur Orban „nem“ sagt.