Die Berliner Linke will künftig die Hauptstadt regieren und baut dabei auf die Unterstützung ihrer muslimischen Freunde. Nun wird bekannt, wie sehr sich Spitzenkandidatin Elif Eralp vor Hamas-Sympathisanten fürchtet, die im Umfeld ihrer Partei verkehren. Dabei ist schon lange klar, wer in Berlin die Hosen anhat.
picture alliance/dpa | Fabian Sommer
„Ich kann mich und meine Familie für den Spiegel nicht in Gefahr bringen.“ Mit diesem Satz begründete Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Berliner Linken und mögliche nächste Regierende Bürgermeisterin, warum sie eine Passage über einen Terrorsympathisanten aus einem Interview entfernen lassen wollte. Öffentlich wurde das nur, weil ihr Büro dem Spiegel bei der Autorisierung des Gesprächs versehentlich die internen Kommentare mitlieferte.
Eralp hatte im Interview eingeräumt, das Ausmaß des Antisemitismusproblems in ihrer Partei deutlich unterschätzt zu haben. Als die Journalisten nach Ibrahim Ibrahim fragten, bestätigte sie, dass sie auch ihn meinte. Nachträglich sollte die entsprechende Frage samt Antwort dann rausgestrichen werden. Sie und ihr Mann hätten „Angst vor diesen Leuten“, schrieb Eralp, und erkundigte sich schließlich sogar, ob sich nicht das gesamte Interview besser absagen lasse.
Ibrahim Ibrahim gilt als langjähriger Unterstützer der terroristischen Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP). Den Hamas-Anführer Yahya Sinwar, einen der Hauptverantwortlichen für das Massaker vom 7. Oktober 2023, bezeichnete er als „Märtyrerhelden“. Ibrahim tritt außerdem für das Vereinigte Palästinensische Nationalkomitee auf, das vom Berliner Verfassungsschutz dem extremistischen Spektrum zugerechnet wird.
Dass einer Politikerin, die künftig an der Spitze des Berliner Senats stehen möchte, vor solchen Personen um ihre persönliche Sicherheit im wahrsten Sinne des Wortes die Knie schlottern, wirft ein entsprechendes Licht auf die realen politischen Verhältnisse in Berlin. Die lassen erkennen, dass sich die Machtverhältnisse in der deutschen Hauptstadt doch etwas anders verhalten, als uns Politik und Medien gerne weismachen möchten.
„Walle! walle manche Strecke, dass, zum Zwecke, Wasser fließe“
Bei der Wahlparty der Neuköllner Linken am 20. September war Ibrahim ebenfalls zugegen. Dort ließ er sich mit dem Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak und der frisch gewählten Abgeordneten Vanessa Emde fotografieren. Auf derselben Feier erschien dann auch Issa Remmo, der als führende Figur des gleichnamigen berüchtigten Berliner Clans bekannt ist. Während Eralps Partei ihren Wahlsieg mit 25,7 Prozent feierte, bewegten sich zwischen den Genossen also mit völliger Selbstverständlichkeit Personen, deren Nähe zu extremistischen oder kriminellen Milieus längst öffentlich bekannt ist wird.
Nachdem die mediale Aufregung darüber in der Geschwindigkeit eines Induktionsherds hochgekocht war, musste sich die Berliner Linke anschließend erklären: Remmo sei nicht eingeladen gewesen und man habe ihn der Feier verwiesen. Ist das denn notwendig zu erwähnen, ob er eingeladen wurde oder nicht? Der Typ kreuzt dort auf, wo es ihm passt und wo es Verbindungen gibt. Der Clan-Patriarch widersprach sodann auch dieser Darstellung öffentlich und verlangte, die Partei solle doch denjenigen präsentieren, der ihn hinausgeworfen haben wolle. Tatsächlich war Remmo auf mehreren Wahlpartys der Linken aufgetaucht, hatte für Fotografen posiert und sich sichtlich wohl- und ungestört gefühlt. Der Mann wusste offenbar ganz genau, welche öffentliche Wirkung sein Auftritt entfalten würde. Die anschließenden Dementis der Parteiführung schienen ihn eher noch zu amüsieren.
Wie eng und verwoben genau die Kontakte einzelner Linken-Politiker in dieses Milieu reichen, zeigt besonders exemplarisch auch der Fall Ferat Koçak, der seit Wochen immer neue Fragen aufwirft. Der Neuköllner Bundestagsabgeordnete hatte zunächst den Eindruck zu erwecken versucht, seine Verbindung zur Familie Remmo beruhe auf einem Missverständnis. Mit jeder weiteren Erklärung wurde die Geschichte allerdings unglaubwürdiger.
„Schon zum zweiten Male! Wie das Becken schwillt!“
Den Anfang machte ein von Firas Remmo, einem Sohn Issa Remmos, veröffentlichter Chatverlauf. Darin grüßte Koçak den Vater seines Gesprächspartners mit Respekt und bat darum, ein Video seiner Bundestagsrede zu verbreiten. Darin hatte er den Begriff Clankriminalität als rassistischen politischen Kampfbegriff kritisiert. Gerade für den Remmo-Clan dürfte diese parlamentarische Wortmeldung durchaus interessant gewesen sein.
Koçak macht das, was viele Leute gerne machen, wenn sie ertappt werden: er beteuerte, er habe zunächst nicht gewusst, mit wem er kommunizierte. Der Kontakt sei entstanden, weil er für Jugendliche einer Antifa-Gruppe gebrauchte Smartphones gesucht habe, nachdem deren Geräte von der Polizei beschlagnahmt worden waren. Nun, diese Erklärung warf noch mehr Fragen auf, als sie beantworte. Firas Remmo habe dann eines der Geräte angeboten. Am 6. Februar sei Koçak persönlich in ein Büro gefahren, um das Telefon abzuholen. (Im Pott nennt man so ein Verhalten „zum Großwesir fahren, um ihm an die Füße zu fassen“ – ein Synonym für kulturelle Ehrerbietungsbesuche in diesen Milieus.) Dort habe zu seiner Überraschung auch Issa Remmo gesessen. (Zweimal an die Füße fassen.) Erst in diesem Moment, behauptete Koçak, habe er erkannt, mit wem er es zu tun hatte. Die Begegnung sei für ihn überfordernd gewesen. Nach zehn bis fünfzehn Minuten habe er das Gespräch höflich beendet.
Diese Darstellung ließ allerdings wesentliche Fragen und offenbar auch Lücken offen. Koçak hatte sich bereits seit Jahren parlamentarisch mit Clankriminalität beschäftigt und detaillierte Anfragen zu Polizeieinsätzen gestellt. Dass er Firas Remmo nicht erkannt haben will, erscheint nicht glaubhaft. Noch schwerer wiegt, dass er nach dem angeblich so unangenehmen Treffen keineswegs alle Kontakte abbrach. Zwei Wochen später wandte er sich erneut an Firas Remmo und bat ihn, seine Bundestagsrede weiterzuverbreiten. „Bruder hilf mir mal (…) sagt allen euren Leuten, die sollen das teilen“, schrieb er. Koçak versuchte später, diese Nachricht damit zu zerstreuen, dass er das Video an zahlreiche Kontakte geschickt habe.
Im April erhielt der Abgeordnete dann sogar eine Einladung zu einer Hochzeit der Familie. Sie erfolgte nach den vorliegenden Berichten ausdrücklich im Namen des Vaters. Koçak sagte zwar ab, verabschiedete sich aber mit einer bemerkenswert herzlichen Sprachnachricht: „Ich küsse Dein Herz, Bruder. Grüße an die Familie.“ Auf die Frage, weshalb er sich nicht deutlicher distanziert habe, verwies er gegenüber der Zeit auf kulturelle Höflichkeitsregeln. Eine schroffe Ablehnung einer solchen Einladung wäre respektlos gewesen. Der Bundestagsabgeordnete, der im Parlament mit erheblicher Schärfe gegen seine politischen Gegner auftritt, wollte offenbar die Gefühle eines Remmo-Sohnes unter keinen Umständen verletzen.
Mittlerweile hat auch Issa Remmo Koçaks Darstellung öffentlich widersprochen. Der Besuch habe nicht zehn oder fünfzehn Minuten gedauert, behauptete er gegenüber der Bild, sondern mehr als eine Stunde. Man habe ausführlich über Politik und Sozialismus gesprochen. Remmo warf dem Abgeordneten sogar vor, nicht die Wahrheit zu sagen.
„Ach, ich merk es! Wehe! wehe!“
Ende September lieferte die Affäre eine Szene, die an einen Mafiafilm erinnert. Koçak hatte der Zeit seine Sicht auf die Kontakte zur Familie Remmo geschildert. Bei einem anschließenden Fototermin vor einem Supermarkt in Neukölln trat plötzlich ein fremder Mann an ihn heran. Der Mann hielt dem Abgeordneten ein Smartphone vor das Gesicht und erklärte, jemand wolle mit ihm sprechen. Auf dem Bildschirm erschien Firas Remmo in einem Videoanruf. Der Remmo-Sohn fragte Koçak, wie es ihm gehe und warum er so etwas mache. Die Zeit hatte ihn kurz zuvor um eine Stellungnahme zu Koçaks Darstellung gebeten. Der Mann mit dem Telefon entfernte sich trotz entsprechender Aufforderung zunächst nicht, die anwesende Fotografin bestätigte den Vorgang. Koçak selbst empfand die Begegnung als unangenehm. Zuvor hatte Firas Remmo am Wahlabend bereits viermal vergeblich versucht, ihn per Videoanruf zu erreichen. Die demonstrative Kontaktaufnahme konnte der Abgeordnete allerdings kaum anders verstehen als einen Hinweis darauf, dass die Familie über sein Verhalten bestens informiert war. Wir sehen dich, wir wissen, mit wem du sprichst und was du erzählst. Das ist die Botschaft, die eine solche Inszenierung transportiert. Man muss niemandem Gewalt androhen, um ihm zu zeigen, dass man ihn jederzeit erreichen kann und auch vor Anwesenheit der Medien keinerlei Angst verspürt, warum auch.
Der frühere Grünen-Bundestagsabgeordnete und heutige Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, deutete den Vorgang ebenfalls als klare Machtdemonstration. Koçak werde dadurch als naiv und erpressbar bloßgestellt. Er stellte zugleich die Frage, ob die Aktion auch eine Botschaft an andere Personen sein könnte, über die das Clan-Milieu möglicherweise Einfluss verfügt. Eine Frage, die angesichts der Vorgänge bei der Berliner Linken alles andere als abwegig ist.
Am 30. September gab Koçak schließlich seinen Sitz im Innenausschuss des Bundestages auf, nachdem er seine Arbeit dort wegen der Affäre bereits hatte ruhen lassen. Er räumte Fehler ein und erklärte, er sei im Umgang mit der Familie Remmo naiv und überfordert gewesen. Ja, so kann man das natürlich auch nennen. An seinem Bundestagsmandat hielt er selbstverständlich fest, auch weitere parteiinterne Konsequenzen blieben aus. Die Linksfraktion, deren erklärter Feind der Kapitalismus ist, sah nach seiner Erklärung keinen Bedarf dafür, ihn stärker zu sanktionieren oder dass er er auf das Geld der Steuerzahler verzichten sollte. Der Abgeordnete, der sich mit Clankriminalität beschäftigt hatte, will künftig nicht mehr zu diesem Thema arbeiten. Wohl auch besser für seine Gesundheit.
„Immer neue Güsse bringt er schnell herein“
Wer in Berlin die sprichwörtlichen Hosen anhat, führt Issa Remmo inzwischen mit allergrößter großwesiresquen Selbstverständlichkeit vor, die für die politischen Verhältnisse in der Hauptstadt absolut bezeichnend ist. Erst tauchte der Clan-Patriarch demonstrativ auf der Wahlparty der Linken auf, anschließend hielt er Hof, indem er zahlreich angereisten Journalisten gnädigerweise Interviews gab, widersprach Politikern und erklärte öffentlich, wer die Wahrheit sagt und wer lügt. Der Mann lässt die Politiker regelrecht vorführen. Er hat längst verstanden, dass sich in Berlin mit dem richtigen Auftreten mehr Autorität demonstrieren lässt als mit einem Senatorentitel.
Für ein Interview empfing Remmo den Reporter im Zigarrensalon des Fünf-Sterne-Hotels Ritz-Carlton am Potsdamer Platz. Der Clan-Patriarch ist dort Stammgast, kennt das Haus und ließ sich neben einer Cognac-Flasche fotografieren, deren Wert mit 35.000 Euro angegeben wird. Das Luxushotel dient ihm offenbar ganz selbstverständlich als eine Art öffentlicher Salon. Geben Sie sich den letzten Absatz ruhig gerne zweimal.
Man stelle sich vor, die AfD würde in diesem Ambiente eine politische Veranstaltung abhalten wollen. Die Empörungsmaschine der ganzen Republik liefe heiß, die Telefone der Geschäftsleitung würden kaum stillstehen, und Aktivisten würden auch vor Ort in Sprechchören und auf Transparenten kreischen, warum ein solches Haus diesen Gästen keinesfalls eine Bühne bieten dürfe. Beim Oberhaupt einer kriminellen Familie, deren Name mit einigen der spektakulärsten Verbrechen der deutschen Nachkriegsgeschichte verbunden ist, bleibt eine vergleichbare Kampagne politmedialaktivistisch komplett aus. Der Clan-Patriarch wird als selbstverständlicher Gast behandelt. Das zeigt gleichermaßen auch, wie tief Remmos Hände bereits unter roten und grünen Röcken fummeln. In München konnten SPD und Grüne die jahrelange Veranstaltungsreihe des angesehenen Ludwig-von-Mises-Institut im Bayrischen Hof canceln. Aber dass ein Clan-Boss im Berliner Luxushotel Hof hält: das große Schweigen im Wald.
Inzwischen denkt Remmo sogar laut über die Gründung einer eigenen Partei nach. Sobald er den deutschen Pass bekomme, wolle er politisch selbst antreten, erklärte er. Den Namen hat er bereits parat: „Der Weg zum Licht“. Zuvor habe er jahrelang die CDU unterstützt, anschließend die Linke, für die er nach eigenen Angaben sogar auf der Hochzeit seines Sohnes mit Tausenden Gästen geworben habe. Nun fühle er sich von den Parteien verleugnet. Die Verhältnisse in der komplett verrotteten Hauptstadt nehmen inzwischen Züge an, für die man früher italienische Mafiafilme bemühte.
Die Berliner Behörden und Politiker sollten sich fragen, welches Signal von solchen Auftritten ausgeht. Remmo muss nicht mal Regierungsgewalt besitzen, um öffentlich Macht zu demonstrieren. Die Bilder aus dem Luxushotel, seine Kontakte in die Politik und das Auftreten gegenüber einem Bundestagsabgeordneten genügen, um einen entsprechenden Eindruck zu verfestigen. Die absolute Selbstverständlichkeit, mit der sich der Clan-Patriarch inzwischen als gesellschaftliche und politische Größe präsentieren kann, ist eine komplette Bankrotterklärung für das Autoritätsverständnis dieser Stadt, dieses Landes. Offenbar hat er keinerlei Anlass, sich vor Politik und Medien zu fürchten. Wie es umgekehrt aussieht, dokumentieren die jüngsten Vorgänge um Koçak und Eralp.
„Soll das ganze Haus ersaufen?“
Die Berliner Linke hat sich ihr Problem mit diesem Milieu selbst herangezogen, mit dem es bis heute mal mehr, mal weniger offensiv kokettiert. Nun wundert man sich, dass diese Leute dafür dann auch etwas konkretes einfordern und erinnern: umsonst gibt es nichts im Leben.
— severin tatarczyk (@stagerbn) October 29, 2026
Ebenso mit dem radikalen Antisemitismus, der von der Linken über Jahre kultiviert und gemästet wurde. Bereits im Herbst 2024 verließen prominente Mitglieder wie der frühere Kultursenator Klaus Lederer und die ehemalige Sozialsenatorin Elke Breitenbach die Partei, weil sie deren Entwicklung nicht länger mittragen wollten. Insbesondere der Neuköllner Bezirksverband entwickelte sich zu einem politischen Sammelpunkt für eine radikale sogenannte Palästinasolidarität, deren Vertreter die Grenzen zwischen Israelkritik und offener Feindschaft gegen den jüdischen Staat regelmäßig überschreiten.
Wie wenig von der demonstrativen Abgrenzung gegenüber den radikalen Kräften der eigenen Partei übrig bleibt, zeigt der Fall Vanessa Emde. Die Neuköllner Abgeordnete bestreitet weiterhin ein Existenzrecht von Staaten und weigert sich, ihre umstrittenen Äußerungen zurückzunehmen. Die Fraktionsführung erklärte deshalb bereits Mitte Oktober, es gebe keine gemeinsame Arbeitsgrundlage mehr. Seither produziert die Linke vor allem Ankündigungen. Auch nach einer erneuten Beratung am Dienstag blieb Emde Fraktionsmitglied, eine Entscheidung über ihren Ausschluss wurde wieder vertagt. Die Parteispitze verweist auf weitere Gespräche in ihren Gremien. Der Verdacht liegt nahe, dass der öffentlich inszenierte Konflikt vor allem dazu dient, SPD und Grüne während der Koalitionsverhandlungen zu beruhigen. Emde jedenfalls sitzt weiterhin für die Linke im Abgeordnetenhaus, ohne ihre Positionen geändert zu haben.
Auch Eralps eigene politische Vergangenheit ist alles andere als ohne. Über Jahre war sie Mitglied der Roten Hilfe, einer Organisation, die vom Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestuft wird. Nach Angaben ihrer Partei war Eralp dort passives Mitglied und ist 2025 ausgetreten. Dass die mögliche künftige Regierungschefin einer deutschen Millionenstadt über Jahre einer solchen Organisation angehörte und im Herzen wohl noch immer, passt zu einer politischen Kultur, in der die Abgrenzung gegenüber extremistischen Kräften nicht zu den vordringlichsten Aufgaben gehörte.
Damit erschöpfen sich Eralps Berührungspunkte mit dem extremistischen Milieu aber keineswegs. Noch im August 2026 traf sie sich mitten im Wahlkampf mit einer Delegation kurdischer Organisationen, darunter nach Recherchen von Bild und Welt auch Mitglieder des Vereins NAV Berlin, den die Sicherheitsbehörden als Tarnorganisation der in Deutschland verbotenen Terrororganisation PKK einstufen. Eralp behauptet, angeblich ahnungslos wie immer, von deren Teilnahme nichts gewusst zu haben. Ihr Parteifreund Ferat Koçak hatte sich zuvor gegen das PKK-Verbot ausgesprochen. Eralp selbst hatte im Wahlkampf angekündigt, den Berliner Verfassungsschutz abschaffen zu wollen. Die angehende Regierungschefin weiß nach eigener Darstellung also nicht einmal, mit welchen Vertretern extremistischer Organisationen sie sich an einen Tisch setzt, möchte aber jene Behörde beseitigen, die genau solche Verbindungen beobachtet. Smart, dann muss man anschließend wohl auch weniger erklären und so tun, als wüsste man von nichts wie bei Olaf Scholz’s ausgeprägter CumEx-Demenz.
Wie weit sich die staatliche Autorität in Berlin bereits zurückgezogen hat, lässt sich auch an den Zahlen ablesen. 2024 registrierte die Polizei 851 Straftaten mit Clanbezug, während die Zahl der gezielten Kontrolleinsätze von 126 auf nur noch 74 zurückging. Die Deutsche Polizeigewerkschaft warnt ausdrücklich vor dem Einschüchterungspotenzial krimineller Clans und deren demonstrativer Machtentfaltung. In Berlin beschäftigt man sich derweil lieber mit der Frage, wie man die Probleme politisch möglichst geräuschlos behandelt. Dass die Polizei bei ihren Einsätzen selbst regelmäßig auf massive Widerstände stößt, scheint die Verantwortlichen kaum noch aus der Ruhe zu bringen.
Aber über diesen Punkt ist man in Berlin und vermutlich auch in weiten Teilen des Landes längst hinaus. Dass es anders geht, zeigte allerdings jüngst Herbert Reul in NRW mit zahlreichen zeitgleich stattfindenden Razzien gegen die organisierte Kriminalität. Auch lassen sich Clans wohl eher ungern in Bayern nieder, wie man hört. Nein, nein, diese Leute fühlen sich aus zahlreichen Gründen gerade in Berlin so wohl wie in einem natürlichen Biotop. Auch Baden-Württemberg scheint dabei seit Jahren auf dem Vormarsch zu sein.
„Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los“
SPD und Grüne wollen ungeachtet dieser Entwicklung weiter auf eine Koalition mit der Linken hinarbeiten. Da weht erkennbar der gleiche Geist durch die Flure. Die Sozialdemokraten und die Grünen haben bereits zugestimmt, die Linkspartei will am Samstag darüber entscheiden. Zwar waren die Sondierungen wegen des Antisemitismusstreits mehrfach belastet, aber das ist alles mehr als Show zu betrachten. Zwischenzeitlich mussten die Gespräche ganz dramatisch unterbrochen werden, weil die Linksfraktion eine andere Erklärung zum Antisemitismus unterzeichnet hatte als jene, auf die sich die drei Parteien zuvor verständigt hatten. Nichts davon kann und sollte man in irgendeiner Weise ernst nehmen. Die Berliner SPD ist bekanntermaßen bereits länger zunehmend unterwandert, wie auch immer wieder von Leuten aus den eigenen Reihen beklagt wird.
Bereits im Januar 2020 erklärte der frühere Berliner SPD-Finanzsenator Thilo Sarrazin im Interview mit Tichys Einblick: „Die gegenwärtige SPD-Führung ist offenbar teilweise in den Händen fundamental orientierter Muslime, die eine kritische Diskussion des Islam in Deutschland grundsätzlich verhindern wollen.“
Jahre später erhob die Neuköllner Integrationsbeauftragte Güner Balci ähnliche Vorwürfe und warnte vor islamischen Netzwerken, deren Einfluss bis in Politik und Verwaltung reiche. Auch der frühere Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky hatte über Jahre vor der Macht muslimischer Strukturen und dem politischen Wegsehen gewarnt. Sein Nachfolger Martin Hikel beklagte schließlich selbst den Umgang seiner Partei mit dem politischen Islam. Warum also genau sollte die Berliner SPD im Ganzen zumindest hintenrum tatsächlich etwas gegen Antisemitismus haben? Das ist weitestgehend mediale Mimikry.
Wie tief sich die Clanstrukturen inzwischen auch in SPD und Grüne hineingefressen haben, kann man nur vermuten. Auffällig ist jedenfalls, dass in Berlin allen Ernstes über eine Verkleinerung der Polizei verhandelt werden musste. SPD und Grüne möchten es in diesem Showkampf bereits als Erfolg verbuchen, der Linken wenigstens den Personalabbau ausgeredet zu haben. Während Clan-Größen ihre politischen Kontakte öffentlich vorführen, beschäftigt sich die künftige Koalition damit, wie viel Polizei das kriminalitätsgeplagte Berlin noch braucht. Wem solche Prioritäten gefallen dürften, ist gar nicht schwer zu erraten.
Man musste weder besonders aufmerksam noch politisch außergewöhnlich interessiert sein, um diese Entwicklung kommen zu sehen. Es genügte, Augen im Kopf zu haben und sie zu etwas anderem zu benutzen, als bloß die tägliche Portion Propaganda Tagesschau anzusehen. Die Warnungen lagen seit Jahrzehnten ganz offen auf dem Tisch, die Folgen sind in den Berliner Stadtteilen schon lange deutlich sichtbar. Wer auf die Entstehung abgeschotteter Milieus hinwies, wurde als Rassist beschimpft, wer den politischen Einfluss islamischer Netzwerke thematisierte, galt als Islamfeind. Eifrige Clan-Helfer in Medien und Politik haben die Wirklichkeit über Jahre mit moralischen Verdächtigungen bekämpft und dabei zugelassen, dass sich Machtverhältnisse entwickelten, denen sie heute selbst mit Furcht begegnet. Jetzt tun sie alle ganz erschrocken.
Nun soll eine neue Linkskoalition die Hauptstadt regieren, und schon vor ihrer Bildung wird das übliche Berliner Theater aufgeführt. Man verständigt sich auf Erklärungen gegen Antisemitismus, deren Formulierungen anschließend wieder zur Streitinszenierung für die Öffentlichkeit führen. Die Radikalen bleiben an Bord, die Parteiführungen versichern ihren guten Willen, und die Medien begleiten das Schauspiel mit der gebotenen Ernsthaftigkeit. So funktioniert die politische Selbsttäuschung in Berlin inzwischen seit Jahrzehnten. Die Beteiligten wissen, was sie voneinander zu erwarten haben, und spielen ihre Rollen trotzdem weiter.
Derweil hat sich eine gesellschaftliche Wirklichkeit etabliert, in der ein Clan-Patriarch seine politischen Kontakte und Machtdemonstrationen ungeniert und unbehelligt öffentlich vorführen kann. Die Verhältnisse sind so grotesk, dass sie jeder Satire trotzen.
Der Bundeshauptslum hat sich an Zustände gewöhnt, die in einem funktionierenden Gemeinwesen einen politischen Aufschrei auslösen müssten. Die Verwahrlosung ist längst Teil des Alltags, die Angst vor bestimmten Milieus offenbar bis in die politische Führung vorgedrungen, ebenso deren Schonung und Hoffierung. Man muss dafür inzwischen nicht einmal mehr einen besonders treffenden deutschen Begriff suchen. Berlin ist lost.



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Berlin entstand aus und auf sumpfigem Gelände. Der Name „Berlin“ leitet sich wahrscheinlich vom altpolabischen Wort „brl“ für Sumpf oder Morast ab. (Quelle: Suchmaschien/KI).
Ist nix bei, aber jedesmal wenn in der Geschichte von Deutschland dieses Musterexemplar von „Sin City“ Hauptstadt spielen durfte, konnte irgendwann das Restdeutschland in volle Deckung gehen. Iss leider so!
Man glaube doch nicht, daß die Remos den Linken zur Macht verholfen hätten. Es ist genau umgekehrt und die merken es erst, wenn sie als erste „entsorgt“ werden.
Politisch aufmerksame Beobachter haben seit geraumer Zeit den Verdacht, die telegen, oft weiblichen Gesichter der Linken unter Einschluß der Grünen dienen politisch wie islamistischen Hardlinern im Hintergrund als Staffage, um die sukzessive Machtübernahme zu verschleiern.
Dies dürfte insbesondere für Politiker mit entsprechendem ethnischen Hintergrund gelten.
> Der Bundeshauptslum hat sich an Zustände gewöhnt, die in einem funktionierenden Gemeinwesen einen politischen Aufschrei auslösen müssten. Die Verwahrlosung ist längst Teil des Alltags
Wo in Westeuropa soll noch etwas funktionieren? >>>Macrons erbärmlicher Niedergang spiegelt den gegenwärtigen Verfall der Europäischen Union – uncut-news.ch<<< Bürlün ist halt keine Ausnahme.
Ich frag mich wie weit diese Clans die anderen Parteien in Berlin durchdrungen haben? Oder wie weit alle Parteien in der BRD von Clans und Mafia durchdrungen sind?
Israel ist schon dabei, die politischen Weichen zu stellen, um französischen Juden die Flucht aus Frankreich zu erleichtern….
Auch in Deutschland ist es bald soweit. Doch der Verfassungsschutz hat damit zu tun, ausgerechnet die Partei, die davor gewarnt hat, zu beobachten, während die Hamas-Terrorunterstützer, Judenhasser und die Clan-Verbrecher bei den Linken (demnächst Innensenator ?) gänzlich unbeobachtet bleiben.
Sowohl die Nähe zu den Clans als auch die gleichzeitige Angst vor ihnen zeigen bereits deutlich, wer in Berlin wirklich regiert. Der Berliner Senat ist es wohl offenbar nicht (sie sind nur die nützlichen Idioten).
Frau Taxidis hat recht. Es muß natürlich „Wallah, wallah“ heißen und nicht „walle.walle“, wie es im Gedicht „Der Zauberauszubildende“ von J.W. Goethe fälschlicherweise islamophob formuliert wurde. Jenes Goethe, der seinerzeit für seine luzide Beschreibung des Frankfurter Hauptbahnhofs immerhin den Fritz J. Raddatz-Preis der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinbildung erhalten hatte.
Das könnte am 31.10. eine heiße Nacht werden….
Tiefer kann eine Nation nicht sinken.
Ein absolut bösartiger, degenerierter Haufen, der freiwillig vor den Grünen buckelt und ‚Allahu Akbar‘ plappert.
Wer sich so dermaßen kampflos und erbärmlich unterwirft, ist einfach nur noch schmarotzender Abschaum❗