Über den Untergang des Abendlandes

Brennende Rathäuser, geplünderte Geschäfte, verwüstete Innenstädte und Hunderte verletzte Einsatzkräfte: Frankreich erlebt eine Gewaltexplosion historischen Ausmaßes. Die Bilder zeigen, wie weit die öffentliche Ordnung bereits zerfallen ist. Dies wird sich fortsetzen - und sich steigern. Wir zeigen Ihnen die Bilder, die Sie nicht in der Tagesschau sehen werden.

IMAGO

Frankreich hat am Samstag, dem 17. Oktober, eine der schwersten Gewaltorgien seiner jüngeren Geschichte erlebt. In Paris, Marseille, Lyon, Bordeaux, Lille, Limoges und zahlreichen weiteren Städten zogen teilweise vermummte und bewaffnete Gewalttäter aus dem migrantischen durchmischt mit extremen linken Milieu durch die Straßen, griffen Polizisten an, plünderten Geschäfte, errichteten brennende Barrikaden und setzten öffentliche Gebäude in Brand. Rathäuser wurden gestürmt, Polizeiwachen attackiert, ganze Einkaufsstraßen systematisch verwüstet. Die Bilder erinnern an bürgerkriegsähnliche Zustände, in denen der französische Staat zeitweise nicht mehr in der Lage war, sein Gewaltmonopol durchzusetzen. Was als landesweiter Protest gegen steigende Lebenshaltungskosten und die Missstände im französischen Bildungssystem begonnen hatte, verwandelte sich vielerorts in einen regelrechten Feldzug gegen die öffentliche Ordnung.

Les jeux sont faits – der Verlust Europas

Wer diese Bilder sieht, kann nicht mehr leugnen, dass wir am Vorabend des Verlusts von Westeuropa stehen. Les jeux sont faits – die Würfel sind gefallen. Was sich auf den Straßen französischer und immer mehr westeuropäischer Städte abspielt, ist wie eine glasklare Machtdemonstration zu betrachten, wie die öffentliche Verkündung einer neuen Machtverteilung, deren Konsequenzen sich die meisten Europäer noch gar nicht vorstellen können – oder wollen. Hier wird vorgeführt, wer inzwischen über die Macht verfügt, ganze Innenstädte lahmzulegen, die staatliche Ordnung außer Kraft zu setzen, historische Gebäude niederzubrennen und die Polizei zeitweise zum Rückzug zu zwingen. Die böse Rechte ist es nicht.

Die brennenden Rathäuser sind in dieser Lesart weit mehr als die Schauplätze gewöhnlicher Ausschreitungen. Sie sind Sinnbilder eines Staates, dessen Autorität nicht mehr anerkannt und auch nicht mehr gefürchtet wird. Und einer Zivilisation, die den Willen verloren hat, sich selbst zu behaupten und nun schlichtweg überrannt wird. Der Westen hat sich über Jahrzehnte von seinen politmedialen Vertretern einreden lassen, dass seine kulturellen Grundlagen beliebig verhandelbar, seine Grenzen bedeutungslos und seine gesellschaftlichen Errungenschaften selbstverständlich seien. Nun steht er vor den Trümmern dieser politischen Täuschung. Diejenigen Verbrecher, denn anders kann man diese Akteure nicht mehr bezeichnen, die diese Entwicklung verantworten, werden weiterhin von Herausforderungen, Integrationsbemühungen und gesellschaftlichem Zusammenhalt sprechen. Dabei müssen sie gar nicht mehr tun. Sie haben ihr Ziel erreicht.

Jeder, der diese Bilder unvoreingenommen betrachtet, begreift die eigentliche Botschaft: Hier wird der europäischen Gesellschaft mit voller Wucht demonstriert, dass sie die Kontrolle über ihre eigenen Straßen verloren hat und immer wieder verlieren wird, wann auch immer sich genügend Gewalttäter dazu entschließen, sie ihnen zu nehmen. Jederzeit. An jedem Ort.

Der Westen hat das Spiel verloren, weil er von seinen „Eliten“ verraten und verkauft wurde. Und während in Frankreich unter einem Meer aus Palästina-Flaggen die historischen Wahrzeichen europäischer Geschichte in Flammen aufgehen, werden Westuropas Regierungschefs auch morgen wieder erklären, die Lage sei unter Kontrolle. Das wird sie aber nur kurz und auch nur aus dem Grund sein, weil die neuen Overlords in einer Pause kurz mal ablassen und ihnen eine kurze Illusion der zurückerlangten Oberhand lassen – das ist etwas ganz anderes und es ist unbedingt wichtig, diesen Unterschied in seiner ganzen Tragweite zu verstehen.

Frankreichs Kontrollverlust in erschütternden Zahlen

Das Ausmaß dieser Kriegserklärung an Westeuropa lässt sich in Frankreich inzwischen auch an den offiziellen Zahlen ablesen. Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez meldete am Sonntagvormittag 1.800 Festnahmen und mehr als 500 verletzte Polizisten, Gendarmen und Feuerwehrleute. Allein im Großraum Paris wurden 855 Menschen festgenommen, ein Rekord für einen einzigen angeblichen Protesttag. Insgesamt beteiligten sich nach Regierungsangaben 550.000 Personen an den Ausschreitungen, dandere sprechen von 800.000. Die Sicherheitsbehörden sahen sich mit mobilen Gruppen konfrontiert, die teilweise organisiert und mit Feuerwerksmörsern, Wurfgeschossen und anderen Angriffsmitteln ausgerüstet waren. Sie verteilten sich über die Innenstädte, griffen an verschiedenen Orten gleichzeitig an und zwangen die Polizei, ihre Kräfte immer wieder neu zusammenzuziehen. In mehreren Städten verloren die Einsatzkräfte die Kontrolle über ganze Straßenzüge.

Besonders verheerend waren die Szenen in der französischen Hauptstadt. Im Zentrum von Paris lieferten sich vermummte Randalierer stundenlange Auseinandersetzungen mit der Polizei. In Kameras von TV-Teams werden unmißverständliche Kehle-durchschneiden-Gestiken an die Zuschauer vor den Bildschirmen gesandt. Zwischen der Place de la Madeleine, der Opéra und der Place de la Concorde entstanden immer neue Brennpunkte, während Gruppen versuchten, bis in die unmittelbare Umgebung des Élysée-Palastes vorzudringen. Schaufenster wurden eingeschlagen, Geschäfte ausgeraubt, Fahrräder, Müllcontainer, Gebäude angezündet, Straßensperren errichtet. Luxusgeschäfte bis hin zu kleineren Einzelhändlern, ganze Malls – alle wurden gleichermaßen Opfer der Plünderungen. Der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire sprach von ganzen Straßenzügen, die systematisch zerstört worden seien. Am Sonntagmorgen boten Teile der Innenstadt ein Bild der Verwüstung: zerborstene Scheiben, ausgebrannte Fahrzeuge, zerstörte Geschäftseinrichtungen und mit Trümmern übersäte Straßen. Für zahlreiche Unternehmer bedeutete dieser Samstag die Vernichtung ihrer wirtschaftlichen Existenz.

Bei den Gewalttätern trafen unterschiedliche Milieus aufeinander, die sich in ihrer Verachtung für die staatliche Ordnung und ihrer Bereitschaft zur Gewalt ergänzten. Organisierte linksextremistische Gruppen, darunter die aus früheren Ausschreitungen bekannten schwarzen Blöcke, agierten neben jungen Randalierern aus den migrantisch geprägten Vorstädten. Diese Banlieues sind seit Jahrzehnten auch durch Einwandererfamilien und deren Nachkommen aus den Maghrebstaaten und dem Afrika südlich der Sahara geprägt. Französische Reporter dokumentierten die Beteiligung von Jugendlichen aus diesen Vierteln an den Plünderungen. Die genaue Herkunft der festgenommenen Gewalttäter ist bislang nicht statistisch aufgeschlüsselt. Die Verbindung aus linksextremistischem Straßenkampf, der Gewaltbereitschaft von Teilen der Vorstadtjugend und gewöhnlicher Plünderungskriminalität erwies sich für die Polizei als besonders schwer bis nicht beherrschbar. Premierminister Sébastien Lecornu und Innenminister Nuñez machten ausdrücklich die organisierte Ultralinke für einen erheblichen Teil der Angriffe verantwortlich.

Ein Angriff auf Europas Wurzeln

Zum erschütterndsten Symbol der Ausschreitungen wurde das Rathaus von Limoges. Das 1883 eingeweihte historische Gebäude gehörte zu den architektonischen Wahrzeichen der Stadt. Zunächst zündeten Gewalttäter vor dem Rathaus ein Fahrzeug der Stadtpolizei an. Anschließend schlugen Vermummte Fensterscheiben ein, drangen in das Gebäude ein und legten Feuer. Innerhalb kurzer Zeit fraßen sich die Flammen bis in den Dachstuhl. Der Glockenaufsatz stürzte ein, große Teile der historischen Bausubstanz wurden zerstört. Feuerwehrleute kämpften stundenlang darum, wenigstens den Rest des Gebäudes zu retten. Hunderte Einwohner standen fassungslos vor dem brennenden Wahrzeichen ihrer Heimatstadt. Der Präfekt sprach von einer Katastrophe für das kulturelle Erbe. Dass ein Gebäude, das fast eineinhalb Jahrhunderte französischer Geschichte, zwei Weltkriege überstanden hatte, innerhalb weniger Stunden von einem entfesselten Mob in Brand gesetzt werden konnte, macht das Ausmaß der Barbarei besonders deutlich. Auch die Botschaft dahinter.

In Lyon richteten sich die Angriffe gegen das Fremdenverkehrsbüro auf der zentralen Place Bellecour. Vermummte schleuderten Wurfgeschosse und Feuerwerkskörper gegen die Polizei, verwüsteten die Einrichtung und setzten das Gebäude in Brand. Der historische Bau, dessen Geschichte rund 174 Jahre zurückreicht, wurde schwer beschädigt. Auch angrenzende Geschäfte wurden angegriffen, Schaufenster eingeschlagen und öffentliche Einrichtungen zerstört. Einsatzkräfte mussten Wasserwerfer und Tränengas einsetzen, um die gewalttätigen Gruppen zurückzudrängen und der Feuerwehr überhaupt erst den Zugang zu den Brandherden zu ermöglichen. Die Zerstörung mitten im touristischen Zentrum einer der wichtigsten Städte Frankreichs verdeutlicht, dass sich die Gewalt längst nicht mehr auf abgelegene Problemviertel beschränkt. Sie hat die repräsentativen Zentren des Landes erreicht.

In Marseille griffen die Gewalttäter zunächst eine Einrichtung der Stadtpolizei an der berühmten Canebière an. Anschließend drangen mehrere Dutzend in das Rathaus der Mittelmeermetropole ein, verwüsteten Teile des Eingangsbereichs, schlugen Scheiben ein, warfen Mobiliar um und stürzten eine Büste der Marianne, der Symbolfigur der Französischen Republik, zu Boden. Gleichzeitig wurden Geschäfte in der Innenstadt komplett geplündert, während es in der Umgebung des Bahnhofs Saint-Charles zu schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei kam. Die Ordnungskräfte setzten Tränengas ein, um die Menschenmengen auseinanderzutreiben. Der Angriff auf das Rathaus besitzt dabei eine besondere politische Symbolkraft. Eine staatliche Institution, die Millionen Bürger repräsentiert, wurde von Gewalttätern überrannt, die sich offenbar durch keinerlei Respekt vor diesen Institutionen mehr gebunden fühlen.

Geplünderte Innenstädte von Bordeaux bis Lille

Auch in Bordeaux wütete der Mob aus Linksextremen und migrantischen Randalierern. In der berühmten Einkaufsstraße Rue Sainte-Catherine wurden Schaufenster zertrümmert, Geschäfte geplündert und ganze Straßenzüge verwüstet. Bis zu 100 Geschäfte waren nach Angaben des Bürgermeisters betroffen. Gewalttäter drangen sogar in den Amtssitz der Präfektin des Départements Gironde ein und verwüsteten die Räumlichkeiten. Die Behörden mussten die Spezialeinheit RAID einsetzen, die normalerweise gegen Schwerkriminelle und Terroristen vorgeht. So weit ist es inzwischen gekommen, wenn Frankreichs Staat seine eigenen Städte verteidigen muss.

In Lille griffen nach Angaben des Präfekten bereits vor Demonstrationsbeginn rund 2.000 Gewalttäter die Polizei an. Geschäfte wurden zerstört, Gebäude angezündet, darunter eine McDonald’s-Filiale und eine Gaststätte. Auch Rennes, Nantes, Rouen, Straßburg, Toulouse, Pau und Valence meldeten Plünderungen, Brandstiftungen und Angriffe auf öffentliche Einrichtungen. Während die Polizei an einer Stelle gegen den Mob kämpfte, entstanden wenige Straßen weiter die nächsten Brandherde. Frankreichs Sicherheitsapparat wurde an diesem Samstag vielerorts an seine Grenzen getrieben.

Premierminister Sébastien Lecornu sprach von einem entsetzlichen Ausmaß der Gewalt und einem Wunder, dass nicht noch mehr Menschen zu Schaden gekommen seien. Präsident Emmanuel Macron versprach einmal mehr die Bestrafung der Täter. Die Regierung macht vor allem organisierte Linksextremisten verantwortlich. Dass sich unter den Randalierern auch junge Männer aus den migrantisch geprägten Problemvierteln finden, verschärft die seit Jahrzehnten ungelöste Integrationskrise. Frankreichs Regierungen haben Milliarden in Sozialprogramme und Integrationsmaßnahmen gesteckt und ihre Bürger immer wieder mit neuen Versprechen vertröstet. Das Ergebnis lässt sich inzwischen an brennenden Rathäusern, geplünderten Innenstädten und einem Staat ablesen, der um die Durchsetzung seiner eigenen Autorität kämpfen muss.

Die Zerstörung Europas vor den Augen der Welt

Was Frankreich an diesem Samstag erlebt hat, ist eine terroristische Zerstörungsorgie, die tief in das historische und kulturelle Herz Europas trifft. Rathäuser brennen, jahrhundertealte Bauwerke werden vernichtet, Symbole der französischen Republik geschändet, Innenstädte geplündert und Polizisten von entfesselten Gewalttätern durch die Straßen gejagt. Mit den Flammen verschwindet unwiederbringlich ein Stück europäischer Geschichte. Frankreich steht vor den Trümmern einer Entwicklung, deren ganze Tragweite die politischen Eliten auch jetzt noch zu verdrängen versuchen. Was hier vor aller Augen geschieht, trägt die Züge eines zivilisatorischen Zusammenbruchs: Europas Geschichte und Lebensart werden zerstört, während diejenigen, die sie schützen müssten, die Kontrolle verloren haben. Das ist nach diesen Bildern glasklar. Dass die Zerstörer kurz einmal ablassen für eine Pause, bedeutet nicht, dass der Staat die Oberhand zurückgewonnen hat. Das Spiel ist vorbei.

Die Bilder aus Frankreich sind deshalb weit mehr als die Dokumentation eines weiteren Tages gewalttätiger Ausschreitungen. Sie sind ein Menetekel für ganz Westeuropa. Der Untergang Westeuropas wie wir es kannten, läuft in vollen Zügen – das ist nicht mehr zu leugnen, von niemandem. Wer dies tut, lügt Sie an.

Wir zeigen nachfolgend Aufnahmen des Terrors und der Verwüstungen in einer Zusammenstellung, wie sie dem deutschen Publikum in den gewöhnlichen Nachrichtensendungen der Öffentlich-Rechtlichen kaum begegnen wird. Sie zeigen mit erschütternder Deutlichkeit, was es bedeutet, wenn europäische Städte nicht mehr den alten Europäern gehört. Von jetzt an wird es schlimmer, unterbrochen nur von Pausen, die man uns lässt.

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